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Bürger Info & Warn App

Katastrophen-Warn-Apps NINA und BIWAPP werden zukünftig kooperieren

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Die hierzulande verfügbaren Katastrophen-Warn-Apps geben seit ihrer Verfügbarkeit eine ähnlich schlechte Figur wie die offizielle Terror-Warn-Applikation SAIP des französischen Innenministeriums ab.

Biwapp

Während die SAIP-Anwendung geschlagene drei Stunden benötigte um auf die Tragödie von Nizza zu reagieren, fallen NINA und KATWARN mit fehlerhaften Meldungen, verqueren Zuständigkeitsregelungen und einer Entwicklung auf, die offenbar am Bedarf der Behörden vorbei konzipiert wurde.

Zur Erinnerung:

Zumindest in Teilbereichen des unüberschaubaren Zuständigkeits-Gerangels soll jetzt etwas Ordnung einkehren. So soll die Warn-Apps des Bundes NINA jetzt mit der BIWAPP-Lösung kooperieren, die von vielen Landkreisen zum Absetzen relevanter Warnmeldungen eingesetzt wird.

Egal ob Chemieunfall, Großbrand oder Terroranschlag – in Ausnahmesituationen zählt jede Sekunde, um Schlimmeres zu verhindern. Für nationale Katastrophenwarnungen ist der Bund zuständig. Er warnt mobil über seine Notfall-Informations- und Nachrichten-App, kurz NINA. Für lokale und regionale Meldungen sind die Städte und Landkreise verantwortlich. Inzwischen setzen knapp zwei Dutzend Landkreise in sechs Bundesländern auf BIWAPP als ihre offizielle Warn-App. Jetzt haben sich BIWAPP und NINA auf eine nationale Kooperation verständigt.

Nutzer von BIWAPP erhalten neben den lokalen Eilmeldungen ihrer Kommune nun auch die bundesweiten Warnungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe über ihre Warn-App.

Biwapp App

BIWAPP beschreibt sich selbst als „umfassendes mobiles Bürgerinformationssystem“, das nicht nur Katastrophenwarnungen ausgibt sondern auch wichtige lokale Meldungen (von Schulausfällen über Vogelgrippe bis hin zu örtlichen Einschränkungen z. B. durch Unfälle, Ölspuren oder Wasserrohrbrüche) veröffentlicht. Auch die Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind integriert.

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BIWAPP
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Entwickler: Marktplatz GmbH - Agentur fuer Web & App
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NINA
NINA
Entwickler: Bundesamt fuer Bevoelkerungsschutz und Katastrophenhilfe
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KATWARN
KATWARN
Entwickler: CombiRisk GmbH
Preis: Kostenlos
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Mittwoch, 12. Apr 2017, 15:54 Uhr — Nicolas
15 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Schrecklich dieser Flickenteppich. Statt schlechte Apps zu basteln sollte man lieber ein einheitliches System wie das amerikanische EAS etablieren, was ganz nebenbei ohne zusätzliche App auf dem iPhone funktioniert.

    • Bis es in Deutschland so etwas gibt vergehen Jahrzehnte und dann funktioniert der Plunder trotzdem nicht…

    • Naja, Teile des Flickenteppichs werden jetzt ja zusammengefügt. Das finde ich gut. Und das es nichts bundeseinheitliches gibt, liegt wohl auch an unserem föderalen System.

      • Das bringt es auf den Punkt, der Deutsche Föderalismus, auch „Kleinstaaterei“ genannt. Und das in wirklich allen Bereichen der inneren Sicherheit.
        Da hat immer noch jede Polizeibehörde verschiedene Computersysteme und Programme. Erst seit 2015 können die Deutschen Sicherheitsbehörden überhaupt technisch erstmals Bundesländerübergreifend und miteinander Funken (Rettungsdienst, Polizei/Feuerwehr etc.) !

        Aber selbst gegen den bösen Digitalfunk gab es Bürgerbewegungen !!!

        Wir sind schon in manchen Belangen ein selten dämliches Volk….

