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Schutzregeln schwächen Apples Argumentation

Siri AI: Was die EU-Entscheidung zu Android für Apple bedeutet

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Google muss sein Android-Betriebssystem künftig stärker für andere KI-Assistenten öffnen. Dienste wie ChatGPT oder Claude sollen zentrale Funktionen nutzen können, die bislang vor allem Googles eigenem Assistenten Gemini zur Verfügung stehen. Dazu gehören Sprachbefehle, der Zugriff auf Kontextinformationen und das Ausführen von Aufgaben in installierten Apps.

Siri Sprechblase

Die neuen EU-Vorgaben gelten zwar nicht automatisch auch für Apple. Sie zeigen aber, welche Anforderungen die Europäische Kommission an tief in ein Betriebssystem integrierte KI-Assistenten stellt. Damit liefern sie auch einen möglichen Rahmen für die laufenden Gespräche über Siri AI in Europa.

Google muss konkurrierenden Assistenten Zugriff auf zentrale Android-Funktionen geben. Dazu gehören die Aktivierung per Sprachbefehl, persönliche Kontextinformationen, Aktionen in installierten Apps und technische Ressourcen des Geräts. Vergleichbare Funktionen sind auch für Siri AI vorgesehen. Apple dürfte sie daher in der EU nicht dauerhaft allein der eigenen KI vorbehalten.

Google erhält mehr Zeit als Apple

Google muss die Änderungen erst bis Juli 2027 bereitstellen. Bis dahin darf Gemini Funktionen verwenden, auf die andere Assistenten noch nicht gleichwertig zugreifen können. Apple wollte Siri AI ebenfalls zunächst veröffentlichen und die Unterstützung konkurrierender Dienste anschließend über 18 Monate hinweg ausbauen. Die Kommission lehnte diesen Vorschlag ab. Daraufhin strich Apple den Start von Siri AI auf iPhone und iPad in der Europäischen Union.

Nach Angaben eines hochrangigen EU-Beamten betrachtet die Kommission beide Situationen unterschiedlich. Apple habe Siri AI über mehrere Jahre entwickelt und dabei die bereits geltenden Vorgaben des Gesetzes über digitale Märkte berücksichtigen können. Google biete Gemini dagegen schon an und erhalte nun konkrete Anweisungen zur Öffnung vorhandener Android-Funktionen.

Die Kommission könne Google im abgeschlossenen Verfahren zudem nicht verpflichten, bereits verfügbare Gemini-Funktionen vorübergehend abzuschalten. Sie räumt damit ein, dass Googles KI während der Umsetzung einen Vorsprung behält.

Schutzregeln schwächen Apples Argumentation

Apple begründet die Verzögerung von Siri AI bislang vor allem mit Risiken für Datenschutz und Sicherheit. Nach Darstellung des Unternehmens würden die EU-Vorgaben anderen KI-Systemen zu weitreichende Zugriffe auf persönliche Daten und installierte Apps ermöglichen.

Die Google-Entscheidung zeigt jedoch, dass solche Zugriffe eingeschränkt werden können. Für sensible Funktionen darf Google Zugangsvoraussetzungen festlegen. Anbieter müssen Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Funktionsweise erfüllen. Eine unabhängige Stelle soll die Einhaltung prüfen. Persönliche Daten dürfen nur mit Zustimmung des Nutzers verwendet werden.

Eu Vorgaben Ki Android

Diese Schutzmaßnahmen könnten auch für eine Öffnung von Siri AI als Vorlage dienen. Apple müsste konkurrierenden Assistenten damit nicht automatisch unkontrollierten Zugriff auf das iPhone geben. Das Unternehmen dürfte Zugänge absichern, könnte die Auswahl geeigneter Anbieter aber nicht allein nach eigenen Interessen steuern.

Ein formelles Verfahren zu Siri AI läuft derzeit nicht. Wie aus Kommissionskreisen zu hören ist, dauern die Gespräche mit Apple jedoch an. Die Android-Entscheidung führt daher nicht unmittelbar zu einem europäischen Starttermin. Sie macht aber deutlicher, welche Öffnung Brüssel auch von Apple erwartet.

16. Juli 2026 um 14:45 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Einfach falsch was die EU hier macht. Niemand ist gezwungen Apple oder Android zu kaufen. Die Hersteller haben ein Recht an deren eigenen Produkten. Wenn OpenAI oder Anthropic kein eigenes OS produzieren ist es so. Anstatt, dass sich die EU un die wichtigen Dinge kümmert für die sie da ist macht sie sowas. Sehr schade.

