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Lange Anhörung zur App-Store-Pflicht

Apple vs. Epic: Tim Cook muss sieben Stunden aussagen

35 Kommentare 35

Im sich anbahnenden Rechtsstreit zwischen Apple und dem Spiele-Produzenten Epic wird sich Apple-CEO Tim Cook den Fragen der Epic-Anwälte in aller Ausführlichkeit stellen müssen. Dies hat ein kalifornischer Bezirksrichter entschieden (PDF) und damit die vorangegangenen Versuche Apples, Tim Cook von der Anhörung fernzuhalten, zunichte gemacht.

Nachdem Apples Anwälte erst (erfolglos) forderten, dem Apple Chef eine persönliche Aussage im Fall vollständig zu ersparen, scheiterte auch ein zweiter Versuch, die Aussagezeit auf maximal vier Stunden zu begrenzen. Der amtierende Richter, Thomas S. Hixon, setzte die Anhörung des Apple-Chefs auf sieben Stunden fest.

Apple-Chef am besten geeignet

Zur Begründung erklärte Hixon, dass es im Verfahren um das App Store-Regelwerk, niemand besseren als den CEO gäbe, der darüber aussagen könne, wie Apple die Wettbewerbssituation einschätzen würde. Zudem seien die im App Store gültigen Richtlinien letztlich eine Frage der Unternehmensmeinung und könnten durch den Chef am besten beurteilt werden.

Apple und Epic hatten sich im vergangenen Sommer einen öffentlichen Schlagabtausch geliefert in dessen Zentrum die Pflichtnutzung des App Stores durch Drittentwickler und die damit einhergehende Umsatzbeteiligung Apples stand. Epic würde seine Spiele gerne auch direkt an den Endverbraucher, ohne den Umweg über Apples Software-Kaufhaus verkaufen und so die Pflicht-Abgaben von 30% der erwirtschafteten Umsätze an Apple umgehen.

Prozess startet im Mai

Als Epic dies über die Einführung einer direkten Bezahlmöglichkeit auf eigene Faust versuchte, entfernte Apple die Fortnite-Anwendung des Spiele-Studios aus dem App Store und kappte die Geschäftsbeziehungen mit Epic.

Das Verfahren zur Sache ist für den Mai angesetzt und gehört zu den ersten großen Auseinandersetzungen um die seit 2008 geltende App Store-Pflicht für Drittanbieter-Apps.

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03. Feb 2021 um 07:09 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Er weiß bestimmt alles bis ins kleinste Detail und wirkt immer an vorderster Front mit. :D

  • Für das Gehalt das er bekommt kann er auch mal 7h bei Gericht sitzen :-) Ich find das gut, das belebt das Geschäft.

  • Die armen Helferlein, die ihm jetzt in 374859 Runden alle Details seines eigenen Unternehmens beibringen müssen..

  • Wenn Epic verliert wird es sehr teuer. Ich hoffe die Kiddys kaufen fein in Fortnite ein.

    • Wenn Apple verliert, wird es für uns alle günstiger.

      • Hahaha guter Scherz! Als ob immer geringere Kosten die der Hersteller hat an den Kunden weitergegeben wurden xD

      • Bei Apple dank der Monopolstellung nicht, bei den Appanbietern wohl schon.

        Vielleicht bleibt ihnen dann auch genug, dass sie nicht auf unsägliche Abomodelle umstellen müssen.

      • Genau Tanja. Wie auch Spiele im Epic Game Store günstiger sind. Ach nein, sind sie ja gar nicht. Mit Verlaub, deine These ist vollkommen haltlos.

      • Wieso? Es ist eine These und die kann man irgendwann mal überprüfen. Ich glaube aber auch nicht an Preissenkungen.

      • Die Endkundenpreise im Epic Store liegen nicht unter denen anderer. Das ist bereits überprüfbar.

      • Bei Epic vielleicht nicht, bei einigen anderen Anbietern aber schon.
        Blizzard zum Beispiel.

