iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 44 087 Artikel

Vorwürfe zurückgewiesen

EU widerspricht Apple im Streit um KI-Funktionen

Artikel auf Mastodon teilen.
94 Kommentare 94

Im Streit um die Einführung neuer KI-Funktionen auf iPhone und iPad in Europa weist die EU-Kommission die Vorwürfe von Apple zurück. Das Unternehmen hatte erklärt, dass Vorgaben des Gesetzes über digitale Märkte (DMA) die Bereitstellung bestimmter KI-Funktionen in der Europäischen Union erschweren oder verhindern würden. Zudem hat der iPhone-Hersteller der EU vorgeworfen, sich einer konstruktiven Zusammenarbeit zur Lösungsfindung zu verweigern. Gegenüber ifun.de stellt die Kommission nun klar, dass sie diese Darstellung nicht teile.

EU widerspricht Apples Darstellung

Laut der Stellungnahme der Brüsseler Behörde steht es Apple grundsätzlich frei, neue Produkte und Dienste auch in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union anzubieten. Das Gesetz über digitale Märkte verbiete weder neue Funktionen noch neue Geschäftsmodelle. Unternehmen, die unter die Regelungen des Gesetzes fallen, müssten jedoch sicherstellen, dass ihre Angebote den Vorgaben entsprechen.

Die Auseinandersetzung dreht sich vor allem um die besonderen Verpflichtungen für sogenannte Torwächter. Dazu zählt die EU-Kommission auch Apple mit seinen Betriebssystemen für iPhone und iPad. Als Torwächter eingestufte Unternehmen müssen Dritten unter bestimmten Voraussetzungen Zugang zu vergleichbaren Funktionen ermöglichen, die sie für ihre eigenen Produkte und Dienste bereitstellen.

Brüssel verteidigt Torwächter-Regeln

Das Gesetz soll vor allem verhindern, dass große Plattformbetreiber ihre starke Stellung in Bereichen wie mobilen Betriebssystemen nutzen, um eigene Angebote zu bevorzugen. Dies betreffe zunehmend auch KI-Dienste, die direkt in Betriebssysteme integriert werden.

Laut der Behörde sollen Nutzer selbst entscheiden können, welche Dienste und Anwendungen sie verwenden möchten. Ein einzelner Plattformbetreiber dürfe nicht festlegen, welche KI-Werkzeuge europäischen Verbrauchern zur Verfügung stehen.

Kommission sieht Apple in der Pflicht

Die Kommission wehrt sich vehement gegen den Vorwurf, sie verweigere eine konstruktive Zusammenarbeit. So habe es regelmäßig Gespräche mit Apple gegeben. Das Unternehmen habe bislang jedoch keine konkreten Vorschläge vorgelegt, wie die geforderte Interoperabilität im Einklang mit den DMA-Vorgaben umgesetzt werden könne.

Trotz der unterschiedlichen Positionen werde man den Dialog fortsetzen und weiter mit Apple über Lösungen sprechen, die sowohl den gesetzlichen Anforderungen entsprechen als auch einen sicheren Einsatz neuer KI-Funktionen ermöglichen.

09. Juni 2026 um 15:13 Uhr von chris Fehler gefunden?


    94 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Na weil es technisch eben auch nicht möglich ist. Fertig. Wir reden hier von einem geschlossene System. Aber das gute ist, kaufen es jetzt weniger, sind sie bald keine Torwächter mehr.

  • Die schaffen es zeitlich einfach nicht das in Deutsch, Spanisch, Französisch etc. rechtzeitig fertigzustellen, da passte es ganz gut, den schwarzen Peter der EU zuzuschieben…

  • Also das ist ja so ein Quatsch, bei USB-C kann man es ja komplett nachvollziehen, aber wieso sollte Apple keine Monopolstellung in der Software ausnutzen dürfen…

    • Weil Monopole schlecht sind für den Markt und Wettbewerb?

