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Apples neue Vorgaben unwirksam

Nur Kosmetik: Strengerer App-Datenschutz gilt nicht für die Großen

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15 Kommentare 15

Wie Ende des letzten Monats berichtet, hat Apple zum 1. Mai neue Datenschutz-Vorgaben im App Store eingeführt. Die damals verschärften Datenschutzrichtlinien betrafen vor allem Apps und Entwickler, die modulare Erweiterungen von Drittanbietern nutzen.

Datenschutz

Solche Erweiterungen, überwiegend in Form so genannter SDKs verbreitet, erleichtern die Integration von Werbebannern, Push-Diensten und Absturzanalysen.

Entwickler sollten sich rechtfertigen

Apple hatte eine Liste beliebter SDKs veröffentlicht, die häufig verwendet werden. Entwickler, die diese SDKs in ihren Anwendungen einsetzen, so der Plan, müssten deren Nutzung fortan rechtfertigen, und erklären warum der Einsatz der genutzten SDKs notwendig ist.

Ebenso müssen Entwickler die Notwendigkeit der Nutzung bestimmter Programmierschnittstellen (APIs) klar begründen. Vor allem wenn diese eine Geräteidentifikation ermöglichen können. Zudem schränkt Apple seit dem Monatswechsel auch die Weiterverarbeitung entsprechender Daten stark ein.

Sollten Apps die neuen Anforderungen nicht erfüllen – insbesondere bei der Begründung für die Nutzung bestimmter APIs – werde Apple diese und zugehörige Updates nicht mehr in den App Store zulassen.

Facebook Datenschutz

Nur ein Marketing-Tool? Die 2020 eingeführten Datenschutz-Beipackzettel

Alles nur Kosmetik

Wie erste App-Analysen nach Inkrafttreten der neuen Regeln nun herausgefunden haben, scheinen diese Vorgaben jedoch so gut wie kein Einfluss auf die Anwendungen großer Tech-Konzerne zu haben und erinnern damit an die von Apple im Dezember 2020 eingeführten Datenschutz-Beipackzettel, bei denen es sich lediglich um ungeprüfte Selbsterklärungen der verantwortlichen Entwickler handelt.

Facebook, Instagram, Google und Spotify würden Apple gegenüber nun zwar Gründe für die Nutzung bestimmter Schnittstellen anführen, hätten das eigene Verhalten und die Auswertung der Nutzer-Daten jedoch nicht angepasst.

Konsequenzen von Apple sind ausgeblieben. Statt die neuen Regeln auch gegenüber den großen Tech-Unternehmen durchzusetzen, scheinen die Updates der fraglichen Apps einfach in den Store durchgewunken zu werden. Die genaue Auswertung der App-Analysen könnt ihr hier einsehen.

07. Mai 2024 um 20:23 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    15 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Wundert mich nicht. Auch beim Datenschutzbericht werden nicht alle Domains der jeweiligen App aufgelistet. Alles nur teilweise umgesetzt mit Ausnahmen. Dann lieber selbst kontrollieren. Stichwort: NextDNS oder Adguard DNS usw.

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  • Große Überraschung. Tim klüngelt mit den großen und spielt mit den kleinen eine Runde Pseudodatenschutz.

    Da braucht man auch nicht lange überlegen, ob er mit den Amerikanischen, Chinesischen und Russischen Geheimdiensten zusammenarbeitet, die frage ist nur wie.

  • Und ja, solange Apple selbst solche überirdische Gelder von google bekommt (Standard Suchmaschine), so lange ist und bleibt es echt ein Witz von Datenschutz zu reden.

  • OpenSSL mit auf der Liste.. hat ganz klar was mit Werbung zu tun.

    – wer es nicht versteht, Sarkasmus

  • Für mich galt und gilt immer die Devise: so wenig Apps wie möglich installieren; und auch mal hinterfragen warum Apps deinen Browserverlauf, Finanzinformationen etc. pp. so oberzwingend benötigen.
    Apps von Youtube, Twitter oder gar Facebook, Instagram (ok, bei beiden letzteren bin ich ohnehin nicht unterwegs) würden mir nie auf die Geräte kommen.

    Schon auf meinen durchaus möglichst reglementierten und datenschutzfreundlich eingerichteten Geräten wird mir noch schlecht, was alles versucht wird auf – und abzurufen und somit bspw im PiHole angezeigt und von diesem geblockt wird. Und man wundert sich was alles doch wie gewünscht funktioniert, auch wenn der PiHole in die Abrufe zwischengrätscht und blockt.
    Selbst die Apps der ÖRR wie ARD, ZDF sind datenschutztechnisch nicht der Brüller.

    Was mich auch in Sachen Apple und Apps stört ist, dass man bei Apple nur diese blöden 5 Suchmaschinen als Standard auswählen kann und erst über Umwege seine gewünschte Suchmaschine nutzen kann. Ebenso stört mich in Sachen Apps, dass die Kosten von ggf. AppInKäufen nicht im Vorfeld im AppStore ausgewiesen sind.; denn ggf. installiert man sich diese App erst gar nicht – wenn man den Preis als zu hoch erachtet. Das sich hieran noch keine Verbraucherschutzorganisation oder gar die EU stört, wundert mich schon.

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