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Lesenswertes New York Times-Dossier: Die Spannungen zwischen Google und Apple

Den hier einzusehenden, vierseitigen New York Times-Artikel “A Battle for the Future Is Getting Personal” geben wir euch als sonntäglichen Lese-Tipp mit auf den Weg. Brad Stone und Miguel Helft, widmen sich der langsam aber stetig eskalierenden Konkurrenz-Situation zwischen Apple und Google und beleuchten die internen Reibereien der beiden Smartphone-Anbieter mit Verweis auf zahlreiche Insider-Quellen.

So sorgte nicht nur Googles Übernahme des Werbeanbieters Admob im November 2009 (einen Monat zuvor hatte Apple sein Interesse an einem Kauf bekanntgegeben) für Konflikte. Auch der bevorstehende Launch des Android-Betriebssystems heizte die bereits schlechte Stimmung erneut an:

At one particularly heated meeting in 2008 on Google’s campus, Mr. Jobs angrily told Google executives that if they deployed a version of multitouch — the popular iPhone feature that allows users to control their devices with flicks of their fingers — he would sue. Two people briefed on the meeting described it as “fierce” and “heated.” While Google listened to Apple, it rarely backed down. “I don’t think they made many accommodations,” says a former Google executive who was briefed on the discussions. “Google is not a company that is particularly afraid of anyone, including Apple.” 

Wie gesagt, ein lesenswerter Artikel der sowohl auf die gerade angestrengte Patent-Klage Apples aufsetzt als auch den hier beschriebenen, “neutralen Blick” auf die Marktsituation beider Konzerne gewährt. Bislang lässt sich Google die prominente Platzierung in der iPhone-Suche noch 100 Millionen Dollar im Jahr kosten, ob die nächste iPhone-Generation vielleicht schon mit einer konkurrierenden Standard-Suchmaschine ausgestattet sein wird steht momentan zwar noch nicht fest, wird durch den NYT-Artikel aber wahrscheinlicher.



Das chinesische iPhone 4G, iPhone SDK mit frischer Beta, offene Entwickler-Vereinbarungen, nDrive [Update]

Das chinesische iPhone 4G: Andorius bewirft uns per eMail mit einem Link auf das chinesische Technik-Portal hsw.cn. In sieben Bildern zeigt man uns dort das vermeindliche iPhone 4G und lädt zum Schmunzeln ein. Die Fotos sind nicht besonders sehenswert und auch das abgebildete Produkt dürfte in keiner Verbindung mit Apple stehen. Den Link gibt es trotzdem: Klick.

chinaphone.jpg

dankenedrive.jpgVollwertiges Deutschland-Navi für 15€: Zum CeBIT-Auftakt lieferte der Navigationsanbieter NDrive eine zeitbeschränkte, kostenlose DACH-Navigationslösung. Die Promo-Version ist mittlerweile abgelaufen - wer will kann sich das iPhone-Datum zurückstellen - auf Dauer dürfte der Kauf der jetzt vergünstigten Applikation NDrive (AppStore-Link) Germany, Austria, Switzerland jedoch stressfreier sein. NDrive lässt sich momentan für nur 15€ aus dem AppStore laden und bringt Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz mit. Der Normalpreis der Navi-Applikation liegt sonst bei knapp 35€.  Danke Henning, Matz, Martin, Christian und Co.

Update: NDrive gibt an, dass man für die 15 Euro lediglich eine Kartenlizenz für ein Jahr erwirbt. Auf Nachfrage erhielten wir folgende Antwort: “Nach einem Jahr Laufzeit wird ein Hinweis ueber das System erscheinen, dass die Laufzeit abgelaufen ist. Legal handelnde User sollten die Software dann entweder deinstallieren oder die Lizenz kaeuflich erneuern.”

Neue Beta des iPhone SDK: Das iPhone SDK 3.2 steht seit heute in der Vorabversion “Beta 4″ zum Downoad für alle registrierten Entwickler bereit. Damit bleibt Apple nicht nur seinem 2-Wochen Rhythmus treu, sondern erweitert den integrierten iPad-Simulator auch um eine Hand voll neuer Bedienelemente. Eine Zusammenfassung der Neuerungen folgt.

effvsapple.jpgEntwickler-Vereinbarungen veröffentlicht: Apropos SDK. Die Electronic Frontier Foundation (einer amerikanischen, nichtstaatliche Bürgerrechtsorganisation die in ihren Belangen wohl am ehesten mit dem hiesigen CCC zu vergleichen ist) hat eine ältere Version des bislang “geheimen” iPhone Developer Agreements veröffentlicht.

Das 28-seitige Dokument wird üblicherweise von allen registrierten Entwicklern abgenickt und durfte bislang nicht öffentlich kommentiert werden. Die EFF beschreibt die Vereinbarungen als “a very one-sided contract, favoring Apple at every turn“. TUAW bringt Auszüge aus dem Paper.





AppStore-Bausätze: Apple geht gegen Schablonen-Apps vor

Passend zu den gestern aufgeworfenen Möglichkeiten, die Flut an Sinnlos-Applikationen im AppStore einzudämmen, berichtet auch Techcrunch vom Ende der “Schablonen-Apps”.

Anwendungen wie die im AppStore zahlreich vertretenen Feed-Reader - diese zeichnen sich für gewöhnlich durch eine minimale Funktionalität (die Anzeige eines RSS-Feeds) und den stets gleichen Code-Unterbau aus - werden momentan nicht mehr massenhaft abgenickt, sondern erst mal zurückgewiesen; die verantwortlichen Entwickler dazu angehalten, mehr Features zu integrieren.

Vor allem die Anbieter generischer App-Bausätze (in der Vergangenheit berichteten wir z.B. über AppMakr, iSites & AppLoop) scheint es besonders zu treffen. Apple fordert mehr Individualität und die Integration von Alleinstellungsmerkmalen.

“For better or worse, Apple will be looking more closely at apps from the platforms than from individual developers. AppLoop, the first startup to announce and iPhone-specific app builder, is already gone. Others will almost certainly follow.”



