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Für gezielte Werbung im App Store

Millionenstrafe gegen Apple: Konzern griff nach Nutzerdaten

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65 Kommentare 65

Während der Facebook-Mutterkonzern Meta gerade durch irische Datenschützer in die Schranken gewiesen wurde, ist Apple bei unseren westlichen Nachbarn mit der nationalen Datenschutzbehörde Frankreichs, der „Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés“ (CNIL) aneinander gerasselt.

Personalisierte Werbung 1500

Hier hat die CNIL eine Strafzahlung in Höhe von acht Millionen Euro gegen Apple verhängt und ahndet damit den ungefragten Abgriff von Nutzerdaten, die Apple dann zur Anzeige personalisierter Werbung im App Store einsetzte.

Unter iOS 14.6 griff Apple einfach zu

Im Rahmen einer mehrmonatigen Untersuchung stellte die CNIL fest, dass Apple in der Ende Mai 2021 veröffentlichten iOS-Version 14.6 sehr freizügig mit den Daten seiner Nutzer umging. Sobald diese das Software-Kaufhaus Cupertinos besuchten, übermittelte das iPhone-Betriebssystem individuelle Kenndaten der Geräte, ohne die betroffenen Anwender zuvor nach ihrem Einverständnis zu befragen.

Die Datenschützerder CNIL störten sich vor allem daran, dass Apple den zugehörigen Schalter in den Einstellungen des iPhone-Betriebssystems standardmäßig aktiviert hatte und die Werbe-Konfiguration in den Tiefen der iPhone-Einstellungen geradezu zu verstecken schien.

Apple besserte mit iOS 15 nach

Dass man mit der angesetzten Strafe von acht Millionen Euro Apple vergleichsweise glimpflich hat davonkommen lassen, begründet die CNIL gleich mehrfach. Zum einen bemesse sich die Strafzahlung an der Anzahl der in Frankreich betroffenen Nutzer und dem Profit, den Apple durch die Auswertung der Daten erzielt hätte, zum anderen würde sich Apple inzwischen wieder an geltendes Recht halten.

Die bereits Ende Dezember gefällte aber erst jetzt öffentlich gemachte Entscheidung lässt sich auf dem Rechtsportal Légifrance in französischer Sprache einsehen.

05. Jan 2023 um 11:08 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Komisch. Egal ob Facebook, Amazon Google oder Apple. Alle in letzter Zeit Millionenstrafen. So kann man sich auch Gelder abholen.

  • Komisch. Egal ob Facebook, Ama.zon, Google oder Apple. Alle Millionenstrafen in letzter Zeit. So kann man sich auch Gelder abholen.

    • Wird ja auch mal Zeit, dass geltendes Recht auch durchgesetzt wird.

    • Passt doch. Zahlen alle keine Steuern, holt man sich das Geld halt so.

      • Das Thema mit den Daten ist dann aber nicht gelöst.

      • Naja 8 mio. sind ja nichts. Wie sieht es eigentlich aus mit der Besteuerung? Sollte da nicht etwas kommen auf EU Ebene, so das Apple & Co. sich nicht mehr so durch schummeln?

      • Zahlen keine Steuern? Apple zahlt 38 Milliarden Steuern jährlich allein für das Unternehmensvermögen, da sind noch keine ausländischen Steuern, Mehrwertsteuern und Gewerbesteuern mit drin. Damit ist Apple der weltweit größte Steuerzahler überhaupt.

        Und genau deshalb ist die EU mit ihrer Klage gegen Apple gescheitert, weil die tatsächlich gefordert hatten Gewinn doppelt zu versteuern. Dass sich ein Konzern (erfolgreich) dagegen wehrt ist doch mehr als verständlich.

      • Tomw sei nicht so hart. Hier wurde immer nur EU geht gegen Apple vor gepostet. Die Aufklärung dass das alles nie etwas gebracht hat gab es einfach nicht. Daher immer mehrere Quellen belesen.

    • Ja, schon komisch, dass die it Giganten nicht über dem Gesetz stehen – NICHT

  • Dann gehe ich nachher in der Mittagspause mit einem Koffer beim Apple Store vorbei und hol mir ein Teil vom Bußgeld ab.

  • Kann mir irgendwie nicht vorstellen das Apple da Millionen an Profit gemacht hat.

    Wenn jemand auf Grund von Werbung was kauft was er sonst nicht gesehen hätte und glücklich damit ist, ist doch kein Schaden entstanden :D

  • 8 Millionen… das überweist der Praktikant kurz vor Feierabend… die Gesetze und Strafen stammen wohl noch aus dem 20. Jahrhundert

  • Ja ist ein Schlamassel
    ich finde aber Apple noch immer am Vertraulichsten von alle Firmen
    Bei anderen wird Daten einfach verkauft und die finnanzieren Produkte von deshalb sie auch so günstig sind

      • AnotheriPhoneUser

        Weil Apple’s Geschäftsmodell nicht darauf beruft. Apple macht den Größten Umsatz mit Hardware und will das auch weiterhin tun. Das ist bei Facebook und Google nicht so.

      • Scheinbar hat dies Apple nicht davon abgehalten hier gegen Datenschutzbestimmungen Europas zu verstoßen.

        Die aktuelle Apple-Führung scheint hier recht kurzfristig gewinnmaximierend zu denken.
        Hoffen wir, dass diese crew den Konzern nicht gegen die Wand fährt.

      • Sind seit jahren daran!

      • Das sieht definitiv nicht danach aus. Apple setzt glasklar immer mehr auf die Services Sparte. Da ist künftig mehr zu holen.

      • Apple steigt immer mehr in den werbemarkt ein, hier also zu sagen Apple wäre da nicht dran interessiert ist halt falsch. Wenn man sich die Androiden anschaut (gerade die high end Modelle) merkt man auch: preislich ist da bei der Neuerscheinung meist kein großer Unterschied zu Apple mehr zu sehen.

      • @ Dickerson und Toby: es ist ein gewaltiger Unterschied, ob mein Geschäftsmodell darauf beruht Kundendaten für Werbung an 3. zu verkaufen – genau das machen Google und Facebook, oder diese intern für personalisierte Werbung in meinem Shop auszuwerten – das macht jeder Onlineshop der Welt.

        Somit hat er vollkommen Recht, dass Apple hier vertrauenswürdiger ist, weil sie (zumindest bis dato) weder ein Interesse, noch überhaupt ein Geschäftsmodell haben meine Daten an 3. weiterzugeben.

        Nur mal als Beispiel: Unsere Firma erhält Daten zur „Bonitätsprüfung“ von Interessenten, bevor wir mit denen Verträge abschließen.

        Ein Großteil der Daten stammt nicht etwa von der Schufa oder Creditreform, sondern von Google. Die wissen nämlich mittlerweile viel mehr über die Bonität der Bürger als es Banken, Versicherungen oder Wirtschaftsauskunftei jemals leisten kann.

      • @TOMW ja das stimmt, Apple ist da noch nicht soweit wie Google, aber auf dem gleichen Weg. Google hatte auch mal so angefangen. Man sollte da nicht so blauäugig unterwegs sein.

      • iOS 14.6 war vor 2 Jahren mit ios15 nachgebessert. Ich versteh immer nicht dieses Bashing… „immer mehr“ ist hier zB völlig fehl am Platze

      • Sehe ich genau so wie Devil. Das Androiden durch die ganzen EU Vorgaben wesentlich teurer werden ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

      • Dein Link Dickelson. Wo du auch fleißig kommentiert hast ist ein Spekulation / Gerücht Artikel und auch da nicht gewillt warst das als Gerücht zu sehen. Und natürlich merkt Apple das was du kaufst. Wie soll man sonst die Apps erneut downloaden. Kannst also deine Lesezeichen im Kampf gegen Apple wieder entfernen. Lol

