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Was sind Zeitungskiosk-Apps? Die Unterschiede und Nachteile des iOS Newsstands

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Über die wohl größte Aufmerksamkeit seit seiner Einführung im Herbst 2011, konnte sich Apples Zeitschriftenablage, der Zeitungskiosk, nach der Freigabe des iPhone-Updates auf iOS 7 freuen. Doch der Zeitschriften-Ständer rückte weder durch neue Funktionen noch wegen seiner visuellen Überarbeitung ins Rampenlicht – die Community feierte vielmehr die Tatsache, dass sich Apples „Geschenk an die die Verleger“ endlich in einen Ordner verschieben und so vom Homescreen des eigenen iPhones verbannen ließ.

Nach zwei Jahren Zeitungskiosk lässt sich inzwischen unumwunden feststellen: Apples virtuelles Blätter-Regal ist gefloppt. Eine interessante Idee – Hallo PING! – die sich im Alltagseinsatz bei den meisten Nutzern jedoch weder etablieren könnte, noch mit der nötigen Rückendeckung durch die Verlage bedacht wurde.

Anstatt immer mehr Print-Erzeugnisse für den Zeitungskiosk vorzubereiten, setzten viele Anbieter auf eigene Apps.

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Inzwischen raten sogar Branchen-Insider von einer Platzierung der eigenen Anwendung im Newsstand (so heißt der Zeitungskiosk im Englischen) ab. So auch Marko Karppinen. Der Finne betreut die Publishing-Plattform Maggio und empfiehlt seinen Kunden inzwischen die vollständige Newsstand-Abstinenz. Der Zeitungskiosk, ist der Platz auf iPhone und iPad, an den sich Apps zurückziehen, die vergessen werden wollen.

Doch was genau macht die Apps aus, die sich im Newsstand einfinden? Wie zum Beispiel unterscheidet sich die Anwendung des Tagesspiegels von ähnlichen gelagerten Applikationen, die nicht im Zeitungskiosk auftauchen? Laut Karppinen machen vor allem die folgenden acht Eigenschaften eine Zeitungskiosk-App aus und unterscheiden die Regal-Downloads von regulären App Store-Angeboten.

Die 8 großen App-Unterschiede:

  • Zeitungskiosk-Apps werden in einer besondere Kategorie des App Stores gelistet. Dies geschieht zusätzlich zum eigentlichen Listing in der Nachrichten-Sektion. Zeitungskiosk-Apps sind also sichtbarer.
  • Zeitungskiosk-Apps landen im Zeitungskiosk. Nach dem Download verschwinden die Anwendungen in ihrer Ablage – die ähnliche wie ein normaler iOS-Ordner funktioniert – und können nicht woanders abgelegt werden.
  • Zeitungskiosk-Apps haben keine Icons. Die Apps werden durch ein Zeitschriften-Cover repräsentiert, haben aber kein eigenes Icon.
  • Zeitungskiosk-Apps können ihre Beschreibungen jederzeit ändern. Während „normale“ Apps ihre Bildschirmfotos und Info-Texte nur im Zuge eine Aktualisierung ändern können, können Zeitungskiosk-Apps ihren App Store-Auftritt jederzeit editieren.
  • Zeitungskiosk-Apps können die App Store-Beschreibungen automatisiert aktualisieren. Übersogenannte Atom-Feeds lassen sich täglich aktuelle Ausgaben-Infos im AppStore anzeigen.
  • Zeitungskiosk-Apps können automatische Hintergrund-Downloads anwerfen. Zwar nur einmal am Tag, aber immerhin. Bislang waren Zeitungskiosk-Apps die einzigen Apps, die sich selbstständig aufwachen, nach einer neuen Ausgabe Ausschau halten und diese im Anschluss auch aus dem Netz laden konnten. Eine Funktion die seit der Einführung von iOS 7 allen Anwendungen zur Verfügung steht.
  • Zeitungskiosk-Apps haben Probephasen. Abos, die in Zeitungskiosk-Apps abgeschlossen werden lassen sich oft innerhalb des 1. Monats bzw. des ersten halben Jahres kündigen ohne zur Kasse gebeten zu werden. Bei normale In-App-Käufe ist der Probezeitraum nicht vorgesehen.
  • Nur Zeitungskiosk-Apps können In-App-Käufe mit Preisen von 0,99€ und 1,99€ haben. Normale Apps kennen nur den 0,89€ In-App-Kauf.

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Unterm Strich keine all zu schlechte Sonder-Behandlung. Die Tatsache, dass Newsstand-Apps jedoch in ihrer Zeitungsablage versteckt sind und nicht aus dem Ordner befreit werden können, bringt die Branche derweil zum Umdenken.

Karppinen empfiehlt neuen Publikationen als „normale App“ anzufangen. Die Temperatur zu testen und den Sprung in den Zeitungskiosk (wenn überhaupt) erst nach einer langen Probephase in Angriff zu nehmen. Raus kommt man hier nämlich nicht mehr.

We think publishers should skip Newsstand and publish their iOS apps as regular non-Newsstand apps instead. There is one final reason for this recommendation. If you publish your app outside the Newsstand section, you can always switch to Newsstand later. The opposite is not true.

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17. Okt 2013 um 18:12 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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