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Mit Ultra-Breitband und Gangreserve

Das iPhone als Autoschlüssel: Apples „CarKey“ und BMWs „Digital Key“

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Wie gestern berichtet schafft iOS 13.4 die Grundlagen für die Verwendung von iPhone und Apple Watch als digitale Autoschlüssel. Auf dem iPhone wird die neue Apple-Schnittstelle „CarKey“ für das Auf- und Zuschließen und auch das Starten des Fahrzeugs über eine NFC-Verbindung zuständig sein.

Handy Key Bmw

Zukunftsmusik, die an eine BMW-Pressemitteilung vom vergangenen November erinnert. Damals kündigte der Autobauer an, federführend an der Standardisierung des digitalen Fahrzeugzugangs mitzuarbeiten und gab einen Ausblick auf die bevorstehenden Neuerungen:

Die zweite Generation eines auf NFC basierenden Digital Key Ökosystems ist für Ende 2019 angekündigt. Ein wesentliches Merkmal ist die Nutzung eines Security Chips, der isoliert vom Betriebssystem des Smartphones arbeitet. Dieser funktioniert außerdem selbst wenn das Gerät wegen zu niedrigem Akkustand nicht mehr gestartet werden kann.

Eine Funktion, die an Apples „Express-ÖPNV-Karten mit Gangreserve“ erinnert. Nutzer die ihr iPhone bereits zum kontaktlosen Zahlen ihres ÖPNV-Tickets einsetzen – dies geht in London, Japan, Peking, New York und Portland – können dieses Features bekanntlich selbst dann noch bis zu fünf Stunden lang nutzen, nachdem das iPhone erstmals die Ladeaufforderung eingeblendet hat und eigentlich keinen Saft mehr für den regulären Betrieb hat.

Zudem schreibt BMW:

In naher Zukunft soll die Digital Key Spezifikation durch einen auf der Ultra-Breitband (UWB) Technologie basierten Release 3.0 erweitert werden. Dieser ermöglicht neben einer maximalen Diebstahlsicherheit auch eine hochpräzise Standortbestimmung zwischen Gerät und Fahrzeug. Auf diese Weise muss zum Öffnen des Fahrzeugs das Smartphone nicht mehr direkt an den Türgriff gehalten werden, sondern kann bequem in der Tasche bleiben.

Wenn ihr bei dem Verweis auf Ultra-Breitband jetzt an den im iPhone 11 verbauten U1-Chip denken solltet, dann geht es euch wie uns. Der Apple U1 ist der erste Logik-Baustein des Unternehmens, der die sogenannte Ultra-Breitband-Technologie (kurz UWB für ultra-wideband) unterstützt und das „räumliche Bewusstsein“ des iPhone verbessern soll.

Das Unternehmen fasst zusammen:

Die BMW Group hat frühzeitig erkannt, dass die UWB Technologie langfristig zielführend und geeignet für eine globale Marktdurchdringung ist. Die enge Zusammenarbeit der Partner und die bereits gestartete Verbreitung von UWB in den Endgeräten schaffen die Voraussetzung für neue und innovative Digital Key Funktionen.

Nach Angaben des Autobauers haben sich dem Konsortium bereits die „Mehrheit namhafter Smartphone-Hersteller“ sowie zahlreiche Automobilhersteller angeschlossen. Der industrieübergreifende Standard unterstützt außerdem die Integration etlicher Endgeräte wie Handys, Watches und anderer Wearables – sofern diese die entsprechende Soft- und Hardware integriert haben.

Mit Dank an Axel!

Freitag, 07. Feb 2020, 12:06 Uhr — Nicolas
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  • Dann wir es jetzt Zeit für Airtags damit ich meinen BMW auch finde ;)

  • Bin ich der einzige der es bescheuert findet jedes Mal sein Handy aus der Hose ziehen zu müssen und ans Auto zuhalten um das Auto zu öffnen oder zu schließen?

    Da sind die normalen Funk Schlüssel oder die aktuell schon vorhandenen Keyless-Syteme doch viel praktischer.

