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NINA und KATWARN enttäuschten

Nach Debakel 2020: Bundesweiter Warntag fällt dieses Jahr aus

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76 Kommentare 76

Wie das Bundesinnenministerium, in dessen Zuständigkeitsbereich auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) fällt, per Pressemitteilung bekanntgegeben hat, wird der nächste bundesweite Warntag erst im September 2022 stattfinden. Nach dem desaströsen Auftritt 2020 wird die Aktion in diesem Jahr komplett übersprungen.

Warntag Bbk

Die zusätzliche Zeit soll das BBK nun dafür nutzen, eine „umfassende Testlandschaft aufzubauen“ die sicherstellen soll, dass die unterschiedlichen Warnsysteme beim nächsten Test dann wirklich alle zusammenarbeiten und miteinander verknüpft sind. Zudem sollen zusätzliche Warnkanäle erschlossen und die vorhandene Infrastruktur an Sirenen aufgewertet werden. Der Bund will dafür in den kommenden zwei Jahren knapp 90 Millionen Euro investieren.

Warntag sollte jährlich stattfinden

Im vergangenen Jahr fand der bundesweite Warntag nach einem Beschluss der Innenministerkonferenz erstmals statt. Im Vorfeld des 10. Septembers 2020 wurde damals bereits angekündigt, dass der Tag zum Erproben sämtlicher in Deutschland gängiger Warnmittel fortan jährlich abgehalten werden soll.

Eine Planung die nun erst mal über den Haufen geworfen wurde. Ausschlaggebend dafür dürfte das schlechte Abschneiden vieler Systeme im vergangenen Jahr gewesen sein. Damals war das modulare Warnsystem MoWaS so überlastet, dass viele Sirenen komplett stumm blieben.

Mowas Schematik

NINA und KATWARN enttäuschten

iPhone-Anwender die über mehrere Apps wie etwa NINA und KATWARN hätten gewarnt werden sollen, erhielten teils keine Meldungen, teils mehrfache Push-Benachrichtigungen in kurzer Abfolge.

Damals wurde für das Durcheinander vor allem Kommunikationsproblem angeführt. So habe es zwischen den verantwortlichen Stellen Unstimmigkeiten über Zuständigkeiten gegeben, die ein mehrfaches Auslösen von Warnmeldungen bzw. das Ausbleiben von Warnungen zur Folge gehabt hätten.

Der nächste bundesweite Warntag wird erst im September 2022 stattfinden.

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09. Jul 2021 um 12:43 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    76 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Unsere Beamten hatten eben keine Zeit das letzte Jahr lang – Corona und dann noch die defekte Kaffeemaschine, das schlaucht schon.

      • Und dann noch das Schläfchen auf einem ungewohnten Bürostuhl im Homeoffice. Das kann schon an die Subtanz gehen ;-)

      • Erschreckend was die alles leisten müssen und dann werden sie im Ruhestand auch noch mit diesen Mini-Pensionen abgespeist. Da ist natürlich von vornherein klar, dass die Arbeitsmoral im Keller ist.

  • Haben die jetzt ein Jahr lang nur mit den Schultern gezuckt? Ist ja peinlich…

    • Nein…der Antrag für das Schulterzucken wurde noch nicht bewilligt!

      • lol .. genau so ist es :)

      • Der Antrag es dieses Jahr ausfallen zu lassen hat alle Ressourcen bis zuletzt gefressen. Jetzt sind alle Beteiligten zufrieden und loben sich bei einem Glas Wein gegenseitig, wie toll sie dieses Projekt in so kurzer Zeit gemeistert haben :)

    • Ich habe mich auch gewundert, warum man das Problem nicht innerhalb eines Jahres lösen konnte.

    • Die haben einfach nichts gemacht und plötzlich kam eine Erinnerung vom Kalender „Warntag in X Tagen“. Dann sind schreckhaft hochgesprungen und haben abgesagt.

