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Datenauswertung: Telekom-Sondernummer gestattet Widerspruch

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Seit April wertet die Telekom-Tochter Motionlogic die Mobilfunkdaten der deutschen Telekom-Kunden aus. Das Unternehmen, das nicht nur für die Auswertung sondern auch für die Vermarktung der anonymisierten Daten verantwortlich ist, konzentriert sich auf die Analyse von Verkehrs- und Bewegungsströmen und notiert sich dafür nicht nur die Funkzelle, in die ihre gerade eingebucht seid, sondern auch drei weitere Merkmale.

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(Bild: Shutterstock)

Ergänzend zu den Netzdaten werden auch die folgenden Kundenbezogenen Daten in die Auswertungen einbezogen:

  • Altersgruppe in 10-Jahres-Schritten
  • Geschlecht
  • Postleitzahl der Kundenadresse gekürzt auf 4 Stellen

Zwar betont die Telekom, dass Rückschlüsse auf Einzelpersonen so zu jeder Zeit ausgeschlossen sein sollen, wie angreifbar viele der standardmäßig eingesetzten Anonymisierungsverfahren jedoch in Wirklichkeit sind, haben Bestandsaufnahmen wie etwa diese im März 2013 veröffentlichte Studie gezeigt.

Andre Meister schrieb damals auf Netzpolitik:

In einem Datensatz, wie er bei jedem Mobilfunk-Anbieter anfällt (also relativer Abstand der Funkzellen-Antennen und ein Orts-Eintrag etwa alle Stunde), kann man mit nur vier bekannten Datenpunkten Zeit/Ort circa 95 Prozent aller Menschen identifizieren.

0800 000 56 08 unterbindet Auswertung

Glücklicherweise bietet die Telekom ein sogenanntes Opt-Out-Verfahren an, mit dessen Hilfe ihr der Nutzung eurer Mobilfunkdaten widersprechen könnt. Zwar ist die Opt-Out-Webseite momentan noch nicht aktiv, die Sonderrufnummer, bei der ihr euren Wunsch auch telefonisch an einen Sprach-Computer übermitteln könnt, ist jedoch schon geschaltet.

So könnt ihr mit einem kurzen Anruf bei 0800-0005608 der Auswertung eurer Mobilfunkdaten in weniger als 20 Sekunden widersprechen. Anrufen, Ansage abwarten, vierstelligen Code notieren, Code eingeben. Fertig.

Von der Datenerfassung betroffen sind laut derzeitigem Kenntnisstand nur Privatkunden mit Laufzeitverträgen. Bei Xtra-Kunden und Geschäftskunden werden generell keine Daten weitergeleitet. Danke Frieder.

Montag, 04. Mai 2015, 10:37 Uhr — Nicolas
40 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • wie schaut es aus bei congstar, weiß da jemand was?

  • Nur leider kann ich ja nicht prüfen, ob die wirklich mich von der Auswertung ausschließen.

  • Abfrageplätze belegt… bitte später versuchen

  • Alter, überall datensammler es nervt langsam. Wieso muss ich eigendlich wiedersprechen? Sollte ich nicht lieber zustimmen ???

    • Wie bei jeder AGB-Änderung: du stimmst stillschweigend zu oder musst dagegen widersprechen. ;)

      • Alles klar ist trotzdem irgendwie nicht mehr schön.

      • Naja in vielen Bereichen wird auch ein explizites Zustimmen erfordert, z. B. bei der Anmeldung von Newslettern/Werbemails. Da wird per Gesetz sehr genau geregelt wie der Kunde zustimmen muss und die Kopplung an generelle AGBs ist zum Beispiel nicht rechtens.

        Hier besteht einfach Nachholbedarf was die Gesetzeslage angeht, aber wenn man sich aber die EU-Datenschutzgrundverordnung bzw. die Änderungswünsche der deutschen Regierung ansieht geht es eher genau in die entgegengesetzte Richtung

  • Hotline ist tot. Alle abfrageplätze belegt.