Kompromisslos löschen: Vorschläge zur AppStore-Reinigung

Kollege Macenstein sucht nach Wegen den AppStore übersichtlicher zu gestalten und schlägt “7 things Apple can do to REALLY clean up the AppStore” vor. Die Vorschläge blicken augenzwinkernd auf die von Apple angestoßene Entfernung der im AppStore angebotenen W-Lan Scanner sowie auf das “große Reinemachen” unter den marginal-erotischen Downloads Ende Februar. Macenstein schlägt vor auch andere Anwendungen kompromisslos zu löschen und setzt sieben mögliche App-Gruppen auf die Abschussliste. Eine Zusammenstellung die wir in weiten Teilen unterschreiben würden. Die wichtigsten Punkte haben wir kurz zusammengefasst:

  • Alle Schiebepuzzle (Beispiele). Meistens für 0,79€ angeboten, beschränken sich die “slider puzzle” auf ein bis zwei 320px x 480px große Fotos, die es wieder in die richtige Reihenfolge  zu schieben gilt.
  • Alle “100 Respekt-Punkte”-Applikationen (Beispiele). Statt auf den In-App Kauf zu setzen, versuchen viele Spiele-Entwickler, Zusatzpunkte zu den zahlreich im AppStore vertretenen Rollenspielen, in gesonderten Applikationen zu verkaufen. Ein Beispiel: Die 1450 Reward-Points des Gangster-Spiels Ultimate Mafia (AppStore-Link). Kostenpunkt 40€
  • Alle Anwendungen in fremden Sprachen. Apple sollte diesbezügliche einen gesonderten Bereich einführen bzw. die iTunes-Einstellungen mit einem entsprechendem Filter versehen. 99% aller Nicht-Japaner dürften von den Japanischen eBooks (die es regelmäßig in die Ergebnislisten der eignen AppStore-Suche schaffen) sowieso nur genervt sein.
  • Trivia-Spiele. Das  100-Fragen Spiel zur Vampir-Serie Twilight dürfte zwar sein Publikum finden. Bei Entwicklern mit weit über 200 Trivia-Spielen im eigenen Portfolio, sollte sich jedoch keine Qualiätsware erwarten lassen. Ein Großteil der angebotenen Quizz-Spiele kann als Versuch, mit lieblos zusammen gestellten Fragen die schnelle Mark zu machen, gewertet werden.
  • Alle Anwendungen die vom Rechte-Inhaber offensichtlich nicht sanktioniert sind. Einen Artikel dazu hatten wir Mitte Februar in den News.

Der Abschließende Vorschlag dürfte polarisieren, scheint in vielen Fällen jedoch durchaus berechtigt zu sein: Apple sollte, so Macenstein, alle Anwendungen entfernen die in den letzten 6 Monaten nicht einmal heruntergeladen worden sind. Eure Meinung interessiert uns. Löschen, ohne Rücksicht auf Verluste? Oder ein brechendvoller AppStore wie bisher? Die Kommentarfunktion freut sich über eure Rückmeldung.



CeBIT 2010: Die ARD zur Tagesschau Applikation

15 Minuten hat iFUN-Leser Fabio mit den Projektverantwortlichen der Tagesschau-Applikation auf dem Messestand der ARD verbracht und informiert uns per eMail (Danke) über sein Kurzinterview. Auszüge daraus haben wir im Anschluss kurz zusammengefasst:

tagesflow.jpgDie App wird auf jeden Fall noch im Laufe des Jahres ihren Weg in den AppStore finden. […] Man zeigt sich sehr unbeeindruckt von der Kritik, besonders der seitens Springer. Dafür habe sich Apple bereits  gemeldet und anklingen lassen, dass man sich auf die Tagesschau-App sehr freue. Die netten ARD-Mitarbeiter wagen auch schon augenzwinkernd zu vermuten, dass sich die App lange in den Top-25, wenn nicht sogar lange auf Platz 1 der kostenlosen App-Charts aufhalten wird.

Zur App selber: Diese wird von einem Subunternehmen im Auftrag der ARD erstellt, bisher liegt wohl ein Prototyp vor, den konnte man aber noch nicht zur Messe mitnehmen. Stattdessen zeigte man mir folgendes kleines Flash-Projekt: www.tagesschau.de/tagesflow (Youtube-Link)

Wann die App fertig werden soll, weiß man noch nicht, da man sich bereits Gedanken um die Funktionalität auf dem iPad macht und dort nicht so einfach “umgreifen” kann, muss die Bedienung im Vorfeld entsprechende konzipiert und angepasst werden. Außerdem gibt es wohl noch einige Baustellen, wie zum Beispiel kleine Performance-Probleme. Dennoch sollte die App auch auf dem iPhone classic laufen - eventuell mit leichten Rucklern.

Die bisherige Berichterstattung zur ARD-Applikation haben wir in dem Artikel “ARD-Applikation: Kritiker bilden Allianz” vom 24. Februar kompiliert.



Apple entfernt W-Lan Scanner aus dem AppStore

wlanscanner.jpgMit einem Hinweis auf die AppStore-eigenen Entwickler-Vereinbarungen hat Apple zahlreiche W-Lan Scanner aus dem AppStore entfernt. Der Einsatz eines privaten Frameworks scheint ausschlaggebend für die jetzt bei cultofmac nachzulesende Aktion und trifft unter anderem die Applikationen WiFi-Where, WiFiFoFum und den yFy Network Finder. - via fscklog

“Not all the Wi-Fi finding apps have been removed however. There are still a couple of Wi-Fi finders, including JiWire’s Free Wi-Fi Finder (AppStore-Link) and WiFi Directory (AppStore-Link).”



A few degrees off course: John Grubers treffende AppStore-Kritik (Audio)

Der Auftritt des Mac-Enthusiasten und Daring Fireball-Bloggers, John Gruber, auf der diesjährigen Macworld dauerte gut eine Stunde - nun steht der Video-Mitschnitt der kritischen Keynote auf Youtube bereit und lässt sich getrost (grundlegende Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt) als “Pflicht-Lektüre” bezeichnen. Unter der Headline “10 things Apple needs to fix” widmet sich Gruber Apples Zukunft, der aktuellen Konkurrenz-Situation, MobileMe, dem iPhone-Bündnis mit AT&T, dem AppStore und dem Geräte-Lineup der Computer-Manufaktur aus Cupertino.

Solltet ihr keine Lust auf den 60 Minuten starken Youtube-Clip haben, so sei euch Grubers vierter Punkt, der kritische Blick auf den AppStore, an dieser Stelle gesondert empfohlen. Den sechs Minuten langen Audio-Mittschnitt (MP3-Download) haben wir hier hinterlegt - das Video ist im Anschluss eingebettet.


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ARD-Applikation: Kritiker bilden Allianz

In einer heute veröffentlichten, gemeinsamen Stellungnahme haben sich die Verlage Gruner+Jahr sowie die WAZ-Gruppe gemeinsam gegen die von der ARD angekündigte iPhone-Applikation in Stellung gebracht. Das Statement ist ebenso kurz wie eindeutig und verweist einmal mehr auf die, von den privaten Anbietern gefürchtete Marktverzerrung durch den Einsatz von GEZ-Gebührengeldern. In der Pressemitteilung zum Thema heißt es:

Das Angebot tagesschau.de mit allen weiteren Angeboten wie auch den Apps ist über eine “Zwangsabgabe” finanziert. Dieses Modell unterliegt nicht den Marktgesetzen wie Businessmodelle der privaten Anbieter, die entweder auf Paid-Modellen oder werbefinanzierten Modellen oder Mix- Modellen aufsetzen. Daher sollten alle, die den Marktgesetzen unterworfen sind, unabhängig davon für welches Businessmodell sie sich entscheiden, gegen gebührenfinanzierte Apps im Schulterschluss vorgehen. Die Gratiskultur im Netz - auch hierin sind sich WAZ und G+J einig - kann nicht die Zukunft für Qualitätsjournalismus sein.”

Für einen umfassenden Überblick auf den öffentlich ausgetragenen Streit zur iPhone-Applikation des ARD empfehlen wir einen Blick auf die folgenden Artikel unseres Archives:



In Planung: Erwachsenen-Kategorie im AppStore

Anknüpfend an Apples kontroverse Entscheidung, die bislang zu Hauf veröffentlichten “sexy-apps” zukünftig nicht mehr in den AppStore aufzunehmen, veröffentlicht “Cult of Mac” nun einen Screenshot der auf einen möglichen “Erwachsenen-Bereich” in Apples Software-Kaufhaus hindeutet. Das Auswahl-Menu wird bislang nur bei der Neu-Einstellung eigener Applkikationen angezeigt. Im AppStore selbst lässt sich die Explicit-Kategorie noch nicht auffinden. “Cult of Mac” zitiert aus der eMail-Zuschrift eines aufmerksamen iPhone-Entwicklers: “Looks like Apple are adding a category called Explicit to the App Store”

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Apple-PR: Wir haben fünfzehnjährige Chinesen eingestellt

index_icon_beyond20090121.jpgMachen wir uns nichts vor: Der Kauf eines iPads für $499 wäre ohne den Einsatz schlecht bezahlter Billiglohnarbeiter aus Fernost wahrscheinlich nicht zu realisieren. Warum wir uns diesbezüglich keine Gedanken machen sollten, versucht Apple nun in dem heute veröffentlichten “Supplier Responsibility Progress Report 2010” zu erklären. Dem klassischen Marketing 1-mal-1 folgend, präsentiert die Webseite zur selbstkritischen Analyse zufriedene Chinesen, das 24 Seiten starke PDF (Direkt-Download), zahlreiche nette - und vor allem grüne - Grafiken.

Kurz zusammengefasst:

  • Im Jahr 2009 überprüfte Apple 102 Fertigungsstätten und schulte 133.000 Mitarbeiter. Demgegenüber stehen 39 überprüfte Fertigungsstätten und 2000 geschulte Mitarbeiter im Jahr 2007.
  • 27% der überprüften Fertigungsstätten hielten sich nicht an die von Apple festgelegten Antidiskriminierungsrichtlinien, 54% missachteten die Einhaltung der maximalen Arbeitszeit, knapp 30% ignorierten die vorgeschriebenen Arbeitsschutz-Richtlinien.
  • Im Jahr 2009 stellte Apple 17 grobe Verstöße gegen die, sich selbstauferlegten, Arbeitnehmer-Schutzvorkehrungen fest.
  • So wurden in mehreren Fertigungsstätten erst fünfzehnjährige Arbeiter eingestellt, drei Werke entsorgten umweltschädliche Materialien nicht vorschriftsmäßig.
  • In mehr als 40 Werken wurden Überstunden unzureichend vergütet oder im Rahmen von Disziplinarmaßnehmen einbehalten. 62 Arbeitsstellen diskriminierten die ihnen zugewiesenen Bewerber.


Apple äußert sich zum Bikini-Verbot im AppStore - Suicide Girls Stellungnahme im Video

Apples Ende letzter Woche getroffene Entscheidung, mehr als 5000 “sexy-apps” aus dem AppStore zu verbannen ( wir berichteten ) wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen. Nicht nur die vage formulierten Entwickler-Richtlinien - nicht vergessen: die jetzt entfernten Anwendungen wurden bereits einmal zugelassen - stehen nach wie vor in der Kritik, auch Apples Doppel-Standard sorgt aktuell für Unverständnis. So hat der Frühjahrsputz bei weitem nicht alle Bikini-Applikationen aus dem AppStore verbannt. Ein Umstand auf den die Suicide-Girls in diesem Interview mit The Loop aufmerksam macht.

So lässt sich die im Mai von uns vorgestellte Suicide-Girls Aplikation seit  Samstag vergeblich im AppStore suchen, die App des Playboys und das Swimsuit-Angebot der Sports Illustrated sind jedoch nach wie vor verfügbar.

In diesem Artikel der New York Times äußert sich Apples “vice president of worldwide product marketing” Phil Schiller zum Thema. Beschwerdebriefe besorgter Eltern hätten den Ausschlag für die jetzt getroffenen Maßnahmen gegeben.

“We obviously care about developers, but in the end have to put the needs of the kids and parents first […] There just seems to be too many of these really simple applications that do nothing but show pictures of girls in bikinis or in suggestive, adult poses. It’s cluttering up the App Store.”
When asked about the Sports Illustrated app, Mr. Schiller said Apple took the source and intent of an app into consideration. “The difference is this is a well-known company with previously published material available broadly in a well-accepted format” he said.

Die Frage, warum Apple im AppStore andere Maßstäbe ansetzt als beim Musik- oder Film-Verkauf, liegt uns auf der Zunge - bleibt jedoch weiterhin unbeantwortet. Zwar verfügt der AppStore über einen Mechanismus zur Altersfreigabe der erhältlichen Anwendungen, dieses scheint man in Cupertino  jedoch vergessen zu haben.



Planungssicherheit? Nicht im AppStore - Apple entfernt, ändert, irritiert

checkdas.jpgUnabhängig davon wie ihr zu Applikationen stehen solltet, die nicht viel mehr Funktionalität bieten, als die Brüste leicht bekleideter Bikini-Mädchen mit Hilfe einer 3D-Animation wackeln zu lassen - eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass sich Entwickler deren Anwendungen die AppStore-Eingangskontrolle einmal hinter sich gelassen haben, keinen Kopf mehr um Apples (vage formulierte) Richtlinien machen müssen.

Dem ist nicht so.

