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Nur für das iPhone 5c

iPhone-Hack: Behörden-Entsperrung kostete US-Steuerzahler $900.000

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April 2016: Die amerikanische Strafverfolgungsbehörde FBI forderte Apple dazu auf, bei der Entsperrung eines iPhones mitzuwirken, das eines der Schützen des Terroranschlages von San Bernardino gehörte. Apple suchte daraufhin den öffentlichen Diskurs und weigerte sich konsequent eine Hintertür in das iPhone-Betriebssystem iOS einzubauen.

Kurz bevor es daraufhin zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kam ruderte das FBI zurück und informierte, dass zwischenzeitlich andere Wege ausgemacht wurden, um das fragliche Gerät zu entsperren. Die Regierungsbehörde drückte sich damit vor der anstehenden Grundsatz-Entscheidung und kaufte einen iPhone-Hack auf dem Schwarzmarkt ein.

Dieser, dies bestätigte der FBI-Direktor James Comey damals in einer öffentlichen Stellungnahme, sei jedoch nur auf das iPhone 5c anwendbar und könnte die Sicherheitsvorkehrungen auf neueren Geräten Apples nicht durchbrechen.

Was damals ungewiss war, waren die Kosten, die der iPhone-Hack verursachte. Diese stehen nun fest und liegen nur knapp unter den 1,3 Millionen US-Dollar, die die Nachrichtenagentur Reuters Ende April in den Ring warf.

So berichtet die Associated Press über eine Anhörung, an der auch die amerikanische Senatorin Dianne Feinstein Teilnahm. Laut Feinstein soll der iPhone-Hack $900.000 gekostet haben.

Feinstein cited the amount while questioning FBI Director James Comey at a Senate Judiciary Committee oversight hearing Wednesday. „I was so struck when San Bernardino happened and you made overtures to allow that device to be opened, and then the FBI had to spend $900,000 to hack it open,“ said Feinstein, D-Calif. „And as I subsequently learned of some of the reason for it, there were good reasons to get into that device.“ Comey hinted at a ballpark range last year, saying the government paid more than he would earn in his remaining seven years on the job, an amount that would have been more than $1 million. He has called the sum „worth it.“

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Montag, 08. Mai 2017, 18:31 Uhr — Nicolas
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  • Fiktive Rechnungen bewegen nur kleine Geister. Im Zweifel gegen den Angeklagten für die Sicherheit der Mehrheit

    • Im Zweifel gegen den Angeklagten? In welcher Welt lebst du denn?

    • Also wenn im Zweifel von jedem erst mal Handys geknackt werden um zu sehen, ob man schuldig ist, dann gute Nacht. Zumal das wie eine Einladung für Geheimdienste und Behörden wäre es für alles mögliche zu machen

    • Wer sagt, dass der Angeklagte immer der Schuldige ist? Wer weiß für wie viele „Staatsfeinde“ schonmal eine Anklage inszeniert wurde? Wie auch immer, du kannst auch aus Versehen in das Visier der Ermittler geraten, weil ein Mitarbeiter einen Namen oder eine Straße falsch schreibt?!

      • Der Angeklagte ist immer schuldig.
        Erst wenn Kugeln nicht mehr um Ecken fliegen können, ändert sich diese Praxis.

  • Hoffentlich hat es sich wenigstens gelohnt.

  • Unfassbar. Da man seit dem nichts mehr davon gehört hat, gehe ich mal davon aus das sich der Hack nicht gelohnt hat :D

    • @Kanzlerinnenfriseuse: Der Attentäter wurde bei seiner Flucht von der Polizei erschossen.

    • Sind ja Gemein-, äh, Geheimdienste. Die wollen nicht transparent sein in ihrem Tun. Insofern ist es das Normalste der Welt, dass man nichts davon gehört hat. Ich meine allerdings gehört zu haben, dass dieser tolle Hack zu keinem Erkenntnisgewinn geführt hat, außer, dass der Attentäter das Gerät wohl seit einigen Wochen nicht mehr benutzt hatte. Die alten Daten hatte man ohnehin (übrigens: direkt von Apple über den US-gesetzlichen Zugang zu den iCloud-Daten). Der Erkenntnisgewinn war exakt Null.

      Tja, und welcher Geheimdienst wird so einen Fehlschlag in der Öffentlichkeit breit treten, hmm?

    • Wer`s glaubt wir seelig.
      Die San Bernardino Geschichte war ein False Flag wie viele anderen Sachen auch.
      Kannst du im Internet nachlesen, musst nur richtig suchen.

    • Das meinte er bestimmt. Sarkasmus.

  • Eigentlich müsste der Hack auch auf einem iPhone 5 anwendbar sein, da die Hardware weitgehend identisch ist, oder?

  • Ich glaube, hier wird wieder einiges durcheinander gebracht, bzw. zu stark vereinfacht…
    Ich finde es gut, dass die Hersteller (nicht nur Apple) grundsätzlich keine Hintertüren einbauen… es darf keine „einfache“ Möglichkeit geben… z.B. bei einem Verdacht auf die Geräte zuzugreifen, bzw. muss dieser Verdacht dann im Zweifel „lebensrettend“ sein, bzw. im Sinne der Allgemeinheit.
    Wenn allerdings eine Straftat begangen wurde und der Täter recht „zweifelsfrei“ (soweit möglich) ermittelt wurde, sollten die Zusammenhänge der Tat im Vordergrund stehen und da dürfen von mir aus auch die Hersteller die Behörden unterstützen… Selbst wenn keine Hintertür eingebaut wurde, sollten ggf. Möglichkeiten zur Entsperrung gemeinsam diskutiert werden.

    • Hintertüren sind aber eingebaut. Suche einfach mal die vollständigen Vault 7 Infos von Eddi Snowden. Unabhängig von Snowden weiß jeder Mensch mit Verstand seit Jahren daß Hintertüren eingebaut sind.

  • Warum kauft sich das FBI nicht bei Google- & Zuckerbergdiensten ein?
    Hier geben die User BEREITWILLIG Informationen, welche vielleicht auch für das FBI mal interessant sein könnten – zumindest das Profiling dürfte einfacher werden…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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