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Apple zensiert erneut

Pocket Casts auf Drängen Chinas aus dem chinesischen App Store entfernt

35 Kommentare 35

Apple hat den Podcast-Player Pocket Casts aus dem chinesischen App Store entfernt. Den Entwicklern der App zufolge geschah dies auf Drängen der zentralen chinesischen Zensurbehörde „Cyberspace Administration of China“ hin.

Offenbar wird unterstellt, dass chinesische Nutzer mithilfe der App Zugriff auf in China nicht rechtmäßige Inhalte erhalten. Die Pocket-Casts-Entwickler geben an, dass sie sich bezüglich der über ihre Plattform bereitgestellten Inhalten an iTunes orientieren: „Was dort gesperrt wird, sperren wir auch“.

Apple hat sich zu der Thematik nicht öffentlich geäußert und muss sich somit zumindest vorwerfen lassen, sich einmal mehr zum Handlanger der chinesischen Regierung zu machen. Dem Unternehmen wird regelmäßig vorgeworfen, wirtschaftliche Interessen schnell höher einzuordnen als die sonst gerne propagierten Menschenrechte und das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Pocket Casts ist ein offenes Projekt, das unter anderem durch Finanzspritzen von Radiosendern wie NPR und BBC getragen wird.

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‎Pocket Casts
‎Pocket Casts
Entwickler: Podcast Media LLC
Preis: Kostenlos+
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Donnerstag, 11. Jun 2020, 7:16 Uhr — chris
35 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Das ist Zensur! Eigentlich müsste man China boykottieren. Denn es ist ein Überwachungsstaat, ein System der Gleichschaltung, ein Orwell Staat! Schaut es Euch an, hier baut man es langsam auch immer mehr auf!

    • …eigentlich müsste man…
      Einsicht contra tägliche Bequemlichkeit.

    • Es ist meiner Meinung nach eher vielmehr so, dass auch die westlichen Regierungen so einiges in Richtung orwellsche Dystopie versuchen. Siehe die ewige Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung, „Verschlüsselung“ bei DeMail etc. China macht es nur wesentlich offensichtlicher und direkter.

    • „China boykottieren“?

      Ich schmeiß mich weg!
      Erinnert mich ein bischen an das damalige Foto der schweizerischen Nationalmannschaft, aus dem man – um ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen – alle Spieler mit Migrationshintergrund herausretuschiert hatte.
      Mit dem Ergebnis, dass kaum noch einer auf dem Foto zu sehen war.

      China heutzutage konsequent zu boykottieren bedeutet beinahe alles wegzulassen was dich so umgibt.
      Traurig aber wahr.

    • Was soll ein Boykott schon bringen? Deswegen wird es nicht plötzlich freie Wahlen geben, siehe Cuba, Nord Korea und sonstige kommunistische Paradiese.
      Aber Du kannst es ja mal ausprobieren und kein iPhone Made in China mehr kaufen.

    • Dann kannst du auch den ganzen Westen boykottieren lol.

    • Apple bringt lieber ein paar Geräte in Rot auf den Markt und kooperiert mit dem Chinesischen Regime…
      …Hauptsache der Rubel rollt

    • Wenn dann müsstest du Apple für die Doppelmoral boykottieren, das bringt wenigstens etwas, die sind nämlich auf dich als Kunde angewiesen (zumindest sobald ihre Barreserven weg sind…).

  • Wie immer!
    Zuerst das Geld, der Rest ist egal!

    • Wenn man China dann aber auf der Gegenseite konsequent boykottieren würde, dann ja nicht vergessen hier oder in anderen sozialen Netzen über die unfähigen Regierungen zu meckern wenn die halbe Wirtschaft komplett wegbricht und wir Corona x5 Zustände auf dem Arbeitsmarkt bekommen.

  • Apple hält sich an leider an die Gesetze und Vorgaben. Das kann man ihnen nicht negativ auslegen. Hier werden auch Apps verboten wenn sie z.B. Rassistische Inhalte haben o.ä. und auch das setzt schlussendlich Apple um.

    • In die Kerbe wollte ich auch schlagen. Apple zensiert hier nichts. Apple führt die Zensur lediglich aus.