      • Niklas: so was ähnliches dachte ich mir auch. Man könnte dennoch beschwichtigen, kommunizieren, dass man mit Hochdruck dran arbeitet und noch große Hürden (vielleicht die Ausschreibung für die Dienstleister) bewältigen muss ;)

    • Ja, war gerade auch mein erster Gedanke. Ich hätte erwartet, dass jetzt ein Jahr lang mit Vollgas daran gearbeitet worden ist, die Systeme und Abläufe zu verbessern und nun alle ganz wild darauf sind zu testen, ob’s nun besser klappt…

      Man kann wirklich nur darum beten, dass eine Katastrophe, bei der es auf ein solches System wirklich ankommt, nie eintreten wird…

    • Nicht Internet ist in Deutschland Neuland, sondern alles technische bis auf Autos.

      • Auch die technische „Auto-Entwicklung“ fährt mit angezogener Handbremse Richtung Zukunft, soll ja ordentlich Geld für die Aktionäre verdient werden und nicht für teure Entwicklunskosten ausgegeben werden. Deshalb ist gerade auch wieder eine Peanuts-Kartellstrafe von VW und BMW fällig.

      • Die deutschen Autos entwickeln sich in Sachen Langlebigkeit und Qualität aber zurück in Richtung Neuland. Da hat Deutschland schon mal andere Zeiten erlebt.

  • Ach dann warten wir halt noch zwei drei Jahre.

    Wieso kann man das dieses Jahr nicht noch mal testen? Oder kommt dann etwas raus, dass im letzten Jahr geschlafen wurde nix gemacht wurde?

    Kann man nur mit dem Kopf schütteln.

  • Einfach nur peinlich. Anstatt nochmal zu schauen wo’s klemmt einfach die Augen verschließen. Dann braucht man auch solche Apps nicht zu finanzieren / zu entwickeln. Sowas MUSS im Ernstfall funktionieren und dafür braucht’s vorherige Tests…

  • Coole Lösung. Weil es so schlecht funktioniert hat lassen wir es gleich ganz ausfallen weil dadurch passt die Statistik

  • 16 Jahre Angela „Neuland“ Merkel hinterlassen ihre Spuren

    • Zur Info: Seehofer ist Chef des Innenministeriums nicht Merkel.

    • Ich bin auch kein Fan von Merkel, aber in Hinblick z.B. auf dieses Thema hier ist das völlig fehl am Platz. Es gibt genug andere Leute, die für diesen Mist zuständig und verantwortlich sind, als Merkel.

      Denkst du, wenn jetzt plötzlich eine neue Regierung da wäre, dass alles wieder super laufe? Ach ne, dann ist ja Merkel auch wieder Schuld, weil alles nachhaltig geschädigt wurde. Aber die ganzen Politiker (ich nehme an, hier darf man noch das generische Maskulinum verwenden?), die Kohle ohne Ende machen, ohne irgendwas dafür zu tun, oder in dutzende Affären verwickelt sind, haben nichts damit zu tun? Da ist es völlig egal, ob, lieber Jürgen, Merkel jetzt federführend sei oder nicht, diese Probleme hast du in eigentlich jeder Regierung.

      Ich möchte nicht mutmaßen, für welche Parteien z.B. Theo und Jürgen stimmen würden, das wäre auch unsinnig, aber wie in jeder Partei wird es auch dort schwarze Schafe geben. Wer das leugnet, redet sich das schön. Man muss mittlerweile leider einfach zwischen Pest und Cholera wählen. Und ja, ich weiß, dass wir keinen Bundeskanzler direkt wählen, ich rede von den normalen Bundestagswahlen. Die Auswirkungen dessen sollten aber bekannt sein.

      Adressiert die Verantwortlichen doch lieber direkt!

      • Wenn es nach den Verfechtern (auch falsch ;)) geht dann selbstverständlich Politiker*Innen ;)

  • und was haben die jetzt seit einem Jahr gemacht? In der Nase gepopelt?!

  • Ich finde es sehr optimistisch dass sie das nächstes Jahr schon wirklich wieder ausprobieren wollen.

  • In diesem Land kriegt doch niemand mehr was hin ……..

  • Die Sirenen müssen erst noch entwickelt werden, siehe Schaubild ganz rechts!

    • Die Sirenen die tadellos funktionierten wurden in meiner Jugendzeit stillgelegt und abgebaut. Vielleicht gibt’s ja noch irgendwelche technischen Unterlagen.
      Das währe doch schon mal ein guter Ansatz das langsam anzugehen.

  • Noch mal: nicht die Apps habe versagt, sondern ein paar Wichtigtuer in den regionalen Leitstellen, die sich nicht an Anweisungen gehalten haben. Dadurch wurde die Warnung hundertfach ausgespielt. Dass dann die Server von Nina, Katwarn und wie sie alle heißen, ausgestiegen sind, war zu erwarten.

    • Es ist damit zu rechnen, dass das in einem echten sehr großen Katastrophenfall noch weniger koordiniert abläuft. Das sollte das System daher auch aushalten. Dürfte ja auch nicht Raketenwissenschaft sein, ein paar hundert Meldungen zu verarbeiten.

      • Aber nur weil sie eine ständige Ortung benötigen um im Vordergrund gehalten werden müssen. Wer die Ortung auf „Beim verwenden der App“ stellt, hat eben Pech. Hinzu öffne ich die Apps (habe Nina und DWD) jeden Tag um 11 Uhr einmal manuell, habe dafür extra eine Erinnerung gestellt. Nur so warnen sie richtig.

      • Ich hoffe das ist Ironie ;-)

    • Dürften eher grundsätzlich strukturelle Probleme sein statt technische. Welchen Server willst Du denn mit ein paar hundert Meldungen beeindrucken? Einen Raspberry? Selbst der dürfte darüber lachen ;)

  • Ich will ja nicht zu voreilig vorverurteilen, aber irgendwie wundert mich diese Meldung nicht wirklich.
    Dieses Krisen Jahr hat viele Baustellen aufgedeckt; das hier scheint nur eine weitere zu sein?!

  • Deutschland…Land der Dichter und Denker…ich glaube, es gibt nur noch Dichter. AB läßt Grüßen. Armes Deutschland. Selbst ein drittklassiger Häcker hätte das in einem Jahr hingekriegt.

  • Die Pandemie war auch ein Desaster. Fällt die dann nächstes Jahr auch aus? Ich frage für einen Freund.

  • Hammer! Das ist unfassbar! Deutschland und Digital passen nicht zusammen.

  • Ich frage mich wozu man überhaupt eine App braucht.
    In USA haben bei Unwetterwarnung alle iPhones gewarnt und zwar penetrant.
    Sogar das veraltete iPhone 5 Spielehandy mit deaktivierter SIM und ohne WLAN.

    • So ein System wäre in DE echt zu begrüßen. Nö, hier hat man 2-3 Apps, die allesamt recht ungenau warnen.

      • Keine einzige dieser Apps kommt mir aufs Smartphone. Auch keine digitalen Ausweise oder Kreditkarten. Wenn es dann mal Sicherheitslücken gibt, ist das Bedauern so groß wie der Schaden, aber man wird damit selbst klarkommen müssen. Sollen die Verantwortlichen eben die Sirenen wieder aktivieren und fertig.

    • Genau das muss her, alles andere ist Schwachsinn hoch 10. Eine extra App wie Katwarn und Co kann gar nicht funktionieren, da iOS die Apps im Hintergrund immer beendet. Steht sogar bei den Apps im Store dabei, dass man diese in regelmäßigen Abständen immer mal manuell wieder öffnen soll. Ja bitte, wer macht denn das?

    • Touren gerade durch Rumänien und haben uns total erschrocken, als in den Karpaten auf einmal alle Telefone los gingen – Warnung vor Bären in der Gegend. Und das ohne eine app etc. Die Warnung geht an alle in dem Gebiet in Funkzellen angemeldeten Geräte raus und fertig.

  • 90 Mio… Wahnsinn…

    Für das Geld, könnte DE sich eine ganze eigene recht große IT/Entwickler Abteilung leisten. Für Jahre!!!!

  • Ja ja. NINA. Die App hat mich die letzten 7 Tage gefühlt 100 mal vor schweren Unwettern gewarnt. Teilweise bis zu 5/6 mal innerhalb von 2-3 Stunden. Einzig die Unwetter haben weit und breit gefehlt. Auch nicht in den Nachbarkommunen. Musste die App dann ruhig stellen. Außerdem ist zumindest bei meinem 11er, die App ein Akkufresser.

  • Echt armselig. Aber bei uns passiert ja ohnehin nichts vor dem man warnen müsste. Könnte man eigentlich gleich alles abbauen.

    Ich hab vor ein paar Tagen die nina app deinstalliert weil sie auf einmal 30% meines Akkuverbrauchs ausmachte. Lieber noch eine Corona Zertifikat App entwickeln lassen. Ist alles wichtiger.

  • Die sollen einfach das System von Apple und Google nutzen und zusätzlich auf Sirenen setzen. Noch Radio und TV-Durchsagen und gut ist. Mehr braucht es nicht. Schon allein weil die Warn-Apps rein gar nichts bringen. Sie müssen am iPhone immer im Hintergrund geöffnet bleiben aber das System deaktiviert die Apps dann dennoch nach ca 15 Min. Obendrauf sollte man die Ortung nach Möglichkeiten noch auf Immer stellen aber dann wird man ca alle 3 Wochen gefragt, ob man es denn auch so lassen will, Nina und Co. sind deswegen bereits von den iPhones in der Familie entfernt worden. Da wir hier aber nicht mal mehr Radio hören (Heute Streamt man alles) und auch kein TV mehr schauen (auch wegen Streaming) sollten die sich da mal gut etwas einfallen lassen. Ist ja nicht so, dass dies heute nur bei uns so aussehen würde. Kenne echt niemanden mehr unter 30, der nicht alles streamt. Also, ein Broadcast-Dienst ist ein MUSS und der muss ohne eine extra App laufen und auch warnen, hat man das iPhone im Nicht Stören Modus am laufen.

    • Den Text hast du aber schnell hingeklatscht, was? Naja, Recht hast du leider trotzdem. Apps können unter iOS nicht funktionieren, wurde bereits oft genug drauf hingewiesen, selbst von den Programmieren der Apps. Ich verstehe nicht, warum die Regierung noch darauf setzt. Ihr etwa? Es muss so wie ind en USA gemacht werden, besser geht es nicht. Da geht jedes Handy los, wenn etwas passiert und das Zeitgleich, egal was man gerade macht und egal, ob es gerade auf lautlos gestellt ist oder nicht.

      • Na Mike, wieder ein neumodisches Buzzword aufgeschnappt?! Kern des Posts ist übrigens, dass die traditionellen Transportwege von Katatstrophenmeldungen, nämlich Rundfunk und Fernsehen, zusehends weniger Zulauf erfahren.

  • Eventuell wäre es ja eine Idee, nicht die Kommunikationsprobleme an zu gehen, sondern ein System zu schaffen, in dem zahlreiche Kommunen parallel Alarme melden können. Das problem war ja, das zu viele meldeten und nicht wussten dass sie hätten nichts tun sollen. Clever wenn es mal ernsthaft was übergreifendes gibt und tatsächlich extrem viele melden.
    Erdbeben z.B.

  • … es bestand die Gefahr, das es noch schlimmer ausfallen könnte… zudem ab nächsten Jahr haben wir Laschet als Bundeskrisenmanager… wer braucht da Tests

  • Lauterbach reicht vollkommen aus. Der tägliche, bundesweite Test klappt einwandfrei, über alle verfügbaren Kanäle.

  • Die sollen sich endlich mal von diesen dämlichen Apps verabschieden und auf das im OS integrierte Cell Broadcast setzen. IOS und Android können das beide. Ist seit Jahren in anderen Ländern Standard (unter anderem in den USA wo es ja eigentlich ziemlich gut funktioniert).

  • Zum Glück muss die App ja nur am Warntag funktionieren. Das ist ja peinlich..man konnte das Problem also innerhalb eines Jahres nicht finden und abstellen?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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