iOS 27 könnte Google Cast erlauben
AirPlay bekommt in der EU wohl direkte Konkurrenz
Apple könnte das Streaming vom iPhone auf Fernseher und Lautsprecher in der EU deutlich öffnen. Nach Informationen von Wirtschaftsmagazin Bloomberg arbeitet Apple für iOS 27 an einer systemweiten Unterstützung für AirPlay-Alternativen. Dazu dürfte vor allem Google Cast zählen.
Bislang ist AirPlay auf iPhone und iPad tief ins System integriert. Andere Streaming-Protokolle funktionieren nur dann, wenn die jeweilige App sie selbst unterstützt. Ein YouTube-Video lässt sich also per Cast-Symbol auf ein Google-TV-Gerät schicken, ein systemweiter Ersatz für AirPlay ist das aber nicht.
Genau das könnte sich mit iOS 27 ändern. Nutzer in der EU sollen dem Bericht zufolge künftig auch Dienste wie Google Cast als Standardlösung für die Ausgabe von Videos, Fotos oder Musik auf Fernseher, Lautsprecher und Streaming-Geräte festlegen können. Das wäre vor allem in Haushalten interessant, in denen zwar Chromecast, Google TV oder entsprechende Smart-TVs vorhanden sind, aber kein Apple TV.
AirPlay nicht mehr allein
Für iPhone-Nutzer wäre die Öffnung praktisch. Google Cast ist in vielen Fernsehern, Streaming-Sticks und Hotel-Lösungen verbreitet. Apple arbeitet zwar selbst an besseren AirPlay-Erlebnissen, etwa mit AirPlay in Hotels, in der Praxis trifft man unterwegs aber weiterhin häufig auf Geräte, die eher Google Cast als AirPlay anbieten.
Ganz neu ist das Zusammenspiel von iPhone und Chromecast nicht. Schon vor Jahren ging es bei uns um Googles Cast-Schnittstelle für iOS-Apps. Der Unterschied wäre nun die tiefere Integration in iOS selbst. Statt einzelner App-Lösungen könnte Apple eine zentrale Schnittstelle bereitstellen, die mehrere Streaming-Protokolle gleichberechtigt behandelt.
EU-Vorgaben als Auslöser
Der Schritt dürfte weniger aus plötzlicher Begeisterung für offene Schnittstellen entstehen, sondern aus den Vorgaben des Digital Markets Act. Die EU verlangt von großen Plattformbetreibern mehr Interoperabilität. Apple bietet Entwicklern in der EU bereits ein Verfahren an, um den Zugriff auf Hardware- und Softwarefunktionen von iOS und iPadOS zu beantragen.
Passend dazu hatte die EU schon im vergangenen Jahr konkretisiert, dass Apple iOS stärker öffnen muss. Bei uns war damals bereits Thema, dass auch Alternativen zu AirDrop und AirPlay ermöglicht werden sollen. Ob Google Cast tatsächlich direkt zum Start von iOS 27 verfügbar wird, bleibt offen. Falls Apple die Funktion wie andere DMA-Anpassungen behandelt, dürfte sie zunächst auf Nutzer in der Europäischen Union beschränkt bleiben.


Ich hatte mich vor kurzem mit GrapheneOS auseinandergesetzt. Eigentlich kann ich meinen Alltag ganz gut damit bestreiten, wo es klemmt war die Übertragung von Audio auf die HomePod Minis.
Was ist jetzt nicht ganz rauslesen konnte, ob dieses Problem, mit der im Artikel genannten Öffnung, dadurch behoben wird.
Wünschen würd ich es mir damit die Abhängigkeit zu einem Ökosystem weniger wird…
Kann Google Cast etwas besser als AirPlay? Wie werden Audio-Daten übertragen, auch komprimiert?
Sollte es fa nicht mal einen Standard auf Matter Basis geben?
Wir brauchen keine Konkurrenz. Wir brauchen einen Standard
Sehr gut. Es nervt im Ökosystem eingeschlossen zu sein.
Die EU macht echt viel für ihre Einwohner.
Schon mal eine Kosten-Nutzen Rechnung erstellt?