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Vorstöße in weiteren Märkten

Australien erwägt In-App-Käufe ohne Umsatzbeteiligung

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36 Kommentare 36

Nicht nur in Europa haben Google und Apple mit zunehmenden Druck regulierender Behörden zu kämpfen, auch am anderen Ende der Welt knöpfen sich Wettbewerbshüter die selbst gemachten Regeln in den Software-Kaufhäusern der beiden Schwergewichte Apple und Google vor.

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In-App-Käufe ohne Umsatzbeteiligung

So haben die australischen Wettbewerbshüter der „Australian Competition and Consumer Commission“ (ACCC) jetzt mögliche Eingriffe in die Abrechnungssysteme der großen App Stores in Aussicht gestellt. Konkret soll Entwicklern die Möglichkeit geschaffen werden In-App-Käufe anzubieten, ohne die offiziellen Bezahlsysteme der App Store Anbieter nutzen zu müssen.

Entsprechend würde dann auch die verpflichtende Umsatzbeteiligung an Apple und Google wegfallen. Bei Apple beträgt diese Standardmäßig 30 Prozent und lässt sich, sollte der Jahresumsatz unter 1 Million Dollar liegen, auf Antrag halbieren.

Gina Cass-Gottlieb, Vorstandsvorzitzende der ACCC, hat gegenüber dem britischen Guardian zu Protokoll gegeben, dass der Gesetzgeber nun gefordert sei, entsprechende Schritte zu ergreifen. Hätte die Vergangenheit doch gezeigt, dass ohne Druck von außen keine Änderungen zu erwarten seien.

Vorstöße in der EU, in Südkorea und in den Niederlanden

Die australischen Wettbewerbshüter der ACCC hatten Ende des vergangenen Jahres ein weiteres Zwischenfazit zu den laufenden Untersuchungen über Digitalplattformen veröffentlicht und im Rahmen des so genannten „Digital Platform Services inquiry“ eine Reihe von Maßnahmen zur Regulierung der großen Plattformanbieter vorgeschlagen.

Damit fährt Australien einen ähnlichen Kurs wie auch die Europäische Union, die Apple, Google und andere Gatekeeper mit dem Digital Markets Act in Zaum halten möchte.

In andere Märkten wie etwa in Südkorea und den Niederlanden haben erste gesetzliche Vorgaben bereits dafür gesorgt, dass Entwickler alternative Bezahldienste nutzen können – allerdings hält Apple hier weiterhin die Hand auf und fordert seine Umsatzbeteiligung auch für Transaktionen ein, die außerhalb des App Stores getätigt wurden.

19. Jul 2023 um 12:16 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Also darf Apple die ganze Infrastruktur bereitstellen aber nichts vom Kuchen haben?

    • Wie?

      * User Account kostet schon mal nen 100 EUR/Jahr
      * Welche Infrastruktur?

      • Das Applenetzwerk mit Servern?? Wurde alles kostenlos gebaut und gewartet

      • Puh, conectas, die Frage …

      • Ja was..
        nen Shop wo eh keiner gefunden wird (es sei denn man investiert noch mal im mehrere k/€ für Werbung)

        Kein User die, Dank Werbung den Shop benutzen möchte (was man keinen verübeln kann)

        Unsere Apps sind irgendwas zwischen 15 und 90 Megabyte groß, also nix. Website (die man laut Apple eh braucht) gibt bei Hetzner, 1und1, Strato & Co. für „Birne & ein Ei“

        Also welche Infrastruktur die eh mit den 99€/Jahr beglichen wäre.

    • Sie haben doch schon ein Stück vom Kuchen, da sie die Hardware verkaufen.

    • Ich finde es auch schwierig, aber vermutlich geht es vor allem darum, dass 30% viel zu viel ist.
      Apple macht bestimmt ordentlich Gewinn damit.
      Ein in App Kauf macht Apple bestimmt keine nennenswerten Kosten.
      Wenn sie daher nur 5-10% verlangen würden, wären alle viel glücklicher und Apple würde immer noch Gewinn daraus haben.
      Aber die 30% wurde am Anfang mal gesetzt und man möchte natürlich nicht einfach einen riesigen Gewinnrückgang in Kauf nehmen, wenn man den Preis plötzlich drastisch senkt….

