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Trotz gebeugtem Kopf gut im Blick

Bahn: Intelligente LED-Bausteine für Smartphone-Nutzer

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63 Kommentare 63

Über die experimentellen Ansätze, mit denen Städte- und Raumplaner, Architekten, Beförderer und lokale Verwaltungen auf die Smartphone-Dauernutzung bei Passanten und Pendlern reagieren, haben wir in den vergangenen Jahren häufiger berichtet.

Bodenampel

Eine Bodenampel in Aktion

Trotz gebeugtem Kopf gut im Blick

Fast alle Ideen und Konzepte versuchen dabei die gleiche Frage zu beantworten: Wie lässt sich das Sichtfeld von Smartphone-Nutzern erreichen, die zwar in Bewegung sind, aber nicht den Verkehr vor der eigenen Person, sondern vor allem das private Smartphone im Blick haben?

Die Beispiele zeigen: Gesetzt wird derzeit auf Markierungen, Signale und Lösungen im Boden. Mit diesen experimentiert nun auch die Deutsche Bahn an ihrem Zukunftsbahnhof Berlin Südkreuz. Hier werden jetzt neue Leitsystem verbaut, die ab Anfang 2022 mit im Boden eingelassenen LED-Bausteine im Einsatz sein sollen und sich auch mit dem iPhone in der Hand locker im Blick behalten lassen.

Bahn Led Signal Gruen

Bilde: Deutsche Bahn AG / Hans-Christian Plambeck

Bahn setzt auf unterschiedliche Licht-Signale

Die LED-Bausteine können dazu in unterschiedlichen Farben aufleuchten und sollen fortan eine Handvoll Lichtsignale umsetzen, die laut Bahn sowohl intuitiv als auch international verständlich sein werden. Aktuell geplant sind die Signale:

  • Durchgängig Grün: Strahlen die LED-Bausteine grün, kann in den Zug eingestiegen werden.
  • Rot & Rot blinkend: Blinkt es an der Bahnsteigkante rot, signalisieren die LED-Bausteine einen ein- bzw. abfahrenden Zug. Zudem kündigt ein Blinklicht durchfahrenden Züge an und macht auf Bahnsteigbereiche aufmerksam, die frei bleiben müssen.
  • Pulsierende Lichter: Mit Hilfe von pulsierenden Lichtern sollen Passagiere zur Halteposition des Zuges navigiert werden.

Smartphone Bahn Bodenampel

Bilde: Deutsche Bahn AG / Hans-Christian Plambeck

11. Okt 2021 um 08:39 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    63 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Also ich finde grad bei Fußgängerüberwegen die Bodenbeleuchtung echt interessant.

  • Omg geht es nicht mal ein paar Minuten ohne auf das Smartphone zu schauen.

  • Traurig, dass man sowas brauch, aber gut, dass man sowas umsetzt um unnötige Unfälle zu vermeiden.

    • Diese Digitalisierung läuft auf völlige menschliche Verblödung hinaus. Die ’naturbedingte‘ Selektierung würde das schon richten.
      Tja und wenn die Lichter mal nicht (richtig) funktionieren und es kommt zu einem Unfall, wer haftet dann? Das wird ein Spaß.

      • Naja , was machst du wenn mal eine Ampel ausfällt. Dafür gibt es Regelungen …

      • Danke Michael, das sehe ich auch so !

      • Völig richtig!

      • Wahre Worte!
        Oder lernen durch Schmerz.

      • @ Michael & Ekellafred, für eine defekte Ampel gibt es Regeln – RICHTIG. Aber mit ‚ausgeschaltetem‘ Kopf nach unten Gang – und genau für solche Kopflosen werden diese Lichter am Fußboden eingeführt – fallen defekte Lichter/Ampeln auch nicht auf. Denn genau diese ‚Mitmenschen‘ gehen auch bei Rot über die Straße. Ergo, diese zusätzlichen Lichter werden genauso ignoriert und das gar nicht mehr auf die Straße schauen müssen – gefördert.

      • Korrekt, die nun über Rot gehen da sie auf das Smartphone Glotzen. Werden es auch wenn die Lichter nun am Boden sind und falls die Ampel ausgefallen ist, so ist das Bodenlicht auch ohne Funktion. Resultat ist also auch wieder das gleiche, die nicht schauen rennen wieder einfach so über die Ampeln.

  • Und wann werden die in allen Bahnhöfen flächendeckend und einheitlich verbaut? Wenn ich mir überlege wie weit es die neue Ansagen-Stimme hier in Niedersachsen geschafft hat zum Beispiel, glaube ich nicht, dass ich zu meinen Lebzeiten noch so etwas live und in Farbe zu sehen bekommen werde (Außer vielleicht in Berlin Südkreuz)

  • Ganz offen: Ich nutze mein Smartphone privat wie such beruflich intensiv.
    Aber beim gehen, fahren etc. gehört es in die Tasche bzw. eine geeignete Halterung.
    Jetzt dafür solche Extrawürste zu machen finde ich übertrieben.
    Wenn man es nicht lassen kann..Darwin lässt grüßen!

