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Microsoft unterstützt EPIC

Apple gegen EPIC: Erster Gerichtsbeschluss heute erwartet

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Der Schlagabtausch zwischen Apple und den Spieleentwicklern EPIC wird uns auch in dieser Woche begleiten. Am Freitag läuft die von Apple gesetzte Frist ab. Sollte das für Erfolgstitel wie Infinity Blade und aktuell Fortnite verantwortliche Entwicklerstudio die mit der letzten Version der Fortnite-App eingestellten Verstöße gegen die App-Store-Regeln nicht bis dahin korrigieren, behält sich Apple vor, das Entwicklerkonto von EPIC zu schließen.

EPIC verlangt zwar, dass die Fortnite-App bis zu einer gerichtlichen Entscheidung in dieser Sache weiter über den App Store verfügbar ist, doch setzt Apple seinerseits alles daran, dies zu verhindern. Die Argumente des iPhone-Herstellers sind gewichtig und letztendlich auch schlüssig. EPIC habe sich den Regeln für App-Entwickler verpflichtet und diese über Jahre hinweg auch eingehalten. Apple argumentiert damit, dass man alle Entwickler gleich behandle und solch gravierende Verstöße auch bei einem mehrere Milliarden Dollar schweren Unternehmen nicht hinnehmen könne.

Natürlich geht es hier vorrangig um Geld. Apple hat seit dem Start von Fortnite für iOS vor knapp zweieinhalb Jahren massiv von den Gewinnen EPICs im App Store profitiert. Allein in den ersten 20 Tagen nach Veröffentlichung hat das Spiel dem Vernehmen nach 15 Millionen Dollar an In-App-Käufen eingespielt, 30 Prozent davon gingen an Apple. Gegen die Aufrechterhaltung dieser Provisionszahlungen sträubt sich EPIC nun. Das Unternehmen fordert seinen Worten zufolge auch keine Sondergenehmigung, sondern will Apple dazu bringen, die Abgaben für alle Entwickler zu reduzieren. Ein Punkt, in dem Apple vehement widerspricht und sicher nicht freiwillig nachgeben wird.

Erster Gerichtsentscheid heute

„EPIC betrügt durch markanten Verstoß“

Laut dem für den App Store verantwortlichen Apple-Manager Phil Schiller sind die diesbezüglich gesetzten Regeln für den Fortbestand des App Store von entscheidender Bedeutung. EPIC habe sich bewusst dafür entschieden, Apple durch einen markanten Verstoß zu betrügen. Apple hat seine Position als Antwort auf die von EPIC angestrebte Klage nun auch in ausführlicher Form schriftlich dokumentiert und dem zuständigen Gericht zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen lassen sich hier als PDF abrufen (via CNBC).

Ein kalifornisches Gericht soll auf Antrag von EPIC heute darüber entscheiden, ob Fortnite bis zu einem finalen Gerichtsbeschluss in dieser Angelegenheit wieder im App Store verfügbar gemacht wird. Apple versucht dies mithilfe der im verlinkten PDF bereitgestellten ausführlichen Argumentation zu verhindern.

Microsoft steht EPIC bei

Schützenhilfe bekommt EPIC in dieser Angelegenheit nun auch von Microsoft. Die Einschränkung der Möglichkeiten von EPIC als iOS-Entwickler hätte nämlich auch direkten Einfluss auf die von dem Unternehmen verantwortete Spiele-Engine „Unreal“. In weiteren von EPIC eingereichten Gerichtsunterlagen (PDF) wird nun auch der bei Microsoft für die Spieleentwicklung verantwortliche Manager Kevin Gammill zitiert. Dieser sieht die „Unreal Engine“ von EPIC als eines der wichtigsten Werkzeuge für Entwickler, die ihre Spiele plattformübergreifend anbieten wollen. Sollte EPIC nicht mehr als iOS-Entwickler aktiv sein können, werde dies auch die Weiterentwicklung der Spiele-Engine verhindern und für eine massive Benachteiligung jener Entwickler sorgen, die ihre Spiele auf dieser Basis auch für iOS und den Mac anbieten. Microsoft selbst nutzt die „Unreal Engine“ für das Rennspiel „Forza Street.

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Titelbild: depositphotos.com
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24. Aug 2020 um 06:59 Uhr von chris Fehler gefunden?


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