      • Welcher Wettbewerb es gibt nur Apple und Google, und bei Google haben sie kein Theater gemacht da kommt sogar die KI von Google alles Kindergarten braucht kein Match diesen Quatsch von der EU die sollten sich um andere Sachen kümmern und uns nutzen in Ruhe lassen mit so einem Blödsinn

      • Steht ja jedem frei sein eigenes OS zu vermarkten macht halt auch keiner. Finds aber aktuell echt wie ein Kindergarten in dem Fall ist sowohl Apple als auch die EU einfach nur kindisch. Aber Android/Google hat’s ja auch irgendwie hingekriegt oder zahlen die einfach stumm drakonische Strafen dafür ?

      • @Dr.Apple das stimmt nicht was du über Google sagst. Google hat sehr wohl ein DMA Verfahren in der EU wegen Gemini aus genau den selben Gründen. Es wird über Milliarden Strafen gesprochen.
        Selbst Apple hat sich zu dem Google-EU Verfahren geäußert.

      • @Dr.Apple

  • Gut, dass die EU-Kommission hier konsequent bleibt. Apple könnte, wenn sie wollten

  • Ist doch ganz einfach: Bei der Ersteinrichtung des iPhone wird gefragt, ob man Apple AI nutzen möchte oder nicht. Wenn nein, dann kannst du das iPhone ganz normal nutzen.
    Ist jedem seine freie Entscheidung. Ein normal mündiger Bürger braucht dafür keine EU. Meine Meinung.

    • Es gibt aber an der Stelle dann keine ansatzweise gleichwertige Alternative und genau darum geht es. Auf eine Funktion in Gänze verzichten zu müssen, weil keine Option für Alternativen angeboten wird.

      • Die Auswahl gibt es aber auch bei keinem anderen Hersteller oder Betriebssystem und man ist auch als Torwächter eingestuft und darf trotzdem sein OS vermarkten siehe Google oder Meta

      • Google hat genau dasselbe Problem aktuell und es gibt ein Verfahren der EU gegen Google diesbezüglich

    • Der DMA regelt nicht das Verhältnis Apple–Nutzer, sondern Apple–Markt. Das Opt-in ändert daran nichts.

      Und “freiwillig” bedeutet nichts, wenn man unter Druck steht — ein Arbeitnehmer stimmt auch nicht frei zu, wenn sein Chef ihn fragt.

  • „Laut der Behörde sollen Nutzer selbst entscheiden können, welche Dienste und Anwendungen sie verwenden möchten.“

    Ja die neue Siri unter iOS 27 und das Spiegeln von iPhone auf den Mac

  • Die EU hat hier vollkommen Recht. Wenn es heute keine Anbieter gibt für einen Private Cloud Compute Markt, keine Schnittstellen, etc. dann gibt es keinen Grund warum man es verbieten müsste. Wenn Wettbewerber auftauchen, die es technisch ermöglichen würden, dann kommt der DMA zugute…
    Typisch Apple.

  • Sonst bin ich ja wirklich auch für Öffnungen und finde die Ideen der EU häufig gut. In dem Fall graben sie aber halt an Apples Geschäftsmodell, nämlich daran, nicht zu öffnen und den User so zu schützen.

  • Wäre mal schön zu wissen, wie viele Nutzer tatsächlich Sideloading nutzen. AppStores sind nun auch nicht wie Pilze in den Himmel gewachsen.

    • Ich nutze es bewusst nicht, nur die offiziellen Apps aus dem geprüften Store von Apple. In der Familie und im Freundeskreis nutzen auch alle nur den Weg wie früher. Grob geschätzt, bei denen ich es weiß, 30 Personen.

      • Weil es sicherer ist. EU denkt nur theoretisch aber sinnvoll für die Masse ist es nicht

    • Da Apple es so Benutzerunfreundlich wie nur möglich gestaltet hat, wird sich der Erfolg in Grenzen halten.

    • Es geht doch. nicht nur um Sideloading. Mach dich mal schlau. Ich würde z.B. sehr gerne statt eine Apple Watch eine Garmin nutzen und zwar mit den gleichen Features. Die Uhr könnte es theoretisch, aber bekommt quasi keine Schnittstelle.

      • Und es steht jedem frei jedes Gerät zu kaufen. Aber man muss eben mit Einschränkungen und fehlender Interoperabilität leben.

