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Gegen zwielichtige Abo-Apps

App Store-Ordnungsamt: Neues Apple-Team sucht aktiv nach Übeltätern

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Kurze Durchsage von der Front. Wie der ehemalige Apple-Mitarbeiter Ryan Jones berichtet, soll Apple ein neues Prüf-Team zusammengestellt haben, das proaktiv gegen die Anbieter von App Store-Applikationen vorgeht, die vornehmlich auf Tricksereien setzen, um die Abschlüsse von In-App-Abos zu ergaunern.

Laut Jones soll das „App Store-Ordnungsamt“ die Macher auffälliger Anwendungen, unter Androhung entsprechender Konsequenzen, derzeit zum Handeln auffordern.

Vor allem scheint Apple nun stärker auf die Anzeige „echter Monatspreise“ bei In-App-Abonnements zu bestehen und hat mehrere App-Anbieter dazu aufgefordert, ihre Abo-Bildschirme entsprechend zu überarbeiten. Neue Regeln dazu hatte Apple erst Ende Januar eingeführt und verlangt von der Entwickler-Community seitdem, sich bei der Beschreibung der offerierten Abo-Angebote ehrlicher zu verhalten.

Zuletzt konnten im App Store zahlreiche Apps dabei beobachtet werden, ihre User regelrecht abzuzocken. Anwendungen forderten Nutzer etwa kurz vor Einblendung eines Abo-Bildschirms dazu auf, ihren Finger auf den Touch ID-Fingerabdruckscannner zu legen, um das Abo so „versehentlich“ zu bestätigen.

Andere Apps blendeten Tasten zum Schließen offener Abo-Bildschirme erst nach mehreren Sekunden Verzögerung ein – offenbar in der Hoffnung, die Nutzer würden so zum Abo-Abschluss verleitet.

Wie effektiv Apples neues Team ist – sollte es denn existieren – muss sich zeigen. Momentan scheint man vor allem damit beschäftigt, App-Anbieter anzuzählen, die ihre Abos nur außerhalb des App Stores anbieten und Apple so die Möglichkeit nehmen, den 30%-Anteil mitzunehmen, der bei Umsätzen im App Store an Cupertino abgetreten werden muss.

Die schlimme Abo-Chronik:

Mittwoch, 27. Feb 2019, 15:19 Uhr — Nicolas
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  • Ein „App Store Ordnungsamt“… Das ist klingt wie ein schlechter Witz! Ich bin zwar selbst kein Entwickler hab aber beruflich mit einigen kleineren Freelancern und Agenturen zu tun die Apps entwickeln. Was diese so von Erlebnissen im App Store berichten lässt mich zweifeln wie schlagkräftig so ein „Ordnungsamt“ von Apple wohl sein wird.

    Ein Entwickler hat sich z.B. schon mehrfach bei Apple über schlechte Bewertungen seiner Apps beschwert die zweifelsfrei Fakes sind und ganz offensichtlich von einem Wettbewerber stammen. Die Bewertungen machen ganz unverhohlen Werbung für den Wettbewerber und nutzen ganz offen dessen Nickname.
    Reaktion von Apple: Gar keine.
    Fazit: Man kann die Bewertungen ruhig manipulieren und dabei sogar quasi seinen Klarnamen verwenden weil es Apple ehe nicht kümmert.

    Bei einem anderen Beispiel erhielt eine App die auf den hinteren Chartplätzen lebt täglich mehrere dutzend positive Bewertungen hinzu. Sehr viele im Vergleich zu deutlich besser platzierten Apps. Auffällig viele.
    Reaktion von Apple: Gar keine.
    Fazit: Bewertungen ganz unverblümt einkaufen ist auch kein Problem.

    Selbst wenn man Apple auf offensichtliche Manipulationen aufmerksam macht, kümmert das leider niemanden. Was soll man dann von einem „Ordnungsamt“ erwarten dass die Manipulationen selber aufspüren will…?

    Apple behält von jedem Euro der im Store bleibt seine 30%, egal ob dieser von einer echt gute App und einen freiwilligen Kauf oder von irgendeinen Betrug stammt. Welches Interesse hat Apple also schon sich groß um Betrügereien zu kümmern?

    Klar, langfristig würde es den Store besser machen. Aber langfristig scheint nicht mehr so richtig Apples Ding zu sein.

  • Wie kann es sein, dass die App einfach von selbst den inApp Kauf öffnet. Viel gefährlicher ist bei sowas ja, wenn die App einfach auf die FaceID zugreift.
    Den Finger hat man ja nicht immer auf dem HomeButton aber das Gesicht ist ja automatisch immer vor den Sensoren

  • Ich habe gehört, es gäbe beim AppleStore so eine Art Einlasskontrolle? Wenn die richtig funktionieren würde, bräuchte es kein zusätzliches “Ordnungsamt“

    • Software kann sehr komplex sein… Du glaubst doch nicht im Ernst das die alles finden. Findige Programmierer werden da immer Wege und Mittel finden!

    • Vorallem werden solche App Screens in 95% der Fälle per Cloud aktiviert. Ein Programmiere programmiert den Screen vorher schon ein, dieser wird aber nur angezeigt wenn der Nutzer Zugriff auf das Internet hat und von seinem Server einen „1“ empfängt. Bei der App Kontrolle setzt der Programmierer den Wert auf „0“ sodass es akzeptiert wird und dann später erst auf „1“.

      • Sowas sollte aber eben die Eingangskontrolle merken! Die haben den Quelltext doch vor der Nase?

  • Das bestätigt mich in meiner Entscheidung, die In-App-Käufe generell zu verbieten. Einmal im Jahr nehme ich düse Restriktion raus, bestätige den Kauf für iFun erneut für ein Jahr und mach die Sperre wieder rein.
    Bisher habe ich für jede App, die mir ein Abo andrehen wollte, Alternativen gefunden.
    Und das Ignorieren der eigenen Regeln seitens Apple zeigt nur mehr deren Arroganz – und wenn man das nicht als ausgestreckten Mittelfinger interpretieren mag, so ist es mindestens ein „leckt-mich-doch-Achselzucken“ :-)

  • Und ein Vorgehen wie bei der App im verlinkten Video ist für Apple immer noch nicht Grund genug, die App aus dem AppStore zu werfen und den Entwickler auf Lebenszeit zu sperren? Der Entwickler hat doch anscheinend kein Interesse ein ehrliches Angebot bereitzustellen, also was das bringen solche Entwickler „zum Handeln“ aufzufordern?

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