  • Ja bin ich auch dafür, hab im USA Urlaub einfach eine Tornadowarnung bekommen und gut, keine App sonder direkt ins Telefon integriert

  • Ich investiere in meine Sicherheit und kaufe mir als nächstes ein iPhone mit 256 GB Speicher. Dann bekomme ich vielleicht alle Warn-Apps installiert. Vielleicht.

  • Heißt das jetzt, BIWAPP rein, Nina raus? Ich will ja nicht von x Apps x Warnungen erhalten.
    Oder übernimmt Nina auch die BIWAPP-Daten?

  • Wie sehr saugt die App an meinem Akku ? GPS ist ja permanent aktiv (muss ja)

  • Obwohl diese Nina App bei uns funktionieren soll (lt. der Stadt müsste od sollte sie es) tut sich da nix. Seit MoNaten installiert, aber auch die Meldung zum Feueralarmtest immer Samstags, darüber schweigt die App aus. Auf mehreren Geräten installiert und bin selten so enttäuscht gewesen. Auf Sicherheit ist manchmal einfach kein Verlass. Zumindest mit dieser App nicht nach meinen Erfahrungen.
    Hoffe, dass man sich zusammen tut und was tolles erfindet, was auch läuft wie der User mit der Tornadowarnung via Telefon beschrieb.

    • Es gibt keinen „Feueralarmtest“. Es ist der Funktionstest der Sirenen für einen Katastrophenfall. Er wird samstags um 12:00 Uhr mit der „Entwarnung“ begonnen. Anschließend folgt der „Katastrophenalarm“.

  • Mir ist es unbegreiflich warum man mal wieder nicht in der Lage ist ein bundeseinheitliches System zu schaffen was einfach nur funktioniert. Unterschiedliche Apps, je nach Region, für das Selbe ? Was soll der Quatsch ?

  • Wegen Zuständigkeitsregelungen:
    1.) Für Meldungen des Bundes ist der Bund zuständig. Zum Beispiel bei einem Angriff durch Raketen auf das Gebiet der Bundesrepublik. es wird sich wohl kaum jemandem erschließen wodurch hier Länder oder Kreise zuständig sein sollten.
    2. Für Meldungen auf Landesebene sind die Länder zuständig. Dies ergibt sich dadurch, dass jedes Land sein Land selbst „im Griff“ hat. Bayern wird eher vor Schneekatastrophen warnen und seltener vor Sturmfluten. Das ist bei den Ländern an Ost- und Nordsee genau umgekehrt.
    3. Für Meldungen der Kreise und kreisfreien Städte sind die Kreise und kreisfreien Städte zuständig. Macht eigentlich auch Sinn, denn die Feuerwehren und Polizeien sind vor Ort und können die Lage besser einschätzen, als eine Landes- oder Bundesregierung.

    Von daher erscheint zunächst nur schwer nachvollziehbar weshalb Nicolas von „verqueren Zuständigkeitsregelungen“ und „unüberschaubaren Zuständigkeits-Gerangel“ schreibt.
    Andere Länder nehmen die Organisationsform des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe in Deutschland als Vorbild für den Aufbau eigener Strukturen (siehe Website BBK).

    Im Bericht wurden die Ebenen Bund und Städte/Landkreise erwähnt. Es fehlt der Hinweis auf die Länder.
    Der Bund und alle Länder nutzen das modulare Warnsystem MoWaS. Eine Komponente zur Warnung ist NINA. (Siehe Website BBK).
    Auf Ebene der Kreise/kreisfreien Städte können diese selbst entscheiden. Hier bestimmen also die von den Bürgern gewählten Vertreter welche Lösung auf lokaler Ebene eingesetzt wird. Es gibt neben BIWAPP und Katwarn für diese Ebene noch andere Lösungen. oder ein Kreis entwickelt eine eigene Lösung wie z.B. Passau.

    BIWAPP-Nutzer erhalten nicht nur die bundesweiten Warnungen, sondern jene Warnungen die geokodiert die Region betreffen in der BIWAPP eingesetzt wird.

    Den Artikel finde ich nicht gut recherchiert.

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