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Alternative Methoden: «da zieht das FBI lieber den Schwanz ein»

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27 Kommentare 27

Wir erinnern noch mal an heute Früh. Keine 24 Stunden vor der seit Wochen fest angesetzten gerichtlichen Bestandsaufnahme, bei der sowohl Apple als auch die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden zur Causa „iPhone-Hintertür“ angehört werden sollten, hat das amerikanische FBI das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen plötzlich abgesagt.

Die offizielle Begründung: Man habe alternative Methoden ausfindig machen können, die dabei helfen würden das iPhone der Terroristen von San Bernardino zu entsperren und sei vorerst nicht auf Apples-Kooperation angewiesen.

Eine überraschende Erkenntnis, die vor allem eine Frage laut werden lässt: Um welche Methoden könnte es sich handeln? Die Nummer mit dem Lötkolben steht seit iOS 9 ja nicht mehr zur Debatte.

Der Sicherheitsforscher Jonathan Zdziarski versucht mit seinem jetzt veröffentlichen Blog-Eintrag „My Take on FBIs Alternative Method“ zumindest etwas Licht ins Dunkle zu bringen und spekuliert sich durch alle halbwegs plausible Möglichkeiten. Spannende Lektüre, die wir euch zum anbrechenden Dienstagabend mit auf den Weg geben wollen.

Persönlich halten wir es am Ende des Tages wohl eher mit Felix von Leitner, der mit seiner knappen Analyse nicht ganz unrecht haben wird. Dieser merkt an:

Aber jetzt, wo sich abzeichnet, dass die Bevölkerung da möglicherweise nicht hinter steht, obwohl das FBI so laut „TERRORISMUS!!1!“ gerufen hat, und wo sich plötzlich die ganzen Opportunisten hinter Appple stellen, und die Möglichkeit im Raum steht, dass das Gericht ihnen ihren bisher immer erfolgreich verwendeten All-Writs-Act von 1789 (zur Einordnung: die Verfassung der USA ist von 1787) wegschießen könnte, da zieht das FBI lieber den Schwanz ein und riskiert das nicht.

Dienstag, 22. Mrz 2016, 18:32 Uhr — Nicolas
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  • Da zeigt sich mal wieder: Geschlossen gegen die Obrigkeit, kann das gemeine Volk durchaus seine eigene Meinung und Willen durchzusetzen.

    • Ich würde dies eher als geschickten Rückzug seitens des FBI verbuchen und als Schlappe für die Bürger da dieses Gesetz von 1789 nun nicht hinterfragt wird.

    • Wenn du die milliardenschweren Krösusse der Internet-Giganten als gemeines Volk ansiehst, meinetwegen…

      • Willst du dich alleine gegen die Staatsmacht wenden um deine Privatsphäre so gut es heute noch geht zu schützen oder hättest lieber den Hersteller deiner Hard- und Software auf deiner Seite, der vermutlich einen etwas grösseren Geldbeutel als dein monatliches Taschengeld zur Verfügung hat?

    • Nein, eben nicht.
      Die Obrigkeit hat gemerkt, dass das Volk zu sensibel reagiert und die Entscheidung lieber verschoben – amen ich sage euch: das Thema wartet nur auf den nächsten Terroranschlag und darauf, dass das Volk der Thematik Leid wird.

      • Man hat halt den Fehler eingesehen. Es war falsch, dass FBI auf diesen Fall anzusetzen. Die NSA kann ohne Öffentlichkeit klagen. Da ist Apple dann auch zum Schweigen verpflichtet.
        Vielleicht hat die NSA ja auch schon die Möglichkeit und hat das einfach an das FBI weitergegeben, da es für die NSA am schlimmsten ist, wenn öffentlich wird, was die können.

  • …also bei CSI Cyber ist das immer ganz einfach…

  • Für mich ist der ganze Vorgang viel zu öffentlich, um ernst genommen zu werden – „Kasperletheater“ für’s Volk vor der Präsidentschaftswahl eben. Als ob sich das FBI und seine Cyberabteilungen um seine öffentliche Wahrnehmung scheren würde – geschweige denn müsste. Irgend ein „Gentlemans agreement“ wird es schon geben.
    Selbst der BND in unserer „Demokratie“ macht doch was er will und nicht mal die Untersuchungsausschüsse bereichern diesbezüglich das Wissen des Bürgers.

