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"Wir hätten schon 400 Millionen Gratis-Nutzer"

Musik-Streaming: Apple spricht sich gegen Gratis-Angebote aus

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Apples Jimmy Iovine, in Cupertino für das Management des Musik-Streaming-Dienstes „Apple Music“ zuständig, hat sich vehement gegen die branchenüblichen Gratis-Angebote ausgesprochen, die von Konkurrenten wie Spotify und Deezer nach wie vor angeboten werden.

Apple Music Jimmy Iovine

In einem Interview mit dem Branchendienst „Music Business“ unterstrich Iovine das Selbstverständnis Apples: Man sei der festen Überzeugung, dass Künstler für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden müssten. Entsprechend sauer ist man auf die Konkurrenten, die denken, sie müssten interessierten Nutzern auch ein eingeschränktes Gratis-Angebot zur Verfügung stellen.

It’s for this reason, more than any other, he says, that he refuses to countenance the idea of music as a free utility – and why he’s angry other industry power players still blithely accept it as a necessity. Jimmy Iovine wants people to pay for records again.

„Wir hätten schon 400 Millionen Gratis-Nutzer“

Um seinen Punkt zu unterstreichen macht Iovine eine interessante Rechnung auf: Würde auch Apple einen Gratis-Abo anbieten, hier ist sich der Manager sicher, hätte man bestimmt schon 400 Millionen Nutzer gewinnen können.

Apple greift die konkurrierenden Dienste damit bereits zum zweiten Mal an. Erst im vergangenen Sommer forderte Apple, dass Musik teurer werden müsse und schlug ein neues Abrechnungsmodell vor.

Während die Anbieter von Streaming-Diensten derzeit zwischen 10,5 und 12 Prozent des eigenen Umsatzes an die Musikkonzerne und Künstler ausschütten, forderte Apple eine Abgabe pro Stream.

Um die Abrechnung der Lizenzgebühren zu vereinfachen, so Cupertino, sei ein Modell, das pro Stream bezahlt, zu bevorzugen. Und natürlich liefert Apple bereits genaue Vorstellungen was dessen Umsetzung angeht. Das Team „Apple Music“ wäre bereit eine Abgabe von 9,1 Cent für 100 Song-Wiedergabe zu zahlen. Cupertino orientiert sich damit am Download-Modell, auch an Kauf-MP3s verdienen die Künstler derzeit 9,1 Cent.

Bereits damals ging es Apple vor allem darum gegen Gratis-Angebote vorzugehen: Sollte die von Apple angestoßene Diskussion um den neuen Abrechnungsmodus Früchte tragen, würden vor allem Konkurrenten wie Spotify, die noch immer auf einen kostenlosen 0-Euro-Tarif setzen, unter der Abrechnung pro Stream zu leiden haben.

Aktuell zählt Spotify rund 50 Millionen zahlende Nutzer und damit mehr als doppelt so viel wie die zuletzt für Apple Music kommunizierten 20 Millionen.

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18. Mai 2017 um 14:16 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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