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Neue Datenschutzregeln für Siri

Apple: KI-Training jetzt doch mit persönlichen Nutzerdaten

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33 Kommentare 33

Apple verändert eine bislang sehr eindeutig formulierte Datenschutzposition beim Training seiner KI-Modelle. In der Beschreibung der eigenen Responsible-AI-Grundsätze hieß es bislang, private persönliche Daten und Nutzerinteraktionen würden nicht zum Training der Apple Foundation Models verwendet.

Siri Diktierfunktion

Eine neue Fassung ergänzt nun eine entscheidende Ausnahme: Dies gilt nur, solange Nutzer sich nicht dafür entscheiden, mit ihren Daten zur Verbesserung der Modelle beizutragen.

Die grundsätzliche Voreinstellung bleibt damit unverändert. Apple erhält nicht automatisch Zugriff auf persönliche Inhalte für das Modelltraining. Die bisher kategorische Absage wird allerdings zu einer Opt-in-Regelung. Wer die entsprechende Freigabe erteilt, wird Apple künftig also auch private Nutzerdaten zur Verbesserung seiner KI-Systeme zur Verfügung stellen. Apple betont zugleich weiterhin, dass Datenschutz standardmäßig gelten und nicht erst vom Nutzer eingerichtet werden soll.

Apple sammelt Texte und Audio

Passend dazu erweitert Apple mit iOS 27 auch die Datenschutzhinweise für Siri. Neben der bereits bekannten Einstellung „Siri und Diktierfunktion verbessern“ taucht dort jetzt „Siri & Apple Intelligence verbessern“ auf. Bei aktivierter Freigabe darf Apple zusätzliche Daten sammeln, speichern und prüfen. Dazu gehören Audio und Text aus Siri, der Diktierfunktion und der Übersetzen-App sowie der Konversationsverlauf der neuen Siri-App.

Datenschutz Apple

Der blau markierte Abschnitt war vor wenigen Wochen noch nicht auf Apples Webseite zu lesen

Die Daten werden dabei mit einer zufälligen Geräte-ID verknüpft, die mehrmals pro Stunde wechselt und laut Apple weder dem Apple Account noch einer E-Mail-Adresse zugeordnet ist. Audiodaten sollen nur gespeichert werden, wenn eine der beiden Verbesserungsoptionen aktiviert wurde.

Anfragedaten bleiben bis zu zwei Jahre

Unabhängig davon speichert Apple weitere Informationen zu Siri-, Diktier- und Übersetzungsanfragen. Genannt werden unter anderem die Kategorie einer Anfrage, deren erfolgreicher Abschluss, Gerätekonfiguration, Leistungsdaten und bei entsprechender Freigabe ein ungefährer Standort. Diese Anfragedaten können bis zu zwei Jahre gespeichert und unter anderem zur Verbesserung von Siri, Suche, Sprachsteuerung, Übersetzung und Spracherkennungsmodellen verwendet werden.

Siri Diktierfunktion 2

Die Änderung ist vor allem deshalb relevant, weil Apple seine Abgrenzung bislang deutlich schärfer formulierte. Noch im Zusammenhang mit den neuen Foundation Models erklärte das Unternehmen ausdrücklich, private Nutzerdaten nicht für deren Training einzusetzen. Die neue Formulierung lässt dieses Versprechen bestehen, macht daraus aber erstmals eine Regel mit Zustimmungsvorbehalt. Damit rückt die Entscheidung letztlich einen Schalter näher an den Nutzer.

14. Sep. 2026 um 13:59 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    33 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Natürlich, wer hat denn etwas anderes erwartet? Setzt ja quasi auf ….. auf. ;)

  • Die Option so zu gestalten ist aber völlig legitim! Ohne Daten und Beispiele geht es nun mal nicht.

  • Wenn hier von der KI sprechen, meinen wir dann die Google KI? Die Apple sich eingekauft hat? Zu welchem Preis? So langsam hab ich echt keine Lust darauf dass alles von mir ungefiltert weitergegeben wird. Das kann es doch nicht sein.

