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100.000 Euro je Vergehen

Telekom droht Zwangsgeld: 200.000 Euro für StreamOn

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Der Gerichtsentscheid in der Causa StreamOn ist vor genau einer Woche gefallen. Damals stellte das Verwaltungsgericht Köln fest: Die Zubuchoption ist rechtswidrig und harmoniert nicht mit den europäischen Vorschriften zu Roaming und Netzneutralität.

Streamon 500

Problematisch sei vor allem die Videodrossel, die die Auflösung von Bewegtbildinhalten reduziert und die Tatsache, dass die Telekom den Datenverkehr ihrer StreamOn-Kunden im Inland anders als im europäischen Ausland abrechnen würde.

Vorausgegangen war eine Klage der Telekom gegen eine Anordnung der Bundesnetzagentur, die Teile der Zubuchoption StreamOn nach „eingehender Prüfung“ bereits im Dezember 2017 untersagte.

Die Telekom meldete sich nach dem Urteil im Hausblog zu Wort und gab sich kämpferisch:

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln hat keine unmittelbare Auswirkung auf unser StreamOn-Angebot. Im Interesse unserer Kunden werden wir weiterhin alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, damit StreamOn weiter angeboten werden kann. Eine Einstellung von StreamOn würde einen großen Nachteil für unsere mehr als 1,7 Millionen Kunden sowie die über 350 Inhalte-Partner bedeuten. […] Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass unser Angebot nicht gegen EU-Recht verstößt. […] Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Bandbreiten. Wir halten die Übertragung in DVD-Qualität für die Darstellung auf mobilen Endgeräten für absolut ausreichend. Das zeigen gerade auch die hohen Buchungszahlen unserer Kunden und das große Interesse unserer Partner.

Hier kontert nun die Bundesnetzagentur. Wie es in einer DPA-Meldung heißt, die unter anderem dem SPIEGEL vorliegt, will die Behörde ein Zwangsgeld in Höhe von 200.000 Euro geltend machen, sollte der Netzbetreiber seine Zubuchoption nicht überarbeiten.

Sowohl die Videodrossel als auch die gesonderte Auslandsberechung sollen mit je 100.000 Euro Zwangsgeld geahndet werden.

[…] Bei StreamOn wird der Datenverbrauch nicht auf das Monatsvolumen angerechnet, wenn man zum Beispiel Videos auf Netflix oder in einer Mediathek streamt. Allerdings drosselt die Telekom in bestimmten Tarifen die Übertragungsrate, und man kann den Film unterwegs nur in einer niedrigeren Auflösung (SD) sehen als zu Hause im W-Lan (HD oder Ultra HD).

Diese „Videodrossel“ stört die Regulierungsbehörde: Aus ihrer Sicht handelt es sich um einen Verstoß gegen die Netzneutralität, also der Gleichbehandlung des Datenverkehrs. Zudem rechnet die Telekom das Videostreamen im EU-Ausland auf das Datenvolumen an – was laut Netzagentur gegen das „Roam Like At Home“-Prinzip verstößt, also gegen die gleichen Nutzungsmöglichkeiten im EU-Ausland wie im Inland. Das zählt die Netzagentur als zwei Verstöße, für die jeweils 100.000 Euro Zwangsgeld fällig werden.

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27. Nov 2018 um 18:57 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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