    Gut, man kann den Schlüssel nicht digital teilen mit jemanden der nicht in Reichweite ist um ihn direkt einen physischen Schlüssel zu geben. Aber wie oft braucht man dieses Szenario?

  • Der Artikel klingt unnötig spekulativ. Dass der Digital Key Standard vom Car Connectivity Consortium geschaffen wurde, in dem sowohl BMW als auch Apple Vorstandsmitglieder stellen, ist nun wahrlich kein Geheimnis. Entsprechende Meldungen gingen bereits 2018 durch die Medien, als die erste Version des Standards veröffentlicht wurde.

    https://carconnectivity.org/members/

      • Vllt. habe ich den Text einfach falsch interpretiert, aber auch nach erneutem Lesen finde ich diverse Formulierungen etwas irritierend.

        Zum einen, weil BMW als einziger Hersteller genannt und zitiert wird, obwohl keinesfalls alleinig verantwortlich für dieses „Ausmalbild“. Vor allem aber geht aus dem Text nicht hervor, dass es sich mitnichten um „Zukunftsmusik“ handelt, Autos per Digital Key Standard mit dem Smartphone öffnen, starten und die digitalen Schlüssel teilen zu können: Entsprechend ausgestattete Fahrzeuge sind seit einer Weile auf dem Markt – sowohl von BMW als auch anderen dem Konsortium angeschlossenen Herstellern wie Audi, Mercedes und VW.
        Dahingehend hätte ich die Nennung solcher bereits heute mit Digital Key Option erhältlichen Fahrzeugmodelle, die durch iOS 13.4 hoffentlich kompatibel werden, sehr nützlich empfunden.

        Die zukünftigen Anwendungsszenarien der (noch zu spezifizierenden…) Version 3.0 des Standards werden den Komfort weiter steigern, aber fürs Erste ist es doch schon schön zu sehen, dass Apple endlich den „eigenen“ Standard implementiert und der digitale Autoschlüssel fortan kein Alleinstellungsmerkmal von Samsung-Telefonen mehr sein wird.

  • Ich find’s bescheuert seinen Zugang, egal zu welcher Tür, einem Handy anzuvertrauen! Zum Einen wird man immer wieder überrascht, was Hackern, Betreibergesellschaften und Geheimdiensten alles möglich ist und zum Anderen schießt man sich doch regelrecht in’s Knie, wenn man alle möglichen Funktionen seinem Handy anvertraut und dann geht das Ding verloren oder kaputt.

    • Sei mal nicht so paranoid. Wer dein Auto klauen will, der klaut es. Wer bei dir einbrechen will, der bricht ein. Außerdem muss derjenige ja in deinem Fall wissen, dass man mit deinem Handy Zugang zu deinem Auto/Haus bekommt und braucht dann noch das Handy obendrein.

      • Totschlagargumente – man sollte es potenziellen Einbrechern so schwer wie möglich machen.

      • Was heißt Totschlagargument? Wenn ich deinen Haus-/Autoschlüssel finde, bin ich doch genauso weit. Beim Handy könnte man ja noch einstellen, dass man es mit dem Finger entsperren muss, bevor ne Tür aufgeht. Geht das mit deinem Schlüssel auch?

  • Geht bei Tesla schon lange. Ohne Probleme. Gibt m.M. Nichts besseres.

    • Das denke ich auch! Aber wie immer, schreiben hier nur die Nörgler und die Befürworter denken sich nur: Lass die doch gegen alles sein ;-)

      • Liegt vielleicht daran dass noch keiner weiß was dein 80.000€ Tesla in 8 Jahren noch kann ;) warten wir es ab. Die Roadster sind ja jetzt schon großteils nur noch Ersatzteilspender.

      • alexanderhorner

        Roadster war auch mehr Prototyp als Produktionsauto. Tesla Model S von 2012 läuft immernoch super und bekommst sogar noch OTA Software Updates, etwas was du bei BMW oder VW etc. nicht mal nach näm Jahr noch bekommst. Teslas von 2012 sind damit also sogar moderner als die neusten Autos von den deutschen, inkl. E-Tron.

