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Apple greift erneut ein

Apples China-Zensur: Weitere Podcast-Apps betroffen

15 Kommentare 15

Dem gestrigen Eingriff in der Podcast-Kategorie des chinesischen App Stores, ist nicht nur die beliebte iOS-Anwendung Pocket Casts zum Opfer gefallen. Wie inzwischen bekannt wurde hat Apple weitere Podcast-Apps auf Drängen Chinas aus dem App Store entfernt.

So haben sich inzwischen auch die Anbieter der Podcast-App Castro zu Wort geäußert und angegeben, ebenfalls zu den Applikationen zu zählen, auf deren Entfernung die chinesische Cyberspace-Behörde besteht.

Castro zählt rund 10 Prozent seiner Kunden in China und denkt derzeit noch über die richtige Reaktion auf den angedrohten App Store-Ausschluss nach.

So könnte man auch dem Beispiel der von Apple angebotenen Podcast-App folgen und die Suchergebnisse des eigenen Podcast-Kataloges zensieren.

Apple hat sich zu der Thematik nicht öffentlich geäußert und muss sich somit zumindest vorwerfen lassen, sich einmal mehr zum Handlanger der chinesischen Regierung zu machen. Dem Unternehmen wird regelmäßig vorgeworfen, wirtschaftliche Interessen schnell höher einzuordnen als die sonst gerne propagierten Menschenrechte und das Recht auf freie Meinungsäußerung.

2017 entfernte Apple mehrere hundert VPN-Applikationen aus dem chinesischen App Store. Im ersten Halbjahr 2019 – so die aktuellsten Apple-Zahlen – wurden 194 Anwendungen auf Bitten der chinesischen Behörden aus dem App Store entfernt.

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‎Castro Podcast Player
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Entwickler: Supertop Software
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Zum Nachlesen:

Freitag, 12. Jun 2020, 9:35 Uhr — Nicolas
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  • Es ist immer wieder schön zu sehen wie Unternehmen es schaffen sich an die lokalen Regelungen und moralischen Ansprüche anzupassen :)
    Einerseits in den Westlichen Ländern, in denen Unternehmen schnell gegen Ungleichbehandlung und Bürgerrechtseinschränkungen und staatlich Überwachung „Stimmung“ gemacht wird. Andererseits wird in anderen Länder aber auch sehr schnell, den Staatlichen Anordnungen Folge (bei den gleichen Themen) geleistet wird, weil es sonst staatliche Repressalien gegen einen selbst geben könnte.

    Hier groß gegen die Unterdruckung der Minderheiten und Überwachung Flagge zeigen und anderswo mithelfen oder einfach wegsehen ist halt einfach Doppelmoral.

    • Gesetze sind nun mal Gesetze. Und auch wenn es einem persönlich nicht passen mag, wenn man in einem anderen Land tätig ist, muss man sich dort auch an die Gesetze halten.

      • Entweder setze ich mich für die Menschen ein, wie Apple es ja z.T. tut (für jede noch so kleine Minderheit ihre Aufmerksamkeit, Datenschutz gegen staatliche Forderungen der USA) oder aber ich folge dem (Unrechts)Staat wie China (befolgen der Gesetze ohne erkennbaren Widerstand).

  • Das zeigt, wie viel die 100 Mio $ und die Ansprache wert sind. Reines Marketing-Blabla. Wenns wirklich ans Geld geht sind Grundrechte auf einmal nicht mehr so wichtig.

    • Hey – Tim Cook
      trallari trallahey tralla hoppsasa
      Hey – Tim Cook,
      der macht, was ihm gefällt.

      Ich hab‘ ein Haus,
      ein kunterbuntes Haus
      ein Äffchen und ein Pferd,
      die schauen dort zum Fenster raus.
      Ich hab‘ ein Haus,
      ein Äffchen und ein Pferd,
      und Jeder, der uns mag,
      kriegt unser 1 x 1 gelehrt.

    • Wie kann das eine Doppelmoral sein?
      Das eine ist das Gesetz des Landes, das andere die Meinung der Menschen in den Land.

      Gegen Meinungen kann man etwas machen. Aber Apple wird nicht die Gesetz von China ändern können.

      Ausserdem sind die meisten Bewohner Chinas sind mit der Regierung einverstanden. Das ist so ähnlich wie Millionen von Leute Facebook nutzen. Und einige es nicht nutzen weil sie Daten sammeln. Trotzdem bietet Apple die Facebook App an ;)

      • „Ausserdem sind die meisten Bewohner Chinas sind mit der Regierung einverstanden.“

        Sie sind einverstanden weil sie es müssen ! Was passiert denn wenn in China einer anderer Meinung ist……

      • Marc Perl-Michel

        Wir erwarten doch auch, dass Apple sich an deutsche Gesetze hält. Von daher sehe ich hier kein Problem im Verhalten von Apple. Was ich im Sinne der Menschenrechte und Meinungsfreiheit problematisch sehe ist das, was unter anderem in China passiert. Das ist die eigentliche Baustelle. Hier kann Apple nur bedingt wirken.

      • Ist der Ruf erst ruiniert…

        Bevor Apple in den chinesischen Markt einstieg, wurde vor genau dieser Situation gewarnt! „Nein“, tönte Apple damals, „das wird mit uns nicht zu machen sein!“

        So so. :( Apple, eine Bande von Heuchlern…!

        WillyW, etc. haben völlig recht!

      • Am Ende stimmt jeder mit seinem Geldbeutel für oder gegen solche Vorgehen. Das wir in der westlichen Welt vor deren Einschränkungen der Meinungsfreiheit nicht verschont bleiben, sieht man ja an Diensten wie TikTok. Alle Firmen die in China ihr Geschäft machen haben Angst gegen die Umstände dort was zu sagen.

      • Rückblick:
        Wir schrieben das Jahr 1940 und die meisten Bewohner Deutschlands sind mit der Regierung einverstanden.

      • Na wenn die Meisten einverstanden sind mit der Unterdrückung der Minderheit haben wir ja kein Problem mehr…

        Es ist schon klar, das Apple sich nach dem Gesetz richtet das Lokal gilt. Aber wenn man die Werte so hoch hält und das auch so hervorhebt wie Apple, kann das nicht die Ausrede sein um eben all diese Werte an einem anderen Ort nicht geltend zu machen.

      • Stimmt. Aber die Konsequenz wäre dann den Markt den Rücken zu kehren.

        Wenn dann heraus kommt, dass Apple den Verkaufsmarkt wegen Chinas handelt verlassen hat; wer weiss, was das dann „Mobbingtechnisch“ in der Fertigung los wäre…

        Die (Resevern) hätte Apple zumindest, um das mal auszuprobieren.

  • Als damals „Mein Kampf“ im Appstore auftauchte, war das Geschrei gross, das zu löschen. In China sollen sie es plötzlich lassen. Man kann es nicht allen recht machen.

  • China sitzt am längeren Hebel: Es hat Mrd an Leuten und damit einen riesigen Markt- und Geld regiert die Welt. Ich versuche bewusst nichts mehr aus China zu kaufen, so gut es geht (wish, Ali, gearbest alle gelöscht).

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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