  • Michael Moesslang

    Ich verstehe diese EU Vorgaben nicht. Mercedes muss sich auch nicht für Motoren von Opel oder VW öffnen. Ich möchte ein sicheres, geschlossenes System.

  • Und wen soll das bitte helfen? Kein normaler Mensch wird das jemals nutzen, geschweige überhaupt wissen, dass es geht. Es ist einfach nur totaler Quatsch, von der EU sowas von Herstellern zu verlangen. Es bietet überhaupt keinen Mehrwert, weil das wahrscheinlich nur 1 % aller Benutzer jemals benutzen wird.

  • Ich frage mich immer…. wofür?
    Man kauft sich heute vielleicht ein Pixel, weil es Gemini gibt.
    Man kauft sich heute vielleicht ein iPhone, weil SiriAI toll funktioniert (könnte).
    Wie viele Nutzer wollen denn, dass sämtliche KIs den Zugriff auf das Handy haben können. Oder, wie viele Alternativen gibt es denn überhaupt bzw. wie viele wollen denn auf dem Smartphone arbeiten. Geht nicht die Entwicklung weg vom Smartphone?

    ChatGPT und allen anderen steht es außerdem frei, ein Smartphone oder Betriebssystem zu entwickeln. Wenn nicht, dann müssen sie die Gegebenheiten und bestehenden Plattformen in dem Rahmen nutzen, wie es deren Entwickler und Entscheider vorsehen.
    Warum muss hier politisch eingegriffen werden?

    Eine Öffnung bedeutet leider auch IMMER, dass Funktionen langsamer oder abgeschwächter Einzug halten. Das es mehr Aufwand ist. Das die Nutzer mehr entscheiden müssen, wem was wann und wo anvertraut wird und alles unübersichtlich wird.

    • Der Artikel nimmt einen komischen Blickwinkel ein, also ob KI Anbieter per se Zugriff haben müssten. Das sit natürlich nicht gewollt. Der Nutzer soll aber die Wahl haben können, und das geht nur, wenn es eine technische Implementierung dafür gibt.

  • Beide unternehmen sollten einfach mal ihre Geräte und Software für die eu aussetzen und sperren. Dann kann die EU jubeln.

  • Also um ehrlich zu sein schwebt der EU bestimmt etwas anderes vor: wenn das erstmal offen ist die Schnittstelle dann kommt natürlich auch die Regierung irgendwann rein. Ich glaube genau das wollen die gerne.

  • Ich hatte mich schon gewundert, wieso Google die Freiheiten hat und Apple nicht. Aber auch ich sehe hier die Gefahr, die Hersteller auszubremsen, statt den Nutzer zu unterstützen. Bestimmt Funktionen sollten für Hersteller und deren Geräte exklusiv bleiben. Sonst haben wir irgendwann gar keine Apps mehr auf den Smartphone, da der Taschenrechner oder die Kontakte-App zu tief ins System eingreifen und den Nutzer einschränken könnten.

    Ich möchte doch einfach nur ein Gerät, welches so funktioniert, wie der Hersteller es vorsieht. Warum tut sich die EU da so extrem schwer damit?

    In anderen Produkten geht’s doch auch. Fernseher müssen auch die Programme nutzen, die die Firmen freigeben, bei PKWs bin ich auch an die Software des Herstellers gebunden und muss die Quatsch-„KI“ nutzen. Bei einem einfachen Handy habe ich gar keine Wahl. Alles andere mit KI muss ich immer auf den Hersteller setzen und kann nicht zwischen Kais wechseln.

    Ich verstehe auch Apple und Google, dass sie nicht den Zugriff einfach öffnen möchten. Es kostet Unmengen an Geld und Ressourcen, bestimmte Teile einer Software passend zu einem Gerät zu entwickeln und entsprechend sicher zu gestalten. Und hier wird verlangt, dass ich am besten alles Open Source entwickle, damit jeder mit meinen Daten machen kann was er will, weil ich gar nicht weiß, was die Wettwerbs-Anbieter alles von meinem Gerät sehen. Natürlich haben auch die Berechtigungen, die ich kontrollieren kann, aber wer garantiert mir das?

    Wenn Apple ein Datenleck hat, dann hängt da mehr dran, als wenn Klaus mit seiner Vibecoding App meine Daten illegal abgreift, da die EU es so wollte, dass jeder auf meinem Gerät die gleichen Rechte haben soll.

    Ich verstehe den DMA, aber manche Dinge sind zu übertrieben.

  • Meerschweinchen

    So ein Quatsch.
    ChatGPT und Cluade laufen doch als App auf android. Wo sieht die EU das Problem? Wieso sollte Google zulassen, dass jede x-Beliebige AI tief in das System zugreifen kann?

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