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25 Mio. in Cash

iPhone-Bremse: Apple akzeptiert Millionenstrafe in Frankreich

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Hierzulande fast schon wieder in Vergessenheit geraten, sorgt die von Apple heimlich eingeführte Leistungsverwaltungsfunktion des iPhones bei unseren französischen Nachbarn für einen kleinen Erfolg der Verbraucherbehörde DGCCRF.

Drossel Meldung

Die Wettbewerbsaufsicht des französischen Wirtschaftsministeriums informiert darüber, dass man einen Vergleich mit Apple erzielt habe. Der Konzern werde eine Geldstrafe in Höhe von 25 Millionen Euro dafür zahlen, dass man die Nutzer von iPhone 6, iPhone SE und iPhone 7 nicht darüber informierte, dass mehrere im Laufe des Jahres 2017 freigegebene iOS-Updates den Betrieb ihrer Geräte verlangsamen könnten. Apples Eingriff hätte viele Verbraucher dazu gedrängt, die Batterie zu wechseln oder sogar ein neues Telefon zu kaufen.

Der nationale Ermittlungsdienst der DGCCRF hat daher 2019 die Schlussfolgerungen seiner Ermittlungen an die Pariser Staatsanwaltschaft übermittelt, da er der Ansicht war, dass diese fehlende Information der Verbraucher eine irreführende Geschäftspraxis durch Unterlassung darstellt. Mit dem Einverständnis der Staatsanwaltschaft wurde dem Apple-Konzern eine Transaktion angeboten – und akzeptiert -, die die Zahlung von 25 Millionen Euro und die Veröffentlichung einer Pressemitteilung auf seiner Website für einen Monat vorsah.

iPhone-Bremse wurde heimlich eingeführt

Zur Erinnerung: Apple war im Herbst 2017 dazu übergegangen die Performance älterer iPhone-Modelle bewusst zu drosseln, um ein plötzliches Ausschalten bei schlechter Akku-Gesundheit zu verhindern, hatte die Software-Änderungen jedoch nicht offen kommuniziert sondern heimlich vorgenommen.

Inzwischen (mit iOS 11.3) hat Apple eine Anzeige der Akku-Gesundheit in den iPhone-Einstellungen eingeführt und bietet Nutzern die Möglichkeit an, die iPhone-Bremse zu deaktivieren. Geräte mit schlechter Akku-Gesundheit arbeiten so wieder in der gewohnten Geschwindigkeit, können aber von plötzlichen Neustarts betroffen sein. iOS 12.1 hat die Leistungsverwaltungsfunktion im Oktober 2018 dann auf weiteren iPhone-Modellen aktiviert und offen darüber infomiert.

In England wurden vergleichbare Ermittlungen bereits vor knapp einem Jahr eingestellt. Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) erklärte in ihrem abschließenden Fazit, dass Apple versprochen hätte fortan klarer und damit auch transparenter über leistungsbeeinflussende iPhone-Updates zu informieren.

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10. Feb 2020 um 13:51 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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