      • Und warum liegen die Preise im APP Store höher? Weil Blizzard den Kunden die Apple Gebühr zahlen lässt.

        Was passiert nun wenn die Gebühren sinken? Nix! Den. Es ist geschenkes Geld – der Kunde hat sich an die höheren Preise gewohnt bzw. is es den meisten Wurscht.

        Der Kampf gegen Apple ist nicht für den Kunden – er ist für den Hersteller damit noch mehr Gewinn gemacht wird.

        Und ganz ehrlich: Wenn man mit der APP keinen Gewinn macht, aber will, hat man entweder sch… programmiert und die APP kommt nicht so gut an wie erhofft, oder man sollte bzgl. Betriebswirtschaft nochmal die Schulbank drücken.

      • Es wird teurer für uns. Apple wird sich die Einnahmen an anderer Stelle holen. Apple braucht das Geld vorerst, um die anderen Services zu subventionieren, bis man die Konkurrenz da zerstört hat.

      • Epic hat doch schon versprochen die Senkungen weiterzureichen.

  • Das wird dann wohl die verdiente Klatsche für das bisher über dem Gesetz stehende, unantastbare Apple

  • Interessant wird es, vor allem mit Blick auf die Konkurrenz. Wenn ich mir anschaue, wie kompliziert es ist, auf dem Kindle 10 Chrome zu installieren, nämlich nur per sideload und langem Suchen. Der AppStore listet es zwar, behauptet aber, die Version sei nicht kompatibel. Also von daher ist Apple nicht das einzige Unternehmen, dass hier sehr restriktiv ist.
    Und bei den Gebühren ist es nicht anders. Die Frage wäre eher, wenn es die „hohen“ Gebühren/Abgaben nicht gäbe und einen alternativen AppStore, was würde Apple weniger einnehmen und was würde der Staat dadurch an Steuern verlieren oder dazugewinnen? Wie sähe es mit dem Datenschutz aus?

  • Na da sind sie ja an den richtigen „Richter“ gekommen… bin mal gespannt wie das mit dem strengen Mann ausgeht …

  • Sehr schön. Seine Gier soll er auch etwas aussitzen ;)

    Mein innerster Wunsch ist das selbe vorgehen, wie bei MacOS. Ich will entscheiden, woher ich meine Apps beziehe..

    • Das ist ein interessanter Punkt. Warum ist es beim Smartphone so viel wichtiger, dass Software ausschließlich über den App Store installiert wird? Sicherheit kann es ja wohl nicht sein, auf dem Mac liegen auch die persönlichen Daten, Fotos etc.

  • An alle, die jetzt sagen „Apple hat die Niederlage verdient“ und sich trotzdem jedes Jahr das neueste iPhone holen, weil es das „bessere“ Smartphone ist – einfach mal die F halten. Ich komme hier deshalb mit so einer Kneipen-Aussage, weil es schon genug 9malkluge hier gibt, die „wirkliche Argumente“ pro oder kontra bringen :D

    • Ich mag den App Store und die Sicherheit die er mir bietet. Aktuell ist es sehr unwahrscheinlich, sich auf dem iPhone einen Virus oder vergleichbares einzufangen. Genau deshalb bin und bleibe ich vorerst beim iPhone. Und dennoch gibt es Punkte die mich echt stören. Allerdings habe ich mit dem was Android mir bietet noch mehr Probleme. Was stört mich?
      zB
      1. das es keinen Upgrade-Pfad gibt. Also Version 2 einer App für 5€ mit Version 3 ersetzen. Mit Übernahme aller Daten und v2 verschwindet automatisch. Ganz ohne Abo. Auch wenn Abos manchmal richtig am Platz sind. Spätestens bei laufenden Kosten des Herstellers zB für Server.
      2. Nervt mich die inhaltliche Bevormundung nach den Moralvorstellungen der Amerikaner. Oder wie jetzt, das BankingApps jetzt quasi nir noch von den Banken selbst kommen dürfen. 3 App anstelle von einer mit übergreifende Übersicht. Zum ko…

      2 Punkte die aber nicht reichen zu wechseln. Also, ich bleibe bin aber unzufrieden und wünsche mir einen zweiten Appstore der nicht unter Apples Kontrolle steht. Wegen mir auch mit 20-30% Abgabe wenn dann auch die Viren & Co. Gefahr nicht besteht.