  • Wo kann ich dieses Opt-IN auswählen bzw. anwählen, sodass mit meinen privaten Daten nicht getestet wird?

  • Wer wirft denn bitte diesen Schalter um?

    Der ist doch nur dazu da, damit Apple irgendwann den Schalter selber auf „Standardzusage“ setzen kann, und Mensch damit plötzlich aktiv widersprechen muss.

  • Solange es Opt-In ist finde ich das vollkommen ok

  • Dass eine Entscheidung von jedem persönlich getroffen werden kann, ist ein sinnvoller Kompromiss.

  • Find ich gut, gerade aus intimen und privaten Sachen kann die KI viel lernen.

  • Na dann hoffen ich, dass Apple diesen Schalter nach einem Update nicht wieder versehentlich aktiviert, wie damals bei der Funktion „kein Ad-Tracking“.

  • Sehe ich das richtig: Apple will mit Daten von Europäern seine KI trainieren dürfen, schließt uns aber von der Nutzung eben dieser KI mit fadenscheinigen Gründen aus? Das ist krasser als Google und Amazon zusammen. Wenn Daten der Preis für das lunch sind, wieso kriegen wir dann keins?

    • Im Text steht klar, dass das nicht der Plan ist.

    • Hi Sami, Bitte informiere Dich etwas mehr. Apple DARF die KI nicht in der EU anbieten solange es, vereinfacht gesagt, für den Nutzer nicht möglich ist den Anbieter frei zu wählen. (Gatekeeper Thema).
      Das das Apple zu unsicher ist, im Vergleich zu Google und Amazon, hat Apple hier keine Wahl. LG

      • Ich fürchte, ich bin es nicht, der sich mehr informieren muss. Apple hält sich an die Gesetze in China, wieso nicht an europäische? Und nein, wenn ich entscheiden darf, ist das nicht unsicherer, sondern freier. Du kannst so eingesperrt bleiben wie Du willst.

  • Warum ist es erforderlich, die privaten Daten mit einer zufälligen Geräte ID zu verknüpfen?

  • Mal sehen wie das Optionale hier umgesetzt wird.

    Szenarien, wo die KI ihren Nutzer mit sensiblen Daten erpresst gibt es ja bereits. Wenn nur die Suche nach Alternativen leichter wäre. e/oS bleibt mein Favorit.

  • Ich würde so gerne wissen wollen, welchem Alter die Menschen haben, die hier reagieren… welche Generation ist am Wort. Super interessant, wie verschieden die Kommentare sind.

  • Bei jeder dieser sogenannten „KI’s“ seid Ihr die Ware … :D

    Nur sehr ironisch, dass diese ganzen Kartelle – Daten von jeder Webseite aus dem Netz und dem Endgerät der User stehlen und für ihr „Training“ missbrauchen „dürfen“.

  • Verstehe den Wirbel nicht. Sie sind transparent mit dem was sie mit den Daten machen sollte man dort zustimmen. Zeitgleich kann man aber sagen man will es nicht. Ist doch alles easy.

    • Ahja, so transparent wie sie mit Siri waren? Und beuteuert haben dass Gespräche nicht mitgehört haben? Und Apple nie weiss was da reingesprochen wurde? War da nicht etwas? Warum seid ihr gerade bei diesem Thema so unfassbar naiv und verblendet? Wir reden hier von einem Techkonzern! Apple steht schon lange nicht mehr auf der guten Seite.

  • Es geht hier um Apple. Dann ist es gar kein Problem, würde Google oder Amazon stehen wäre der Aufschrei sehr gross. Merkt ihr selber..

  • Ich habe gerade das Update gemacht und bei mir ist dieser Schalter unter „Analyse & Verbesserungen“ nicht sichtbar. Der Schalter „Siri & Diktierfunktion“ verbessern ist da.

    Kann das jemand von euch bestätigen?

  • Deshalb ist Siri bei mir seit Jahren aus!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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