In einer kurzen eMail an den Entwickler der Applikation Wobble iBoob - laut Techcrunch seit 8 Monaten im AppStore vertreten und knapp eine Million mal heruntergeladen - beschreibt Apple eine kurzfristige Änderung in den Entwickler-Vereinbarungen und gibt an “Applikationen mit offensichtlich sexuellem Inhalt” zukünftig nicht mehr anbieten zu wollen. Bereits zugelassen Apps werden aus dem Store entfernt. Netter Nebeneffekt: Anwendungen wie “Top Sexy Girls Japan” dürften mit Verweis auf die Regeländerungen zukünftig nicht mehr gelistet werden. Wir haben das Schreiben grob übersetzt:

Um dem Umstand der ständigen Weiterentwicklung des AppStores gerecht zu werden, prüfen wir unsere Entwickler-Richtlinien kontinuierlich. Ihre Applikation Wobble iBoobs verbreitet Inhalte von denen wir ursprünglich annahmen, diese würden würden sich für einen Vertrieb im AppStore eignen. Jedoch haben wir in den vergangenen Wochen zahlreiche Kunden-Beschwerden erhalten und unsere Richtlinien nun entsprechend angepasst.

Letztlich haben wir uns dafür entschieden Applikationen mit offensichtlich sexuellem Inhalt aus dem AppStore zu entfernen.

Wir bedanken uns diesbezüglich für Ihr Verständnis. Wenn Sie glauben, sie könnten Ihre Applikation an die neuen Vorgaben anpassen, sind Sie herzlich eingeladen entsprechende Änderungen vorzunehmen und die App abermals der Eingangskontrolle vorzulegen.

Im gleichen Atemzug, erlaubt Apple nun die Durchführung (bislang untersagter) Verlosungen innerhalb einer Applikation. AppStore-Kunden die die 10.000. Spiegel-Ausgaben kaufen, könnten fortan mit kostenlosen Abos oder In-App-Käufen beschenkt werden.

“3.3.17 Your Application may include promotional sweepstake or contest functionality provided that You are the sole sponsor of the promotion and that You and Your Application comply with any applicable laws”



Unzulässige Verkürzung der Gewährleistungsfristen beim iPhone (Gastartikel)

Anfang letzter Woche erreichte der unten eingebettete Gastartikel unser eMail-Postfach und wartet seit dem auf sein Erscheinen. Nach einem kurzen Austausch mit dem Autoren (der Name des für den Artikel verantwortlichen Juristen ist uns bekannt) haben wir im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung sowohl T-Mobile als auch Apple Deutschland um eine Stellungnahme zum Thema gebeten.

Apple gibt zur Sache “keinen weiteren Kommentar”, T-Mobile wiederum verweist auf Apples Zuständigkeit in Gewährleistungsangelegenheiten:

Die Entscheidung, 1 Jahr Garantie und 1 Jahr Gewährleistung auf das iPhone zu gewähren, ist nicht von der Deutschen Telekom, sondern von Apple getroffen worden. Insofern müsste ich Sie auch an den Hersteller Apple verweisen, der auch die Prozesse für Reparaturen und Gewährleistungsabwicklungen aufgesetzt hat.

Wir wünschen euch viel Spass bei der Lektüre. Kritisches Feedback in den Kommentaren ist, wie immer, gern gesehen.


Unzulässige Verkürzung der Gewährleistungsfristen beim iPhone

T-Mobile ist mittlerweile der wohl größte iPhone-Händler in Deutschland. Zusammen mit den entsprechenden Tarifen wurde ein attraktives Angebot geschaffen.
Zu einem umfassenden iPhone Angebot gehört jedoch auch, dass der Händler seinen gesetzlichen Folgeverpflichtungen nachkommt, insbesondere die Einhaltung der Gewährleistungsfristen beachtet. Dies ist bei T-Mobile leider nicht der Fall.

So ist bei Verbrauchsgüterkäufen, das sind Geschäfte zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher, bei Neuware eine zwingende Gewährleistungsfrist von zwei Jahren vorgesehen. Diese kann nicht verkürzt werden (nachzulesen im Gesetz: § 475 II BGB). Fragt man jedoch in einem beliebigen T-Punkt nach, ist die Antwort immer die gleiche: Auf das Apple iPhone gibt es exklusiv nur ein Jahr lang Gewährleistung (ein entsprechender Nachweis, unterschrieben von der T-Punkt-Leitung aus einer der größten Städte Deutschlands, liegt der Redaktion vor). Die Annahme des iPhones wird verweigert, der Kunde abgewiesen.

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Mehr Interaktion, weniger Orientierung: Zur Informationsdichte im Windows Phone 7

Luke Wroblewski vergleicht die Informationsdichte der Benutzeroberflächen des iPhones, mit der, der gestern vorgestellten Windows Phone 7 Series und macht eine Hand voll erwähnenswerter Beobachtungen. Während das iPhone-UI grundsätzlich kurze Wege präferiert, dürfen sich zukünftige Windows Phone-Nutzer bei ihrer Reise zum Ziel auf regelrechte Klick-Orgien einstellen. Zwar versucht sich auch die Windows Phone-Oberfläche auf das Wesentliche zu konzentrieren - unserer Meinung eher ein modischer Trend, denn ein zeitloses Nutzer-Interface - geizt jedoch mit Meta-Informationen (wie viele Bilder sind im aktuellen Album, wo kann ich die Beschreibung des AppStore-Titels lesen etc.) und bleibt einen eindeutigen Navigations-Aufbau schuldig.

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Wroblewski konzentriert sich in seinem Vergleich auf die Galerie-Darstellung und die AppStore-Navigation beider Geräte: Während Apples AppStore zusätzlich zu den sieben angebotenen Such- und Filter-Optionen bereits auf der Startseite vier Applikationen inklusive Titel, Icon, Bewertung, Anzahl der Bewertungen und Preis präsentiert, bedarf es beim Windows Phone ganzer vier “Fenster-wechsel” um eine Auswahl herunterladbarer Anwendungen (mit minimalen Zusetzinformationen) zu erreichen. Wroblewski schreibt:

Marketplace on the Windows Phone features one application with an icon, title, and one-line description. One touch gesture (drag/flick) later, there’s a menu consisting of six items. Tapping on “applications” takes you to another featured application. One more drag/flick and you are finally seeing three applications you can download. Contrast the amount of information present on this screen (the fourth in the process) with the amount shown on the iPhone’s initial App Store display… - via gruber



Banned for security reasons: Apple sperrt iTunes-Accounts von Jailbreak-Entwicklern

secreas.jpgAm 11. Februar verlinkten wir in unserem Twitter-Stream die Erfolgsmeldung des iPhone-Hackers @sherif_hashim. Nach eigenen Angaben (eine Aussage die später auch von Dritten bestätigt wurden) war es Hashim gelungen, einen Fehler in der Modem-Firmware des iPhones aufzuspüren und so den Grundstein für einen softwarebasierten SIM-Unlock des aktuellen iPhone OS zu legen.

