iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 44 398 Artikel

Vorwürfe zurückgewiesen

EU widerspricht Apple im Streit um KI-Funktionen

Artikel auf Mastodon teilen.
165 Kommentare 165

Im Streit um die Einführung von Siri AI und den von Apple neu angekündigten KI-Funktionen auf iPhone und iPad in Europa weist die EU-Kommission die Vorwürfe von Apple zurück. Das Unternehmen hatte erklärt, dass Vorgaben des Gesetzes über digitale Märkte (DMA) die Bereitstellung bestimmter KI-Funktionen in der Europäischen Union erschweren oder verhindern würden. Zudem hat der iPhone-Hersteller der EU vorgeworfen, sich einer konstruktiven Zusammenarbeit zur Lösungsfindung zu verweigern. Gegenüber ifun.de stellt die Kommission nun klar, dass sie diese Darstellung nicht teile.

EU widerspricht Apples Darstellung

Laut der Stellungnahme der Brüsseler Behörde steht es Apple grundsätzlich frei, neue Produkte und Dienste auch in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union anzubieten. Das Gesetz über digitale Märkte verbiete weder neue Funktionen noch neue Geschäftsmodelle. Unternehmen, die unter die Regelungen des Gesetzes fallen, müssten jedoch sicherstellen, dass ihre Angebote den Vorgaben entsprechen.

Die Auseinandersetzung dreht sich vor allem um die besonderen Verpflichtungen für sogenannte Torwächter. Dazu zählt die EU-Kommission auch Apple mit seinen Betriebssystemen für iPhone und iPad. Als Torwächter eingestufte Unternehmen müssen Dritten unter bestimmten Voraussetzungen Zugang zu vergleichbaren Funktionen ermöglichen, die sie für ihre eigenen Produkte und Dienste bereitstellen.

Brüssel verteidigt Torwächter-Regeln

Das Gesetz soll vor allem verhindern, dass große Plattformbetreiber ihre starke Stellung in Bereichen wie mobilen Betriebssystemen nutzen, um eigene Angebote zu bevorzugen. Dies betreffe zunehmend auch KI-Dienste, die direkt in Betriebssysteme integriert werden.

Laut der Behörde sollen Nutzer selbst entscheiden können, welche Dienste und Anwendungen sie verwenden möchten. Ein einzelner Plattformbetreiber dürfe nicht festlegen, welche KI-Werkzeuge europäischen Verbrauchern zur Verfügung stehen.

Kommission sieht Apple in der Pflicht

Die Kommission wehrt sich vehement gegen den Vorwurf, sie verweigere eine konstruktive Zusammenarbeit. So habe es regelmäßig Gespräche mit Apple gegeben. Das Unternehmen habe bislang jedoch keine konkreten Vorschläge vorgelegt, wie die geforderte Interoperabilität im Einklang mit den DMA-Vorgaben umgesetzt werden könne.

Trotz der unterschiedlichen Positionen werde man den Dialog fortsetzen und weiter mit Apple über Lösungen sprechen, die sowohl den gesetzlichen Anforderungen entsprechen als auch einen sicheren Einsatz neuer KI-Funktionen ermöglichen.

09. Juni 2026 um 15:13 Uhr von chris Fehler gefunden?


    165 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Na weil es technisch eben auch nicht möglich ist. Fertig. Wir reden hier von einem geschlossene System. Aber das gute ist, kaufen es jetzt weniger, sind sie bald keine Torwächter mehr.

    • Geschlossenes System ist eben so nicht mehr möglich. Ab einer bestimmten Größe darfst Du Deine Nutzer nicht mehr im System gefangen nehmen.

      • @Marc Aurel wer zwingt denn die Nutzer Apple zu nutzen? Natürlich darfst du als Unternehmen die Regeln deiner Produkte festlegen. Vor allem wenn du kein Monopol hast. Was die EU macht ist einfach falsch.

    • Leider völlig daneben. Es ich nicht ein geschossenes System weil es technisch so ist sonder Apple es so will. Anderen die gleiche tiefe Integration zu ermöglichen würde vermutlich Opportunitätskosten verursache und das möchte man nicht.

