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"unvernünftig hohe Preise"

Hohe Abo-Preise: Apple lehnt erstmals „zu teure“ Apps ab

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Die Kritik der Entwicklergemeinschaft, die Apple in den zurückliegenden Wochen mehrfach vorgeworfen hatte, nicht gegen offensichtliche Abo-Betrügereien im App Store vorzugehen, scheint einen ersten Erfolg für sich beanspruchen zu können.

Abo Probezeit

Von Apple empfohlen: Ein Metronom für 8,49 Euro pro Woche

Abo-Betrügereien: Von Apple lange toleriert

Nach jahrelanger Untätigkeit Cupertinos, berichten erste Entwickler, dass Apple nun dazu übergegangen sei Anwendungen mit einer zwielichtigen Preisgestaltung nicht mehr einfach so in den App Store durchzuwinken (und hier auch noch zu bewerben).

Stattdessen soll Apple ersten App-Anbietern nun das Einreichen neuer App-Aktualisierungen mit Hinweis auf die unvernünftige Preisgestaltung in der Anwendung untersagt haben.

Betroffen scheinen derzeit ausschließlich jene Anwendungen zu sein, die sich über automatisch verlängern der Abonnements finanzieren.

Zuletzt waren immer mehr Abo-Applikationen unter Beschuss geraten, die Anwender mit falschen Versprechungen, gekauften Rezensionen und Tricksereien in der Benutzeroberfläche ihrer Applikationen zum Abschluss einer Dauerzahlung zu drängen versuchen.

Teils funktionslose Apps mit Abo-Gebühren

Hier tauchten in den zurückliegenden Wochen mehrere, teilweise gänzlich funktionslose iPhone-Applikationen auf, die damit ihr Geld verdienten, dass Anwender die versehentlich ein Abo abgeschlossen hatten, dies nicht schnell genug stornierten oder die Abbuchungen für einen gewissen Zeitraum schlicht übersahen.

Abo Preise App 1

Erstes Ablehnungsschreiben wegen hoher Abo-Preise

Wie nun aufgetauchte Bildschirmfotos nahelegen, geht Apple mittlerweile gezielt auf verdächtige Entwickler zu und legt diesen ein Umdenken der Preisgestaltung nahe.

Apple beruft sich dabei auf Punkt 3 der App-Store-Richtlinien. Hier heißt es:

Und obwohl die Preisgestaltung Ihnen überlassen bleibt, werden wir keine Apps und In-App-Käufe verbreiten, die eine klare Abzocke darstellen. Wir lehnen teure Apps ab, die versuchen, Nutzer mit irrational hohen Preisen zu betrügen.

Allerdings lässt Apple unklar ab welchen Monats- beziehungsweise Wochenbeträgen die verlangten Abo-Gebühren auf ihre Unverhältnismäßigkeit hin geprüft werden.

19. Feb 2021 um 16:05 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Was ist denn daran hoch? 7€ pro Woche für eine simple Anwendung, scheint mir absolut plausibel, erkenne hier keinen Fehler. ;)

  • Wo sollen die Armen Drogenringe denn jetzt nur ihr Geld waschen? Denkt denn niemand an die Kriminellen?

  • Ein Abo pro Woche ist eine bescheuerte Idee. Wochenabos gibt es nur bei Apps. Die Gier der Entwickler sieht man schnell

  • Hätte ich nicht die In-App-Käufe abgestellt, wäre das inzwischen wirklich teuer geworden…
    Ich hab des Öfteren direkt eine Meldung beim Start neuer Apps: In-AppKäufe nicht erlaubt…
    Gegen sowas sollte Apple schnell vorgehen…
    Gestartet und direkt ohne Klick einen Kauf zu versuchen… tolle Sache.

  • Apple lebt von Gewinnen. Der Aufschrei ist noch immer nicht groß genug, wenn ich mir den Mist im AppStore so anschaue.
    Und dazu noch diese völlig willkürliche Freigabe und Blockade verschiedenster Apps. Ich kann bei so vielen Apple-Gebaren nur noch mit dem Kopf schütteln.

