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Keine Zeit für Support

Halbherzig gelöschte Accounts: Apple Pay-Karte „Curve“ in der Kritik

47 Kommentare 47

Seit Ende Januar gehört die Curve-Kreditkarte zu den offiziellen Apple Pay-Partnern in Deutschland. Die in England ansässige Banking-Plattform bietet sich als Proxy-Lösung für Nutzer an, die bereits über eigene Kreditkarten verfügen.

Curve Card

Selbige lassen sich als Zahlungsmittel für die Curve-Karte hinterlegen und belasten diese bei anfallenden Umsätzen dann direkt. Curve ist so in der Lage nahezu beliebige Kreditkaren in valide Zahlungsmittel für Apple Pay zu verwandeln. Beim Einkaufen bezahlt ihr mit Apple Pay -> dies belastet eure Curve-Karte -> diese belastet letztendlich Karte eurer Hausbank.

Was so zusammengefasst noch jung und innovativ, nach Fintech und nach positiver Disruption klingt, hinterlässt bei genauerer Betrachtung einen eher unorganisierten Eindruck.

Halbherzig gelöschte Accounts, keine Ansprechpartner

So melden erste ifun.de-Leser Negativ-Erfahrungen mit dem Finanzdienstleister und berichten von einem eher unseriösen Eindruck, nach dem Versuch der Kontaktaufnahme.

Ein Leser berichtet:

[…] Nach einem Test wollte ich nach einem Tag den Account löschen lassen. Alles was gemacht wurde, war das Umbenennen des Login-Namens und der E-Mail-Adresse. Alle weiteren Daten waren in der App noch voll zugänglich. Es wird verlangt das ich einfach mich auslogge und die App lösche, aber dies löscht meine privaten Daten auf dem Server nicht. Habe dies reklamiert, nun wurde meine registrierte Kreditkarte gelöscht. Meine Adresse, Telefonnummer und email Adresse und Geburtsdatum sind nach wie vor gespeichert.

[…] Das Gebaren ist sehr unprofessionell und bin etwas überrascht, wie da mit persönlichen Daten umgegangen wird. Sehr überrascht bin ich gewesen, das ich heute sogar weitere 5GBP erhalten habe, da sich ein Freund leider mit einem Code von mir registriert hat. Ich hätte erwartet, das wenn der Account geschlossen ist, das nicht mehr geht – tut es aber…. Obwohl der Account „geschlossenen“ ist, bin ich immer noch in der App und sehe meine Daten und erhalte Push-Nachrichten

Erfahrungen, die auch von anderen Nutzern geteilt werden. Im offiziellen Forum des Anbieters sammeln sich bereits mehrere Wortmeldungen, dass Lösch-Anfragen nicht oder nur träge beantwortet werden und sich Accounts auch nach der „Deaktivierung“ weiter nutzen lassen.

Cancelled Account Curve

Statt gelöscht: Umbenannt und voll funktionsfähig

Support und Kommunikation: Seltener Luxus im Fintech-Land

Wir haben bereits im Laufe der vergangenen Woche versucht mit Curve in Kontakt zu treten, bislang aber keine Reaktion auf unsere Fragen bekommen. Damit erinnern die Briten an zahlreiche andere Fintech-Startups, die den Markt mit innovativen Ideen und schnellen Entwicklungs-Zyklen zu erobern versuchen, dabei aber keine oder nur verschwindend wenig Ressourcen in Kunden-Support und Kommunikation investieren. Als vergangene Negativ-Beispiel sind hier N26 oder auch VIMpay anzuführen:

Dabei ist der Verzicht auf den angestaubten Ballast etablierter Finanz-Dienstleister Fluch und Segen der neuen Fintech-Anbieter zugleich. Zum einen gestattet der de-facto Wegfall von Support- und Kundendienst-Verbindlichkeiten die agile Entwicklung interessanter Angebote, zum anderen fallen Anbieter wie Curve aber genau hier auf die Nase, wenn es mal nicht so rund wie im 30 Sekunden langen YouTube-Spot läuft.