Nun, keine fünf Tage später, berichtet Hashim von der Sperrung seines iTunes-Accounts durch Apple. Hashim schreibt in seinem Twitter-Account: “Your Apple ID was banned for security reasons”, that’s what i get when i try to go to the app store, they must be really angry.

Auch andere, mehr oder weniger bekannte, iPhone-Hacker haben sich bereits zu Wort gemeldet und berichten von ähnlichen Account-Schließungen.



App Store-Mix: Abzock-Apps, Rayman, Unis & CeBIT

  • Mit der Quantität sinkt zwangsläufig die Qualität, auch im App Store. Von mehreren Tausend “Sexy Girls” & Co. soll hier gar nicht erst die Rede sein. Zur Zeit nerven uns eher die Unmengen Soundboard- und Cheat-Code-Apps, deren einziges Ziel es wohl ist, unkontrollierte Kaufimpulse auszulösen. Mario & Friends ist ein Beispiel dafür: Ein Blick auf Icon und Titel löst Glücksgefühle und die Hoffnung auf den ersten Nintendo-Titel im App Store aus - nach einem Blick ins Kleingedruckte und der Belehrung, dass es sich lediglich um (vermutlich nicht lizensierte) Mario-Soundfiles handelt fragt man sich dann nur noch, ob die Nintendo-Rechtsabteilung hier nicht endlich mal den Rauch reinlassen kann.
  • Wenn wir schon beim Copyright sind: Durchaus interessant anzusehen ist auch das neu im App Store erhältiche Pacman Reloaded: Mit ähnlichen aber schlechteren Grafiken als das Original - wie war das gleich … wenn schon geklaut, dann bitte besser.
  • Kommen wir zum Positiven: Gameloft hat eine offizielle iPhone-Version des alten Ubisoft-Titels Rayman angeteast. Das Youtube-Video findet ihr im Anschluss.
  • Themawechsel: Das Münchener Oskar-von-Miller-Gymnasium hat eine eigene iPhone-App. Stundenplanänderungen und Termine sind stets aktuell und von unterwegs aus abrufbar, nur der Preis (3,99 Euro) stört ein wenig… Grundsätzlich aber eine nette Idee, viel sinnvoller natürlich noch für die großen Unis. Hier hatten wir ja bereits über die Mensaspeisepläne der Unis Berlin und Hannover berichtet, inzwischen gibt’s auch entsprechende Apps für die Saar-Uni Homburg und die Uni Konstanz.
  • Zuletzt noch ein Hinweis für potenzielle CeBIT-Besucher: Die nach eigenen Aussagen “weltweit bedeutendste Messe für die digitale Industrie” will ihr bislang Win-Mobile-dominiertes Mobilangebot in diesem Jahr endlich auch um ein iPhone-App ergänzen. Ende Februar soll der Messeplaner dann im App Store erhältlich sein. (Danke hajo)


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Googles Platzierung als Standard-Suche im iPhone: 100 Millionen Dollar im Jahr, streit um Maps-Applikation und auslaufende Verträge

Der im Business Insider von Jay Yarow veröffentlichte Artikel ist mit vorsicht zu genießen - die fünf hier einzusehenden Absätze stützen sich im Wesentlichen auf eine “mit Apples Angelegenheiten vertraute Person”. Nichts desto trotz: Die gelieferten Informationen sind lesenswert und  liefern etwas Substanz zu den Mitte Januar aufgekeimten Gerüchten, Apple könnte Bing! als neuen Standard-Suchanbieter im iPhone in Betracht ziehen.

Doch zum Punkt. Laut Business Insider zahlt Google Apple jährlich gut 100 Millionen US-Dollar für den Platz der Standard-Suchmaschine im iPhone. Die Summe ist Teil eines “revenue share deals” aus den über Google generierten Werbeeinnahmen und in etwa doppelt so viel, wie der Suchmaschinen-Riese in seine Firefox-Präsenz investiert.

Mit Blick auf die sich verschärfende Konkurrenz zwischen Google und Apple berichtet der BI zudem über ein zusehend schlechteres Miteinander der beiden Geschäftspartnern. Während man den ersten Suchmaschinen-Deal (zum Verkaufsstart des iPhone classic) innerhalb weniger Wochen unter “Dach und Fach” brachte, streckten sich die Verhandlungen zur Markteinführung des iPhone 3G bereits auf sechs Monate.

Auch Googles Wunsch, die in der Maps-Applikation generierten Nutzer-Daten einzusehen, lehnte Apple der anonymen Quelle nach ab. Wir wissen warum.



Unsortiert und sehenswert: Sieben kurze Videos mit iPhone-Bezug

Da uns weder gute Anlässe noch sinnvoll Verknüpfungen für die sieben im Anschluss eingebetteten Video-Clips eingefallen sind, haben wir uns für einen Kontext-freien Beitrag entschieden und hoffen, dass ihr eine Hand voll der jetzt verlinkten Clips noch nicht kennt. Veröffentlicht wurden die Videos innerhalb der letzten zehn Tage und haben uns sowohl per eMail (Danke) als auch über die bekannten Alternativen erreicht. Doch zur Auswahl:

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  • Der “World’s Fastest iPhone Texter” schreibt 56 Wörter die Minute bzw. 4,2 Buchstaben pro Sekunde und nutzt iTextspeed (AppStore-Link) zur Geschwindigkeitsmessung. - Youtube-Link
  • Im Personal Theater stellt das iPhone die Leinwand - Pappe, Klebstoff und Farbe kümmern sich um Sitze und Ausstattung. Ein Making-Of steht ebenfalls bereit. - Youtube-Link
  • Das NDR-Magazin Zapp widmet sich der Medienhysterie zum letzten Apple Event und beleuchtet die “Kostenlos-Werbung für Apple”. - Youtube-Link
  • Mit iFlip zeigt der MysteryGuitarMan eine alternative Verwendung des iPhone Bilderalbums. Lippensynchron und zumindest die erste Minute schön anzusehen. - Youtube-Link
  • iBall kombiniert einen Tischtennisball, zwei Fernseher und einen Laptop mit den Beschleunigungssensoren des iPhones. In der 100 Sekunden langen Demonstration dürfte viel Vorbereitung und Training stecken.- Youtube-Link
  • NDRs, die Sendung mit dem Klaus “erklärt” Apple. - Youtube-Link
  • Und auch Harald Schmidt widmete sich vor kurzem der Vorstellung des iPads - Im Praxistest versteht sich. - Youtube-Link


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Apple bemüht sich: Entwickler-Umfrage und Hinweise zur Kompatibilitäts-Kennzeichnung

lutusknow.jpgNach Monaten der Kritik, scheint sich Apples Entwickler-Support in den letzten Wochen kontinuierlich zu verbessern. Seit Mitte Januar hat sich die durchschnittliche Review-Zeit der AppStore-Eingangskontrolle drastisch beschleunigt und liegt mittlerweile bei 1-2 Tagen - das Entwickler-Portal iTunes Connect wurde sowohl im November als auch Anfang des Monats um kleine Features erweitert, die den registrierten Entwicklern das Leben erleichtern sollen. Ein positiver Trend.