    Auch bei mir sind die InApp-Käufe permanent ausgeschaltet. Einzige Ausnahme ist die iFun-App, die einmal im Jahr ihren verdienten Obolus bekommt. Ansonsten suche ich einfach nach Alternativen!
    Durch den ganzen InApp-Kauf-Blödsinn ist die Familienfreigabe wieder sinnfrei geworden. Das war mal ne tolle Idee, daß Apps innerhalb des Haushaltes nur einmal gekauft werden mußten. Aber es gibt ja immer weniger Apps, die ich kaufen darf; dieser ganze Freemium-Blödsinn geht zumindest mir sehr auf den Keks. Gebt mir ein paar Tage zur Probe, damit ich über den Kauf entscheiden kann.
    Wie haben denn all die Softwarefirmen vor den InApp-Käufen überlebt?

    • Einfach nach der Devise: Geld für gute & ehrliche Arbeit. Und nicht wie heute, Startup gründen mit Appppp-Zocke und gleich ein dickes Auto für den CEO.

  • Sagt das Unternehmen, das Mac Pro Rollen für 849€ verkauft ;)

  • Also ich bin generell gegen Abos für Software, die nicht eigens erstellten Content anbieten sowas zum Beispiel wie Monats-Abogebühren für Netflix zum Beispiel.

    Aber das Apple als Monopol-Instanz entscheidet was zu teuer ist finde ich irgendwie auch nicht richtig. Sollen die Entwickler doch für ihre Taschenlampenapp 100€ am Tag an Abogebühr nehmen, was dann niemand mehr abonniert und der Entwickler 0€ Einnahmen hat. Apple sollte eher die Möglichkeit schaffen, das der User vor ungewollten abonnieren geschützt wird. Zum Beispiel durch ein einfaches Abfrage-Popup „Wollen sie wirklich für 100€/Tag ein Abo abschließen?“.
    Wer es dann trotzdem abschließt ist halt selber schuld.
    Und zusätzlich würde ich mir dann als Erweiterung generell In-App Käufe auszuschließen noch wünschen im AppStore alle Apps mit In-App Käufen bzw. Abos komplett auszublenden. Dann wäre der AppStore mit nur noch ein paar tausend Apps auch wieder übersichtlich und durchsuchbar….

    • hm bevor es falsch verstanden wird: das Abfrage-Popup gibt es natürlich schon und damit sehe ich Apple ausreichend aufgestellt um den User zu schützen. Willkürliches verbieten von „zu teuren“ Abos schiesst für mich übers Ziel hinaus

    • Danke!
      Einer der besten Kommentare die ich seit langem gelesen habe!

      Das unterschriebe ich so sofort!

    • Finde die Idee ganz gut, mal schauen wann irgend ein Land nachzieht und sagt Apple Produkte sind zu teuer und daher dürfen sie nicht mehr in diesen Ländern verkauft werden

    • Apples Interesse an der Provision eines In-App-Kaufs ist hier der wahre Grund, nur deshalb wird der Preis gedeckelt.
      Ich unterstütze grundsätzlich keine Apps mit Abo-Modell, lieber kaufe ich eine App einmalig, wenn Sie es mir wert ist, oder ich unterstütze den Entwickler freiwillig in einer Kostenlosen/Werbefreien App.
      Darüber hinaus ist der App Store (Ein Glück) sowas von hässlich designed seit 2 (oder 3?) Jahren, dass ich nur noch gezielt nach Apps suche, stöbern macht keinen Spaß mehr..

  • Na endlich !
    Andere Hersteller oder Anbieter wäre es vollkommen egal.

    • Apple ist es egal, denn was sie da nun machen ist Willkür. Warum wird diese App nun als Beispiel für 8€ pro Woche verboten aber die Casino Apps (wo nur eingezahlt werden kann) nicht, und da kann mehr wie 8€ die Woche der User ausgeben.

  • Da hat Apple aber lange zugeschaut. Wir sind auch fast reingefallen. Das hatte fast Jamba Niveau. Vermutlich hat Apple nicht schlecht verdient dabei. Immerhin hat Apple die Entwickler erst zu Abo Modellen animiert.

  • Bin ich der einzige, der sich wundert, dass Apple das Wort „Abzocke“ in einem offiziellen Text verwendet? Das ist doch polemisch und umgangssprachlich.

  • Apple zockt seine Kunden doch viel eleganter ab.

  • Da kann man ja dann hoffentlich auch die ganzen Spiele mit 100€ pro 200 Diamanten mal entfernen,die den AppStore zumüllen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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