    • Sehe ich auch so.
      Gerade beim fahren von Autos, usw gehört es nicht in die Hand. Gerade letzte Woche habe ich zwei Fahrer gesehen, die wegen Handy in der Hand fast einen Unfall auf der Autobahn verursacht hätten. Sieht mal sofort an der Fahrweise und wenn man dann überholt natürlich.
      Die Strafen müssten massiv erhöht werden.. das Risiko ist viel zu hoch und jeder der sagt „das schaffe ich ohne aufs Handy zu gucken“ oder „das stört überhaupt nicht“, lügt. Man ist trotzdem nie ganz da..
      Aber zu den Leuchten: wenn dadurch Unfälle vermieden werden können, ist das okay.. aber wie gesagt: bei Smartphone Benutzern: einfach Augen auf im Straßenverkehr!
      Mir fällt spontan kein weiterer Grund ein, wer dies noch brauchen könnte.. aber gerne offen für Ideen!

  • Hat die Bahn das denn auch so verkauft? Als Nutzen für die Smartphone User?
    Erinnere mich an einen Pitch dazu. Da geht es vor allem und die Fahrgastlenkung. Das mit LEDs zum Beispiel die Wagenreihenfolge angezeigt wird usw.

  • Was für ein Irrsinn. Vielleicht nicht ständig auf Instagram und Co. versunken durch die Gegend stolpern

  • In einer europäischen Stadt (war das Wien oder Lissabon?) habe ich mal gesehen, dass sich die Bahnsteigkantenbeleuchtung in die Farbe der einfahrenden Linie ändert. Das fand ich sehr sinnvoll.

  • Hahaha…jetzt müssen wir auch noch die Hardcore-Smartphone-Nutzer vor sich selber schützen. Solange sie andere nicht gefährden können sie meinethalben gerne unter die Räder kommen oder Bahnsteigkanten/Treppen zumindest runterfallen. :-)

    • Das Problem an Ihrer Aussage ist, dass in einem solchen Fall (unter die Räder kommen) immer jemand anderes betroffen ist, solange die Züge und Autos mit Fahrern besetzt sind.
      Ich schlage vor, Sie unterhalten sich mal mit einem Lokführer, der das schonmal erleben musste. Diese sind häufig traumatisiert und oft psychisch nicht mehr im Stande, den Beruf weiter auszuführen.

  • An Bahnhöfen, Zebrastreifen und allgem. Unfallschwerpunkten sicher sinnvoll. Dafür sollte aber nicht unbedingt das Smartphone und die Smombies als Grund herhalten müssen.

  • Keine Ahnung wie das Team darauf kommt, das die Markierung für Smartphone Nutzer ist. Das wurde vielleicht mal in einem Beisatz erwähnt Tals es um die Position ging. Eigentlich geplanter Verwendungszweck ist, die Auslastung des Zuges an der jeweiligen Position anzuzeigen.

  • Also so neu ist das ganze nicht. Leuchtstreifen am Boden gab es am Bahnhof Zoo in Berlin schon vor mindestens 15 bis 20 Jahren mal. Ja, sie leuchten nur gelb (oder orange) wenn ein Zug einfuhr, waren andauernd kaputt, aber neu? Und damals waren sie garantiert nicht für Handyuser gedacht. Albern? Finde ich, wenn man sowas für Handyuser anbringt auch, aber wenn die Dinger die Sicherheit allg. erhöhen kann man ja drüber nachdenken. Irgendeinen Grund muss es ja damals schon für die Einführung gegeben haben.

  • Solch eine Geldverschwendung tut mir leid… wenn ich durch die Stadt lauf und vorallem weiß das ich Ampeln überqueren werde, dann hab ich das Blöde Smartphone nichtmal in der Hand, allein schon weil es mich nicht interessiert!

    • Leider geht der Artikel Richtung ClickBait, da der Inhalt weder mit der offiziellen Pressemitteilung noch mit Medienberichten überein stimmt. Geplant ist erstmal, auf ankommende Züge hinzuweisen, irgendwann soll auch die Wagenauslastung angezeigt werden. Ist natürlich auch raus geschmissenes Geld, da für viele Leute nur dort Türen existieren, wo auch Zu-/Abgänge sind.

