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CMA schließt Ermittlungen ab

iPhone-Bremse: Apple will fortan transparenter informieren

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Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) hat heute die Ergebnisse ihrer im vergangenen Jahr aufgenommenen Ermittlungen bezüglich der von Apple heimlich eingeführten iPhone-Bremse bekanntgegeben.

Drossel Meldung

Apple, so das abschließende Fazit der Behörde, hätte versprochen fortan klarer und damit auch transparenter über leistungsbeeinflussende iPhone-Updates zu informieren.

Zwar habe Apple seine Anwender schon kurz nach der ersten Kontaktaufnahme durch die CMA auf die Drossel-Funktion hingewiesen, fortan sei das Unternehmen nun jedoch verpflichtet, die Behörde zu informieren, wenn sich geplante Software-Updates wesentlich auf die Leistung bereits am Markt verfügbarer Geräte auswirken könnten.

Durch die Unterzeichnung von Verpflichtungen gegenüber der CMA hat Apple eingewilligt an die Abmachungen gebunden zu sein. Verstößt [Apple] weiterhin gegen eine der eingegangenen Verpflichtungen, kann die CMA nun gerichtlich dagegen vorgehen.

Zur Erinnerung: Apple war im Herbst 2017 dazu übergegangen die Performance älterer iPhone-Modelle bewusst zu drosseln, um ein plötzliches Ausschalten bei schlechter Akku-Gesundheit zu verhindern, hatte die Software-Änderungen jedoch nicht offen kommuniziert sondern heimlich vorgenommen.

Inzwischen (mit iOS 11.3) hat Apple eine Anzeige der Akku-Gesundheit in den iPhone-Einstellungen eingeführt und bietet Nutzern die Möglichkeit an, die iPhone-Bremse zu deaktivieren. Geräte mit schlechter Akku-Gesundheit arbeiten so wieder in der gewohnten Geschwindigkeit, können aber von plötzlichen Neustarts betroffen sein.

iOS 12.1 hat die Leistungsverwaltungsfunktion im Oktober 2018 dann auch auf den jüngsten iPhone-Modellen aktiviert.

Mittwoch, 22. Mai 2019, 18:03 Uhr — Nicolas
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  • @ifun: ich glaube, euch fehlt ein „e“ nach „transparenter“, damit die Überschrift „…transparentere Information“ heißt.

  • Mit den letzten beiden iOS-Versionen war es ja nicht mehr ganz so schlimm, aber interessant wäre es schon: Bedeutet das, dass Apple auch eine neue iOS Version (z.B. 13) an CMA melden muss, wenn diese zwar noch eine Smartphone Generation (z.B. 6s) unterstützt, aber viele Dinge deutlich langsamer laufen?

    • Dir Dinge liefen halt langsamer auf den älteren Geräten, da hier eine Softwarebremse auf Prozessor und co zugegriffen hat und die Stromleitung reduzierte, damit die alten Akkus nicht abschmierten, wenn es zu einem Peak im Strombedarf kam, welche der Akku nicht mehr geschafft hat
      Fortan sollten die Geräte nicht langsamer werden, wenn du die Leistungsgrenze aufhebst aber damit rechnen, dass dein Handy auf einmal ausgeht, falls der Akku älter ist

      • Die schlimmste Bremse die ich damals erlebt habe, gab es bei einem Update auf dem iPad 3. Nach diesem Update war das iPad nicht mehr nutzbar. Diese Bremse hatte so ziemlich rein gar nichts mit Akku Problemen zu tun, denn davor lief alles wie geschmiert, nach dem Update etwa 50% langsamer, hat man etwas in den Browser eingegeben, ist die Schrift etwa 5 Sekunden später nach und nach im Eingabefeld erschienen. Die gesamte Performance wurde dermaßen langsam, dass man nur noch eine Wahl hatte, neues kaufen.

      • Genau das meine ich. Bei mir waren es auch zwei iPads, die im Laufe der Jahre durch die iOS-Updates so gut wie unbrauchbar wurden, da sie selbst für die einfachsten Dinge einige Sekunden Denkpause eingelegt haben. Da half kein Reset, das lag auch nicht an irgendwelchen komplizierten Webseiten.

        Nachdem es laut Apple nie Bremsen beim iPad gab, wäre das meiner Meinung nach eine Situation die dann an CMA gemeldet werden muss: Ein Update, das zwar noch für ein Gerät herausgebracht wird, es aber wegen neuer Features oder warum auch immer so langsam macht dass es nicht mehr richtig nutzbar ist.

      • Ich beziehe mich auf den Beitrag von Jules2192.
        Theoretisch würde ich dir zustimmen, so habe ich es auch gelesen daß es sein soll. Allerdings habe ich andere Erfahrungen gemacht, die ich hier gerne schreiben möchte. Mein iPhone 6s (damals neu gekauft) fiel in die Akku-Austausch-Aktion von Apple. Also iPhone eingeschickt und binnen kurzer Zeit wieder bekommen. In der Tat hielt der Akku am Anfang erst einmal wesentlich länger als der „alte“ Akku vorher. Und die noch unkommunizierte Akku-Bremse war wieder deaktiviert. Doch innerhalb der ersten paar Wochen mit frischem Akku kam plötzlich die Akku-Warnung. Das iPhone machte einen Reboot und beim Hochfahren stand dann im Batterie-Bereich „Dein iPhone wurde plötzlich heruntergefahren usw…“ Die Bremse aktivierte sich also automatisch. Ich hab die Bremse natürlich dann wieder deaktiviert und so läuft das iPhone heute auch noch.
        Was man wissen sollte, jeder Akku hat eine bestimmte Kapazität. Diese Kapazität verringert sich durch Alterung, Ladezyklen usw. immer mehr. Deshalb sollte jedes Gerät mal hin und wieder bis zum Ende der Akku-Reichweite betrieben werden, damit das Akku-Management „lernt“, daß die angezeigten 10 % Rest-Ladung mittlerweile 1 % sind. Ich vermute, daß Apple dieses plötzliche Herunterfahren oder hart Abschalten als Leistungsproblem des Akku bewertet und somit die Leistung drosselt. Das ist eigentlich falsch, denn abgesehen von der „falschen Anzeige“ der Restladung fehlt dem Akku nichts. Er kann also von 100 % Ladestand bis (echte) 0 % Ladestand quasi immer seine Höchstleistung abgeben. Mein iPhone 6s schaltet auch zwischendrin (auf Höchstleistung betrieben) nicht einfach ab sondern erst wenn es in den fraglichen Bereich fällt, also gegen Ende des Ladestandes.
        Klar, wenn bei 50 % Ladestand plötzlich die Spannung einbricht bei Höchstleistung, dann hat der Akku wirklich ein Problem und das System sollte gedrosselt weiter laufen. Aber bei meinem iPhone 6s habe ich das so nicht beobachtet.

  • „Das Batterieleistungsmanagement wurde angepasst.“ Die Prozessorleistung wurde reduziert, hört sich anscheinend nicht so gut an…

  • Klar Apple erzählt uns immer die Wahrheit, wer das glaubt der glaubt auch das die Erde eine Scheibe ist

  • Was mir auffällt ist dass die Akkus von Apple anscheinend nicht mehr besonders gut sind. Mein iPhone X hat schon 12% Akkukapazität eingebüßt, bei einer täglichen Nutzung von 1-1,5 Stunden. Das ist im Monat ein Verlust von 1,6%. Rechne ich das hoch brauche ich in 5 Monaten einen neuen Akku, um noch die volle Leistung zu haben und um ein runtertakten zu verhindern. Nach genau zwei Jahren ist bei mir ein neuer Akku fällig. Würde ich das iPhone 5 Jahre lang benutzen, wäre mindestens ein weiterer Tausch nötig. So kann man auch seine Umsätze verbessern. Kaum zu glauben dass bei einem Smartphone mit einem Kostenpunkt von 1319€ überhaupt ein neuer Akku nötig ist. Als ich das X gekauft habe bin ich von mindestens 3 Jahren Nutzung, ohne Akkutausch, ausgegangen. Auch kurios, ich schalte mein iPhone nachts aus, hätte ich das nicht getan, hätte ich wohl schon längst tauschen müssen. Ein Satz mit X….

    • Lädst du dein iPhone auch immer schön auf 100% auf und machst es komplett leer, so wie man es früher immer gemacht hat? Weil dann wundert es mich nicht, immer mal wieder zwischenladen und nicht unter 20% gehen schadet weniger.

      • Ist den besser jetzt den Akku nicht bis 100% zu laden und nicht unter 20% gehen zu lassen ?
        Den irgendwie hat Blub recht mit dem Akku das die schlechter sind als damals.
        Wäre für Tips (wie man den Akku richtig lädt, sehr dankbar

      • Der Akku sollte im mittleren Bereich gehalten werden, bei ca. 25 – 75 %. Das soll für die Lebensdauer förderlich sein. Hin und wieder vollladen macht natürlich auch nichts und kalibriert die Anzeige korrekt.

  • Es geht ja auch darum ob bei der Drosselung eher Nutzerrelevante Dinge gedrosselt werden wie die Surfgeschwindigkeit und App-Performance, oder irgendwelche Systemdienste von denen der Iphonenutzer eh nichts hat .

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