Aktuell berichtet Techcrunch über eine von Apple initiierte Umfrage unter ausgewählten Entwicklern. Unter der Überschrift “Let us know about your experience with the iPhone Developer Program“, bittet Apple nach der Bewertung zahlreichen Teilaspekte des Entwickler-Alltags (Zulassungs-Prozess, die Geschwindigkeit bei der Veröffentlichung wichtiger Updates etc.) und fragt: “What one thing could Apple do to make the iPhone Developer Program better ?”

whichdevice.pngIn Apples Entwickler-Blog - ihr erinnert euch an die Geodaten-Geschichte - ist derweil ein weiterer,  erwähnenswerter Tipp aufgetaucht. So weist Apple momentan noch mal ausdrücklich auf die Kompatibilitäts-Kennzeichnung der eigenen Applikationen hin. Sollte die eingereichte Anwendung nur auf einem iPhone 3GS funktionieren (Kompass) oder ausdrücklich für eine ältere Geräte-Generation bestimmt sein (Video-Aufnahme für das iPhone classic), gilt es, das entsprechende Häkchen in der Konfigurations-Datei zu setzen.

Wir gehen davon aus, dass der AppStore - spätestens mit dem Release des iPads - zukünftig um eine Filter-Option erweitert werden dürfte die nur jene Suchergebnisse anzeigt, die sich mit eurem Endgerät vertragen. Überfällig wäre die Funktion allemal.



Videos und Wissenschaft: Spiegel und Focus stürzen sich auf Sleep Cycle

Die iPhone-Applikation Sleep Cycle (AppStore-Link) hält sich nicht nur seit Wochen in den Top-10 der Deutschen AppStore-Charts sondern hat es in der letzten Woche auch in die beiden größten Deutschen Nachrichten-Magazine geschafft. Sowohl der Spiegel als auch der Focus haben sich der vom Entwickler versprochenen Schlafphasenerkennung der Applikation gewidmet und ihre Ergebnisse in zwei verblüffend ähnliche Video gegossen.

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Während sich der Focus bei Dr. Helen Slawik  vom Münchner Schlaflabor beraten ließ, verbrachte der Spiegel eine Nacht im Schlaflabor Hamburg bei Andrea Iwansky. Beide Videos haben wir euch im Anschluss eingebettet und bedanken uns bei Dottie, Niko, Christian, Martin und Phidget für die eMails zum Thema.

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AppStore-Beschreibungstext mit Android-Hinweis: Apple besteht auf neue Formulierung

The Register berichtet über die eMail-Kommunikation des iPhone-Entwicklers Tim Novikoff - verantwortlich für den Vokabel-Trainer Flash of Genius (AppStore-Link) - und der AppStore Eingangskontrolle. Im Rahmen der Veröffentlichung des 2.2-Updates seiner Applikation hatte Novikoff den AppStore-Beschreibungstext um den Hinweis erweitert, man habe es mit der Android-Version der Anwendung unter der Finalisten des von Google organisierten “Android Developer Challenge” geschafft.

Ein unschuldiger Marketing-Schnipsel, der den Verkauf der 0,79€ teuren Applikation ankurbeln sollte. Nicht mehr, nicht weniger.

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Kurz nach der Einreichung des Updates meldete sich Apples Prüfstelle. Zwar habe es die Applikation anstandslos durch die Eingangskontrolle geschafft, der im Beschreibungstext hinterlegte Hinweis auf die Android-Plattform sei jedoch nicht relevant und sollte umgehend entfernt werden.

“Providing future platform compatibility plans or other general platform references are not relevant in the context of the iPhone App Store, while your application has not been rejected, it would be appropriate to remove ‘Finalist in Google’s Android Developer’s Challenge!’ from the Application Description.”

Der Hinweis ist mittlerweile entfernt.



iMussolini: Nummer 1 im italienischen AppStore

Wie es die kritiklose iMussolini-Applikation zur Nummer 1 der (kostenpflichtigen !) italienischen AppStore-Downloads bringen konnte, können wir uns beim besten Willen nicht erklären - immerhin sorgt die Top-Platzierung der mit Reden und Videos des italienischen Faschisten ausgestatteten Anwendung nun für einen erneuten Diskurs über Apples AppStore-Zulassungsverfahren. So berichten die Finanznachrichten:

imusolini.png“Es ist eine Schande und eine Kapitulation vor dem Kommerz, dass Apple eine Veröffentlichung dieser App genehmigt hat”, sagte ein Sprecher der Gruppe American Gathering of Holocaust Survivors. “iMussolini” zeigt Videos des italienischen Diktators und lässt den Anwender Reden des sogenannten “Duce” hören und lesen. Die Application ist italienischen Medienberichten zufolge derzeit die beliebteste Anwendung im Land und werde jeden Tag rund 1000 Mal heruntergeladen.

Bereits im November hatte die Mein Kampf-Applikation für Aufsehen gesorgt, wurde letztlich jedoch aus dem AppStore geworfen. Im Laufe der letzten Woche konnten wir hinter den Kulissen die Entfernung des Musik-Samplers “Third Reichs Military Music” aus dem Deutschen iTunes Store anstoßen. iFUN-Leser Andreas hatte uns auf die Live-Mitschnitte des SS-Musikorchesters hingewiesen - nach einem kurzen eMail-Austausch mit Apple Deutschland wurde die Platte nach nur 16 Stunden aus dem iTunes Store entfernt.



Video: Alltag in der AppStore-Eingangskontrolle

Überschrieben mit “One Bad App” (Youtube-Link), wirft juliansmith.tv einen augenzwinkernden Blick auf Apples AppStore-Eingangskontrolle: There’s an app for just about anything. Yes… even that. Den Clip haben wir unten eingebettet und bedanken uns bei Hans Ole für den eMail-Tipp.



iCall: Apple gestattet die VoIP-Nutzung im Handy-Netz

Per Pressemitteilung gibt der VoIP-Dienstleister iCall soeben die Unterstützung von Sprachtelefonie über das UMTS-Netzt bekannt und verweist auf einen geänderten Abschnitt in Apples Entwickler-Vereinbarungen. Die iCall-Applikation (Demo Video - AppStore-Link) nutzt das Feature in Ihrer neuesten Version bereits, ein Skype-Update steht bislang noch aus.

