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Heftige Zensur-Vorwürfe

Von Telegram und ProtonMail: CEO-Vorwürfe gegen Apple

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Zwei Lese-Empfehlungen, die ihr euch vielleicht für das kommenden Wochenende vormerken könnt. In den zurückliegenden Tagen haben sowohl der Gründer und CEO des Kurznachrichten-Dienstes Telegram, Pavel Durov, als auch der CEO des E-Mail-Dienstes ProtonMail, Andy Yen, Positionen gegen Apple formuliert.

Ceo Protonmail Telegram

Andy Yen und Pavel Durov

Dabei kritisieren die beiden Firmengründer nicht nur die 30-Prozent-Abgabe, die Entwickler im App Store entrichten müssen, sondern gehen auch kräftig mit Apples Datenschutz- und Zensur-Politik ins Gericht, die vor allem in China anderen Maßstäben als im Rest der Welt zu unterliegen scheint.

  • Pavel Durov, Telegram: „7 Gründe, warum die 30%-Steuer des App Stores jedem iPhone-Nutzer Sorgen machen sollte“
  • Andy Yen, ProtonMail: „Wie Apple wettbewerbswidrige Praktiken einsetzt, um Entwickler zu erpressen und autoritäre Regime zu unterstützen“

Durovs Kritik ist dabei ziemlich straightforward: Neben den zu hohen Preisen, die Durovs Meinung nach durch die 30%-Abgabe aufgebläht werden, wettert der Telegram-Chef gegen die durch Apples Eingangskontrolle verzögerten App-Updates und die ebenfalls durch die Abgabe begünstiget Zunahme an Werbeanzeigen innerhalb geladener Apps. Zudem geht Durov davon aus, dass Apples 30% zahlreiche Entwickler daran hindern, überhaupt mit eigenen Apps in den App Store zu starten.

Schwere Zensur-Vorwürfe gegen Apple

Richtig schwer wiegen die Zensur-Vorwürfe des Firmengründers. Dieser behauptet in seinem Text, dass einige Inhalte aus Apps wie Telegram den Nutzern nicht zur Verfügung stünden, weil diese von Apple zensiert würden.

Apple, so Durov, würde sein Unternehmen sogar daran hindern, den Benutzern mitzuteilen, dass bestimmte Inhalte auf Apples Verlangen hin ausgeblendet werden.

Andy Yen schreibt ähnlich vorwurfsvoll. Eine der Kern-Thesen hier: Apple hilft bei der weltweiten Verbreitung autoritärer Gesetze. Und das Beispiel mit dem Yen auffährt, unterstreicht diesen Punkt durchaus:

Obwohl ProtonVPN seit 2018 im App Store war und sich die Grundfunktionalität unserer VPNs nicht geändert hat, lehnte Apple die neue App-Version abrupt ab und drohte damit, ProtonVPN vollständig zu entfernen. Sie verlangten, dass wir unsere Formulierungen in Sachen Anti-Zensur entfernen, mit der Begründung, dass die Redefreiheit in einigen Ländern stark eingeschränkt ist.

Unsere Optionen waren diese Forderungen zu erfüllen oder komplett aus dem App Store entfernt zu werden. Am beunruhigendsten ist, dass Apple die Entfernung unserer Formulierungen in Sachen Zensur in ALLEN Ländern, in denen unsere App verfügbar ist, gefordert hat. Effektiv hat Apple damit auch in Ländern, in denen die Redefreiheit geschützt ist, dem Wunsch autoritärer Regierungen entsprochen und diesen durchgesetzt.

Mit Dank an Achim!

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06. Aug 2020 um 09:00 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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