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"Ausnahmen bei ausgewählten Partnern"

Apple-Sonderregelung für In-App-Käufe bei Amazon Prime Video

22 Kommentare 22

Über die Amazon Prime Video App kann man auf iOS-Geräten und Apple TV jetzt auch direkt Filme und TV-Serien kaufen und leihen. Bislang stand diese Option nicht zur Verfügung, weil Amazon sonst bei diesen Transaktionen jeweils 30 Prozent Provision an Apple hätte abgeben müssen. Ausgewählte Partner werden nun von dieser Regel ausgenommen.

Amazon Prime Video In App Kauf Ios App

Wie Apple gegenüber US-Medien bestätigt hat, greift hier eine für „Premium-Partner“ verfügbare Sonderregelung. Die Zahlungsabwicklung läuft dann auch komplett am gewöhnlichen In-App-Bezahlvorgang vorbei über die Systeme der Partner. Im Falle Amazon Prime Video bekommt ihr dann auch direkt das gewohnte Amazon-Kassensystem anstelle von Apples In-App-Checkout zu sehen. Die Ausnahme gilt zudem auch nur für ausgewählte Inhalte. So lassen sich in der Amazon-App zwar Videos leihen und kaufen, der Abschluss einer Prime-Mitgliedschaft beispielsweise würde wieder als regulärer In-App-Kauf mit entsprechender Provision für Apple gewertet.

Als Gegenleistung setzt Apple voraus, dass die betreffenden Apps bestmögliche in iOS und tvOS integriert sind. Dazu zählt beispielsweise die Unterstützung von AirPlay 2, Apples universeller Suche und Siri. Neben Amazon stehen Apple zufolge bislang die Anbieter Altice One und Canal+ zu der Liste jener Partner, für die diese Sonderregelung gültig ist.

Apple kann mithilfe dieser Maßnahmen sicher auch ein Stück weit die Vorwürfe entkräften, das Konzept des App Store sei wettbewerbswidrig und monopolistisch. Unter anderem ist diesbezüglich eine Beschwerde von Spotify bei der EU anhängig.

Laden im App Store
‎Amazon Prime Video
‎Amazon Prime Video
Entwickler: AMZN Mobile LLC
Preis: Kostenlos+
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Donnerstag, 02. Apr 2020, 7:09 Uhr — chris
22 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Alle Developer/Apps werden gleich behandelt, manche eben nur gleicher.

    • Dein Ernst? Das ist eine Sonderregelung, die der aktuellen Situation geschuldet ist und wird, wenn wir das ganze irgendwann mal überstanden haben, sicher auch wieder abgeschafft.

      • Dein Ernst?
        Das hat rein gar nichts mit der aktuellen Situation zu tun.
        Schiebt nicht immer alles auf Corona!
        Das ist eine Sonderregelung von Apple für spezielle Entwickler, die spezielle Features von Apple unterstützen.
        Das machen die, damit die keine Probleme mit dem Kartellamt/recht bekommen

      • Die Situation in Ungarn ist auch der aktuellen Situation geschuldet. Nur entscheidet voraussichtlich die Regierung dort, wann diese “Situation” rum ist.

      • +1
        Gibt halt (leider scheinbar ein Haufen) Leute die wohl sehr naiv sind und wahrscheinlich auch noch an den Weihnachtsmann glauben.

  • Also kann man hier nicht auf rabattiertes Guthaben aus dem AppStore zugreifen :-)

  • Ich verstehe aber nach wie vor die Aufregung nicht. Wenn ich in ein Restaurant gehe, kann ich dich auch keine mitgebrachten Speisen verzehren.
    Apple verhindert ja aber nicht, das grundsätzlich Premium Inhalte auf den Geräten abgespielt werden, also z.B. der bei Amazon (Website) gekaufte Film oder das über die Spotify (Website) gekaufte Abo. Apple sagt nur, wenn ihr es bequem haben wollt, müsst ihr was abgeben.

    • Der Vergleich ist doch völliger Quatsch. Im Restaurant bezahlst du für die Leistung (das Essen inkl. Zubereitung und Servieren). Wenn du also ein Restaurant mit dem App Store vergleichst, dann stellt dir Apple Räumlichkeiten zum essen zur Verfügung und kassiert das Geld für Essen,welches dir ein Dritter liefert.

      • Kassiert 30/15 % vom Rechnungsbetrag dafür, dass die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Das wäre die korrekte Beschreibung des Vorgangs

  • Mal gespannt, ob man bald auch auf dem FireTV über die Apple TV App bei Apple Inhalte kaufen kann.

  • Angenommen Apple wäre hier die Telekom und statt um In-App Käufe ginge es um die Priorisierung der Geschwindigkeit, so wäre das aus meiner Sicht ein Verstoß der Netzneutralität.
    Natürlich geht es hierbei aber nicht um Netzneutralität, mein Beispiel soll nur verdeutlichen, dass es unfair gegenüber am Markt schwächeren und kleineren Anbietern ist – z.B. weil die Firma noch recht jung ist. Und da man auf der Plattform iOS quasi keine Alternative zum App Store hat, gilt wohl friss oder stirb.

  • Werden Anbieter wie Amazon denn gezwungen, die In-App-Mechanik für Medieninhalte zu nutzen?

    Wenn ich ein physisches Produkt in der Amazon-App bestelle, behält Apple doch auch keine 30 % ein.

    Warum wird die gleiche Shop-Mechanik nicht für Videos, Bücher & Co. verwendet?

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