Dienstag, 11. Feb 2020, 12:28 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Revolut ist auch so eine Firma… hab vor Kurzem meine virtuelle Kreditkarte wieder gelöscht, weil sie zwar cool und einfach zu nutzen war, aber ebenfalls ein komischer Beigeschmack immer da war. Bei Reddit haben viele darüber berichtet, dass ihr Konto aus Sicherheitsgründen überprüft wurde und sie so lange keinen Zugriff Aufruhr Guthaben hatten. Und die Erreichbarkeit war auch nicht optimal.

  • Diese Startups leben von Kundenzahlen und Skalierbarkeit. Wenn nun Kunden kündigen sieht das natürlich blöd aus für potentielle Investoren und for Exitstrategie der Gründer. Deshalb Kündigungen besser einfach ignorieren und die Karteileichen weiter fleißig mitzählen.

  • fin21 von Bad Banks lässt grüßen.

  • Na dann wird das wohl auch der Grund sein, warum ich meine LH Miles and More nicht auf der Black hinzufügen kann.
    Ich habe damals 2 Karten gehabt, erst Blue und dann Black als es mal eine Aktion gab.
    Irgendwann wurde festgestellt, dass ich zwei Karten habe und dann haben sie die Blue deaktiviert.
    Die LH war zu diesem Zeitpunkt noch auf die Curve Blue „gebunden“.
    Nun kann ich diese nicht mehr hinzufügen zur Black, weil sie ja noch in einem „anderen“ Account gebunden ist.
    Und der Support ist nicht in der Lage dieses Problem zu beseitigen!
    Echt ein ziemlich komischer Verein. Sobald die Amazon Visa Apple Pay hat, werde ich Curve schön beiseite legen. Vertrauen habe ich nicht in die Karte.

  • Zumindest bei einer Rueckfrage hatte ich durch den in app support channel eine schnelle Rückmeldung bekommen. Ich war aber auch sehr überrascht – bei n26 zb wurde irgendwann einfach nicht mehr reagiert.

  • Ich habe Revolut und bus jetzt ist es die beste Bank app von allen Monese ist auch eine sehr gute Bank app. Beide sind sehr gut und bei Revolut konnte ich bis jetzt alles klären und der Support war der Hammer.

  • von den ganzen Fintechs halte ich nicht viel. Nur schnell irgendwie Groß werden und viel Kohle scheffeln…….auf Kosten der Kunden

    • Stimmt, während andere Banken die Wohlfahrt sind. Wie hoch war die letzte Strafe der Deutschen Bank? Wieviel Geld bunkern die Sparkassen, das eigentlich den Städten & Gemeinden zusteht? ;-)

  • Naja, Banktransaktionen machen und dann erwarten, dass alles spurenlos gelöscht wird ist auch nicht seriös.

    • pppfff: Wie meinst Du das denn, pppfff?: Daten trotz Kündigung weiter behalten soll demnach -nach Dir- seriös sein?!?!?!?!?!? …

      • @Steve

        Ja, ist es. Da gesetzlich vorgeschrieben.

      • @HESSENbabbler: gib das Gesetz mitsamt dem Paragraphen an, welches vorschreibt, daß Kundendaten nach der Kündigung zu konservieren sind.

        Danke.

      • @Steve

        Nö, ich mache mir bestimmt nicht für dich die Arbeit. Kannst du dir gerne selbst raussuchen, steht u.a. im Steuerrecht (z.b. in der AO) und im Geldwäschegesetz.

        Entweder selbst raussuchen, oder die BaFin anschreiben, die werden dir evtl das alles mitteilen.

  • Ich weiß genau, warum ICH ApplePay niemals benutzen werde. Vermeidet zuverlässig Probleme wie dieses, bzw. erspart so manchen Arbeitsschritt inkl. Ärger und Hudel bei einer Problemlösung – vom Datenschutz einmal ganz abgesehen.