  • Tim Cook warb in der letzten Keynote damit, wie wichtig Apple doch die Privatsphäre seiner Nutzer sei.
    Ich liebe Schweizer Käse, der stinkt wenigstens nicht nach billigen Wertbeversprechen.
    Der Mann ist eine „geistige Tüttensuppe“
    Soviel heißes Wasser kann es garnicht geben, um dem gewogenen Applenutzer noch ein Schnalzen auf der Zunge auf den hintersten Gaumenrezeptoren zu entlocken.
    iPad Air2 nicht mehr mit 128GB?
    Welches kranke Hirn, hat sich das denn ausgedacht???

  • Ich denke auch das im Hintergrund soviel läuft, wovon das gemeine Volk einfach keine Ahnung hat. Es mögen manche jetzt die Stirn runzeln aber ich denke das Apple das Spiel mitspielt und schon lange den Weg zur Technik bzw zu den Daten frei gemacht hat. Snowden oder andere zeigen es uns immer wieder.

  • Nein?! Das IPhone ist so eingestellt, dass alle Daten nach 10 Fehlversuchen gelöscht werden. Daher würden die mit dem Verfahren nicht weit kommen.

  • Du meist wohl die „Cyber-Kriminelle-Abteilung?

  • Die könne das ganze schon länger !!
    Das würde jetzt nur mal laut ausgesprochen das später keiner mäckert … Jetzt weist jeder bescheid das sie eine Alternative haben !!!

    Glaubt ihr wirklich die komme da nicht dran ?
    Die besorgen sich die besten von MIT !!

    Und ja es gibt eine Option simuliere einen Apple Server !!

    • Weswegen sollten Behörden einen solchen Erfolg überhaupt publik machen? Dadurch wären alle Betroffenen nur unnötig gewarnt und könnten entsprechend reagieren; das kann also eher nicht deren Interesse sein.
      Möglicherweise hegt das FBI nun darin Hoffnung (iMessage-Schwachstelle):
      http://www.tagesschau.de/ausla.....t-101.html

      Bei Apple arbeiten im Verhältnis zum Gesamtpersonal bestimmt mehr hochqualifizierte Entwickler als bei den us-amerikanischen Behörden. Im Fachgebiet Verschlüsselungen mag dies anders sein ;-)

      • Inzwischen ist mehr bekannt:
        Das FBI wird von dem Unternehmen Cellebrite unterstützt, welches darauf spezialisiert ist, Daten aus mobilen Geräten wiederherzustellen.

        Sofern die Methode erfolgreich ist, kann ein Regierungs-Gremium im sogenannten „Equities Review“ darüber entscheiden, ob diese Schwachstelle gegenüber Apple offengelegt wird. Dazu besteht bei schwierigeren Methoden keine Pflicht.

      • … , wenn diese nicht „breit bekannt und einfach zu missbrauchen“ ist.

  • Das FBI hätte seine Strategie den Terror für seine Interessen vor Gericht durch zu setzten nicht mit Apple durchführen sollen sondern einer „Emotional“ unbedeutenden Firma. Apple hassen vielleicht viele aber Apple lieben auch einfach viel zu viele. Und egal um welches Problem es geht. Umwelt, Terror, Preispolitik… wenn man Apple als Marketing mit ins Boot holt ist, das Mediale und öffentliche Interesse einfach zu gross um mal eben was durch zu boxen da ist immer gleich 2 Lager gibt. Hier waren nun blöderweise selbst Apple Gegner oft auf Apples Seite. Damit konnte ja nun selbst das FBI nicht Rechnen und musste für ein so vergleichbar „Harmlosen“ Fall (Daten von einem Arbeits Handy wo nur etwa 4 Wochen mehr unnütze Daten hinterlegt sein könnten als bisher eh schon von diesem Handy ausgelesen wurden) den Schwanz einziehen.

    • Also nicht der Fall ist Harmlos, kamen ja Menschen ums leben, sondern die zu erwartenden neuen Information werden wohl nicht das Tagebuch sein was sie gern hätten, sondern einfach nur Daten eins dienst Handy sein wo nicht grade die Top Terroristen Alphabetisch geordnet drin stehen werden. Eher der Schichtplan der letzten Tage oder iMessage Verlauf mit Kollegen.

  • Terroristen nutzen angeblich nicht unbedingt besondere Schutzmaßnahmen, sondern angeblich eher „burner phones“, also alte Handys, die problemlos schnell weggeschmissen werden können. (Informationsquelle: @Snowden in Twitter)

  • Felix (von) Leitner?
    Da hat wohl jemand zu viel „Komissar X“ gelesen …

  • ich habe da eher an James Bond gedacht.

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