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Anti-Tracking-Abfrage kommt

Apple warnt mit Fallbeispiel: Das geschieht mit euren Daten

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Zum heutigen „Tag des Datenschutzes“ hat Apple damit begonnen die bevorstehende Umsetzung der Anti-Tracking-Maßnahmen im App Store mit eigenen Marketing-Anstrengungen zu begleiten. So bietet der US-Konzern jetzt ein PDF-Dokument zum Download an, das am Fallbeispiel eines Vater-Tochter-Ausflugs auf den Spielplatz demonstrieren soll, wie Werbetreibende und Drittanbieter-Apps mit den hier anfallenden Daten umgehen.

Datenschutz

Der auf Englisch dafür aber in relativ einfacher Sprache verfasste Bericht prangert die Entwicklung der Werbeindustrie in den zurückliegenden Jahren an, in der es undurchsichtige Konglomerate aus Apps, sozialen Netzwerken, Datenhändlern und Werbe-Firmen darauf abgesehen hätten, Nutzer so detailliert wie möglich zu tracken.

Apple prangert Werbeindustrie an

Gleichzeitig sagt das Dokument der über 200 Milliarden US-Dollar schweren Werbeindustrie den Kampf an. Der beispielhaft aufgeführte Vater-Tochter-Tag soll Nutzer dafür sensibilisieren, wie mit ihren Daten umgegangen wird. So verfügt die durchschnittliche iPhone-App über sechs Tracker, die oft in populären Applikationen installiert sind.

Datenschutz Pdf

In Apples Fallbeispiel fängt die Auswertung der Daten bereits auf der Fahrt zum Spielplatz an, hier sieht Apple bereits vier Anwendungen die die Fahrt mit periodischen Standort-Abfragen überwachen und die so im Systemhintergrund gesammelten Bewegungsprofile an zahlreiche Datenhändler weiterverkaufen. Diese korrelieren diese wiederum mit Informationen aus weiteren Quellen und erstellen so eindeutige Profile. Die Tochter, die sich im Beispiel auf dem Rücksitz des Autos mit einem iPad-Spiel auf dem Tablet des Vaters die Zeit vertreibt, wird das Opfer von Banner-Anzeigen, deren Auslieferer ihre Reklame exakt auf die demographischen Merkmale des Vaters zugeschnitten haben. Und so weiter, und so fort.

Anti-Tracking-Abfrage kommt

Die neun Seiten bereiten Anwender und Werbeindustrie auf die Einführung einer neuen Anti-Tracking-Maßnahme vor, die eigentlich schon zum Start von iOS 14 ausgerollt werden sollte, dann verschoben wurde und jetzt mit dem nächsten System-Update von iOS 14 umgesetzt werden soll. Fortan werden Apps die Zustimmung der Anwender benötigen, um eine eindeutige Geräte-Zuordnung vorzunehmen.

Was Apple unter den Tisch fallen lässt

Die sogenannte Werbe-ID, die das iPhone der Werbeindustrie zum Tracking der Nutzer zur Verfügung gestellt hat, wurde von Apple selbst implementiert, Cupertino hätte diese zum Wohl der Anwender schon vor zehn Jahren deaktivieren können.

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28. Jan 2021 um 07:40 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Dagegen muss man wirklich einen „Blokada“ errichten ;-)

  • Jeder Schritt in dieser Richtung ist ein guter Schritt.

    • Richtig, nur doof dass die AddID zum Tracking selbst implementiert wurde und der Schalter tief in den Einstellung vergraben ist ohne dass der Nutzer dazu eine Info bekam.

      • Hier bin ich der Meinung, dass die Leute, die sich darüber Gedanken machen den Schalter auch finden. Es geht hier wohl ehr um die Leute die sich noch keine Gedanken machen.

        Und ich glaube nicht das, dass entfernen des Schalters was bringt. Dann werden halt andere Einstellungen, an die man kommt verwenden um eine ID für das jeweilige Gerät zu generieren. Das Problem wird dann nur verlagert.