  • Ich sehe das so: Apple bietet mittlerweile nicht mehr einfach nur ein paar Smarte Geräte an, sondern eine Plattform.
    Ganz einfach. Es gibt im Tablet und Smartphone Bereich eigentlich nur iOS und Android. Wir haben also eine Situation, die noch schlechter als am Desktop ist. Dort gibt es wenigstens noch das freie Linux, dass auf nahezu jeder Hardware läuft….Am Desktop hat der Nutzer also wirklich eine Alternative. Mobil nicht.
    Am Desktop ist der Größte Plattform Anbieter nunmal Microsoft….Daher werden die schon lange beobachtet, reguliert und können mit ihrem Windows auch nicht einfach machen, was sie wollen.
    Warum sollte Apple also mit der zweit größten Plattform im mobilen Bereich tun und lassen dürfen was sie wollen?
    Es hängen ja mittlerweile auch viele Existenzen von Entwicklern an Apples Entscheidungen.
    Meiner Meinung nach müsste Apple also zumindest Sideloading erlauben…..so wie es auf sämtlichen anderen Plattformen auch erlaubt ist.

    • Es bleibt ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen, iOS hat keinen Marktanteil von 87%, wie es bei Windows im Desktop/Laptop Markt der Fall ist. Ebenso gibt es freie Linuxderivate für Smartphones, wie zum Beispiel Sailfish OS. Alternative Systeme existieren, der Marktanteil ist jedoch verschwindend gering. Möglicherweise mangelt es also am Bedarf der Nutzer.
      Epic Games geht es außerdem viel weniger darum den Nutzern entgegen zu kommen, als sich selber ein lukratives Standbein zu schaffen.

  • Ich denke dieses Urteil kann vieles verändern. Dürfen Plattformanbieter In-App Käufe von Drittapps regulieren und generell auf ein ausschließliches Angebot auf der eigenen Plattform bestehen? Das kann sehr viel für die App Schmieden verbessern und die Abhängigkeit lockern.

  • Was mich an der Sache stört, Epic stellt sich hier als das arme Opfer hin, dass ja nur seinen Kunden günstigere Preise anbieten will, na ja, wenn ich diese Abzocke bei Fortnite sehe, mein Sohn spielt das, wie den Kids da das Geld aus der Tasche gezogen wird, man kauft Dinge ohne Mehrwert für das Spiel, die machen da ein riesen Geschäft, und stellen sich als das arme Opfer hin, ist schon mehr als scheinheilig

    • So ein Quatsch. Alles was du (oder dein Sohn) in Fortnite kaufen können sind Skins/Tänze/Lakierungen und solch ein kosmetischer Kram.
      Nichts davon greift ins Spiel-Balacing ein…
      Und Fortnite kostet dich nicht einen Cent. Du kannst es komplett für 0 Euro spielen sooft und soviel du willst!
      Also was es da jetzt zu meckern gibt frag ich mich echt…
      Ganz anders sieht es bei dem 100000000 P2W Handygames aus dem Appstore aus… da kann ick Kritik verstehen, aber bei Fortnite?
      Wohl eines der besten/fairsten F2P-Spiele die es gibt (zusammen mit Dota2, Lol, PoE und andere)…

      • Grundsätzlich hast ja recht. Die Höhe der Preise ist aber manchmal schon echt ultra extrem. Ein Skin für weit über 20€ Gegenwert… ist ist happig.

  • Epic sollte Smartphones, Computers, usw. selbst herstellen, bevor sie Apple verschluckt.

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