  • Funktioniert problemlos, Widerspruch ist erfasst. Danke für den Hinweis.

  • Vielen Dank für den Hinweis, sowas ist Gold wert. :)

  • Am besten gleich mal mit dem Android-Tablet bei Facebook posten *Ironie*

  • Hat funktioniert . Herzlichen Dank !

  • Entweder ist die Telekom naiv, unwissend oder sie lügt (oder alles zusammen). Seit miesesten 25 Jahren ist bekannt, dass man aus solchen Auswertungen auch Rückschlüsse auf Einzelpersonen ziehen kann.

    • Genau deswegen sammeln sie Daten, bestimmt nicht zur anonymen Auswertung.

    • Du hast da vollkommen recht, aber sollen jetzt sämtliche Unternehmen zugeben, dass das Ziehen von Rückschlüssen möglich ist?

      Es ist doch logisch, dass die Unternehmen das ganze so formulieren, als sei es nur in 5% aller Fälle möglich, solche Rückschlüsse zu ziehen, anstatt dass sie schreiben, dass das zu jeder Zeit bei jedem möglich ist.

  • … der „saubere“ Weg wäre gewesen, sich beim Kunden die Zustimmung für diese Sache einzuholen, statt die Sache „durchzuziehen“ und dem Kunden aktiv werden zu lassen, um den Grundzustand wiederherzustellen.

    • Ist mittlerweile Standard heute.
      Merke ich auch bei vielen Apps, wenn ich das erste mal in die Settings schaue.
      Natürlich sind erstmal 3 Optionen da von wegen „Diagnosedaten senden“, „Anonymisierte Daten senden“ und „Systemdaten senden“ und standardmäßig angehakt.
      Und das ist leider kein Einzelfall mehr.

  • Gerade problemlos widersprochen. Danke für die Info !!

  • Schade das man die ganzen Leute nicht auch von der Nutzung ausschließen kann ..

  • Gilt anscheinend nur für Deutschland, ich bin in össi Land & da existiert die Nummer nicht!!!

    Lg S.-

  • Gibt es sowas auch für das Eplus-Netz?

  • vielen dank für die info. wie sieht es denn mit datentarifen im ipad aus? damit kann ich ja keine telefonnummer anrufen.

  • unabhängig davon ob man für oder gegen die Datensammelwut ist sollten einfach alle Telekomkunden solidarisch dort anrufen und widersprechen, nur um der Telekom mal zu zeigen das es ein Unding ist für jeden Mist selber aktiv werden zu müssen um nicht ungefragt ausgenutzt zu werden.. Wieviele weniger Technik interessierte bekommen überhaupt mit wozu sie stillschweigend zugestimmt haben?!?

  • Ekelhaft, dass ich nicht gefragt werde OB ich will. Stattdessen wird einfach gemacht und ich habe jetzt die Verantwortung wieder den ursprünglichen Zustand herzustellen! Dass das nicht die Sache der Firma ist, die damit Kohle verdient verstehe ich nicht. Theoretisch hätte ich das nicht mal mitbekommen müssen. Aber danke ifun für den Hinweis mit der Telefonnummer.

  • Hat funktioniert. Danke für den Hinweis.

  • Auf vier Stellen verkürzte Postleitzahl?
    Das ist ein Witz! Viele Orte (unter anderem auch meiner) sind schon nach vier Stellen eindeutig!

  • Die Verbrecher, ey. Da rufst du an und stellst fest, dass sie unbedingt den Eindruck erwecken wollen, dass man einer Anonymisierung der Daten (und nicht die Weitergabe der Daten) widerspricht.
    „(…)um der Anonymisierung der Daten und der Weitergabe zu widersprechen.“
    Das ganze ist nicht ohne Grund so formuliert. Manche werden dann einfach auflegen, wer hat schon was gegen Anonymisierung?

  • Danke für den Hinweis. Das ließ sich ja im Handumdrehen erledigen.

  • Hat bestens geklappt. Danke, dass ihr auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht habt.

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