    • Google schafft es eine Suchseite zu generieren, ohne 30% vom Umsatz der Kunden haben zu wollen.
      Der Appstore ist doch jetzt schon voller Werbung – und das soll nicht reichen um die Infrastruktur am Laufen zu halten?

    • Angenommen du bist Meta. Deine Apps für Facebook, Instagram und Co werden millionenfach geladen und verursachen ordentlich Traffic. Für die Datenmenge wird schon ein kleines Rechenzentrum benötigt. Daran verdient Apple keinen Cent denn du verdienst dein Geld mit den Daten deiner Nutzer. Das ist Apple egal, und sie belohnen dich mit vielen kostenlosen Features im App Store. Für dich wird kostenlos Werbung gemacht und du freust dich.

      Angenommen du bist ein Indie-Entwickler und bietest deine Apps einer vergleichsweise kleinen Nutzergruppe an. Wenn du Glück hast, hast du ein paar 100k Downloads im Jahr. Für den Traffic den du damit verursachst würdest du bei einem Webhoster 2,99 im Monat bezahlen. Bei Apple bezahlst du 99 USD im Jahr für dein Nutzerkonto. Deine Käufe darfst du nur über Apple anbieten. für deinen 9,99 EUR In-App Kauf bezahlst du so 3 EUR gebühren. Würdest du PayPal für die Zahlungsabwicklung bezahlen, wären es ca. 0,5 EUR. Als Dank für die Einnahmen durch dich, belohnt dich Apple mit Null Aufmerksamkeit, einer grottenschlechten Suchfunktion und quasi keiner Sichtbarkeit im Store. Willst du überhaupt gefunden werden, darfst du alternativ dafür bezahlen mit deiner Werbung über den Suchergebnissen angezeigt zu werden.

      Ergo: Die Apple Gebühren haben rein gar nichts mit den Kosten der Infrastruktur zu tun. Dann würden die großen Apps deutlich mehr zahlen als die Kleinen. Es ist aber genau umgekehrt.

      Apple verlangt extrem hohe Gebühren. Nicht um die Kosten zu decken sondern um Gewinn zu machen.

      Gewinn ist nicht böse. Hier wird aber die eigene Position gegenüber den Anbietern ausgenutzt. Das ist in vielen Ländern aus gutem Grund verboten.

      • Naja, das ist jetzt nicht ganz richtig. Tatsache ist, dass die Services um die Infrastruktur und Sicherheit sicherlich eine Stange Geld kosten und als eigene Dienstleistung an andere interne Dienstleistungen quer-verrechnet werden. Diese müssen sich tragen.

        Letztendlich ist die Infrastruktur nun einer der wesentlichen Pluspunkte, weswegen sich Apple Geräte so gut verkaufen. Microsoft und Alphabet haben da ihre Strukturen und halten da auch die Hand kräftig auf (in welcher Währung gezahlt wird sei mal dahingestellt).

        Sollte also Apple einen Store anbieten, bei dem er nichts verdient und der nur kostet, dann wird dieser verschwinden oder die Kosten werden durch andere Dienste subventioniert.

        Vielleicht ein Weg Apple zu zwingen den Store zu dezentralisieren und Alternativen zuzulassen. Spätestens dann aber, wenn es zu Problemen kommt (z.B. Retouren, Geld zurück bei Problemen/Fehlern), dann wird der Anwender der Leidtragende sein.

        Oder versuche mal bei Amazon von einem chinesischen Marktplatzhändler zurück zu bekommen, wenn das nicht klappt. Der hustet dir nur was und Amazon zuckt mit der Schulter. Hättest auch bei denen kaufen können.

    • Apple könnte zum Beispiel monatliche oder jährliche Pauschalen für die Nutzung des App Stores anbieten oder Gebühren nach Datenverbrauch. Was unterbunden werden soll ist die Abrechnung nach Umsatz, die für Apple (und Google) eine Goldgrube ist.

      • Machen sie ja, als Programmierer darf man ja jährlich blechen. Verstehe auch nicht warum da die Kosten nicht mit abgedeckt sein sollen bzw. wofür der Betrag sonst sein soll

      • 99€ / Jahr zahlst man ja sowieso
        Da haste deine Jahres Pauschale.