        Selbst die Roadster von früher sind noch wie damals… halt veraltete Technik wenn mans mit neuen Teslas vergleicht, aber bei denen hat sich nix verschlechtert.

      • Na ja, so super sind gebrauchte Teslas nun auch wieder nicht, zumindest was die Verarbeitung angeht. In verschiedenen Tests von seriösen Automagazinen wird z. B. das große Glasdach bemängelt, da es fast immer undicht ist. Amerikanische Qualität eben.

      • Die Roadster von damals sind zu nicht unerheblichem Teil „gebricked“ weil die Akkus tiefentladen sind, weil man sie regelmäßig laden muss, und der Roadster ein Saisonauto ist. Einzige Lösung seitens Tesla: neuer Akku für 30.000 USD. Daumen hoch sag ich da ;)

      • alexanderhorner

        Das sind allgemeine Probleme von Elektroautos dieser Zeit… es wurden nur 2500 verkauft. Und die meisten davon sind noch voll funktionstüchtig.

      • Es ist nicht alles nur super bei Tesla und es gibt sicher Möglichkeiten Dinge besser zu machen. Aber wenn ich in deutschen Zeitungen was über Tesla lese, sehe ich sehr wenig Übereinstimmung mit meiner persönlichen Erfahrung als Besitzer zweier Tesla in der Familie. Da macht man sich schon mal Gedanken über Ehrlichkeit und Objektivität.

      • @ Ricki:

        Bei BMW sind die Glasdächer mit dem Alter auch reihenweise undicht. Deutsche Qualität eben.

    • Aber beim Tesla musst du deinen Schlüssel immer noch mitführen?! Bei CarKey hast du alles in deinem Smartphone dabei – eine leere Hosentasche mehr. Das nenn ich Smart!

      • Nein. Um es kurz zu machen.
        Abgesehen von der Tatsache, dass ich gar nicht über einen klassischen Schlüssel verfüge, denn der ist auch bereits eine NFC Karte, habe ich die letzten 20.000 km kein einziges Mal etwas anderes als mein Handy verwendet.

      • alexanderhorner

        Nope. Nur Handy. Hab aber immernoch die Karte im Geldbeutel um sicher zu gehen

      • Den Schlüssel? Es gibt keinen Schlüssel beim Model 3, nur eine Karte. Die braucht man aber nicht, wenn das iPhone eingerichtet ist.

    • Mit dem iPhone aber nicht per NFC sondern mit Bluetooth.

    • Bei Tesla ist es beim Handyschlüssel nur Bluetooth, nicht NFC – funktioniert zwar, aber ist lange nicht so sicher wie dieser neue Standard. Tesla wird sich da sehr sicher ebenfalls anschließen.

      BMW kann es aktuell ja schon it NFC, leider aber nur bei Android.

  • Irgendwie verstehe ich nicht warum man mittlerweile jede Handlung vom Smartphone abhängig macht.
    Irgendwie too much.
    Nachher kann man nicht mehr Auto fahren weil der Akku leer ist oder das Auto nicht mehr mit dem neuesten Update kompatibel ist… so ein Käse.

    • alexanderhorner

      Weils schön ist? Bei unserem Model 3 muss ich nie an aufsperren denken, ist automatisch offen wenn ich hin gehe. Und wenn nicht, hab ich trotzdem noch die Karte im Geldbeutel.

    • Weil viele es heutzutage öfter dabei haben, wie z.B. den Geldbeutel. Ist doch super, in Zukunft musst du weder an irgendeinen Schlüssel denken noch an deinen Geldbeutel. Es reicht, wenn du deine Uhr am Handgelenk trägst

      • Das ändert trotzdem nichts am Problem. Man muss doch nur mal schauen wie das bei simplen Sachen wie Lautsprecher oder „smarten“ Lampen läuft. Nach ein paar Jahren passt dann das Handy nicht mehr zum Auto oder wie auch immer…

  • Geht hier ja nicht um E-Autos sondern um die Autoschlüssel Technik. Man könnte auch einfach den Käufer die Wahl lassen. Ich meinte nur das die Technik die Tesla einsetzt sehr gut funktioniert. Schließlich hat man das Handy immer dabei.