        Der Staat darf offene Standards fördern und Missbrauch marktbeherrschender Stellung begrenzen. Aber wenn er einem Unternehmen vorschreibt, dass Konkurrenzprodukte dieselbe proprietäre Integration erhalten müssen wie eigene Produkte, verschiebt sich Wettbewerb von „besseres Produkt bauen“ zu „Zugang zum besseren Konkurrenzprodukt anderer erzwingen“.

        Das ist nicht mehr nur Marktöffnung. Das ist die nachträgliche Vergesellschaftung von Ökosystem-Vorteilen, ohne die Investitions- und Haftungsseite mitzunehmen.

  • Würd mich aber mal interessieren wie Google das mit Gemini gelöst hat ? ist ja faktisch das gleiche

  • Die EU erwähnt doch hier gerade selber die Hürde, die sie Apple stellen und die Apple nicht besteigen möchte: Torwächter.
    Apple bietet ein geschlossenes System an. Wie kommt Apple dazu sein System oder seine Funktionen für andere Anbieter öffnen zu müssen? Was würde das aus iOS machen, wenn plötzlich jede Funktion in irgendeiner Form abwärtskompatibel sein müsste?
    Kein Wunder, dass Apple sich da querstellt. Bin jedoch gespannt, welche Lösung sie da finden werden. Ich für meinen Teil möchte auf die neuen Funktionen keinesfalls verzichten. Worauf ich aber durchaus verzichten kann, ist ein offeneres System, dessen „Vorteile“ ich sowieso nie nutzen würde.

    • Nur weil dein Horizont so begrenzt ist, heißt das nicht, alles sind so. Ich will mehr Offenheit!

      • Wenn du ein offenes System möchtest, dann bitte den Anbieter wechseln.
        Wieso will mir die EU indirekt vorschreiben was ich möchte?
        Ich bin alt genug mir eine eigene Meinung zu bilden und das wählen was mir am besten zusagt.

      • Bist du vermutlich nicht, sonst würdest du verstehen, um was es geht, nämlich nicht darum, dass dir die EU etwas vorschreiben will!!

  • Selbst entscheiden geht doch beim Kauf schon los bei der Entscheidung ob ich mir ein android mit Gemini kaufe oder ein iPhone mit Apple Intelligence (Siri AI) So ein Schwachsinn…

  • Trump zu Cook: sag mal, lieber Tim, Apple, welche Ideen hast du die Leute in der EU so richtig zu ärgern? Wenn du mich überzeugt hast reden wir noch mal über das Thema Zölle für dich

  • Faszinierend, wie manche hier die Geiselhaft von Apple vermeintlich als „Schutz“ der User/Kunden wahrnehmen. Apple geht es einzig und allein um den Schutz der Marge und der Einnahmen, was legitim ist aber Regeln sind Regeln. Da hat sich JEDER dran zu halten. In China trauen sie sich ja auch keinen einzigen Ton zu geben gar Kritik auszuüben. Heuchelei auf einem ganz anderen Level.

  • China, Brasilien, Japan – es werden immer mehr, die Apple contra geben…..nicht nur die EU.

  • Nichts neues unter der Sonne.
    Apple versteckt sich wieder mit „die böse EU Ausreden“ hinter der eigenen Untätigkeit, bzw. mag dem Kunden nicht ins Gesicht sagen, dass man primär für den US Markt entwickelt und für den Rest nur, wenn es nicht viel kostet.

    Irgend wie konnte Tim ja auch besser mit Diktatoren als mit Rechtstaatlichen Systemen.

  • Das ist schon krass. Da verliert Apple vor 2-3 Jahren den Anschluss beim Thema KI, hatte nun 2 Jahre Zeit, Siri mit KI neu zu entwickeln und sie schaffen es nicht, sich parallel dazu mit der EU zu einigen. Die Juristen bei Apple bekommen vermutlich einen 4-stelligen Stundensatz und schaffen es nicht, das Ganze innerhalb dieser 2 Jahre EU-rechtlich datenschutzkonform aufzusetzen bzw. sich mit der EU zu einigen. Wahnsinn.