      • „Selbstverständlich wird bei Nutzung des AppStores die Apple-ID gesendet und natürlich auch die iCloud ID. Woher sollte Apple sonst wissen, welche Apps man schon gekauft hat, bzw. mit der Familienfreigabe erworben worden sind? Die lieben Herrn von Mysk sollten mal erklären, wie Apple sonst sicherstellen könnte, dass man nicht eine bereits von einem Familienmitglied erworbene App nicht noch einmal bezahlt. Außerdem ist der AppStore auch für die Updates zuständig, deshalb muss der immer wissen, wer den Store nutzt – auch innerhalb eines Family Accounts, oder von mehreren Geräten benutzen Einzelaccounts.“

      • Genau! Apple steht in nichts allen anderen Firmen nach! Mit allem was sich zu geld machen lässt ist apple an erster stelle, die user sind egal!

      • Glaubst du aber nicht wirklich oder? Apple greift alles ab wo geld zu holen ist!

    • Naja andere machen es wenigstens so öffentlich, dass man weiß wo man dran ist, bei Apple kommt es gefühlt immer nur später raus durch dritte was mit meinen Daten passiert ist. Ich vertraue da Apple mittlerweile genauso sehr wie Google, MS, FB und co. sind halt alle gleich am Ende des Tages.

      • Google und Facebook sind nochmal ganz andere Galaxien.

      • In deinen Worten: Da werden Daten am laufenden Band gestohlen und Bußgelder bezahlt da die weniger sind als das alles einbringt.

      • Si macht man aus einem Gesetzesverstoss ein Geschäftsmodell….:-)

      • Genau das ist aber eben nicht gleich. Es gibt Firmen deren ganzes Business darauf aufgebaut ist Daten zu sammeln und (ganz wichtig) diese 3. zur Verfügung zu stellen. Genau das macht Apple aber im Gegensatz zu Google und Facebook nicht – sie haben nicht einmal einen Businesszweig über den sie diese Daten verkaufen könnten.

        Daten in einem Shop sammeln, macht aber jeder seriöse (Online)Shopbetreiber. Das gehört einfach dazu und der Kunde will das in der Regel auch. Ich möchte zum Beispiel beim Besuch von About You oder Zalando keine Damenunterwäsche angeboten bekommen – ich finde es auch lästig, wenn ich Sachen angeboten bekomme, die ich schon gekauft habe. Freue mich aber hingegen, wenn ich Artikel von meiner bevorzugten Marke angezeigt bekomme.
        Ich fände es auch nicht lustig, wenn mir im AppStore immer wieder Apps angeboten werden, die ich schon habe oder bereits wieder deinstalliert habe.

      • @TOMW wenn der Nutzer das will ist das ja toll, nur wurde der Nutzer hier nicht gefragt (und oben im Link von letztem Jahr auch das nein ignoriert). Von daher gesehen ist das halt nicht ganz so toll. Was den Geschäftszweig angeht: Google hatte den am Anfang auch nicht, der kam auch nachträglich. Sowas ist schneller hochgezogen als man gucken kann. Mit zweitfirma auch erst mal recht unauffällig möglich ;) ich wäre mir da also nicht so sicher, dass apple alle deine daten (ist ja nicht nur die website, sondern alle gerätedaten die apple abgreifen kann) auf lange sicht nur für die eigenen produkte verwendet.

      • @Dickelson: Dann lese dir doch mal die AGB durch.

      • ++++++1111111

  • Halb OT:
    Lasst ihr denn die Analyse (zur Verbesserung) von Apple zu?
    Bin da etwas ambivalent.

      • Ein Spekulationsartikel als Fakt auszugeben. Naja. Man sieht ja das du bei den Kommentaren auch nix dazu gelernt hast.

      • „Wird aber wohl“ ist nicht gleich „wird“.

      • „Wo ist der „Skandal“? Selbstverständlich wird bei Nutzung des AppStores die Apple-ID gesendet und natürlich auch die iCloud ID. Woher sollte Apple sonst wissen, welche Apps man schon gekauft hat, bzw. mit der Familienfreigabe erworben worden sind? Die lieben Herrn von Mysk sollten mal erklären, wie Apple sonst sicherstellen könnte, dass man nicht eine bereits von einem Familienmitglied erworbene App nicht noch einmal bezahlt. Außerdem ist der AppStore auch für die Updates zuständig, deshalb muss der immer wissen, wer den Store nutzt – auch innerhalb eines Family Accounts, oder von mehreren Geräten benutzen Einzelaccounts.“

      • @tom man merkt, dass du dir immer noch nicht den Bericht von denen durchgelesen hast und nicht mal ansatzweise verstanden hast, was den Damen und Herren dort aufgefallen ist. Aber naja, man ist von dir auch nix anderes gewohnt. Apple = Gut, alle anderen = böse und wer nicht für Apple ist, ist halt doof. Von daher, nimm’s mir nicht übel, aber ich ignoriere dich einfach. Da kommt eh nie was sinnvolles bei raus.

      • @Dickelson: Eine Nutzung des AppStores ohne Übermittlung der Apple ID ist praktisch unmöglich. Somit ist der „Skandal“ auch einer. Du wirst durch den AppStore auch mit Updates versorgt. Wie soll das bitte passieren, wenn der AppStore nicht mal deine Apple-ID kennt. Wer „anonym“ Apps laden will, für den ist der AppStore nicht geeignet. Der muss sich bei der Konkurrenz umsehen oder das iPhone jailbreaken.

      • Ich würde dich ja auch gern ignorieren. Aber ich habe schon länger bemerkt das du Falschaussagen verbreitest. Bestimmt ein AFD Mitglied. So viel Müll gehört entsorgt.

      • @tom: Natürlich muss man nicht Quantenmechanik studiert haben, um mitzubekommen, dass User wie Dickelson mit Freude jede Gelegenheit wahrnehmen, um ihre „negativen Gefühle“ bzgl. Apple zum Ausdruck zu bringen. Und ja, es kann ermüdend sein, wenn immer wieder gebetsmühlenartig versucht wird, alles schlecht zu reden…
        ABER hier hast Du Dich gewaltig im Ton vergriffen und Deine unqualifizierte Beschimpfung ist absolut inakzeptabel. Bis Du Dich beruhigt hast und vielleicht selber zu einer Entschuldigung entschließen kannst, übernehme ich dies hiermit an Deiner Stelle!

      • @iProf, danke. Auch wenn ich nicht alles schlecht rede (wobei mir mittlerweile tatsächlich mehr negatives an Apple auffällt als noch vor einem Jahr. Ob es jetzt nur Einbildung oder Tatsache ist, wird man bei Gefühlen wohl immer schwer einschätzen können). Mit dir kann man sich trotz der Differenzen immerhin noch auf einem gehobeneren Niveau unterhalten und Meinungen austauschen. Finde ich top

  • Wenn ein Rathaus nach Gewerbeanmeldung meine Daten verkauft, kriegen die dann auch eine Millionenstrafe ? Habe ich gemerkt, als ich dann mal ein Fakebrief mit einer Geldforderung gekriegt habe, wo genau die Berufsbezeichnung drauf stand, die ich bei der Gewerbeanmeldung angegeben hatte, aber nie benutzte.

    • Tja, da misst der Staat mit zweierlei Maß. Ist leider auch auf anderen Gebieten so, z.B. bei Einstellungen, wo niemand so massiv die Verbote der Diskriminierung älterer oder behinderter Menschen missachtet wie staatliche Stellen (die dafür aber fleißig gendern und viel Wert auf den schönen Schein legen …).

      Hmm, da fällt mir auf: Apple macht es auch so: Auf der einen Seite mit Ländern kooperieren, die Menschenrechte verletzen, dafür aber fleißig gendern und diversity- und pride-Armbänder verkaufen …

    • Dazu musst Du nicht mehr ins Gewerbeamt, die Auskunft bekommt mittlerweile jeder kostenlos online.
      Eine Gewerbeauskunft dient dem Schutz der Kunden und ist deshalb öffentlich zugänglich.

  • Nur die Geldstrafe geht leider nicht an uns denen Daten abgegriffen sind. Das wäre einfach mal korrekt!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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