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Castro-Macher begründen Neuausrichtung

Wechsel ins Abo-Lager: Die erste App, die uns mitnimmt

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Apple selbst verwaltet aktuell eine Viertelmilliarde bezahlter Abonnements. Wie genau sich die 250 Millionen Abos dabei auf Speicher-Erweiterungen für Apples iCloud, In-App-Subscriptions von Drittentwicklern und über den App Store registrierte Spotify-, Netflix- und Apple Music-Mitgliedschaften aufteilen, verrät der Konzern zwar nicht, Apples Chefetage lässt jedoch keine Gelegenheit aus, daran zu erinnern, dass Abos die Zukunft sind.

Aktiv

Sowohl Apples Marketing-Chef, Phil Schiller, als auch der Apple-CEO Tim Cook haben in der Vergangenheit mehrfach betont, dass Abo-Preise die bessere Alternative zu konventionellen Upgrade-Gebühren seien. Schiller rühmte das gute Gespür Cupertinos schon im vergangenen Sommer mit dem Hinweis, dass die Anzahl der aktiv bezahlten Abonnements im App Store um 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sei.

In dieser Woche merkte Tim Cook an: „We’ve really built a muscle in how to do [subscriptions]. I think that will be good for Apple in the future as well.“

Sogar im App Store selbst hat Cupertino damit angefangen Reklame für ausgewählte Bezahl-Abonnements zu machen.

Eine Entwicklung, die wir seit Jahren mit großer Skepsis beobachten und mit mehreren Artikel zum Thema begleitet haben. So haben wir zuletzt den pfiffigen Abo-Ansatz der Mac-Anwendung Agenda gelobt und im August das wohl stärkste Argument gegen kostenpflichtige Abos zu Papier gebracht.

Unterm Strich hatten wir bislang durchaus Verständnis für Entwickler, die zum Abo-Modell wechselten, konnten uns mit den monatlich zu entrichtenden Gebühren für Mac- oder iOS-Anwendungen (von Content-Lieferanten wie Spotify, Prime Video und Netflix abgesehen) aber noch nicht wirklich anfreunden. Zuletzt hat uns die Paper Pro zum Abo-Klick „gezwungen“ – das Abo haben wir hier bewusst abgeschlossen, aber mit einem schlechten Bauchgefühl.

Entwickler diskutieren Geschäftsmodell

Dass sich dieses schlagartig ändern kann, haben beim Hören dieser Podcast-Episode festgestellt. So hat uns die Vorankündigung der Castro-Entwickler diesmal nicht mit den Augen rollen, sondern nur verständnisvoll nicken lassen.

Die Macher der Podcast-Applikation haben in ihrem Haus-Podcast angekündigt, mit Version 3.0 ihrer App auf ein Bezahl-Abo setzen zu wollen, dass 5 Euro im Jahr kosten wird. Ein Beitrag, der als wiederkehrende Upgrade-Pauschale verstanden werden darf. Die App selbst soll sich nach Ausgabe von Version 3 zudem kostenlos mit Einschränkungen nutzen lassen.

Castro

Castro – wir haben in der Vergangenheit sowohl Version 1 als auch Version 2 gekauft – gehört zu den meistgenutzten Applikationen auf unseren Geräten. Als begeisterte und rundzufriedene Nutzer hätten wir, ohne mit der Wimper zu zucken, ohnehin jährlich in eine neue Version investiert, diese wollen die Castro-Entwickler zukünftig aber vermeiden.

Wie das Team des für Castro verantwortlichen Software-Studios Supertop erklärt, ist das Angebot neuer Applikationen mit so vielen Nachteilen verbunden, dass neue App-Versionen im Jahresrhythmus Nach- vor als Vorteile mit sich bringen.

Jede Neuauflage kämpft anfangs mit einer miserablen Sichtbarkeit im App Store und muss zudem auf die Bewertungen und Nutzer-Kommentare des Vorgängers verzichten. Darüber hinaus verschwinden die alten Anwendungen aus dem Store und können – auch bei gravierenden Fehlern, die etwa durch iOS-Updates verursacht werden – nicht mehr mit kleineren Aktualisierungen bedacht werden. Die Bestandskunden müssen über die Verfügbarkeit der neuen Anwendung informiert werden und der Support-Aufwand potenziert sich mit jeder veröffentlichten App.

Wir empfehlen euch die Podcast-Episode der Castro-Entwickler (lange Zeit selbst hartgesottene Abo-Gegener), falls ihr euch für die Gedanken interessiert, die Entwickler dazu motivieren auf In-App-Abos zu setzen.

Was uns am aktuellen Beispiel mal wieder aufgefallen ist: In-App-Abos sind nicht grundsätzlich gut oder schlecht, sondern lassen sich immer nur individuell bewerten. Wir freuen uns das es Castro gibt und hoffen, dass uns die App noch ein paar Jahre begleitet. Jetzt bekommen wir die Möglichkeit den Fortbestand der Anwendung zu sicher – klar machen wir da mit.

Auf der anderen Seite werden wir wohl auch zukünftig noch mit dem Kopf schütteln, wenn uns die nächste Foto-Filter-App darüber informiert, dass ihre Farbspielereien zukünftig im Monatstakt bezahlt werden sollen.

Was auch immer ihr vom App Store-Trend zum Abo halten solltet, auf lange Sicht dürften die Einmalkäufe komplett aussterben.

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15. Feb 2018 um 13:24 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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