    • Voll bei dir. Da aber auch Einschränkungen bei den Geräten einhergeht (iPhone 16) hab die es glaub einfach unterschätzt bzw. Falsch eingeschätzt. Jetzt will man auf die Tube drücken und spielt den Ball zur EU. Hoffen wir, dass wir widerstandsfähig bleiben und Apple sich bewegen muss, wenn sie den Markt hier mitnehmen möchten

    • Jetzt gab es bereits so viele Beiträge und Diskussionen zu dem Thema und du hast es noch nicht verstanden, dass es nicht um die Datenschutzkonformität geht.

    • Es geht nicht um Jura. Mit der passenden KI und den offenen APIs sieht man nur noch auf der Rückseite, das das Gerät von Apple ist. KI OS. Das will Apple nicht. Purer Hardware Lieferant.

  • Man stelle sich nur mal vor, dass die EU den Autoherstellern plötzlich vorschreibt, dass sie ihre Systeme öffnen sollen und z.B. Audi, Mercedes ermöglichen soll, seine Assistenzsysteme auch auf Fahrzeugen von Aufi laufen lassen soll. Wie ein App Store.

    Klingt komisch ne? Genau das verlangt die EU mit dem DMA. Wenn ich mir iPhone kaufe, dann ist mir dich bewusst, dass bestimmte Funktionen, nur mit Siri laufen und eben nicht mit Gemini oder ChatGPT. Wir warten seit zwei Jahren auf das iPhone Mirroring, weil der DMA Apple dazu zwingt die Funktion auch für Android bereitzustellen. Keiner kann sich einen Müll ausdenken, außer Kommisionsbeamte, denen langweilig ist.

  • Das Problem ist wahrscheinlich ein anderes. Wenn ich es richtig verstanden habe, auf der WWDC, dann funktioniert das alles nur mit Apples KI, Gemini und evtl. auch mit ChatGPT. Wenn der Nutzer aber entscheiden darf, welche KI er nimmt, funktioniert es nicht. Entweder funktionieren die Funktionen dann nicht, weil Claude beispielsweise keine Bild-KI besitzt und alle in diesem Bereich dann wohl eher nicht funktioniert, oder die hinterlegten Prompts funktionieren nicht, weil Le Chat nun einmal vollkommen anders trainiert ist, also Gemini, ChatGPT oder Apples LLM. Das muss einfach nunmal rein in die Kopfe der Politiker und Beamte.

  • Ich hoffe, die Jailbreak community wird durch ios27 wieder belebt. Dann hat Apple wenigstens ein paar gute Vorlagen für die Zukunft, wie es richtig geht anstatt deren Versagen mit dem Streit zu kaschieren

  • Mit den Regulierungen in China kommt Apple besser zurecht.

  • die EU schließt sich wie immer ins eigene Knie.
    Kein Wunder das die Innovationen woanders statt finden außer in Europa.

  • Habe ich in der Android Welt die Möglichkeit alles über Claude (oder andere AI Anbieter) laufen zu lassen? Oder muss ich da Gemini nutzen, um alles Systemfunktionen nutzen zu können?
    Das ist eine ernstgemeinte Frage!

    • Nein. Google hat es allerdings einfach so in der EU rausgebracht ohne vorher mit der EU darüber zu sprechen. Und solange sich kein Mitbewerber beschwert ist auch alles gut. Allerdings geht Google hier theoretisch das Risiko ein, Europäisches Recht zu brechen.

      Apple hat vorher mit der EU gesprochen, die haben Apple die (theoretische) Rechtslage erklärt, und Apple hat sich dann entschieden lieber vorsichtig zu sein und das erstmal noch nicht für die EU (und China) zu veröffentlichen.

      Beide haben keine Lust darauf sich zu öffnen, aber Google lässt es halt erstmal darauf ankommen, Apple nicht.

  • Wieso geht der Artikel (oder die EU?) überhaupt nicht auf die eigentliche Problematik ein?
    Apple hat mit ihren AI-Modellen, die lokal oder mit PCC laufen, Zugriff auf die gesamten privaten Daten (Mails, Messages, Fotos, etc.). Wenn sie das in der EU anbieten, müssten sie den Zugriff auch allen anderen AI-Modellen erlauben und hätten keine Abgrenzung mehr zwischen den privaten Daten und den Cloud-LLMs.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 44087 Artikel in den vergangenen 6856 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven