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Nur geringstmögliche Zugeständnisse

App-Store-Öffnung: Auch Korea reichen Apples Bemühungen nicht

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24 Kommentare 24

Während Apple in den Vereinigten Staaten und weiten Teilen Europas noch die Beratungen und Entscheidungen der Wettbewerbshüter und Gesetzgeber zu möglichen App-Store-Regulierungen abwarten muss, sieht sich das Unternehmen in den Niederlanden und in Korea bereits mit konkreten Forderungen konfrontiert.

Korea Unsplash 1400

In beiden Märkten haben die Wettbewerbsbehörden Apple dazu aufgefordert alternative Bezahlverfahren zuzulassen und den im Software-Kaufhaus aktiven Entwicklern so eine Möglichkeit zu bieten, ihre Verkäufe nicht zwangsläufig über Apples In-App-Käufe abrechnen zu müssen.

Nur geringstmögliche Zugeständnisse

Anstatt der Entwickler-Community nun grünes Licht für die Nutzung eigener Kreditkartenformulare oder Paypal-Transaktionen zu geben, reagiert Apple nur sehr langsam und hat sich sowohl in Korea als auch in den Niederlanden für die geringstmöglichen Zugeständnisse entschieden.

So setzt Apple die Forderung nach alternativen Bezahlverfahren zwar um, macht dies aber im Schneckentempo und so kompliziert wie möglich. Gleichzeitig hält Cupertino weiter die Hand auf und hat mehrfach betont, die im App Store verpflichtende Umsatzbeteiligung in Höhe von 30 Prozent bzw. 15 Prozent auch von Entwicklern verlangen zu wollen, die ihre Umsätze außerhalb des App Stores erwirtschaften.

In den Niederlanden wurde Apple für dieses Verhalten bereits mit einer ersten Strafzahlung in Höhe von 5 Millionen Euro konfrontiert und auch in Korea scheint man mit dem Verhalten des Konzerns alles andere als zufrieden zu sein.

Apple soll konkreter werden

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, beklagen Mitarbeiter der zuständigen koreanischen Aufsichtsbehörde KCC, dass Apples Planungen nach wie vor konkrete Details vermissen lassen, was die eigentliche Umsetzung der im Raum stehenden Forderungen nach einer freien Wahl der Bezahlverfahren angeht.

Hier habe man das Unternehmen nun noch mal aufgefordert einen detaillierten Plan der angedachten Umsetzung vorzulegen.

Apple hatte den Entwicklern in den betroffenen Regionen zuletzt eine umständliche Auswahl in Aussicht gestellt, bei der diese vor die Wahl zwischen In-App-Zahlungen und der Nutzung eines externen Zahlungs-Dienstleisters gestellt worden wären.

Sowohl in Korea als auch in den Niederlanden setzt Apple nicht die Intention des Gesetzgebers um, sondern bewegt sich bislang nur minimal, um sich zumindest den Vorwurf der Untätigkeit nicht gefallen lassen zu müssen.

03. Feb 2022 um 12:25 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    24 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ich verstehe das ganze Theather nicht, letztendlich geht es dich nur um’s Geld! Wäre ich Apple, würde ich zu den Entwicklern sagen: Es ist mir egal ob ihr Eure Umsätze über den AppleStore oder über PayPal oder private Kreditkarten reinholt, wenn Eure App/Software auf einen iPhone/iPad bezrieben wird, zahlt gefälligt Miete/Provision in Höhe von X.

    eBay ist es grundsätzlich auch egal was die Leute verkaufen und wie bezahlt eird, hauptsache eBay bekommt 10% vom Umsatz!

    • meine Nachricht ging an dich ;)

      100% agree … aber das dumme ist dann das wir wohl öfters gehackt werden

      • marius müller westerwelle

        Warum? Apples System ist als ne sandbox aufgebaut, da ist es erst mal egal wo ne App her kommt. Apple kann es ja auch wie am Mac machen und dich erst mal 30 mal fragen „bist du dir auch sicher, dass du das phöse Internet nutzen willst? weil du ein dummer Nutzer bist der nicht weiß was er tut“

      • Apple zwingt niemanden. Jeder der ein iPhone kauft, weiß ganz genau, dass er nur Apps bei Apple dafür kaufen kann. Wer das nicht will kann gern ein Android kaufen.

