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Fahrdienst Uber: Geringer Akkustand erhöht Zahlungsbereitschaft der Kunden

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Der umstrittene Fahrdienst Uber, der in der Vergangenheit unter anderem wegen der schlechten Bezahlung seiner Fahrer und seiner rechtlich fragwürdigen Aufstellung gegen hiesige Taxi-Betriebe zahlreiche Negativ-Schlagzeilen verursachte, hat überraschend tiefe Einblicke in seinen Geschäftsalltag zugelassen.

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So plauderte Ubers Head of Economic Research, Keith Chen, in einem Gespräch mit dem amerikanischen Radiosender NPR aus dem Nähkästchen und und verwies gleich mehrfach auf den unglaublich großen Datenbestand des Unternehmens.

Inzwischen habe man herausfinden können, dass Anwender mit geringem Akkustand auch spontane Preiserhöhungen in Kauf nehmen, um schnell einen freien Wagen zu ordern. Der noch verbleibende Akkustand, so Chen, sei einer der treffendsten Indikatoren für die Bereitschaft, das Anderthalbfache oder gar das Doppelte der normalen Fahrtkosten in die geplante Tour mit den Privat-Chauffeuren zu investieren.

Zwar will das Unternehmen die Akku-Daten seiner Anwender (noch?) nicht zur Preisgestaltung einsetzen, gesammelt werden die Infos, die Ubers iPhone-Applikation beim Einsatz auf den Geräten der zahlenden Kunden einsammelt aber dennoch.

Erst Ende Januar wurde bekannt, dass Uber seine Fahrer unter anderem mit der Auswertung von GPS- und die Gyroskop-Daten überwacht. Klagen Passagiere über zu scharfe Bremsungen und eine überhöhte Geschwindigkeit, werden die Smartphone-Auswertungen zu Kontrolle herangezogen.

Obgleich die Dienste „UberBlack“ und „UberPop“ in Berlin bereits verboten wurden, hat Uber kürzlich ein Hauptstadt-Comeback mit dem Taxi-Konkurrenten „UberX“ angekündigt.

Dienstag, 24. Mai 2016, 9:51 Uhr — Nicolas
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  • Darf ich es denn dann wenigstens kostenlos laden im Auto? :D

  • Was ist das denn für eine Rechnung?
    Wen interessiert es denn wenn man kostenlos laden dürfte? Das Problem ist im allgemeinen, dass jede noch so kleine Entscheidung , und sei es nur sei Handy mal einfach nicht zu laden, Auswirkungen hat. Ob die Gesellschaft so etwas möchte bezweifle ich. Ich hoffe es aber auch. Wir haben schon genug Stress im Alltag , da sollte nicht so etwas dazukommen.

  • Uber ist weltweit der beste Fahrdienst. Leider muss ich in Deutschland ja weiterhin darauf verzichten. Hoffe, das ändert sich wieder.
    Ich bezweifle ja, dass die Uberfahrer gezwungen wurden für den Laden zu arbeiten, also von daher.

    • Erst wenn Du dort Fahrer bist werde ich Deinen besten Service gerne nutzen.

      • Wäre eh nur für den Übergang. Das fahrerlose Auto wird schneller kommen, als die meisten glauben, und auf eine solche Flotte bereitet sich Uber vor, wie sie unlängst kommunizierten. Deshalb der Wiedereinstieg via UberX, um einen Fuß in der Tür zu halten.

        Dass hiesige Politik die Taxen-Flotten schützt, statt den Übergang sinnvoll zu gestalten und die immer wieder kritisierten Leerplätze privater Fahrer flexibel und stadtentlastend zu nutzen, ist eigentlich ein Anachronismus. Aber hier subventioniert man ja auch lieber eine Branche, die die Zukunft verschlafen und mit Betrug von sich Reden gemacht hat, um veraltete Technik zu verkaufen, statt die Entwicklung eines Deutschen Tesla zu beflügeln, da wundert einen eigentlich gar nichts mehr… :-/ Nur falls sich jemand fragt, warum zukunftsorientierte Produkte heutzutage aus Amerika oder Israel, aber nicht mehr aus dem Land der Dichter, Denker und Ingenieure kommen.

  • Roboter mit Senf

    Überall Präkariat und niedrig bezahlte Servicejobs wohin das Auge blickt. Und dazwischen iPhone Besitzer auf Wolke 7 weil alles so flexibel und billig ist.

    • Schon richtig, die hochbezahlten Jobs für Entwickler sind dort, wo entwickelt wird. Und das ist (leider, leider) nicht hier.

      In einem Punkt hast du aber Recht: Zunehmende Automatisierung führt eben nicht dazu, dass wir alle weniger arbeiten und im Luxus schwelgen, sondern dass wenige über die Produktionsmittel verfügen und zunehmend viele Menschen (und bei Weitem nicht nur die wenig gebildeten) in prekären Arbeitssituationen oder Arbeitslosigkeit landen. Ein gesellschaftliches Problem, das die Politik dringend angehen müsste, aber dafür müsste sie (hallo, @SPD, euer originäres Betätigungsfeld!) das Problem zunächst einmal erkennen. Und es drängt wirklich sehr! Es ist kein Problem, das erst künftige Generationen ereilen wird, dafür ist die Entwicklung viel zu schnell.

      Oder, um es positiv zu formulieren: Die Entwickler sind so erfolgreich, das wir alle sehr zeitnah von den Produkten profitieren dürfen. Je schneller die Politik lernt, adäquat auf diese Entwicklungen zu reagieren, desto besser. Und hier gibt es, ehrlich gesagt, noch sehr viel Luft nach oben.

  • was hat bitte der Akku stand mit der Preisgestaltung zu tun?
    Kann mir das mal einer erklären?

    • Wenn du von A nach B willst, hast du mit niedrigerem Akku nicht mehr so viel Zeit eine günstigere Alternative zu suchen, nimmst also das Angebot eher an. Ist logisch, aber erschreckend, dass das für die Preisgestaltung herangezogen wird. Man schlägt ja fast aus der „Not“ des anderen Kapital.

  • @Piet: Wahre Worte!
    Uber befindet sich in der Uebergangszeit. Das muss uns zunehemen klar werden! Der Weg zu „BigData“ und der fahrerlosen S-Klasse wird langsam geebnet (2019). Palantir wird zukuenftig an groesser Bedeutung gewinnen. Jedoch werden uns zukuenftige Technologien das Leben nicht nur erleichetern sondern uns ebenso „bestrafen“ (Akku fast leer, hektische Bewegungen mit handy in der hand, es regnet -> kunde bezahlt mehr). Gewinner sind am Ende diejenigen die viel infos sammel und in kuerzerster Zeit auswerten koennen.

  • mir macht es eher Angst das die meinen Akkustand auslesen können :(

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