  • Zu dem Thema kann ich nur einen Blick auf folgenden Link mit angemeldeten Google Konto empfehlen.
    https://adssettings.google.com/

    Anhand eurer Suchbegriffe kategorisiert euch Google in die dort gezeigten Begriffe.
    Interessant sind vor allem die direkten persönlichen Bezüge, wie Arbeitgebergröße, Alter, Wohnart,…

    Auf der Seite kann man auch die Kategorisierung ablehnen.

    • Da steht nur mein Alter und das auch noch falsch. Tracking mit Personenbezogenen Daten ist aber seit Jahren bei Google aktiv.
      Also entweder ist Google sehr schlecht beim sammeln von Daten, oder Apple übertreibt maßlos!?

      • Bei mir passt auch nicht alles.
        Aber vieles schon gut sehr gut.
        Ich nutzte mal Android und ausschließlich Chrome.

        Ich hab da ne Liste von bestimmt 100 Einträgen.

    • Nö. Ist bei mir seit Jahren ausgeschaltet. Da steht nix.

    • Welch Ironie, dass die Seite vom PiHole blockiert wird…aber selbst wenn nicht. Ich habe nahezu alle Google-Domains in meinem Heimnetz gesperrt. Dazu auch alle von Facebook, Instagram und deren Dienste und Messenger.

  • Eine sehr späte Einsicht von Apple.

  • Ergebnis wird halt dass man wie bei den Cookies immer und überall erst mal das Tracking erlauben muss, da wir ja wissen was in diesen Kommentaren passiert wenn Entwickler sich nicht auf Werbeeinnahmen verlassen wollen und ins Abo gehen. Die Apokalypse bricht aus. „Wie können die nur?? Die sollen gefälligst Serverdienste und Updates aus eigener Tasche zahlen!!! Ich hab 2009 immerhin 99 Cent für die App bezahlt.“

    Man muss sich halt mal fragen warum wohl so viele Daten gesammelt werden bei der Geiz ist geil und kostenlos Kultur im Softwarebereich.

    • Ja, ich weiß: Apple trifft hier eine Mitschuld – sie könnten auch Update-Preise einführen ohne dass die Entwickler die App komplett neu in den AppStore einstellen müssten und Bewertungen und Ranking verlieren.

    • Nein
      Bei cookies werde ich jedes Mal erneut gefragt, bei den Apps nur beim ersten Mal starten

      • Und das auch nur, wenn das in den Systemeinstellungen nicht grundlegend abgelehnt wurde.

    • Ok, also meinst du die Alternative ist: Werbeeinnahmen oder Abo!?
      Wie wäre es mit vernünftiger Preis für vernünftige Apps?
      Klar, das sind dann keine 99 Cent, aber das ist die Entscheidung der Anbieter

  • Der letzte Absatz ist bezeichnend. Daher kann ich Apples „ich bin euer Retter und will nur euer Wohl“ nicht ernst nehmen oder nachvollziehen. Schaltet die ID doch einfach ab. Dann sind keine weiteren Beschränkungen mehr nötig und gut ist. Zudem würde man die Anstrengungen dann wenigstens für voll nehmen…

    • Jeder Schritt ist ein guter Schritt. Das Argument was du anbringst sagen auch oft Umweltgegner. Damit alle Schritte sinnlos erscheinen.

      Sind sie aber nicht. Sinnlos wäre es nichts zu machen.

    • Jetzt wird sie ja deaktiviert, sobald Tracking abgelehnt wird. Also ist doch alles in deinem Sinne. Spät ja, aber immerhin.

  • Ihr wisst schon das man die Tracking ID seit Jahren deaktivieren kann, das aber trotzdem keine Auswirkung haben dürfte das die Apps Profile erstellen?

  • Apple korrigiert seinen Fehler, was ist schlimm daran.