  • Die schaffen es zeitlich einfach nicht das in Deutsch, Spanisch, Französisch etc. rechtzeitig fertigzustellen, da passte es ganz gut, den schwarzen Peter der EU zuzuschieben…

  • Also das ist ja so ein Quatsch, bei USB-C kann man es ja komplett nachvollziehen, aber wieso sollte Apple keine Monopolstellung in der Software ausnutzen dürfen…

  • Gut, dass die EU-Kommission hier konsequent bleibt. Apple könnte, wenn sie wollten

  • Ist doch ganz einfach: Bei der Ersteinrichtung des iPhone wird gefragt, ob man Apple AI nutzen möchte oder nicht. Wenn nein, dann kannst du das iPhone ganz normal nutzen.
    Ist jedem seine freie Entscheidung. Ein normal mündiger Bürger braucht dafür keine EU. Meine Meinung.

    • Es gibt aber an der Stelle dann keine ansatzweise gleichwertige Alternative und genau darum geht es. Auf eine Funktion in Gänze verzichten zu müssen, weil keine Option für Alternativen angeboten wird.

      • Die Auswahl gibt es aber auch bei keinem anderen Hersteller oder Betriebssystem und man ist auch als Torwächter eingestuft und darf trotzdem sein OS vermarkten siehe Google oder Meta

      • Google hat genau dasselbe Problem aktuell und es gibt ein Verfahren der EU gegen Google diesbezüglich

      • Ich würde gerne nicht die Hausinterne Uhr verwenden die Apple implementiert hat. Sondern eine von einem anderen Hersteller programmierte. Wie richte ich es nun ein…? Hallo EU bitte helfen!

    • Der DMA regelt nicht das Verhältnis Apple–Nutzer, sondern Apple–Markt. Das Opt-in ändert daran nichts.

      Und “freiwillig” bedeutet nichts, wenn man unter Druck steht — ein Arbeitnehmer stimmt auch nicht frei zu, wenn sein Chef ihn fragt.

  • „Laut der Behörde sollen Nutzer selbst entscheiden können, welche Dienste und Anwendungen sie verwenden möchten.“

    Ja die neue Siri unter iOS 27 und das Spiegeln von iPhone auf den Mac

    • Ja und das tun sie doch mit der Wahl des Geräts. Mir geht einfach nicht in den Kopf warum ein einzelner alles anbieten muss womit er gar nicht zu tun haben möchte

      • Weil es kein Einzelner ist sondern maximal noch ein Oligopol, eher ein Monopol mit verschiedenen Schwerpunkten.

        Es geht darum, dass ein Unternehmen so weitreichenden Einfluss in einen Markt und damit in den Alltag der Menschen hat, dass er beschränkt werden muss. Wachstum ist nicht unbegrenzt möglich. Ab einem Punkt X überwiegt dann das Interesse der Gemeinschaft ggü. dem des Einzelnen. Das ist doch in vielen Dingen des täglichen Lebens so.

        Ich begreife absolut nicht, warum das bei einem Telefonanbieter so schwer zu verstehen.

      • Will ich auch nicht! Ich kaufe Apple nur um die Apple Software zu nutzen. Alles andere hat mich noch nie interessiert und wird es auch nicht. Ich will ganz bewusst ein offenes System. Ich bin absolut gegen Open Source und all den Quatsch.

      • *ein = KEIN

      • Dann nimm ein Windows Phone

      • Also @hannes.
        Und wenn du ein geschlossenes System will, wie kriegst du dann die ganzen quelloffenen Libraries wieder runter, die verwendet werden, zu Hauf und ohne die eine sinnvolle Nutzung deines Geräts kaum möglich ist?

      • @Hannes in Apples OSs steckt unfassbar viel OpenSource. Da kannst drauf wetten und ohne OpenSource auch kein Internet. Ja nicht mal eine eMail. Was glaubst funkst die Basis für Chrome und Safari? Genau, das gleiche OpenSource Projekt. (Auch wenn Chrome sich seit kurzem, ich glaube, davon gelöst hat.)
        OpenSource hat hier nichts mit der Interoperabilität des Apple
        Betriebssystems zu tun. OpenSource offenes Betriebssystem!!!!!

      • Wau, da wurden mir Zeichen geklaut:
        OpenSource ungleich „offenes Betriebssystem“
        Die anderen Autokorrekturfehlwr entschuldigt bitte. Ihr würfelt euch den Satz schon richtig zusammen. Ich glaube an euch!

    • Genau mit dem Kauf habe ich mich schon entschieden. Punkt aus!

  • Die EU hat hier vollkommen Recht. Wenn es heute keine Anbieter gibt für einen Private Cloud Compute Markt, keine Schnittstellen, etc. dann gibt es keinen Grund warum man es verbieten müsste. Wenn Wettbewerber auftauchen, die es technisch ermöglichen würden, dann kommt der DMA zugute…
    Typisch Apple.

    • Öhmmmm….

      Ich suche gerade eine KI, die mir das in verständliches Deutsch übersetzt.

      Schade, keine gefunden -)

      • Er meint, glaube ich, das wenn kein Konkurrent die Funktionen von iOS nutzen möchte muss Apple es auch nicht öffnen. Also kein
        Geld da rein stecken.
        Sobald das aber einer will, dann muss Apple das machen.

        Nun ja, wenn etwas nicht da ist, investiert auch kein Konkurrent da rein. Hähne/Ei Problem. Deswegen sagt EU: Apple muss vorlegen.
        Bei so tiefer Integration wird das ver schwierig. Realistisch frage ich mich, ob wirklich überall eine andere KI verwendet werden darf/kann/muss.
        Außerdem wurde in einem Beitrag erwähnt, das Apple wohl ein ConnectionLayer/API vorgeschlagen hat. Was da das Problem
        War, weiß ich nicht.

    • Warum schreibt die EU nicht einfach ein besseres offenes … System das alles kann und alles erfüllt? Am besten noch mit eigener Hardware die billiger, länger haltbar, reparierbar … ist?

  • Sonst bin ich ja wirklich auch für Öffnungen und finde die Ideen der EU häufig gut. In dem Fall graben sie aber halt an Apples Geschäftsmodell, nämlich daran, nicht zu öffnen und den User so zu schützen.

      • Aktuell ich würde keinen anderen Anbieter als Apple nehmen, da grade die Vermeidung von Datensammeln der entscheidende Punkt ist. Ich möchte nicht Google alle meine Kontakte, Termine und privaten Dateien geben. Aktuell haben sie da nichts. Mein Suchverlauf & YouTube ist schon zu viel. Dabei soll es bleiben.

    • Es geht hier nicht um den User, sondern um Marktregulierung. Zwei dominante Betriebsysteme, die man zur Öffnung für Teil-Konkurrenten bringen will.

      • Aber wenn es doch User gibt, die genau diese Öffnung gegenüber Dritten nicht möchten – und in der Vergangenheit genau aus dem Grund zu Apple gewechselt sind…

  • Wäre mal schön zu wissen, wie viele Nutzer tatsächlich Sideloading nutzen. AppStores sind nun auch nicht wie Pilze in den Himmel gewachsen.

    • Ich nutze es bewusst nicht, nur die offiziellen Apps aus dem geprüften Store von Apple. In der Familie und im Freundeskreis nutzen auch alle nur den Weg wie früher. Grob geschätzt, bei denen ich es weiß, 30 Personen.

      • Weil es sicherer ist. EU denkt nur theoretisch aber sinnvoll für die Masse ist es nicht

      • Meinst du jetzt die ganzen illegalen Glücksspiel oder die Piraten-Film oder Bitcoin Betrüger Apps.
        Ich habe da bei der ganze kuratierten Apple Auswahl die Übersicht verloren.

    • Da Apple es so Benutzerunfreundlich wie nur möglich gestaltet hat, wird sich der Erfolg in Grenzen halten.

    • Es geht doch. nicht nur um Sideloading. Mach dich mal schlau. Ich würde z.B. sehr gerne statt eine Apple Watch eine Garmin nutzen und zwar mit den gleichen Features. Die Uhr könnte es theoretisch, aber bekommt quasi keine Schnittstelle.

      • Und es steht jedem frei jedes Gerät zu kaufen. Aber man muss eben mit Einschränkungen und fehlender Interoperabilität leben.

        Der Staat darf offene Standards fördern und Missbrauch marktbeherrschender Stellung begrenzen. Aber wenn er einem Unternehmen vorschreibt, dass Konkurrenzprodukte dieselbe proprietäre Integration erhalten müssen wie eigene Produkte, verschiebt sich Wettbewerb von „besseres Produkt bauen“ zu „Zugang zum besseren Konkurrenzprodukt anderer erzwingen“.

        Das ist nicht mehr nur Marktöffnung. Das ist die nachträgliche Vergesellschaftung von Ökosystem-Vorteilen, ohne die Investitions- und Haftungsseite mitzunehmen.

      • Du hast genau die richtigen Worte gefunden, Janine! Genau so ist es richtig. Klasse.

      • Danke @ Janine

        Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

        Wäre die EU wirklich an echter Konkurrenz interessiert, könnte sie entsprechende Projekte fördern oder selbst aufsetzen, wie beispielsweise Smartphone-Hardware und -Betriebssysteme, die in der EU entwickelt werden. Leider ist man technisch so rückständig, dass man nun gezwungen ist, für Teillösungen einen Weg zu erzwingen, da diese sonst keine Chance hätten, sich eigenständig am Markt durchzusetzen oder zu etablieren.

      • Oh, da holt jetzt jemand aber das ganz große: wir armen Oligopole Narrativ raus. Sorry, Wachstum kann nicht nur Vorteile haben. Das ist bei jeder Spezies so, und auch bei Unternehmen.

        Frag dich doch mal beim Tanken, ob unterschiedliche Schnittstellen hilfreich wären.

        Ich kann Apple in Teilen verstehen, da ich es mir bei der Umsetzung von Siri rein technisch herausfordernd vorstelle eine andere KI als die eh schon fremde Google KI zu integrieren, aber ob das wirklich Kern der Verhandlung zum DMA ist, können wir nur spekulieren.

        Letztlich ist es Apples unternehmerische Entscheidung Europa hier außen vor zu lassen, ich halte es für einen Fehler und Arroganz.

        Das wird european first Bestrebungen noch mehr Aufwind geben -und ganz ehrlich gut so!
        Ich denke in 10 Jahren wird es kein OS mehr geben, sondern nur noch eine KI mit der Ich durch ein Device kommuniziere und ich hoffe diese kommt nicht aus den USnotgreatagainA

      • @Janin Das berücksichtigt noch jeden Aspect. Wenn Garmin nicht die gleichen Schnittstellen zum iPhone nutzen kann, kann es mit einer Apple Watch nicht konkurrieren.
        So konkurriert eine AppleWatch nur mit einer AppleWatch und sie können es sich leisten, das diese zB. Ur 1-2 Tage Akku hat.
        Wenn ich als Käufer unbedingt ein iPhone aus 100 Gründen haben möchte aber auch eine Watch mit smarten Funktionen die 1 Woche durchhält, gehe ich also leer aus.
        Konnte Garmin auf auf alles zugreifen, so das sie auf iOS den gleichen Funktionsumfang hätte wie unter Android, dann hätte ich die Wahl und (JETZT kommt es was du vergessen hast) Apple wäre motiviert endlich eine AppleWatch zu bauen, die eine Woche durchhält. So komm ich zu einem besseren Produkt!
        Und zu den Wechsel Vorschlägen: ich bin seit dem 3GS bei Apple. Inzwischen mit allem. Ich musste neben geliebten Funktionen und Sicherheit, Tausende von Euro an Apps und Medien zurück lassen. Wegen einer Uhr? Keine Option!

  • Würd mich aber mal interessieren wie Google das mit Gemini gelöst hat ? ist ja faktisch das gleiche

    • Die haben das gleiche Theater mit der EU wie Apple. Nur mit dem Unterschied das sie die KI bringen und Apple nicht.

      • Was aber Milliarden für Google bedeuten wird. Apple wartet einfach ab was Google zahlen muss.

        So ein Theater. Ich habe hier keine Möglichkeit bei Lidl zu shoppen. Ich zwinge also dazu, Lidl Produkte aufzunehmen… lol

      • Der Vergleich hinkt nicht nur, der hat nicht mal Beine.

  • Die EU erwähnt doch hier gerade selber die Hürde, die sie Apple stellen und die Apple nicht besteigen möchte: Torwächter.
    Apple bietet ein geschlossenes System an. Wie kommt Apple dazu sein System oder seine Funktionen für andere Anbieter öffnen zu müssen? Was würde das aus iOS machen, wenn plötzlich jede Funktion in irgendeiner Form abwärtskompatibel sein müsste?
    Kein Wunder, dass Apple sich da querstellt. Bin jedoch gespannt, welche Lösung sie da finden werden. Ich für meinen Teil möchte auf die neuen Funktionen keinesfalls verzichten. Worauf ich aber durchaus verzichten kann, ist ein offeneres System, dessen „Vorteile“ ich sowieso nie nutzen würde.

    • Nur weil dein Horizont so begrenzt ist, heißt das nicht, alles sind so. Ich will mehr Offenheit!

      • Wenn du ein offenes System möchtest, dann bitte den Anbieter wechseln.
        Wieso will mir die EU indirekt vorschreiben was ich möchte?
        Ich bin alt genug mir eine eigene Meinung zu bilden und das wählen was mir am besten zusagt.

      • Bist du vermutlich nicht, sonst würdest du verstehen, um was es geht, nämlich nicht darum, dass dir die EU etwas vorschreiben will!!

      • Dann kann doch jeder der will zu android.

  • Selbst entscheiden geht doch beim Kauf schon los bei der Entscheidung ob ich mir ein android mit Gemini kaufe oder ein iPhone mit Apple Intelligence (Siri AI) So ein Schwachsinn…

  • Trump zu Cook: sag mal, lieber Tim, Apple, welche Ideen hast du die Leute in der EU so richtig zu ärgern? Wenn du mich überzeugt hast reden wir noch mal über das Thema Zölle für dich

  • Faszinierend, wie manche hier die Geiselhaft von Apple vermeintlich als „Schutz“ der User/Kunden wahrnehmen. Apple geht es einzig und allein um den Schutz der Marge und der Einnahmen, was legitim ist aber Regeln sind Regeln. Da hat sich JEDER dran zu halten. In China trauen sie sich ja auch keinen einzigen Ton zu geben gar Kritik auszuüben. Heuchelei auf einem ganz anderen Level.

  • China, Brasilien, Japan – es werden immer mehr, die Apple contra geben…..nicht nur die EU.

    • China ist ein Sonderfall – auch aus politischen Gründe – dort gibt es aktuell Apple Intelligence (aus bekannten Gründen)

      Verglichen mit der EU, haben Japan und Brasilien nur den AppStore auf dem Kieker. Das heißt, sämtliche OS bezogenen Features sind von der Regulierung nicht betroffen.

      Die Regulierung – teils sind DMA und DSA in sich widersprüchlich – der EU schießt meiner Ansicht nach über das Maß hinaus. Die EU ist wieder an einem Punkt an dem sie bei der Krümmung der Gurke bereits einmal war. Bei so einem starken Eingriff ins OS eines persönlichen Gerätes (Telefon und Tablet) brauchen alle ein wenig mehr Beinfreiheit als bei Computern (ja, ich weiß MacOS ist aktuell kein Gatekeeper).

      Das Apple (oder auch Google) sich auf dieser tiefen OS-Ebene mit Sicherheitsbedenken gegen Regulierung halte ich für nachvollziehbar.

      Die Regulierung des AppStores ist Apples selbstverschuldeter Fehler. Eine Regulierung auf OS-Ebene halte ich für fahrlässig und ein Sicherheitsrisiko. Dass Apple dann Features zurückhält, ist eine rationale Geschäftsentscheidung.

  • Nichts neues unter der Sonne.
    Apple versteckt sich wieder mit „die böse EU Ausreden“ hinter der eigenen Untätigkeit, bzw. mag dem Kunden nicht ins Gesicht sagen, dass man primär für den US Markt entwickelt und für den Rest nur, wenn es nicht viel kostet.

    Irgend wie konnte Tim ja auch besser mit Diktatoren als mit Rechtstaatlichen Systemen.

  • Das ist schon krass. Da verliert Apple vor 2-3 Jahren den Anschluss beim Thema KI, hatte nun 2 Jahre Zeit, Siri mit KI neu zu entwickeln und sie schaffen es nicht, sich parallel dazu mit der EU zu einigen. Die Juristen bei Apple bekommen vermutlich einen 4-stelligen Stundensatz und schaffen es nicht, das Ganze innerhalb dieser 2 Jahre EU-rechtlich datenschutzkonform aufzusetzen bzw. sich mit der EU zu einigen. Wahnsinn.

    • Voll bei dir. Da aber auch Einschränkungen bei den Geräten einhergeht (iPhone 16) hab die es glaub einfach unterschätzt bzw. Falsch eingeschätzt. Jetzt will man auf die Tube drücken und spielt den Ball zur EU. Hoffen wir, dass wir widerstandsfähig bleiben und Apple sich bewegen muss, wenn sie den Markt hier mitnehmen möchten

    • Jetzt gab es bereits so viele Beiträge und Diskussionen zu dem Thema und du hast es noch nicht verstanden, dass es nicht um die Datenschutzkonformität geht.

    • Es geht nicht um Jura. Mit der passenden KI und den offenen APIs sieht man nur noch auf der Rückseite, das das Gerät von Apple ist. KI OS. Das will Apple nicht. Purer Hardware Lieferant.

  • Man stelle sich nur mal vor, dass die EU den Autoherstellern plötzlich vorschreibt, dass sie ihre Systeme öffnen sollen und z.B. Audi, Mercedes ermöglichen soll, seine Assistenzsysteme auch auf Fahrzeugen von Aufi laufen lassen soll. Wie ein App Store.

    Klingt komisch ne? Genau das verlangt die EU mit dem DMA. Wenn ich mir iPhone kaufe, dann ist mir dich bewusst, dass bestimmte Funktionen, nur mit Siri laufen und eben nicht mit Gemini oder ChatGPT. Wir warten seit zwei Jahren auf das iPhone Mirroring, weil der DMA Apple dazu zwingt die Funktion auch für Android bereitzustellen. Keiner kann sich einen Müll ausdenken, außer Kommisionsbeamte, denen langweilig ist.

  • Das Problem ist wahrscheinlich ein anderes. Wenn ich es richtig verstanden habe, auf der WWDC, dann funktioniert das alles nur mit Apples KI, Gemini und evtl. auch mit ChatGPT. Wenn der Nutzer aber entscheiden darf, welche KI er nimmt, funktioniert es nicht. Entweder funktionieren die Funktionen dann nicht, weil Claude beispielsweise keine Bild-KI besitzt und alle in diesem Bereich dann wohl eher nicht funktioniert, oder die hinterlegten Prompts funktionieren nicht, weil Le Chat nun einmal vollkommen anders trainiert ist, also Gemini, ChatGPT oder Apples LLM. Das muss einfach nunmal rein in die Kopfe der Politiker und Beamte.

  • Ich hoffe, die Jailbreak community wird durch ios27 wieder belebt. Dann hat Apple wenigstens ein paar gute Vorlagen für die Zukunft, wie es richtig geht anstatt deren Versagen mit dem Streit zu kaschieren

  • Mit den Regulierungen in China kommt Apple besser zurecht.

    • Größere Markt und die Regierung ist strikt und wirft dich auch raus. Die EU ist da leider viel zu lax

      • Also wirklich Leute, kommt mir nicht mit China. Das ist eine Autokratie, das kann man aus meiner Sicht nicht vergleichen. Denen geht es in erster Linie um die Sicherung ihrer Macht.

  • die EU schließt sich wie immer ins eigene Knie.
    Kein Wunder das die Innovationen woanders statt finden außer in Europa.

      • Das Smartphone und AI wurde alles in der EU entwickelt /s zur Sicherheit.

        Wir haben halt nichts was irgendwo in die Richtung geht das es überhaupt nennenswerte Marktanteile bekommt jetzt US Konzerne deswegen zu gängeln das wir in der EU keine Konkurenz aufbauen ist halt auch nicht der Weg. hindert ja keinen irgendjemand daran dir als EU Firma ein Betriebsystem, Plattform,etc. Aufzubauen macht halt keiner weil die Investments und Hürden zu hoch sind und man trotzdem keine Garantie hat irgendwelche Marktanteile zu hohlen. warum man deswegen Features anderer beschneiden muss oder zu Strafzahlungen verdonnert weil man selber nix auf die Kette kriegt ist halt nicht richtig.

  • Habe ich in der Android Welt die Möglichkeit alles über Claude (oder andere AI Anbieter) laufen zu lassen? Oder muss ich da Gemini nutzen, um alles Systemfunktionen nutzen zu können?
    Das ist eine ernstgemeinte Frage!

    • Nein. Google hat es allerdings einfach so in der EU rausgebracht ohne vorher mit der EU darüber zu sprechen. Und solange sich kein Mitbewerber beschwert ist auch alles gut. Allerdings geht Google hier theoretisch das Risiko ein, Europäisches Recht zu brechen.

      Apple hat vorher mit der EU gesprochen, die haben Apple die (theoretische) Rechtslage erklärt, und Apple hat sich dann entschieden lieber vorsichtig zu sein und das erstmal noch nicht für die EU (und China) zu veröffentlichen.

      Beide haben keine Lust darauf sich zu öffnen, aber Google lässt es halt erstmal darauf ankommen, Apple nicht.

    • Und in Ergänzung zu Daniel: Google hat ebenfalls schon ein EU-Verfahren an der Backe deswegen.

  • Wieso geht der Artikel (oder die EU?) überhaupt nicht auf die eigentliche Problematik ein?
    Apple hat mit ihren AI-Modellen, die lokal oder mit PCC laufen, Zugriff auf die gesamten privaten Daten (Mails, Messages, Fotos, etc.). Wenn sie das in der EU anbieten, müssten sie den Zugriff auch allen anderen AI-Modellen erlauben und hätten keine Abgrenzung mehr zwischen den privaten Daten und den Cloud-LLMs.

    • Es gibt reichlich Modelle die lokal laufen. Auch auf dem iPhone. Und mit Ollama auf dem Mac sogar multimodale.

      LLMs funktionieren stateless (jede Anfrage sendet den kompletten Kontext)

      Das Private Cloud Compute ist gerade bei der Anwendung von LLMs ziemlich trivial und durch standardisierte API für praktisch alle Modell Provider (POST /v1/chat/completions) auch problemlos für andere Modelle zu öffnen.

      Apples „Argumente“ sind technisch absoluter Blödsinn.

  • “ Lt. Behörde sollen die Nutzer selbst entscheiden. “

    Genau, dass tue ich schon, weil ich ein Apple Gerät gekauft habe, damit habe ich mich entschieden.

    Wer etwas anderes nutzen möchte, kauft halt anderweitig. Kindergarten-Verein die EU.

  • Ich finde es gut wenn Apple und Co gezwungen werden die Systeme zu öffnen. So ein Unsinn mit diesen Blasen Android und iOS. Das Problem von Apple ist eher die Angst das der Konkurrent es besser macht und man sich wieder anstrengen muss.
    Und kommt mir nicht mit dem Käse einfach Android zu nutzen, denn das ist quatsch

  • Die EU-Kommission verwechselt Wahlfreiheit mit erzwungener Öffnung sicherheitskritischer Systemfunktionen.

  • Also ich kann ja Teile davon echt verstehen. Aber ich kann dich auf einem iPhone auch jede andere KI Anwendung installieren und nutzen. Dann müssen wir bitte aber Copilot in den M365 Apps unter Windows auch abschalten. Da kann ich ja auch nicht Gemini oder Siri nutzen.

  • Umgekehrt würden sich die Amerikaner beschweren wenn man nur in der EU seinen eigenen LLM Anbieter an Siri/Apple Intelligence anbinden dürfte. Und nur in der EU Antrophic und OpenAI Modelle genutzt werden dürften. Das kann Apple natürlich nicht machen.

    Also bieten Sie lieber keine Siri AI in Europa an. Als Gatekeeper können sie sich das immerhin auch leisten weil der Ökosystem lock-in ja die Konkurrenz vom Leibe hält.

  • Genau deswegen habe ich mir vor über einem Jahrzehnt Apple zugelegt, weil sie ein geschlossenes ecosystem haben. Wenn ich das nicht will kann ich Android kaufen. Ganz einfach

  • Ich hätte das iPhone Gold (Ultra) gekauft, auch zu dem erwarteten Preis. Aber wenn Apple AI erst im übernächsten Jahr kommt oder gar nicht, versuche ich es zum ersten Mal seit dem iPhone 4 mal mit einem foldable der Konkurrenz. Das ist preiswerter und kann KI schon jetzt. Hier. In der EU.

  • Ich finde es schlimm, dass viele Menschen ernsthaft glauben die EU wäre hier die Seite die man kritisieren müsste.

    Apple instrumentalisiert doch ganz klar die aktuell geschürte und wirklich großteils irrationale Stimmungslage gegenüber der EU.

    Es ist ein Großkonzern der gerne die User fest an sein System binden will und jeglichen Wettbewerb möglichst schwierig gestalten. Das ist wirtschaftlich nachvollziehbar aber sicher nicht positiv für den Kunden. Das hierdurch Sicherheits- oder Datenschutzpeobleme entstünden ist wenig glaubwürdig. Es steht ja dem mündigen Nutzer frei sich für gewisse Software zu entscheiden oder eben nicht. Wenn die Schnittstellen aus Apple Sicht derartig sicherheitskritisch sind, dann kann man nur vermuten das der Vibe-Coding skill der Belegschaft nicht ausreicht um das sauber zu implementieren.

    Lasst euch nicht ver“applen“.

  • Apples Pressemitteilung und Kommentare besagen, dass der DMA Apple zwingen würde, rivalisierenden Assistenten tiefgreifenden Zugriff auf Nachrichten, Dateien, Fotos, App-Aktionen und persönlichen Kontext zu gewähren, was Datenschutz-/Sicherheitsrisiken schafft.
    Die EU sagt, nichts im DMA blockiere Siri AI. Apple könne starten, wenn sie sich an die Regeln halten, aber Apple müsse Rivalen „äquivalenten Zugriff“ gewähren und dürfe iOS nicht nutzen, um seine *eigene AI zu bevorzugen.

    Apple schlug deshalb einen „Trusted System Agent“ und eine 18-monatige Einführung vor, um sicherzustellen, dass nur genehmigte Drittanbieter-Agenten laufen könnten.
    Die Kommission hingegen meinte, das seien keine „DMA-konformen Interoperabilitätsvorschläge“ gewesen.

    Was auch immer das bedeutet.

    Das ist ein Patt darüber, wer das AI-Layer auf dem iPhone im OS kontrolliert. Die EU schützt hier – meiner Meinung – nicht die Nutzerwahl. Sie versucht nur, die KI des iPhones auf OS-Level zu regulieren, und EU-Nutzer sind diejenigen, die dabei den Kürzeren ziehen.

    iPhone-Nutzer können bereits ChatGPT, Claude, Gemini oder Perplexity herunterladen. Apps wie „poppy“ können den Mac nutzen, um systemweiten Zugriff für AI-Assistenten-Apps zu erhalten.
    Die EU aber fordert standardmäßigen, systemweiten Zugriff für jede Drittanbieter-App, die behauptet, ein AI-Assistent zu sein. Das ist durchaus gefährlich, besonders angesichts der datenschutzorientierten AI-Haltung von Apple. Apple, dafür meinen Respekt, verbiegt sich was das angeht… nicht.

  • Aus meiner Sicht ist der Grund nicht, dass die EU Apple KI grundsätzlich verbietet. Der eigentliche Konflikt liegt darin, dass Apple Siri AI tief ins iPhone-System integrieren möchte, ohne gleichzeitig vergleichbare Zugänge für andere KI-Assistenten zu öffnen.

    Apple argumentiert mit Datenschutz, Sicherheit und Systemintegrität. Das ist nachvollziehbar, weil ein KI-Assistent mit Zugriff auf Apps, Inhalte und persönliche Daten hochsensibel ist. Gleichzeitig will die EU mit dem DMA verhindern, dass Apple daraus den nächsten geschlossenen Plattformvorteil macht.

    Mein Eindruck: Beide Seiten haben einen Punkt. Apple schützt nicht nur Sicherheit, sondern auch Kontrolle über das eigene Ökosystem. Die EU schützt Wettbewerb, erzeugt aber für Nutzer in Deutschland und der EU kurzfristig den bitteren Effekt, dass neue Funktionen später oder eingeschränkt kommen.

  • Michael Moesslang

    Formiert sich endlich mal Widerstand unter den Usern gegen diese Bevormundung der EU? Ich möchte ein geschlossenes, sicheres System. Und ich möchte nicht weniger Funktionen als es in anderen Ländern gibt. Mercedes muss sich auch nicht für Software oder Motoren von Ford öffnen.

  • Mal eine ganz ganz doofe Frage, wieso erlaubt es die EU nicht, dass man eine Installation innerhalb der EU ohne DMA Bezug durchführt? Sprich ich kann bei der Regionsauswahl wählen ob man „Deutschland (mit DMA)“ oder „Deutschland (ohne DMA)“ auswählt. Von mir aus kann auch „mit DMA“ als Standard vorgegeben werden. Dann kann jeder selber entscheiden was er möchte… Möchte ich mein System so offen wie es die EU möchte oder so geschlossen wie es der Hersteller vorsieht…

  • Wenn man die Kommentare liest, die die EU und den DMA so Mega finden, muss man echt den Kopf schütteln.

    Warum kann Apple Intelligence in der EU nicht starten? Weil nach dem DMA gilt: Wenn Siri tiefen Systemzugriff bekommt, muss jeder andere KI-Assistent exakt denselben Zugriff erhalten. Alles andere wäre unfairer Wettbewerb. Ein Gatekeeper, der seinen eigenen Dienst bevorzugt.

    Also entweder startet Siri und jedes Shenzhen-Startup, jede zypriotische Briefkastenfirma und jedes Neffen-Hackathon-Projekt bekommt identischen Root-Zugriff auf das digitale Leben von 450 Millionen Europäern — oder gar nichts startet.

    Apple schlug einen „Trusted System Agent“ vor: eine Sicherheitsinstanz, über die Drittanbieter-Assistenten Fähigkeiten erhalten, ohne das iPhone komplett aufzureißen.

    Die EU lehnte ab.

    Großartig.

    Apples Antwort: gut, dann eben auch keine Entwickler-APIs. Kein Apple Intelligence, keine Drittanbieter-Integrationen, kein Zugriff auf Foundation Models für EU-Entwickler. Diese gesamte Ebene existiert auf diesem Kontinent einfach nicht.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 44398 Artikel in den vergangenen 6901 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven