EU-Regeln bringen mehr Komfort
Meta-Brillen sollen sich wie AirPods koppeln lassen
Apple arbeitet offenbar an einer Programmierschnittstelle, mit der sich Zubehör anderer Hersteller künftig einfacher in das Apple-Ökosystem einbinden lassen soll. Auf dieser technischen Basis sollen sich Geräte wie die Ray-Ban-Brillen oder die Quest-Headsets von Meta künftig ähnlich komfortabel koppeln lassen, wie wir es von den AirPods oder der Apple Watch kennen.
Die Initiative kommt allerdings nicht aus freien Stücken. Die vor rund einem Jahr beschlossenen EU-Vorgaben zur Interoperabilität sehen vor, dass Apple die Hardware von Drittanbietern auf ähnliche Weise unterstützen muss, wie dies bei eigenen Geräten der Fall ist.
Wir haben hier bereits entsprechende Anpassungen bei AirDrop oder AirPlay gesehen. Das Apple-Blog MacRumors hat jetzt unter den von Apple veröffentlichten Anfragen zur Interoperabilität Hinweise darauf ausgemacht, dass Brillen und Headsets von Fremdherstellern künftig einfacher gekoppelt werden können.
Einmal koppeln, auf allen Geräten nutzen
Bislang müssen solche Bluetooth-Geräte in der Regel auf jedem einzelnen iPhone, iPad oder Mac separat eingerichtet werden. Die geplante Erweiterung soll diesen Vorgang vereinfachen. Wenn dann ein kompatibles Drittanbieter-Zubehör mit einem Apple-Gerät verbunden ist, kann es anschließend auch auf weiteren Geräten desselben Nutzers automatisch zur Verfügung stehen.
Soweit bislang bekannt, ist die Einführung der neuen Funktionen zunächst nur für Europa vorgesehen. Das Ganze baut offenbar auf Technologien auf, die Apple als Reaktion auf Vorgaben der Europäischen Kommission entwickelt hat. Diese Infrastruktur stehe derzeit ausschließlich in der Europäischen Union zur Verfügung. Nach derzeitiger Planung soll die Entwicklung bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Die Einführung dürfte dann mit einem Folge-Update von iOS 27 erfolgen. Naheliegend wäre eine Freigabe im Zeitraum zwischen März und April.

Ich muss gestehen, dass mich diese Funktion besonders bei anderen Bluetooth-Geräten wie Kopfhörern erneut dazu bringen würde, über meinen Tellerrand hinauszuschauen und auch andere Hersteller in Betracht zu ziehen. Ich finde sie so überzeugend und unkompliziert, dass ist für mich das entscheidende Kriterium, warum ich ausschließlich Apple AirPods verwende.
Natürlich ist es nicht schwierig, Bluetooth zu verbinden, doch es ist deutlich einfacher und angenehmer.
Das macht man doch nur einmal? Dann verbinden die sich doch eh automatisch?
Grundsätzlich schon, aber nicht einmal für all deine eigenen Geräte.
Wenn du nur ein einziges Gerät mit den Kopfhörern koppelst, dann ja. Ansonsten haben Kopfhörer in der Regel das Limit von zwei Geräten. D.h. sie verbinden sich mit maximal zwei Geräten, ohne dass zukünftig du etwas dazu tun musst. Der große Vorteil des Apple Ökosystems ist, dass AirPods, fast schon magisch, zwischen sämtlichen Apple Geräten automatisch wechseln, nachdem sie einmal gekoppelt wurden. Es ist ein gravierende Wettbewerbsvorteil.
Und das ist der Grund, warum Apple sich mit Händen und Füßen gegen die gesetzlichen EU-Vorgaben wehrt.
Apple wartet ab, was für Kinderkrankheiten und fehlende Features bei den anderen Herstellern so aufkommen wird und bringt dann natürlich ein besseres Produkt auf den Markt, was natürlich mehr kosten wird, aber besser läuft.
Wenn dem so ist, dann soll Apple sich doch freuen ;-)