    Und ja, Abo ist dreck. Nur selten ist es legitim. Man kann auch jedes Jahr eine neue Version verkaufen oder „coole“ Optionen per IAP.

    Hier ist es nicht der User allein, auch der Developer denkt, er kann man einem x-ten Match3-Game Millionär werden…

  • Ich hab eine App meine Fitness apl dort möchte ich Datenschutz Tracking nur erlauben beim laufen. Es ist aber sehr umständlich das über die Einstellungen an aus zu schalten. Kann man da eigene Sachen auf den Desktop legen?

  • Was ist daran falsch, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, und es besser zu machen? Erst mal ein bisschen, dann immer mehr. Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt. Der Anfang ist gemacht. Weiter so!!!

  • Pöse pöse Apple. Geht einfach in den Garten der Werbeindustrie, und macht dort überall einen Haufen. Sowas gehört sich einfach nicht.

  • Das Gute daran ist doch, dass Apple zu Diskussionen anregt und zu einer gewissen „Awareness“ bei unbedarften Usern.
    Wir alle sind doch in diesem Forum, weil wir mehr über Computer und Handys wissen, als wo man es anschaltet. Die überwältigende Mehrheit denkt doch, ihr Handy geht aus, wenn das Display dunkel wird. Die haben keine Idee was dort im Hintergrund alles läuft und mit den Daten gemacht wird. Und so kommt das Thema in die breite Masse. Zu spät, zu wenig, aber ein Anfang

  • Apple zeigt aber auch schön, an welchen Stellen sie selbst bisher versagt haben. Klar bekommt die Tochter Werbung angezeigt, welche für den Vater bestimmt ist. Sie muss ja schließlich unter seinem Profil daddeln und kann kein eigenes anlegen.
    Und klar kann die Foto-Filter-App auf alle Fotos zugreifen. Ich kann schließlich nicht einstellen, das sie nur dieses eine Foto bearbeiten darf.
    Und klar können Apps allgemein Daten ins Internet raushauen. Ich kann nämlich nicht den kompletten Internetverkehr einer App blockieren, lediglich die Mobilen Daten.
    Und ja, die Konkurrenz ist in manchen belangen nicht besser.

  • Apple züchtet doch selber all die Zombies, die alles kaufen sollen wo ein  drauf ist. Cook ist so ein Heuchler. Die sollen erstmal ihre Cloud vollverschlüsseln, das gar keiner dort schnüffeln kann. Ach ja, den China-Laden zu machen.

  • Ich hoffe auf ein Update, kommt die PDF auf deutsch. Dann kann ich sie innerhalb der Familie teilen und mal etwas aufwecken.

  • Sieht ja wie eine Ikea Anleitung aus

  • Kurzer Einwurf zur WerbeID :

    Apple hat diese Eingeführt, damit die Werbeindustrie nicht mehr auf UDID oder Mac oder sonstige unveränderliche Seriennummer zurückgreift…..Diese lassen sich nämlich nicht ändern, die WerbeID hingegen lässt sich zurücksetzen.
    Die Idee an sich war also gut. Die Umsetzung leider eher nicht. Apple hätte zumindest ein Feature anbieten sollen, mit dem man die WerbeID beispielsweise täglich automatisch ändern lassen kann.
    Ich bin mal gespannt ob man mit dem neuen Feature tatsächlich tracking komplett unterbinden kann oder ob es nur eine Bitte an die App ist, das nicht zu tun.
    Ich würde gerne sehen, dass Apple sämtlichen tracking Code in den Apps verbietet….Man wird ja wohl noch träumen dürfen….

  • Ich habe den Artikel gerade zum Anlass genommen, nachzuschauen, welche Apps zugriff auf „alle Fotos“, meine Kamera, mein Mikrofon und auf meinen (genauen) Standort haben. Erschreckend.

    Wozu benötigt z. B. Trade Republic meine Kamera & mein Mikro?!

  • Welche Tracker sind bei eurer App impliziert ifun ?

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