      Dein Beispiel mit rassistischen Kommentaren in Deutschland ist jedoch falsch. Das ist keine Zensur. Eine zum Beispiel volksverhetzende Äußerung ist – zu recht – eine Straftat. Und so lange diese Äußerung öffentlich sichtbar ist, besteht die Straftat fortan. Entsprechend muss gelöscht werden.

  • Wie lange lässt man sich von den Blödmännern aus China noch auf der Nase tanzen?
    Einfach von denen trennen … und dann mal sehen …
    Wir könne auch in Europa das produzieren was dort produziert wird. Auch wenn es etwas teurer wird….

      • Wir alle haben diesen Trend „alles muss günstig in China hergestellt werden“ als Kunden in den letzten Jahrzehnten massiv unterstützt. Wir wollten Produkte die günstig sind und haben Firmen die noch made in Germany produziert haben links liegen lassen weil sie uns zu teuer waren. Aus meiner Sicht ist der Zug bereits abgefahren. Brauch sich keiner der Illusion hingeben dass wird das noch irgendwie rückgängig machen könnten.

      • Und trotzdem wurde der Golf für den Kunden nicht grad günstiger.

    • Etwas teurer…dann steht beim Preis meines Handys endlich eine 2 vorne weg. Das selektiert endlich mal wieder die Spreu vom Weizen. Ich bin dafür…leider dann ohne iPhone.

    • So, wo können wir das alles produzieren? Nimm mal LiIon Akkuzellen als Beispiel, da sind bisher alle Versuche, die sinnvoll in Deutschland zu fertigen gescheitert weil wir offensichtlich gar kein KnowHow darin haben. Bei der Halbleitertechnik sieht es auch nicht mehr besser aus.

      • So dann schau mal wer in Microbatterien derzeit führend ist…. Varta ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland
        Wo die Produktionsstandorte sind, konnte ich auf die Schnelle nicht finden.

      • Unter anderem sogar in der schweiz, dem billiglohnland schlechthin :)

  • Wie auch gegen Trump, so auch in China mischt sich Apple immer mehr in die Politik ein.

    • Was sollen sie bitte tun? Das ist der wichtigste Markt und da hält man sich nun mal an Gesetze. Dass die Gesetze falsch sind, ist klar.

      • Genau immer einknicken nachdackeln und ja sagen.. Apple ist auch soooooooo arm dran… vielleicht auch mal ne Bewegung ins Rollen bringen statt Geldgier und Lemming verhalten !

  • Tja, Apple hat nun mal entschieden sich von Chinesischen Regierung hin- und wieder stoßen zu lassen. Muss man dann als Kunde gucken, mag man das, oder schwamm drüber.

  • Die Diskussionen sind scheinheilig, wenn mir nicht gefällt was der Hersteller macht, dann kaufe ich halt seine Produkte nicht. Ist wie bei der Nahrungsmittelindustrie, „oh Massentierhaltung ist scheiße“ aber ich kaufe weiterhin die günstigen Wurst und Fleischwaren ein. Man kann natürlich nicht sagen das die Produkte von Apple günstig sind…

  • Die Diskussion ist realitätsfremd.
    Gesetz ist nunmal Gesetz. Es liegt an der Bevölkerung eines Landes etwas an der Regierung zu ändern, nicht an Konzernen.
    Apple macht also alles richtig, gleich ob es Apple gefällt oder nicht.

  • Auf der einen Seite laut und plakativ die Pauke gegen Rassismus und Homophobie hauen und immer betonen wie sehr man doch auf Diversity steht, aber still und heimlich nach der Pfeife diktatorischer, menschenverachtender Regime tanzen – sei es nun China oder Russland mit dem fehlen der Pride-Watchfaces. Bravo, Apple. Wie mutig und couragiert. Ganz toll.

    • Bin ganz deiner Meinung! Auf einer anderen Seite erklärt der Verfasser des Artikels das ziemlich gut. Apple handelt willkürlich und ohne Gegenwehr.
      „Die Interessen der App-Entwickler werden nicht vertreten, man geht den Weg des geringsten Widerstandes. Wirtschaftliche Interessen wiegen schwerer, als die propagierten Menschenrechte – das Recht auf freie Meinungsäußerung inklusive.“

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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