    KEIN MITLEID! …

    • Hi Steve,
      was genau hat das denn mit ApplePay zutun? Ich nutze kein Curve, aber seit dem es Verfügbar ist ApplePay. Es ist einfach einzurichten, einfach zu nutzen und du kannst deine Kreditkarte auch jederzeit wieder löschen oder eine neue, bzw. eine weitere Karte eintragen.
      Wo genau siehst du denn den Ärger und Hudel?
      VG Ben

      • Ben, wenn ich ApplePay nutzte/hierin offensichtlich unzuverlässige Kreditkarten eintragen würde, wie hier Curve, hätte ich zwangsläufig Ärger und Hudel.

        Abgesehen davon sehe ich nicht ein, weshalb ich meine (Finanz!-) Daten Apple via ApplePay offenbaren sollte – Ärger und Hudel … .

        Der Umstand, daß hier vordergründig Curve das unmittelbare Problem stellen dürfte, ändert hieran m. E. überhaupt nichts.

    • Apple Pay hat jetzt mit den Account-Löschungs-Praktiken von Curve inwiefern was zu tun? Wenn dir der Burger von Mcces nicht schmeckt, wäre das dann ein Grund, ab sofort den Finger von jeglichen Lebensmitteln mit Brot, Salat oder Fleisch-Anteil zu lassen? Und Schuld an allem wäre dann Kamps? Raff dein Leben ey…

      • Peter, ApplePay ermöglicht dem Partner Curve, seine „Mittelbar-Kreditkartenfunktion“ einzubauen. Direkt hat ApplePay also nichts mit den Account-Löschungs-Praktiken von Curve zu tun, wohl aber indirekt, s. o. – und siehe diesen iFun-Beitrag. Mein Leben ist gerafft, Peter, also laß Du die Kirche im Dorf.

    • @Steve
      dann hast du überhaupt nichts verstanden. Denke bringt auch nichts, dir es zu erklären.

    • Was hat Apple Pay damit zu tun?
      Ich habe da einfach meine drei normalen Kreditkarten meiner deutschen Banken hinterlegt und gut ist’s. Und bei einer deutschen Bank (kein deutsches fintec) kann ich auch ein Konto bequem und komplett schließen.

      • Phil, ApplePay ermöglicht Curve -via ApplePay- die Kooperation. Und trifft damit gleich mehrere Kreditkartenunternehmen.

        Ich habe auch mehrere Bankkarten, nutze diese aber nur direkt, nicht via ApplePay, welches für mich bereits aus Datenschutzgründen ein NOGO ist.

        Damit können diese, bzw. die dazugehörigen (Finanz-) Daten, von vorneherein auch nicht (von Apple, oder von Fa. xyz) mißbraucht werden.

        Hoffe, Deine Frage beantwortet zu haben.

      • Simon, ich würde Deinen Alias niemals verwenden.

      • Weil ja alle Kevins soo dumm sind gelle? Um wieder zum Thema zu kommen. Ich behaupte jetzt mal selbst wenn Steve schreibt er habe mehr begriffen als alle andern hier ist ihm wohl eines überhaupt nicht bewusst. er täuscht sich… Er glaubt er wäre ein Einhorn, einer unter einer Million der die bööösen Machenschaften aller von den USA stammenden Firmen durchschaut hat. Er vergisst aber dass nur weil er der einzige unter ner Million mit ner anderen Meinung ist, das noch lange nicht heisst dass er der einzige ist der Recht hat. Wer Fintech nicht versteht sollte es einfach unterlassen es zu kommentieren. Viele doofe Simon’s schauen hier rein und im dümmsten Fall glauben sie den Steve’s und nicht den Kevin’s.

  • Hatte mir die Curve Black bestellt. Wurde nach freundlichem Dialog mit dem Support problemlos auf Blue geändert. Mittlerweile nutze ich Apple Pay über Curve erfolgreich mit einer gebührenfrei-Karte der Advanzia Bank. Bin damit sehr zufrieden.

  • Banken müssen sowieso (fast) alle Daten für knapp 7 Jahre speichern, man hat hier kein Recht auf sofortige Löschung. Was viele Banken machen, ist den Online Zugang dicht machen (bei den Sparkassen muss man dies z.b. auch noch zusätzlich beantragen, sonst ist das Konto geschlossen und nicht mehr sichtbar, einloggen geht aber noch). Die Daten sind im Hintergrund allerdings weiterhin gespeichert.

