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Ohne Kauflinks, ohne Weblinks

Nach Apple-Blockade: Spotify modifiziert App-Update

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Nach mehreren Wochen des erfolglosen Wartens hat der Musik-Streaming-Dienst Spotify seine Hoffnung aufgegeben, Apple könnte das jüngste Update der Skandinavier letztlich doch noch akzeptieren und hat nun ein modifiziertes App-Update in den App Store eingereicht.

Ohne Kauflinks, ohne Weblinks

Die nun eingereichte App-Aktualisierung für europäische Spotify-Nutzer soll Anwender mit grundlegenden Preisinformationen versorgen, wird jedoch keine Kauf-Links und nicht einmal einen Link zur offiziellen Spotify-Webseite enthalten, um darüber zu informieren, wo sich neue Spotify-Mitgliedschaften außerhalb des App Stores abschließen lassen.

Spotify hat sich gegen die in der EU nun mögliche Integration von Kauf-Links entschieden, um Apple nicht die sogenannte „Core Technology Fee“ zahlen zu müssen, die pro App-Download und Jahr 50 Euro-Cent beträgt und sich bei populären Diensten wie Spotify schnell zu signifikanten Beträgen aufsummieren könnte.

Spotify Statement

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers würde Spotify trotz der von Apple eingeführten neuen Gebühren alles dafür tun, die Spotify-App weiterhin ohne zusätzliche Kosten bereitzustellen.

EU strafte Apples Maulkorb ab

Spotify ist weiterhin der Meinung, dass Apple mit der Berechnung der „Core Technology Fee“ gegen europäisches Recht verstoße und fordert die EU-Kommission dazu auf, ihre Entscheidungen auch durchzusetzen, damit Verbraucher tatsächlich positive Auswirkungen sehen können. Kürzlich hatte die EU eine Strafzahlung von 1,8 Milliarden Euro gegen Apple verhängt, weil das Unternehmen Anbietern wie Spotify untersagte ihre Nutzer über Kaufmöglichkeiten außerhalb des App Stores zu informieren.

2024 Apple Music Infographic En

Die Genehmigung des neuen App-Updates durch Apple steht noch aus. Nach der Download-Freigabe wird Spotify in der App erstmals über die Kosten des Streaming-Dienstes informieren, aber keine Kauf-Optionen anbieten. Stattdessen werden interessierte Nutzer nur darauf hingewiesen, dass Spotify-Abos über den Browser auf der Webseite der Schweden erworben werden müssen.

Vor einem Monat hatte Spotify bereits ein ähnliches Update eingereicht, dieses beinhaltete jedoch einen Link zur Webseite und wurde von Apple nicht genehmigt. ifun.de berichtete:

25. Apr 2024 um 13:58 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • 3, 2, 1 bis die Fanboys mit „Apples Store, Apples Regeln“ argumentieren…

    Da halte ich mich lieber an „Unsere EU, unsere EU Regeln“.

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    • Ja, weil unsere EU ja alles so toll macht und die ganzen Regeln ja überhaupt alle total sinnvoll sind.

      • Ehrlich gesagt, viele davon schon. Das nicht jede Regel für jeden immer das beste Ergebnis sein kann, sollte für jeden der älter als drei ist, klar sein.

      • Der Punkt war auch eher der, dass das Argument „Jeder kann in seinem Laden machen was er will“, 1. ziemlich blöd ist und 2. eben auch sehr gut gegen Apple verwendet werden kann.

        Aber solche Spitzfindigkeiten sind halt nicht für jeden was.

  • Die Apple Verteidiger werden hier wieder ihren Senf dazu geben.

  • Es ist wirklich traurig das Apple in vielen Fällen immer von Gerichten dazu gezwungen werden muss verbraucherfreundlicher zu agieren. Auch wenn Spotify keinen direkten Link auf seine Webseite zum Aboabschluss platzieren darf (laut Apple) wird das den Grossteil der Interessenten kaum dazu verleiten Apple Music statt Spotify abzuschliessen.
    Man kann Apple Music nur auf einem iPhpne nutzen mit Einzellizenz, da es an den iPhone Account gebunden ist – Spotify kann ich einfach mit der gleichen Mail Addy auf einem zweiten iPhone registireren und nutzen – ohne dafür eine „Familienlizenz“ kaufen zu müssen.
    Ich schaue immer mich so wenig wie möglich von Apple in den goldenen Käfig sperren zu lassen – und genau dies will Apple mit allen Mitteln verhindern !
    Traurig was Cook & Co. die letzten Monate abziehen. Gerichtsurteile, EU Vorgaben immer wieder mit Taschenspielertricks versuchen zu umgehen.

    Antworten moderated
    • Ich und meine Freundin teilen uns einen apple music account und alle unsere apps kaufen wir auf der gleichen ID, so kann man auch in-apps teilen. Für Cloud haben wir aber jeweils eine eigene Apple ID. -> 3 apple IDs 2 für iCloud und eine „kauf“ ID.
      Also geht sehr wohl.

      • Naja, mit Aufwand schon. Bei Spotify einfach auf dem zweiten Gerät mit dem Spotify Account anmelden -> fertig. Denn wie ich oben geschrieben habe, muss die Apple ID identisch sein. Und nicht jeder will seine Apple ID halt teilen – da ist eine Registrierung mit einer Mail Addy in der Spotify App doch wesentlich einfacher.

      • Und schlichtweg nicht erlaubt, da es sich hierbei um Accountsharing handelt. Das als besser, einfacher, günstiger darzustellen ist schon ein Hohn. Noch einfach geht es die Musik illegal runterzuladen – ist aber ebenso nicht erlaubt…

    • Ja, echt traurig – so wird Apple einfach nur unsympathisch und kommt einfach nur noch raffgierig rüber.

      • Also wenn man sich die Auschüttungen von Spotify an die Künstler mal anguckt (mal ganz abgesehen davon dass die Interpreten in den chill-playlisten meist von Spotify selber sind), finde ich es eher albern Apple als unsympathisch und raffgierig hinzustellen. Ein Unternehmen was sich am meisten selbst überweist kann ich eh nicht für voll nehmen.

      • @Hotte: Wenn Spotify nicht das Schutzgeld an Apple abdrücken müsste, könnte man deutlich mehr an die Künstler bezahlen – viel mehr als es Apple heute tut, obwohl sie nicht diesen Wettbewerbsnachteil haben

      • @david: Achso deshalb sind in den meisthespielten playlisten bei Spotify alles Musiker vertreten die von Spotify den Auftrag erhalten haben chill-out Musik zu komponieren. So bleibt das Geld mal schön in den eigenen Reihen. Mal abgesehen davon ist der android Markt wohl deutlich größer als der kleine Apple Kosmos und soweit ich informiert bin gibt es Spotify auch für die Androiden, oder?

      • Apple Music gibt es auch für Android

      • @Hotte: Das ist wohl ein anderes Thema. Da ist man bei Spotify ja wirklich ein wenig Apple-Artig.

    • Toll, also bei Spotify kann man betrügen und mit nem Einzelaccount die Familie versorgen. Ist natürlich wirklich empfehlenswert, sollte Apple auch machen. Sorry, was für ein Quatsch, dafür gibt es den Familienaccount, auch bei Spotify.

  • Bei 13 Milliarden Euro Gewinn wird es kaum ins Gewicht fallen pro Download die 50 Cent zu zahlen…

    • Bei 33,9 Milliarden Gewinn wird es kaum ins Gewicht fallen wenn Apple Verbraucherfreundlicher reagiert und Links einfach zulässt.

    • Der wahre Klaus

      Erstes Quartal 197 Millionen Gewinn. Deine Zahl konnte ich nicht finden.

      • Wow, die haben jetzt tatsächlich mal Gewinn gemacht?
        Da hat es sich ja gelohnt, dass die 1500 Leute entlassen haben.
        Mit den 197 Millionen können die ja die Verluste vom Vorjahresquartal ausgleichen. Wenn die dann noch ein paar Leute kündigen, können die auch Apple noch mit einer finanziellen Spende beglücken. Dann geben die vielleicht auch wieder die Updates frei.

    • Wie kommst du auf 50 Cent je Download im Zusammenhang mit diesem Artikel? Hier geht es um die Abos, und da will Apple seine Prozente, nur weil die Spotify-Seite durch die iOS App aufgerufen wurde. Ob der Nutzer das Abo tatsächlich auf einem iOS Gerät benutzt ist Apple an der Stelle herzlich egal, sie wollen trotzdem Geld.

      • Unter der groß geschriebenen Zeile steht noch mehr Text. Das gehört auch mit zum Artikel und da findest du dann auch etwas über die 50 Cent.
        Das solltest du auch sonst öfters machen.

      • @Bob
        Den teil mit den 50 Cent hab ich tatsächlich überlesen, Mea Culpa.
        Was aber nichts an meiner Aussage ändert. Die 50Cent gelten bei Sideloading, bei Abos welche nicht über Apple laufen möchte Apple dennoch bis zu 27%. Und da es hier um die Verlinkung auf die Abos geht dürfte genau der Punkt eigentlich eine Rolle spielen. Was bei AppleInsider auch so zu lesen ist.

  • Und wieder Wasser auf die Mühlen der EU Kartellbehörde.

  • Ich reibe mich jeden Morgen beim duschen mit meinem Apple Handy ein, damit sich die Gier auf mich überträgt und ich den Tag als skrupelloser Geschäftsmann erfolgreich abschließen kann. Es wirkt!

  • Spotify sollte einfach das Abo mit 27% Aufschlag in der App anbieten und überall die „UVP“ dranschreiben.
    Wenn die Kunden das für den Service zahlen wollen, bekommt Spotify sein Geld, Apple seinen Bonus und nach 12 Monaten wird es sogar noch attraktiver für Spotify. Am Preis kann man ja ein Sternchen machen, mit dem man auf eventuell anfallende Schutzgelder verweist.
    Aber vermutlich werden alle, die gerne fie 27% Aufschlag zahlen eh Apple Music nutzen.

  • Apple kann das wahre Gesicht einfach nicht mehr verstecken.

  • Kann mir mal jemand sagen, welches Recht sich die EU raus nimmt, Firmen aus fremden Ländern Maßregeln zu wollen? Soll doch mal ein Unternehmen aus einem EU Land sowas auf die Beine stellen wie Apple. Ach ne die sind ja alle insolvent oder verlassen die EU ;-)

  • Eins weiss ich. Bei Spotify schiebe ich keinen einzigen Cent mehr rein. (Ich bin Streamingfrei)
    Die Kohle fliesst jetzt direkt in meine Hosentasche und verlässt sie dann nur für kleinere Konzerte.

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  • Neulich an der Tanke, da stand doch tatsächlich dass es an der anderen Tanke billiger ist. Die haben bestimmt auch die EU Regeln umgesetzt.
    Und bei Edeka gab’s auch die Info dass die Cola bei Real im Angebot ist…..
    Muss das jetzt nur Apple umsetzen oder tatsächlich alle?
    Da haben die ganzen Plattformen, Baumärkte, Einzelhandel etc. aber ganz schön was zu tun.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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