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Berlin: UberPop knipst das Licht aus

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28 Kommentare 28

Nach Monaten der rechtlichen Auseinandersetzungen hat der umstrittene Fahrdienst Uber hat sein UberPop-Angebot in Berlin nun komplett eingestellt. Darüber informiert Uber in einer E-Mail an seine Bestandskunden und reagiert mit dem Schritt – der vor wenigen Tagen bereits in München umgesetzt wurde – nun auf ein Urteil des Landgerichts Berlin .

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In der E-Mail heißt es unter anderem:

[…] bei Uber Berlin gibt es ab nächste Woche eine Änderung. Wie du weißt, hatte uberPOP keinen leichten Stand in Deutschland. Zahlreiche Gerichtbeschlüsse erschwerten das Wachstum und so konnten wir dir nicht mehr den gewohnten Service und die gewünschte Zuverlässigkeit bieten. Aus diesem Grund wird uberPOP ab dem nächsten Wochenende nicht mehr verfügbar sein.

Komplett wird sich Uber jedoch nicht aus der Hauptstadt zurückziehen. So soll der Fahrdienst UberTAXI weiterhin rund um die Uhr angeboten werden und buhlt in den kommenden Tagen mit einem satten Preisnachlass um potentielle Nutzer.

Noch bis zum 7. Juni 2015 erhalten Nutzer des UberTAXI-Angebotes einen 50% Rabatt auf alle Fahrten, die mit Hilfe der Uber App mit Freunden geteilt werden. Die sogenannte „Fare Split Aktion“ erklärt Uber in seinem Hausblog, macht hier aber auch darauf aufmerksam, dass beim Teilen des Fahrpreises pro Person zusätzlich eine Gebühr von 0,10 Cent anfällt.

Die 50% Rabatt-Aktion gilt nur, wenn der Fahrpreis über die App geteilt wird. Bevor du die Fahrt teilst, musst du unter Aktionen den Code SHAREBERLIN eingeben. Der Code muss nur von der Person eingegeben werden, die die Fahrt bestellt. Die Rabatt-Aktion ist nicht mit anderen Aktionen kombinierbar und gilt nur in Berlin und nur bis zum 7. Juni 2015. Beim teilen des Fahrpreises fällt pro Person zusätzlich eine kleine Gebühr von 0,10 Cent an.

Montag, 01. Jun 2015, 9:14 Uhr — Nicolas
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  • Ab jetzt wird es absurd und hat ja nicht mehr viel mit dem eigentlichen Konzept von Uber zutun.

  • Einfach traurig welche Macht die Taxi-Lobby hier in Deutschland und manch anderen Ländern hat.

    Mich wundert nur dass Uber in Berlin nicht wie in Frankfurt „UberX“ startet, dies scheint ja so gut wie alle Deutsche Bestimmungen zu erfüllen.

  • Das hat nichts mehr mit Lobby zu tun. Es hängen zu viele Arbeitsplätze dran. Viele verdienen sich mit Taxi fahren was dazu. Konkurrenz ja, aber nicht sowas wie Uber. Gute Entscheidung!.

    • das mit den Arbeitsplätzen lasse ich nicht zählen. Die Kutschenfahrer haben durch die Taxi-Fahrer ja auch ihre Arbeitsplätze verloren. Wo andere verloren gehen werden woanders neue geschaffen. Dies ist ganz normal.

  • Finde ich auch gut. Wer mit Schwarzarbeit, Dumpingpreisen und illegalen Mitteln den Taxifahrern, denen es gerade in Berlin eh schon nicht gerade extrem gut geht, Konkurrenz machen will, hat nichts besseres verdient.

    • und das es den Taxi-Fahrern in Berlin aufgrund eines veralteten Geschäftsmodelles schlecht geht ist dir nicht in den Sinn gekommen?

      • Das mag sein, rechtfertigt aber nicht die fragwürdigen Mittel von uber.

      • Das liegt nicht am Geschäftsmodell Taxi sondern an der unkontrollierten Konzessionsvergabe in der Hauptstadt.

        Das Taxi-Modell ist nicht perfekt. Aber auf gewisse Mindeststandards wie Personenbeförderungsschein, Ortskenntnisse und Versicherung sollte wert gelegt werden – all das war bei UberPOP nicht der Fall.

    • Was ist denn das für eine Logik? Konkurrenz belebt das Geschäft. Jeder ist seines Glückes Schmied. Warum soll es einem Taxifahrer anders gehen als jedem anderen Arbeitnehmer auf der Welt?
      Früher haben zig Leute an einem Auto gearbeitet. Die Automation hat zig dieser Arbeitsplätze gekostet. Auf der anderen Seite wieder zig neue Arbeitsplätze geschaffen. Und so ist es überall. Alte Zöpfe abschneiden. Wo wären wir denn, wenn nix Neues entstehen dürfte? Steinzeit? Ach was, der Mensch wäre ausgestorben und irgendein Tier hätte das sagen.

      • Konkurrenz zum Taxi ist doch erlaubt – in Form der Funk-Mietwagen – nur hatte Uber halt zu Beginn wenig Interesse daran, dass ihre Fahrer legal Steuern zahlen, eine Versicherung haben oder einen Personenbeförderungsschein haben. Niemand verbietet Uber ein legales Geschäftsmodell – denn das ist ohne weiteres möglich aber es schmälert natürlich den Gewinn wenn man legal arbeiten will…

  • 0,1 Cent? Also 0,001 €? Da ist ja die Abrechnung teurer als die Gebühr.