Ende August hatte T-Mobile einen speziellen VoIP-Tarif für die Nutzung von Telefondienstleistungen im Web eingeführt - kurz darauf kündigte O2 an, VoIP-Anwendungen nicht mehr gesondert zu bepreisen. Unabhängig davon, blockierte Apple jedoch bisher die Nutzung des theoretisch möglichen Features auf dem iPhone.

Until today, restrictions imposed on developers prohibited VoIP functionality on any 3G network. VoIP on the iPhone has been the source of many debates with companies such as Google being denied access to the platform and the FCC inquiring as to the restrictions in the Apple App Store; iCall is one of the few VoIP applications that has been permitted by Apple to operate on the iPhone platform.

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Install0us am Ende: iPhone-Piraten knicken ein

Der auf iModzone abgegebene Foren-Eintrag dürfte nicht nur die hier mitlesenden iPhone-Entwickler freuen. Install0us, eines der größten Portale für den Vertrieb schwarzkopierter iPhone-Applikationen, schließt seine Tore.  “gh0st7″, Kopf hinter der gleichnamigen iPhone-Anwendung (eine Art AppStore ohne Kasse) berichtet über rechtliche Probleme sowie der Angst vor strafrechtlicher Verfolgung und scheint nun die Notbremse gezogen zu haben. So wird nicht nur die Entwicklung der besagten iPhone-Applikation eingestellt, auch alle Foren, die bislang geflegten Repositories und jedweder, dem Projekt zuzurechnende Code, soll in den kommenden Tagen gelöscht werden.

Gute Nachrichten, erst Recht mit Blick auf die enormen, sich mittlerweile auf knapp 460 Millionen Dollar belaufenden, Verluste (wir berichteten) durch schwarzkopierte iPhone-Applikationen. Danke Flex.

These forums will close, and repositories too. Just a few more weeks, and everything will be shut down and deleted. Install0us v2.5 has already been unleashed to you, and it will continue to run. We cannot do anything about it, so be happy! The bad news is, however, Install0us 3 will not and cannot ever be released. It all must end here. This is extremely disappointing for all of us, considering the time and energy we have spent on it.



Apps ohne Programmierkenntnisse: iSites mit AppMakr-ähnlichem Angebot

Die Angebote von iSites und dem am 5. Januar vorgestellten Dienst Appmkr sind beinahe Deckungsgleich. Gegen Gebühr versprechen beide Firmen die Erstellung generischer iPhone-Applikationen auf Grundlage eines RSS-Feeds und kümmern sich sowohl um den Auftritt im AppStore als auch um die Integration optionaler Werbung.

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Grundsätzlich haben wir für die seelenlosen Feedreader nicht viel übrig, beeinträchtigen die im Funktionsumpfang beschränkten Mini-Applikationen doch die Übersichtlichkeit des AppStores erheblich. Andererseits: Solltet ihr euren Blog, euer Nachrichten-Portal oder auch einfach die Ergebnisse eures Sport-Vereins in eine iPhone-Anwendung verpacken wollen, bieten beide Dienste ein schmerzfreien Weg das Projekt auch ohne ObjectiveC-Kenntnisse umzusetzen. Die iSites-Applikationen kosten $25 bzw. $99 (mit integrierter Werbung) und lassen sich sowohl farblich anpassen als auch in Layout und Struktur personalisieren.



Das Tablet: Mit Mobilfunkvertrag, und wesentlich später hierzulande als in den USA

Nicht nur das Rätselraten um unbestätigte Features, sondern auch die negativen Voraussagen zum anstehenden Tablet-Release (da scheint ja nun niemand mehr dran zu zweifeln, oder?) können sich sehen lassen. So berichtete der Guardian über laufende Verhandlungen zwischen Apple und zahlreichen englischen Mobilfunkanbietern. Im Mittelpunkt der Gespräche scheinen die Verkaufskonditionen bzw. eine mögliche Subvention des Tablets durch die Netzbetreiber zu stehen. Ein Umstand der die folgenden Fragen aufwirft:

  • Kommt das Tablet mit einem SIM-Karten Steckplatz?
  • Wird das Tablet, vielleicht sogar ausschließlich, mit einem Mobilfunkvertrag angeboten werden?
  • Wird es Sonderkonditionen für iPhone-Bestandskunden geben, sollte ein Daten-Vertrag beim Tablet-Kauf vorausgesetzt werden?
  • Und vor allem: Wann wird das Tablet Nach Deutschland kommen?

Nach Informationen des Guardian soll das Tablet am 27. Januar vorgestellt werden. Im Laufe des März dann, in Amerika auf den Markt kommen. Aber: British gadget fans will have to wait until much later in the spring, according to UK sources…

Eine Vermutung die erklären könnte, warum Apple zum Special Event am 27. Januar nur amerikanische Journalisten geladen hat. Die sonst übliche Presse Live-Übertragung für Europäische Journalisten in London ist bislang noch nicht angesetzt.

Wir erinnern uns: Auch das iPhone hat den Deutschen Markt erst nach erheblicher Verzögerung erreicht. Der Marktstart in den USA war am 29. Juni 2007 - die Steve Jobs Präsentation in Deutschland am 19. September und der Verkaufsstart am 9. November 2007. Danke Sotto.



Touchscreen-Werk steht still: Streik bei iPhone-Zulieferer

Der kurze, von Bloomberg News veröffentlichte Zweizeiler hat Hierzulande wahrscheinlich so viel Relevanz wie der sprichwörtliche Sack Reis, die Geschichte um 2000 streikende Arbeiter des Apple Zulieferers Wintek scheint uns dennoch erwähnenswert. So berichtet Bloomberg über einen seit drei Tagen andauernden Streik in den Werken des Touchscreen-Herstellers Wintek Corp. in Suzhou. Die Ankündigung des Apple-Zulieferers, auf eine Bonus-Zahlung für das Jahr 2009 verzichten zu wollen, hat mehr als 2000 Arbeiter auf die Straße getrieben und zu Sachbeschädigungen an Fabrik und Fahrzeugen geführt.

“Workers went on strike at a touch-screen supplier for Apple Inc.’s iPhone in China’s eastern city of Suzhou […] More than 2,000 workers gathered and damaged facilities and vehicles after rumors that the factory may not pay a planned bonus for 2009 […] The plant belongs to Taiwan-based Wintek Corp., the world’s biggest touch-screen maker for mobile phones.



BILD und Süddeutsche: Bezahlte Bewertungen, gecrackte Kauf-Version [Update]

Update: Werbe-Anbieter Trigami äußert sich inzwischen zu den vom Upload-Magazin vorgebrachten Vorwürfen. In dem hier einsehbaren Blog-Eintrag übt sich Trigami in Schadensbegrenzung und nimmt die Verantwortung für die gesamte Kampagne auf sich. Lesenswert.

