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iOS 9: WLAN-Unterstützung provoziert Sammelklage

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Über die mit iOS 9 neu eingeführte iOS-Option, „WLAN-Assist“, haben wir in den vergangenen Wochen mehrmals berichtet. Zuletzt haben wir uns dem Feature, das Apple auf deutschen iPhone-Einheiten seit iOS 9.1 mit „WLAN Unterstützung“ überschreibt, am 12. Oktober gewidmet.

mobile-netz

Header-Bild: Shutterstock

Damals veröffentlichte Apple den Support-Eintrag #HT205296, der erstmals auf die Arbeitsweise der neuen LTE-Netzwerk-Funktion einging, die bei schlechten Verbindungen mit aktiven WLAN-Netzen greift.

Zur Erinnerung: Ist der Schalter im Bereich „Mobiles Netz“ aktiv, weicht das iPhone bei schlechter WLAN-Konnektivität automatisch auf euer LTE-Verbindung aus. Je nachdem wie lange ihr euch außerhalb der WLAN-Reichweite aufhaltet, setzt iOS 9 hier auch laufende Downloads fort, die binnen weniger Minuten für einen erheblichen Datenverbrauch sorgen können.

30 Tage nach dem heimlichen Rollout der neuen System-Funktion erklärte Apple damals:

  • Selbst bei aktiven WLAN-Assist-Einstellungen greift die LTE-Hilfe nicht im Ausland und bei laufenden Roaming-Verbindungen.
  • WLAN-Assist arbeitet nur wenn Applikationen aktiv im Vordergrund laufen. Hintergrundaktualisierungen (etwa von eurer Podcast-App) laufe nicht über WLAN-Assist.
  • WLAN-Assist greift nicht bei Streaming-Applikationen und Apps die große Datenmengen anfordern und übertragen (dies gilt auch für E-Mail-Anhänge).

Mit der nachträglichen Beschreibung der neuen und standardmäßig aktiven Funktion, haben sich jedoch nicht alle Nutzer zufrieden gegeben. So wurde in San Jose jetzt eine Sammelklage gegen Apple eingereicht, die Cupertino die Integration der neuen Netzwerkfunktion ankreidet.

Apple, so der Vorwurf, habe die Funktion nur unzureichend erklärt. Zudem habe Cupertino das oben verlinkte Support-Dokument lediglich als Reaktion auf zahlreiche Online-Artikel veröffentlicht.

In der Klageschrift, die Apple für die Überziehung des Datenvolumens der Kläger verantwortlich macht, heiß es unter anderem:

Defendant’s above corrective action, however, still downplays the possible data overcharges a user could incur. Reasonable and average consumers use their iPhones for streaming of music, videos, and running various applications — all of which can use significant data. Defendant’s corrective statement does not disclose any basis for its conclusion that an average consumer would not see much increase in cellular usage.

Die Sammelklage ist eine von vielen, die im Laufe der vergangenen sieben Jahre gegen das iPhone-Betriebssystem formuliert wurden. Unter anderem standen bereits der iMessage-Dienst, die Speicherauslastung von iOS 8 und Apples Umgang mit In-App-Käufen im Visier der Anwälte.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

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24. Okt 2015 um 12:10 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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