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Spotify und Tinder begrüßen Vorgehen

App Store-Konflikt: Zahlreiche Anbieter stärken Epic den Rücken

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Die Auseinandersetzung zwischen Apple und dem für den Welterfolg „Fortnite“ verantwortlichen Spiele-Publisher Epic, habt ihr in der vergangenen Woche sicher mitverfolgt. Wenn nicht, dann lasst euch kurz abholen.

Epic In App Kauf

Stein des Anstoßes: Umsätze ohne Apple-Abgabe

In einer von A bis Z durchgeplanten PR-Aktion hatte Epic am 13. August Änderungen in der Fotnite-App vorgenommen, die dazu führten, dass sich die In-Game-Währung nicht mehr ausschließlich über Apples In-App-Käufe, sondern auch am App Store vorbei über alternative Zahlungsdienstleister wie PayPal erwerben ließ.

Epic umging mit der Änderung, die ohne App-Update sondern schlicht durch einen serverseitigen Eingriff aktiviert wurde, die Apple-Abgabe von 30% und bot seinen Kunden entsprechend günstigere Preise an. Ein Alleingang, auf den Apple umgehend mit einem App Store-Ausschluss der Fortnite-App reagierte, den Epic selbst wiederum zum Anlass nahm, eine bereits vorbereitete Klage einzureichen und die gerichtliche Auseinandersetzung mit Cupertino zu suchen – ifun.de berichtete ausführlich.

Schnelle Aktionen und Reaktionen, die Epic offenbar genau wie abgelaufen vorausgesehen hatte und die eigenen Schritte mit vorproduzierten Videos und aktiver Stimmungsmache in den sozialen Medien begleitete.

Spotify, Tinder und Co. begrüßen Vorgehen

Eine Aufsehen erregende Aktion, die in den darauffolgenden Tagen von zahlreichen anderen Unternehmen begrüßt wurde, die ihrerseits ebenfalls Probleme mit Apples App Store-Richtlinien und eigene Beschwerden gegen Cupertino zu laufen haben.

So heißt es von dem Musik-Streaming-Dienst Spotify in einem Statement:

„Wir begrüßen die Entscheidung von Epic Games, sich gegen Apple zu stellen, und damit ein weiteres Licht auf Apples Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung zu scheinen. Die unfairen Praktiken von Apple haben Konkurrenten und Verbraucher viel zu lange benachteiligt. Der Einsatz für große und kleine Verbraucher und App-Entwickler könnte nicht höher sein, und sicherzustellen, dass die iOS-Plattform wettbewerbsfähig und fair funktioniert, ist eine dringende Aufgabe mit weitreichenden Auswirkungen.“

Auch die Macher von ProtonMail, die ihrerseits erst kürzlich ein Essay zum Thema veröffentlichten, applaudieren Epic:

„Wir applaudieren Epic dafür, dass es sich gegen die Bemühungen von Apple gewehrt hat, seine marktbeherrschende Stellung zu nutzen, um Entwicklern und Verbrauchern zu schaden. Apple hat auch schon früher gedroht, ProtonMail zu entfernen, wenn wir die Proton-Benutzer nicht dazu zwingen würden, bei In-App-Käufen höhere Preise zu zahlen. Diese Praktiken sind wahrscheinlich illegal, und die Europäische Kommission hatte Recht, als sie vor kurzem eine Untersuchung über Apples App-Store-Politik einleitete. Wie Epic zeigt, gibt es keinen Zweifel daran, dass Apples ausbeuterische Gebühren den Verbrauchern sowohl durch höhere Preise als auch durch weniger Auswahl schaden.“

Die für die Dating-Angebote Tinder und match.com verantwortlichen Betreiber der Match Group kommentieren:

„Wir unterstützen die Bemühungen von Epic Games, aufzuzeigen wie Apple seine marktbeherrschende Stellung zum Schaden der Verbraucher, App-Entwickler und Unternehmer nutzt, voll und ganz. Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt haben ähnliche Bedenken geäußert und befassen sich mit der Untersuchung der willkürlichen Praktiken von Apple. […]“

Gegenstimmen zur Epic-Aktion sucht man in der Community derzeit vergeblich. Allerdings sorgen sich unabhängige Entwickler darüber, ob die Epic-Klage letztlich wirklich für Änderungen der App Store-Richtlinien oder lediglich für neue Ausnahmen sorgen wird. So könnte Epic eine ähnliche Sonderbehandlung mit Apple vereinbaren, wie sie bereits Amazon Prime Video zuteil wird.

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17. Aug 2020 um 09:39 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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