“Ich bedaure diese Situation und ich entschuldige mich bei allen Beteiligten (insbesondere der Süddeutschen Zeitung) für diese massiven Fehler unsererseits. Wir haben nun nicht nur einen renommierten Kunden verloren, sondern wir haben (und werden) vielen Menschen unnötigen Stress und unnötigen Kummer verursachen. Das tut mir sehr Leid!

/Update Ende


Schlechte Nachrichten für die beiden Deutschen Zeitungs-Highlights im AppStore. Zum einen ist die hier vorgestellte Applikation der BILD-Zeitung mittlerweile ins Visier der AppStore-Piraten gerückt und wird momentan in einer gecrackten Variante verteilt die den Zugriff auf das Bezahlangebot auch ohne monatliches Abo ermöglicht. Der Branchen-Dienst New-Business schreibt:

“Ein Springer-Sprecher bestätigte das auf unsere Anfrage und fügte hinzu: “Das Thema ist bei uns im Hause bekannt. So etwas lässt sich nie völlig ausschließen.” Springer hält den Umfang des Schadens bislang noch für gering. Man werde die Entwicklung aber aufmerksam beobachten und versuchen, den Missbrauch über Update-Versionen zu verhindern.”

Zum anderen scheint sich die Süddeutsche Zeitung gute AppStore-Bewertungen gerne auch etwas kosten zu lassen. Der, in der iPhone-Szene nicht ganz neue Vorwurf, wird durch diesen Bericht des Upload-Magazins untermauert. Demnach soll der Schweizer Werbe-Dienstleister Trigami bezahlte Blog-Einträge mit vordefinierten Texten in Auftrag gegeben und die Autoren zusätzlich zur Abgabe einer guten AppStore-Bewertung angehalten haben. Im Upload-Magazin heißt es:

“Bei Trigami nennt sich diese Werbeform “Advertorial”. Auf Deutsch heißt das schlicht: Der Kunde bestimmt, was im Posting des Bloggers steht. Oder wie Trigami es so treffend selbst beschreibt: “… redaktionelle Werbetexte, geschrieben von Bloggern, 100% positiv durch Inhaltskontrolle Ihrerseits.” Das muss die Zuständigen bei der Süddeutschen wohl überzeugt haben. Wer als Blogger das Angebot der Süddeutschen annimmt, soll zunächst die iPhone-App der Zeitung herunterladen. […] Aber es gibt diesen bemerkenswerten Hinweis im Beschreibungstext der Trigami-Ausschreibung:

  • Nach dem Runterladen der Gold Applikation müsst Ihr bitte einen möglichst positiven Kommentar im App Store hinterlassen”


Verlorene Freunde: Facebooks Informations-Kontrolle

defriend.pngMit Verweis auf das hauseigene “platform developer agreement” blockiert Facebook nun die Anfang der Woche veröffentlichte iPhone-Applikation Defriended. Defriended (AppStore-Link) informierte bislang über Facebook-”Freunde” die euch aus der eigenen Kontakt-Liste geworfen haben. Ein Feature das Facebook offensichtlich nicht implementiert sehen möchte. In den Entwickler-Vereinbarungen heißt es:

“You must not circumvent our intended limitations on core Facebook features. For example: You must not notify a user that someone has removed the user as a friend.”

Die Programmierer empfehlen allen Käufern der Applikation das ausgegebene Geld im iTunes Store zurück zu fordern, wie erfolgreich sich entsprechende Versuche gestalten bleibt abzuwarten. via iphoneclub & appadvice



Facebook-Update: App überträgt alle Kontakt-Daten an den Facebook-Server

spacebook.jpgNachdem die Facebook-Applikation bereits vor knapp 10 Tagen gleich zwei mal innerhalb 24h aktualisiert wurde, verspricht die nun veröffentlichte Version 3.1.2 (AppStore-Link), die stellenweise noch vorhandenen Fehler bei der Adressbuch-Synchronisation zu beheben.
Apropos Adressbuch-Synchronisation, wer sich für die Handhabe seine Kontakt-Daten durch das Facebook-Team interessiert, sollte einen Blick auf den ebenfalls überarbeiteten Textblock des Kleingedruckten werfen. In der Facebook-App heißt es:

Wenn du diese Funktion aktivierst, werden alle Kontakte von deinem Handy (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) an Faceoook gesendet und unterliegen dann den Datentenschutzrichtlinien von Faceoook.Zudem werden die Profilbilder deiner Freunde sowie andere Informationen von Faceoook zu deinem iPhone-Adressbuch hinzugefügt. Bitte stelle sicher, dass deine Freunde mit deiner Nutzung ihrer Dateneinverstanden sind.

via twitpic & @teezeh



NDR-Video: ZAPP-Medienmagazin über ARD-App und BILD-Kampagne

zapp.pngDie vielen Großbuchstaben in der Überschrift lassen es bereits erahnen: Das vom NDR ausgestrahlte ZAPP-Medienmagazin hat sich in seiner gestrigen Ausgabe, den wirklich großen AppStore-Konkurrenten gewidmet und berichtet in dem 6 Minuten langen Segment “Kämpfe um kostenlose Netz-Inhalte” über die von der ARD angekündigte iPhone-Applikation und Axel-Springers Reaktion auf selbige.

Das gut recherchierte Video lässt sich sowohl in der NDR-Mediathek als auch auf Youtube konsumieren und ist unten eingebettet. Für einen groben Überblick auf den aktuellen Stand der Dinge empfehlen wir euch zudem einen erneuten Blick auf die folgenden Artikel:

Nebenbei erwähnt: Nach dem vor kurzem veröffentlichten Update der BILD-Applikation (AppStore-Link) haben uns mehrere Leser über einen, um sieben Tage erweiterten Abo-Zeitraum berichtet. An den Bewertungen (im Schnitt zwei Sterne) der kostenpflichtigen Abo-App hat sich derweil nichts geändert. Von 3000 bislang abgegebenen Bewertungen, vergaben 1600 Kunden nur einen Stern.

“Die Verleger empören sich, dass die Tagesschau per sogenannter App auf einem Handy namens iPhone zu sehen sein soll. Dieses Gerät ist mitnichten in jedem deutschen Haushalt zu finden, sondern gerade einmal im Besitz von 1,2 Millionen Deutschen ist. Worüber reden wir also? Abgesehen davon, kann man die Tagesschau bereits sowieso auf diesem Gerät sehen, nur halt nicht auf der bequemeren Benutzeroberfläche. Zapp über die aufgeblasene Aufregung der Verleger.”



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Around the World:

Ein Blick über den Tellerrand! Web-Links zu den größten und besten iPhone-Webseiten weltweit:




 


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