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Bis Jahresende implementiert

Für die Brexit-App: Apple öffnet NFC-Chip im iPhone

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24 Kommentare 24

Die seit November laufenden Verhandlungen zwischen Apple und der britischen Regierung waren offenbar erfolgreich. In Vorbereitung auf den Brexit wird Apple die Nutzung der bislang weitgehend abgeschotteten NFC-Kapazitäten des iPhones zum Auslesen von Pass-Informationen freigeben.

Brexit App

Apple reagiert damit auf eine Anfrage der britischen Regierung, die den im Land verweilenden EU-Bürgern eine Smartphone-App zur Verfügung stellen will, mit deren Hilfe sich diese einfach registrieren und so auch im Anschluss an den Austritt weiterhin im Vereinigten Königreichs aufhalten können.

Die EU-Bürger auf der Insel, Schätzungen gehen von 3,5 Millionen aus, sollen in der App drei einfache Fragen beantworten, ein Selfie aufnehmen und die maschinenlesbaren Daten des persönlichen Reisepass einscannen.

Ob auch iPhone-Nutzer den letzten Schritt absolvieren können, stand für Rund die Hälfte der in England wohnenden EU-Bürger jedoch noch auf der Kippe. Während Android-Nutzer (etwa 50%) auf den meisten Geräten problemlos auf das Nahfunkmodul-Modul zugreifen und entsprechende Pass-Informationen kontaktlos auslesen können, bot Apple seiner Entwickler-Community nur einen sehr restriktiven NFC-Zugriff an. Auf dem iPhone ist das Modul vor allem der Zahlungsabwicklung über Apple Pay vorbehalten.

Nun hat Innenminister Sajid Javid über den Kompromiss mit Apple informiert und angegeben, dass die EU Exit: ID Document Check-App bis spätestens Ende des Jahres im App Store verfügbar sein soll:

Ich habe zahlreiche Gespräche mit der Chefetage Apples geführt, um sicherzustellen, dass jeder die App verwenden kann. Gemeinsam haben wir hart an einer Lösung gearbeitet, mit der die App auf ihren Geräten arbeiten kann. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Apple die notwendigen Änderungen vornehmen wird und die App bis Ende des Jahres auf ihren mobilen Geräten und Tablets funktionieren wird.

Ähnliche Forderungen hatten zuletzt auch die FDP und die Sparkasse und Schweizer Verbraucherschützer geäußert. Deren Forderung, den NFC-Chip für konkurrierende Bezahlsysteme freizugeben, hat Apples bislang jedoch komplett ignoriert.

Zum Nachlesen:

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10. Apr 2019 um 14:22 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Laut meinem Sparkassenberater plant die Sparkasse noch 2019 Apple Pay einzuführen:-)
    Er hat mir den Satz vorgelesen, den Apple vorgibt.

  • Ich hoffe das es irgendwann möglich wird den Reisepass und den Perso im Wallet zu speichern. Den habe ich nämlich nie dabei :D Das wird aber wahrscheinlich noch ewig dauern, bevor sowas hier mal umgesetzt wird. Für den Führerschein wäre das auch super.

  • Ihr seid mit eurem Aprilscherz etwas spät dran :) Zahlendreher? 10. ist nicht 01.

  • Von einer Öffnung kann da trotzdem nicht die Rede sein. Auch wenn Apple erlaubt, andere Informationen auszulesen, als die restlichen NFC-Reader im App Store, so können nach wie vor keine Daten gesendet werden. Das funktioniert nur bei Apple Pay.

  • Fur die, die es nicht kapieren wollen:

    Die Brexit app sendet die Persodaten per NFC an das Lesegerät der Polizei/Zollbeamten.

    • Die App hat mit dem Zoll oder der Polizei nichts zu tun. Sie dient lediglich der Registrierung von EU-Bürgern die im UK leben, ist eine einmalige Sache und leitet die Daten des Ausweises/Reisepasses an das britische Home Office zwecks Abgleich/Bestätigung weiter.

  • Korrigiert mich, wenn ich falsch liege aber bereits heute können NFC Tags eingelesen und verarbeitet werden (siehe z.b. die Lufthansa Miles and More App mit NFC Scanner)

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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