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Spionagesoftware im Visier

Wegen erfolgreicher iPhone-Hacks: Apple verklagt israelischen NSO Group

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28 Kommentare 28

Apple hat rechtliche Schritte gegen die in den zurückliegenden Monaten immer wieder durch erfolgreiche iPhone-Hacks aufgefallene NSO Group eingeleitet und angekündigt die Israelis für ihre wiederholten Angriffe auf iPhone-Nutzer und deren teils erfolgreiche Ausspähung zur Rechenschaft zu ziehen.

Pegasus

Apple will hier unter anderem die Rechtmäßigkeit des Einsatzes der Spionagesoftware Pegasus klären, deren großflächiger Einsatz durch eine investigative Recherche im vergangenen Sommer aufgedeckt wurde. Damals berichteten Sicherheitsforscher der Menschenrechtsorganisation Amnesty International davon, dass im Zusammenhang mit der Spionagesoftware Pegasus Listen mit über 50.000 Zielpersonen aufgetaucht seien, zu denen Journalisten, Anwälte, Oppositionspolitiker und Menschenrechtsaktivisten gezählt haben sollen.

iPhone-Nutzung soll untersagt werden

Zwar versteht sich die israelische NSO Group als Dienstleister für Regierungen und Strafverfolger, scheint bei der Auswahl ihrer Auftraggeber jedoch keinen allzu großen Wert auf Mindeststandards in Sachen Demokratie, Menschenrechte und Datenschutz gelegt zu haben.

Ein Akteur, dessen Machenschaften Apple nicht weiter durchgehen lassen will. Wie das Unternehmen am Dienstagabend angekündigt hat, will man versuchen, der NSO Group die Nutzung aller Geräte und Dienste von Apple untersagen zu lassen.

Millionenspende für NGOs

Zudem hat sich der iPhone-Hersteller erstmals öffentlich bei den Nichtregierungsorganisationen bedankt, die für die Aufdeckung des großflächigen Pegasus-Einsatzes verantwortlich gezeichnet haben.

Für ihren Einsatz sollen die Citizen Lab und Amnesty Tech 10 Millionen US-Dollar und zudem Spenden aus etwaigen Schadenersatz-Zahlungen der NSO Group erhalten.

Zum Nachlesen:

23. Nov 2021 um 19:18 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Immerhin tun die irgendwas. Und vor allem das citizen lab zu unterstützen ist eine gute Idee.

  • Apple hat doch nur Angst dass man den auf die Schliche kommt.

  • Ich denke das ist eher eine PR-Aktion. Wenn Apple einfach mehr Wert auf echte Sicherheit und Softwarequalität legen würde, statt immer mehr Daten aus den Usern zu saugen, wäre das sicher ein besserer Ansatz das Problem zu lösen.

    • Es ist gar nicht so einfach Software zu produzieren die Bugfree ist. Da braucht man durchaus andere die die Probleme aufdecken …

      • marius müller westerwelle

        Ja und Apple hat ja nicht so viel Interesse daran, white hats dafür zu belohnen

      • Na ja, man muss sich nur nicht so Dämlich anstellen wie Apple..
        Bevor hier wieder gleich einer rumheult.

        Wir lesen regelmäßig (auch hier) von gemeldeten Bugs, wo eher die Finder beschuldigt werden. Wo Fehler auch nach Jahren nicht beseitigt werden oder wo Fehler bereits in der Beta .1 vorhanden und auch gemeldet werden und trotzdem in der Release Version nicht korrigiert (siehe iOS 15).

        Obwohl man sich schon wundern muss das Apple’s Beta Testprogramm.. was einfach schlicht ein Witz ist, überhaupt was findet.

        Externe bezahlte Tester für Funktion und der großen Keule (Exploratives Bug Testing).
        Ein ordentliches Entlohnungs- Programm (Bug-Bounty-Programm) wäre auch hilfreich.

        ..nur mal so als Einwurf.

  • weg mit denen die an regierungen spionagesoftware verkaufen

  • Anstelle dagegen zu klagen sollte Apple das als Anreiz nehmen, ihr iOS sicherer zu machen..

      • Man merkt jedoch nicht mehr viel von Apples bemühen iOS dicht zu machen.

        Im Gegenteil, mit den Hash-Algorithmen baut man die Infrastruktur um den NSO-Kundenkreis in der Zukunft direkt zu versorgen. So kann die Apple klage als Klage gegen einen zukünftigen Mitbewerber interpretiert werden.

  • Ich finde auch, das das leider eher einer PR-Aktion gleicht. Es werden ja viele Lücken gemeldet und gekonnt ignoriert.

  • Apple möchte seine Ruf wahren mehr ist das nicht. iPhones galten immer als besonders sicher, solche Meldungen passen nicht in Apples Geschäft.

    Samsung bringt 5 Jahre Updates, Google ebenso. Google hat mit seinem Pixel 6 einen Volltreffer gelandet und mit Sicherheit bei den großen im Teich gefischt. Jetzt kommt noch die Meldung das iPhones geknackt werden können. Ui ui ui…

  • Als ob Apple da besser wäre und „großen Wert auf Mindeststandards in Sachen Demokratie, Menschenrechte“ legen würde. Denen geht’s genau wie NSO am Ende nur ums Geld. Also total scheinheilig diese Debatte.

  • Können wir Apple nicht verklagen? Weil ihre angeblich so sicheren Geräte hackbar sind!

    • Gibt es etwas, das man nicht hacken kann?
      Man muss da mal die Kirche im Dorf lassen, verglichen mit anderen Betriebssystemen ist iOS sehr sicher, aber natürlich nicht „unhackbar“.
      Was mich auch wundert, dass niemand über den Android-Trojaner von NSO (Chrysaor) spricht. Da weiß immer noch niemand, wie der überhaupt die Android-Geräte infiziert.

      • Verglichen mit anderen Betriebssystemen WAR iOS sehr sicher, heute ist da kein wirklicher Unterschied zu anderen Systemen

    • Es geht da eher um den Kontext, Apple will jemanden verklagen, die ihre Geräte hacken und daher eben ob es möglich ist Apple tu verklagen da ihre Geräte gekackt wurden.

  • „scheint bei der Auswahl ihrer Auftraggeber jedoch keinen allzu großen Wert auf Mindeststandards in Sachen Demokratie, Menschenrechte und Datenschutz gelegt zu haben.“

    Reden wir hier nun über die Israelis oder über Apple?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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