        Der Rest geht „on the top“.

  • Habe ich auch gerade gedacht. Ich würde an Apples Stelle einfach den Stecker ziehen und die Infrastruktur gar nicht mehr in diesen Ländern anbieten, dann machen alle grosse Augen.

  • Ich baue demnächst einen Laden und verkaufe nur fremde Sachen zum Einkaufspreis. Hauptsache die Hersteller haben eine kostenlose Verkaufsplattform

    • Solange du mich zwingst nur deine eine Plattform zu nutzen, gerne

      • Keiner zwingt dich, du musst kein iPhone kaufen. Respektive kannst in anderen Laden gehen

      • Das sind so die Dümmsten Sprüche, die ich kenne.
        wir sind nicht mehr im 19. Jahrhundert und früh Kapitalismus.

        Apple hatte ohne uns Entwickler gar nicht“s außer ein Stück Hardware.

        Und es ist ja nicht so das sie nichts verdienen sollen oder dürften.

        99€/ Jahr sollte aber wohl reichen.. und eben nicht an Leistungen die sie nicht mal erbringen oder nur im Ansatz was beitragen.

        Rechne einfach mal durch was bei Hetzner oder wegen meiner 1und1 oder Strato eine Webpaket kostet und es ist ja jetzt nicht so das die nix verdienen würden.

      • Last an @devil

  • Nur weil die Möglichkeit besteht eigene In-App-Kauf-Provider zu nutzen, muss das nicht pauschal heißen, dass nichts mehr an Apple zu zahlen ist.
    Das hat man ja in Südkorea gesehen, wo nur ca. 4% für die Zahlungsabrechnung veranschlagt wurden, und der Rest für die restlichen Strukturen sein sollen, und auch bei eigenen IAPs 26% davon an Apple abgeführt werden müssen.
    In den Niederlanden bei den Dating-Apps gibt es ja eine ähnliche Vorschrift und auch hier will Apple mit 27% beteiligt werden.

    Also solange das in Australien nicht per Gesetz festgelegt wird, dass es ohne Beteiligung von Apple gehen muss, ist dieser Punkt noch nicht final gesetzt.

    Sowas solltet ihr als Apple-Seite aber doch eigentlich am besten wissen :)

  • Also wenn ich es richtig verstanden habe, geht es um In-App Käufe. Nicht um die bezahlung der Apps. Ich kann nur für mich sprechen, aber genau das möchte ich. Bin gerne bereit für eine gute App zu bezahlen. Auch etwas mehr. Apple darf gerne ein Stück davon haben.

    ABER wenn Apple nicht mehr an Abo’s verdient…kannste aber wissen wie schnell es die nicht mehr gibt. Dan sind die gar nicht mehr awesome, amazing, brillant und magic…

    • Das ist indirekt das gleiche Problem. Wenn jeder nun „kostenlos“ Apps anbietet, die du dann über einen eigenen InApp Store vergüten kannst, dann hat Apple auch keine Einnahmen mehr. Wieso soll er dann die App anbieten? Dann gleich über einen anderen Store, der seine eigenen Kosten selbst tragen muss.

      • Wenn man sich einer Sache sicher sein kann, dann ist es die Gier von Apple!
        Die werden einen weg finden…Wahrscheinlich würde es ein Verbot von in-App käufen geben und einen hohen mindestpreis.

        Auf keinen Fall verzichten die auf den Europäischen Markt, vorher friert die Hölle ein.
        Wenn keiner guckt, würden die hungerden afrikanischen Kindern die letzte Schüssel Reis klauen…aber da tun sie sich alle nichts (Goggle, Facebook, Bayer usw.)

        Da hilft nur Gesetzliche beschräkungen und oder öffentlich an den Pranger stellen (=imageverlust = Gewinnverlust)

  • Sie können jederzeit den App Store, ohne was befürchten zu müssen, in einzelnen Ländern einstellen. Sobald er nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann, ist dies sogar ein Muss. Die Aktionäre und der Aufsichtsrat wird da schon genau drauf schauen.

  • Dann würde ich als Unternehmen alles einstellen und jede Hardware die von der Regierung gekauft wird verbieten.

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