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Richtlinien erst 2017 überarbeitet

Fall xCloud: Apple rechtfertigt App Store-Ausschluss

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Ein kleiner, aber spannender Nachtrag zum gestern bekannt gewordenen Umstand, dass Microsofts Spiele-Streaming-Dienst xCloud bis auf Weiteres nicht auf iOS- und iPadOS-Geräten erhältlich sein wird.

Project XCloud

In einer Stellungnahme gegenüber dem BusinessInsider hat ein Apple-Sprecher jetzt die offizielle Argumentation Cupertinos vorgelegt. Hier beruft sich der Konzern auf die fehlende Möglichkeit zur Einzelprüfung der von Microsoft angebotenen Spiele.

Da man nach der einmaligen Freigabe der xCloud-App keine Handhabe hätte, die auf der Plattform sukzessive angebotenen Titel einzeln auf ihre App Store-Tauglichkeit zu prüfen, könne man das xCloud-Angebot nicht in der aktuellen Form durchwinken und empfiehlt Microsoft, doch einfach eine Browser-Version des Spiele-Portals anzubieten.

Die Sprachregelung des Unternehmens verweist zudem auf den im App Store geltenden Gleichheitsgrundsatz – der bekanntlich immer nur dann ins Feld geführt wird, wenn es gerade passt.

Da es die xCloud-App unmöglich macht, einzelne Spiele in den Suchergebnissen und Chart des App Stores aufzuführen, würde das Angebot Microsoft gegen die für alle Entwickler geltenden Regeln verstoßen und könne in der jetzigen Form nicht über Apples Software-Kaufhaus verteilt werden.

Der App Store wurde geschaffen, um ein sicherer und vertrauenswürdiger Ort für Kunden zu sein, an dem sie Anwendungen entdecken und herunterladen können, sowie eine großartige Geschäftsmöglichkeit für alle Entwickler. Bevor sie in unseren Store gehen, werden alle Anwendungen anhand derselben Richtlinien geprüft, die dem Schutz der Kunden dienen und Entwicklern faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen bieten sollen.

Unsere Kunden erfreuen sich an großartigen Anwendungen und Spielen von Millionen von Entwicklern, und Spieleservices können absolut im App Store gestartet werden, solange sie die gleichen Richtlinien befolgen, die für alle Entwickler gelten, einschließlich der Möglichkeit, Spiele einzeln zur Prüfung einzureichen und in Charts und Suchergebnissen zu erscheinen. Zusätzlich zum App Store können Entwickler wählen, ob sie alle iPhone- und iPad-Benutzer über das Internet mit Safari und anderen Browsern im App Store erreichen möchten.

Richtlinien erst 2017 überarbeitet

Apples Berufung auf die hauseigenen Richtlinien fällt im aktuellen Fall übrigens interessanter aus, als auf den ersten Blick zu vermuten. So hat Cupertino die entsprechenden Passagen erst 2017 eingeführt – damit dürfte davon auszugehen sein, dass die Richtlinien gegen Spiele-Streaming-Dienste implementiert wurden, während Apple bereits am eigenen Spiele-Abo-Dienst Apple Arcade arbeitete.

Fast schon obligatorisch verweisen wir an dieser Stelle auf diesen Artikel aus dem Dezember 2018. Die aktuelle Situation passt nämlich mal wieder ausgezeichnet zu dem, was wir unter der Überschrift „Firmen- und Kundeninteressen driften auseinander“ damals zu Papier gebracht haben.

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07. Aug 2020 um 07:17 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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