  • Prima, dann können die bösen Buben die Luxusschlitten bald mit dem Handy knacken!

  • alexanderhorner

    Tesla hat das schon seit Jahren…

  • Ich habe einen wunderbar kleinen Autoschlüssel. Damit kann ich auch nur den Kofferraum öffnen.
    Warum sollte ich das große Smartphone benutzen? Das ist übrigens auch gar nicht immer mit mir herumtragen …

    • Das versteht die Mehrheit nicht, dass das Smartphone nicht angewachsen ist ;)

      • Naja was heißt angewachsen. Ist doch praktisch, wenn man nur sein Handy dabei haben muss, oder den Schlüssel mit der ganzen Familie teilen kann ohne gleich nen teuren beim Hersteller zu bestellen

  • Ob oder ob jemand dieses Feature nutzt bleibt jedem selbst überlassen. Ich finde es praktisch nur mein iPhone dabei zu haben und bezahlen zu können, meine Haustür zu öffnen und auch meinen Wagen damit zu öffnen und ihn starten zu können. Ja, mir ist bewusst, daß dies auch Gefahren birgt.
    „Böse Buben“ und Geheimdienste, oder auch zuweilen gelangweilte Kidies mit Computerkenntnissen, haben sich noch nie davon abschrecken lassen Schwachstellen zu finden und diese für sich auszunutzen.
    Nicht schön, aber gibt es.

  • Geht das nich KeyLess?
    Ich muss auch nur den Schlüssel in der Tasche haben und kann dann einfach durch Ziehen des Türgriffs aufsperren und Druck auf den Startknopf anlassen.
    Fernbedienung über die iWatch?
    Was für Kreditkarten sicher ist, sollte auch fürs Auto reichen.

  • …..was mich aber interessieren würde, ob ich das Geplante bereits mit meinem iPhone 11 nutzen kann? Mein Wagen unterstützt das Programmiern einer NFC-Karte mit KeylessGo Features.

  • Was ist mit dem neuen Nissan Juke?

  • Geht das dann auch mit Face-ID wie bei Apple Pay?

    Denn es gibt genügend Berichte darüber, dass Funkwellen von Autoschlüsseln abgegriffen werden… usw… Könnte das dann auch beim Auto passieren?

    • Das kommt darauf an. Es geht sicher auch über eine App und FaceID dann.
      Hier geht es aber um eine kurze Nahfrequenz die das auto aufmacht wenn du in die nähe kommst bzw. am griff ziehst.
      Da die Tür nur ein NFC Chip ist und das iPhone diese liest und mit einer Wallet Card gegenprüft kann hier nicht wirklich was abgegriffen werden.

      • Und das ist dann ja auch ein Vorteil. Gehe ich mit meinem Schlüssel oder iPhone in der Tasche ans Auto ran und öffne es, kann nichts abgefangen werden. Drücke ich das „öffnen“ am Schlüssel kann dies abgefangen werden.

  • Würdees mit Audi Keyless Go funktionieren? Also zum Beispiel beim Audi A3?

  • Alte Schule Schlüssel

    Mi Mi Mi
    Dann beim Auto zum Service bringen und den 2.Schüssel vergessen
    Bleibt dann das Handy im Autohaus oder neuen Termin oder
    Die Werkstatt kauft ein IPhone 11 und der Stundenpreis wird erhöht
    Später kann der Mechaniker nachts das Auto nochmal aufmachen und ausräumen oder was

  • Kritische Betrachtung in allen Ehren, aber bei manch Haltung hier frage ich mich, wie die Menschheit den Weg aus der Höhle gefunden hat.

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