    • Das hängt doch mit dem Geldwäsche & Geldwäschegesetz (GWG) zusammen oder?
      Deswegen konnte ich mein Account damals bei bitfinex nur einfrieren (Löschung erfolgt anscheinend nach 6 Jahren) und nicht löschen lassen, trotz DSGVO :)

  • Bei mir hat es genau 30 Tage und zig E-Mails gedauert, bis man endlich reagiert und den Account gelöscht hat – was immer der Service auch darunter versteht! Und wenn sie vorher reagiert haben, versuchten sie zunächst, die Kündigung zu unterlaufen: „Thanks for getting in touch and sorry to hear you want to cancel your account. Would you mind sharing why you’d like to cancel please? It may be something we can help with.
    Best wishes,
    Alexandra
    Team Curve“
    So geht man nicht mit mündigen Kunden um!

    Und wieso die Kündigung des Accounts vom Ausloggen aus der App abhängig ist, erschließt sich mir auch nicht. Spricht viel dafür, dass man tatsächlich im Hintergrund noch als Kunde geführt wird: „Thanks for getting in touch and our apologies for the delayed response. We are currently experiencing a high volume of tickets which means we are not able to respond to messages with the speed that we would like.

    I’ve cancelled your account as requested. Once you log out of the app, your account will be closed.

    We’re sorry to see you go, but please do feel free to sign up again in the future if you change your mind.
    Best wishes,
    Ivo
    Team Curve“

  • Ich nutze curve nun schon seit den ersten Betatests und kann mich überhaupt nicht über den Support beschweren. Auf alle Anfragen wurde zeitnah geantwortet, ich wurde sogar zurückgerufen. Der gesamte Support erfolgte allerdings in englischer Sprache. Ich bin sehr zufrieden mit den Funktionen. Die curve nutze ich als Backup und muss so nun nicht mehr mehrere Karten mitnehmen.

  • Benutze Curve seit einiger Zeit und bin sehr zufrieden mit dem Support, der auch am Wochenende prompt antwortet. Da meine Bank kein Apple Pay unterstützt, kann ich es jetzt über Curve benutzen, also alles bestens.

    • Da kann ich mich nur anschließen. Ich bin auch sehr zufrieden mit Curve. Hatte selbstverschuldete Probleme mit Apple Pay und der Apple Watch. Binnen kürzester Zeit wurde mir eine Lösung geschickt.

  • Kann man das auch so einrichten, dass die curve app direkt über Paypal abgerechnet wird?
    Jetzt zieht die curve App das Geld von meiner Amazon KK ein und da ein Girokonto derzeit der Sparkasse nicht unterstützt, könnte man über Paypal gehen und dann die Summe vom gekoppelten Girokonto einziehen lassen.
    Geht dies?
    Vielen Dank!

  • Ich wollte von der Schweiz aus auch ein Konto machen bei Curve um mit meiner Neon Karte Apple Pay zu nutzen. App kann man zwar runterladen im CH Store aber einen Account machen aus der Schweiz geht nicht. Im Kontakt mit dem Support dann meinen Account wieder gelöscht. hat auch ne Woche gedauert aber ich denke ist jetzt weg und selbst wenn, die Daten die da liegen von mir findet man auch sonst überall im Internet wenn man weiss wie suchen :) Heute ist jeder gläsern. Um aber den Hauptgrund meiner Nachricht anzusprechen: In der Schweiz gibt es das Fintech „Neon-free“. Wer aus der Schweiz ist und das noch nicht kennt sollte sich mal informieren :) Bald auch mit Apple Pay. Als erste gratis Bank in der Schweiz (ok, ZAK hats auch aber seeehr mühsam) PS: Wenns Werbung wäre, würde ich meinen Promo Code hier platzieren. Hab ich das gemacht? Nein! Warum? Weil ich die gerne unterstütze weil sie ein klares Ziel haben und den genervten Grossbankkunden in der Schweiz eine Alternative bieten. #Stosst sie vom Thron

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