  • In Stuttgart wurde etwas ähnliches vor einigen Jahren auch eingebaut. Die konnten dann auch anzeigen wo die Türen sind. Funktioniert hat das nie. Glaub das ist mittlerweile deaktiviert :D
    Mal gespannt ob das hier besser klappt :)

  • Bahnhof Friedrichstraße in Berlin, aber auch dort Ostbahnhof falls ich mich richtig erinnere, gab es mal solche Leuchtstreifen vor vielen Jahren. Beim Einfahren des Zuges haben diese geblinkt oder so ähnlich. Leider irgendwann abgeschaltet worden. Schade.

  • Ich bin Triebfahrzeugführer bei der Berliner S-Bahn und kann ein Lied davon singen. Viele Smombies erkennen die Gefahr der einfahrenden Züge nicht. Eine gute Idee ist es auf jeden Fall.

  • Sind ja auch nur noch Smartphone gesteuerte Menschen unterwegs. Selbst beim gemeinsamen Essen gehen, hängen die am Smartphone und tippen sich die Finger wund.

  • Bei der Ignoranz vieler Leute, nützt eine solche Anzeige, die den Türschließvorgang (nicht mehr zusteigen!) absolut nichts. Da hilft nur noch eine automatisch ausfahrbare Faust mitten ins Gesicht. Ansonsten wird sich in die schließende Tür gedrängelt.

  • Früher gabs Lautsprecherdurchsagen „Achtung Zug fährt ein/durch“. Jetzt müssen Bompeln für Handysüchtige her. Es ist nicht zu fassen.

  • Wenn mir ein Smombie entgegen läuft lasse ich den eiskalt in mich reinlaufen. Gleiches gilt für den Scooter oder das Fahrrad. Die sollen halt nach vorne gucken. Es nervt dass ich an Bahnhöfen aber auch in Geschäften permanent Slalom laufen muss wegen diesen Idioten.

    • Du lässt Scooter- und Fahrradfahrer in dich hineinfahren? Autsch. Respekt.

      • Ist zwar Schmerzhaft aber der andere (der ja der Unfallverursacher ist) darf da sicherlich was Blechen und wenn man selbst auch noch eine gute Unfallversicherung hat gibt es da auch nochmal ein fixes Schmerzensgeld. Gehört aber wirklich was dazu, sich von diesen Idioten anfahren zulassen mit Radl und E-Scooter. Auch ein Respekt dazu von mir.

  • Vielleicht einfach mal wieder mit dem Gehirn denken und nicht mit dem Smartphone

  • Wer fährt denn Bahn? Trotz hoher Benzinpreise und hohem Super-Verbrauch bei meinem 10 Jahre alten Wagen, ist es von Oldenburg nach Hamburg und zurück billiger mit dem Auto als mit der Bahn in der 2. Klasse. Hatte erst vor einigen Tagen mal geguckt weil ich zum Apple Store musste. Die Bahn wollte 59 Euro, Benzinverbrauch waren am Ende 46 Euro.

    Die Bahn gehört endlich wieder voll verstaatlicht, Lockführer alle gekündigt und rausgeworfen und Züge autonom fahrend umgebaut.

  • Smombie hört sich viel zu nett an, es hat so eine assoziierte Nähe zu einem Smoothie für mich.
    Ich bin ehr für „5G-ehirnlose Vollpfosten“
    Da macht man fast ne Vollbremsung, hupt den bei-Rot-Geher-Trottel an und der beschwert sich noch darüber, dass er durch das Aufblicken wichtige Rankingpunkte in seinem Onlinespiel versemmelt hat.
    Bin ich blöd, oder stimmt mit dem irgend etwas nicht????

  • Die Menschheit hat sich schon immer durch Selektion entwickelt – warum will man das ausgerechnet bei diesem Typus Mensch verhindern?

  • Also was die Bähnhöfe angeht, so sollte die DB da echt mal sich die Konzepte von anderen Ländern anschauen. Da funktioniert dass auch mit Glaswänden und Schiebetüren dass keiner auf die Schienen fällt. Müssen sie halt mal die Fehlerquelle Mensch aus den Führerhaus werfen und auf Autonom setzten, funktioniert in anderen Ländern ja auch schon seit ewigen Zeiten.

  • Unabhängig von dem Grund bezüglich smombies.

    So was ist ein guter Ansatz für alle. Vor allem auch die Anzeige wo Züge halten.
    LEDs könnten ruhig wesentlich öfter eingesetzt werden. Vor allem auch im Straßenverkehr.

  • Die U-Bahn in Washington DC hat blinkende Bodenleuchten (bei Zugeinfahrt) seit über 30 Jahren, damals lasen die Fahrgäste die Zeitung oder in einem Buch, war wahrscheinlich auch nicht besser.

  • Da fehlt doch noch etwas: der Blindenhund für die Passagiere, welche LEDs benötigen, um z. B. an- und abfahrende Züge zu erkennen … … …

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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