  • Mir war Uber nicht sympathisch. Aber ich bedaure, dass es eine Lobby geschafft hat, intelligente Konkurrenz zum überreglementierten, teuren, starren und abgeschotteten Taxi-System auszuschalten.

    Demnächst dann: Backshops verboten, weil sie Brötchen ohne Meisterbäcker-Zeugnis verkaufen (wo kämen wir denn dahin!). Das muss man verstehen, denn Backshops kosten dem Handwerk Arbeitsplätze (v.a. auf dem Land).

  • dev-null@mailbox.org

    Es verstehen einfach viele nicht das Problem, das sieht klar an den völlig besch… Kommentaren wie zB:
    ….Demnächst dann: Backshops verboten, weil sie Brötchen ohne Meisterbäcker-Zeugnis verkaufen…
    …und das es den Taxi-Fahrern in Berlin aufgrund eines veralteten Geschäftsmodelles schlecht geht ist dir nicht in den Sinn gekommen?…

    Hier werden völlig falsche Dinge verglichen.

    Uber geht mit IN DEUTSCHLAND mit illegalen Methoden vor, um sich ein Geschäftsfeld zu sichern, in denen Unternehmen die sich an geltendes Recht halten, unterwegs sind.
    Das Geschaeftsmodel von Taxis steht dabei gar nicht zur Debatte.

    Wenn(!) Uber alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt und trotzdem die Taxiunternehmen verdrängt, dann ist alles i.O. Tun sie aber nicht. Gewerblicher Transport von personen (und genau das macht Uber, schließlich kassieren sie js auch für die Vermittlung) ist Gesetzen unterworfen. Ich bin kein Taxifreund, bei weitem nicht, aber noch weniger bin ich ein Freund von Illegalen Methoden und Leuten die das, aus unerfindlichen Gründen auch noch gut heißen.

    Pech für Uber, sollen se es noch mal auf legalem Weg versuchen….

    • Und dir ist nicht in den Sinn gekommen, dass die aktuelle Rechtslage den Stand der Taxigesellschaften schützt, da die Lobby da ordentlich mitgetextet hat?

    • Was @mercalli12 sagt.

      Früher gab es Gilden und Zünfte, die die Berufsstände schützten. Und böse war, wer deren Regelungen antastete. Die Frage ist aber nicht (nur), welche Gesetze und Regelungen aktuell gelten, sondern welche für die Gesellschaft tatsächlich einen Sinn ergeben.

      Dass Veränderungen einem Berufsstand oder einzelnen Interessenverbänden (Versicherungen, Taxi-Genossenschaften, etc.) nicht immer gefallen, ist unbenommen. Uber hat diese Strukturen und Regelungen in Frage gestellt. Nicht immer mit fairen Mitteln, aber den Schuh darf sich auch die Gegenseite anziehen.

      Ob das Quasi-Verbot von Uber und vergleichbaren Diensten wirklich positiv zu bewerten ist, da habe ich meine Zweifel. Denn der Ansatz, jeden Autofahrer unserer überfüllten Städte zum freiwilligen, zeitweisen Kutscher zu machen und dies sowohl dem Fahrer, als auch den Entwicklern der Infrastruktur zu vergüten, während das Angebot steigt, die Kosten für alle aber sinken ist ja prinzipiell kein schlechter.

      Was übrigens auch das Preisgefüge des (in manchen Städten nicht billigen) ÖPNVs berührt, denn Auto (mit)fahren könnte sich, zumindest in den Kernzeiten, als günstiger UND flexibler herausstellen – was möglicherweise die starke Gegenwehr auch der politischen Entscheidungsträger erklärt.

      Aus meiner Sicht hat das Verbot einen faden Beigeschmack. Ein Pyrrhussieg.
      Aber spätestens, wenn selbstfahrende Autos oder ähnliche in Entwicklung befindliche Systeme in den Fokus rücken, wird dieses Thema wieder auf der Tagesordnung stehen, denn wer braucht dann noch Taxi-Fahrer? Die dann aber natürlich in den Bummel-Stau-Streik treten könnten. Schließlich gibt es Gesetze. Und die Sicherheit!

  • Taxi Grundpreis in Düsseldorf über 5 Euro in Ras al Khamai 60 Cent

    • Ja… und? Sprit kostet da ja auch nur ein Drittel. Oder Viertel. Von den anderen Dingen wie Steuern, Versicherungen, Löhne etc. gar nicht zu reden.
      Aber wozu auch nachdenken, einfach mal einen sinnlosen Vergleich raus hauen ist viel einfacher. ;)

  • Gut dass Uber weg ist.
    Ein Unternehmen das nur überleben kann, indem es seine Fahrer ausbeutet und auf Gesetze scheißt, hat auf dem Markt nichts verloren.

    Auch die Uber-Fahrer sind an Dummheit nicht zu überbieten. Wer die Grundrechnenarten beherrscht, sollte schnell merken, das mit den paar verdienten Cent, noch nicht mal das Auto und der Sprit bezahlt sind.

  • Hm, was Uber-Pop eigentlich ist, geht aus dem Artikel nicht hervor, jedoch die 50%-Aktion.

  • Der Code Shareberlin funktioniert nach Eingabe in der App nicht. „Aktion nur für neue Benutzer“ :-(

  • Schön zu sehen, daß nicht immer „geiz ist geil“ der Richtwert ist.

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