      • Genau so ist es. Apple haben wollen alle, aber der Technik und dem System dahinter will man dann widersprechen.

      • Du bist auch so einer der jammert dass er auf der Xbox kein Zugang zum Playstation Store hat oder?

      • marius müller westerwelle

        Ich würde ja gerne wissen wie ihr damals beim Artikel kommentiert habt als Microsoft gerichtlich dazu verdonnert wurde Browser Alternativen nicht zu benachteiligen (es ging ja nicht mal darum diese überhaupt zuzulassen) :D

      • Pssst, das ist Blasphemie!
        Apple muss einfach einsehen, dass es sein Geschäftsfeld in puncto Apps umstellen muss. Und niemand muss, wenn er nicht will Sideloading nutzen. Und Apple muss halt sauber programmieren, dass das Sideloading nicht von Schadsoftware genutzt werden kann (für alle Oberlehrer: ich meine nicht die Apps an sich, sondern die Sideloading-Schnittstelle)

      • Ihr versteht es nicht. Sideloading führt genau zu dem PC disaster. Du brauchst den epic launcher, steam, Microsoft game pass, Minecraft launcher und was weiß ich für einen Store im die gleichen Apps zu bekommen wie heute. Exclusives werden die Norm um die Leute in den eigenen Store zu bekommen.

      • Es ist ja sogar schon jetzt schlimm: Von Adobe laufen auf meinem Mac 10 Prozesse. Als ich ein Video Plugin installiert hatte, hatte ich plötzlich einen Installer und auch 10 weitere Prozesse am laufen. Die Firmen wollen sich alle einnisten…

      • @Thom
        Das ist das Dümmste was ich je gehört habe..
        Die .. gehe doch zu .. Mentalität.

        Im Bewusstsein scheint verloren gegangen zu sein, das eine normale Auseinandersetzung mit einem Produkt, Problem nur ein Unternehmen weiter bringt und eben nicht die Leute/User
        /Entwickler wegzuschicken.

        Im Fall von Apple/iPhone dürfte die innovativsten Zeiten, die mit den cydia Store sein. Mir fallen auf Anhieb 50 Sachen ein die von da stammen und im heutigen iOS integriert sind und viele wohl eher nicht mehr missen möchten..

        und wo man sagen möchte, Apple wäre wohl nie selber drauf gekommen..
        wieviele der ehemaligen selbstständigen Entwickler von damals arbeiten heute bei Apple..

      • @Moe auch wenn es exclusives gibt: dort musst Du trotzdem nicht kaufen. Viele Dinge, die es in Epic Store Exclusiv gab, sind inzwischen auf Steam. Und Microsoft.. und das sogar günstiger

  • sehe ich auch so .. aber leider werden dann gleich wieder die ganzen Cydia Shops aufmache

    • Und? Hier geht es ja nur ums bezahlen, also so wie z.B. bei Netflix kannst du es ja übers Guthaben etc. machen und das wollen die eben auch.

      Ansich könnte man Gutschein Codes für die Apps kaufen und somit die App anderweitig erwerben.

  • Das alles wird erst dann interessant, wenn jemand sein Geld zurück haben will und sich an Apple wendet, auch wenn er seine App aus anderer Quelle bezogen hat. Im Grunde wird alles unübersichtlicher, weil man nicht mehr weiß, über welche Quellen man was abgewickelt hat.

  • Lustig wird es werden, wenn die Länder gegensätzliche Anforderungen stellen werden. Und wenn ihnen dann einfällt, dass sie Telegram ja doch gerne sperren würden… aber man hat dann ja Sideloading etc.

  • Ganz ehrlich Apple sollte einfach eine Gebühr von 45% für die nutzung alternativer bezahlmöglichkeiten verlangen. Begründung erhöhter Aufwand. Ich find das system super und fühl mich sicher und wenn ich je n Problem hatte hats apple bisher immer in Rekordzeit gelöst

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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