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Netzbetreiber kritisieren Bundesnetzagentur

O2 und Vodafone klagen gegen 5G-Vergaberegeln

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Die Mobilfunkanbieter sind mit den Ende November von der Bundesnetzagentur festgelegten Vergaberegeln für die 5G-Frequenzen nicht einverstanden. Vodafone und die O2-Mutter Telefonica haben Klage dagegen eingereicht, die Telekom prüft entsprechende Schritte offenbar noch.

Einer DPA-Meldung zufolge kritisieren die Unternehmen insbesondere die mit den von der Netzagentur erstellten Vorgaben verbundenen Unklarheiten. Die Auflagen zur Flächenversorgung seien auf Basis der bereitgestellten Frequenzen nicht zu erfüllen. Zudem seien die Vorgaben mit Blick auf Roaming und die Zusammenarbeit mit anderen Anbietern nicht eindeutig formuliert.

Die Bundesnetzagentur musste bereits nach Veröffentlichung ihrer Ausarbeitung Kritik von Verbraucherschützern einstecken. Statt den Anbietern eine Verpflichtung für nationales Roaming aufzuerlegen fehle hier eine klare Regelung. Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht in der Folge weiterhin insbesondere im ländlichen Raum das Problem unzureichender Abdeckung abhängig vom jeweiligen Anbieter.

Mobilfunkangebot in Deutschland nicht kundenorientiert

Ein Punkt, der auch in einem aktuellen Antrag der Grünen zum Breitbandausbau thematisiert wird. Eine verpflichtende Regelung für „National Roaming“ könne nicht nur die Mitnutzung von Frequenzen in jenen Regionen ermöglichen, in denen noch nicht alle Betreiber ausreichend über eigene Netze verfügen, sondern auch die Ausbaukosten und Mastendichte reduzieren.

Der Fokus auf den 5G-Ausbau ist ohnehin kritisch zu sehen. Bis die Technik für den Endkunden von Nutzen ist, werden noch Jahre vergehen – ganz abgesehen von den dann abgerufenen Preisen für die schnelle Technologie. Kritikern zufolge werden mit Blick darauf allerdings jetzt schon die Ausgaben für den flächendeckenden LTE-Ausbau zurückgefahren. Deutschland ist einer aktuellen Studie zufolge wenn es um die LTE-Abdeckung geht Schlusslicht im europäischen Wettbewerb.

Mobilfunk Frequenzen 5g Ausbau Deutschland

Mit der Auktion der 5G-Frequenzen soll im ersten Halbjahr 2019 der Grundstock für den Mobilfunkausbau in Deutschland in der Folgestufe zu LTE gelegt werden. Die neue Netztechnik soll über die nächsten fünf Jahre hinweg dann schrittweise bereitgestellt werden. Auf dem Papier ist 5G bis zu 100 Mal schneller als LTE, man darf allerdings jetzt schon davon ausgehen, dass sich die Konzerne eine derartige Anbindung zumindest in der Anfangsphase fürstlich honorieren lassen.

Die Abkürzung 5G steht für „Fünfte Generation“ und soll im Mobilfunk bis zu 100 Mal schnellere Datenübertragung als mit LTE ermöglichen. Die Technologie wird LTE allerdings nicht ablösen, sondern darauf aufbauen. Weiterführende Informationen findet ihr hier bei Wikipedia.

Titelbild: Markus Mäder
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31. Dez 2018 um 10:04 Uhr von chris Fehler gefunden?


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