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Apple Pay-Nutzer in Erklärungsnot

Apple Pay: Transaktionen mit falschen Namen und Geschäften

79 Kommentare 79

Unter der Überschrift „Wer hat ApplePay das verraten?“ rollt Blogger Hanno Bender eine Apple Pay-Eigenart neu auf, die bereits seit dem UK-Start des kontaktlosen Bezahldienstes für verwirrte Gesichter sorgte.

In Einzelfällen ordnet die Wallet-Applikation den letzten Transaktionen falsche Händler-Informationen zu. LIDL-Einkäufe werden so beim Metzger gegenüber verortet, der abendliche Besuch beim Italiener in der rustikalen Kneipe auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Bender runzelt (nachvollziehbar) mit der Stirn:

Woher nimmt Apple die Transaktionsdaten, die ApplePay-Nutzer nach der Bezahlung angezeigt bekommen? […] Die auf dem iPhone angezeigten Transaktionsinformationen werden also offenbar jeweils aus Daten von Apple Maps (POI) und der Lokalisierung des Smartphones per GPS-Tracking und Funknetz generiert. Dabei kommt es dann wohl zu Ungenauigkeiten, wie man sie von der Handyortung gewohnt ist. […] Blöd werden solche Fehlortungen halt, wenn eine Transaktion in der Bahnhofsgegend beispielsweise mal flugs ins Rotlichtviertel irrlichtert. Das könnte den armen ApplePay-Nutzer schnell in Erklärungsnot bringen.

Den Worst-Case außen vor gelassen, ist die Kritik an den stellenweise offenbar nach „gut Glück“ zugeordneten Händler-Informationen zwar durchaus valide, der Schluss, dass Apple hier säckeweise Standort-Informationen seiner Nutzer abgreifen würde, aber glücklicherweise nicht fundiert. Bender kombiniert:

Was lernen wir daraus? Das Fürchten. Eine Kreditkartengesellschaft kann angeblich den Zeitpunkt der Scheidung eines Karteninhaber ziemlich genau vorhersagen, wie böse Zungen behaupten. Apple sammelt noch mal ein paar Terabyte-Datenvolumen mehr über iPhone-Nutzer – natürlich nur zu unserem Besten.

Das Gegenteil ist der Fall. Um sich eben nicht mit den Transaktionsdaten seiner Anwender zu belasten, lässt Apple die Zuordnung der getätigten Umsätze in komplett lokal erfolgen und verlässt sich in Einzelfällen dafür auf die POI-Informationen seiner Karten-Applikation.

Lokal Gegenueber

Bild: Jürgen Weiß

Was in den USA funktionieren mag, führt auf dem alten Kontinent schnell zum gleichen Durcheinander, wie die ortsabhängige Benennung von Sprachnotizen – ifun.de berichtete.

Apple selbst erklärt im Überblick über Sicherheit und Datenschutz bei Apple Pay:

Apple Pay ist so gestaltet, dass es Ihre persönlichen Daten schützt. Apple speichert die mit Apple Pay verwendeten originalen Kredit-, Debit- oder Prepaidkartennummern nicht und hat keinen Zugriff darauf. Außerdem speichert Apple keine Transaktionsdaten, die Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen, wenn Sie Apple Pay mit Kredit-, Debit- oder Prepaidkarten verwenden – Ihre Transaktionen sind nur für Sie, den Händler bzw. Entwickler und Ihre Bank oder Ihren Kartenaussteller ersichtlich.

Oder um es mit Apples Eddy Cue (wie bei der Apple Pay-Präsentation im Herbst 2014) zu sagen: „So, when you go to a physical location and use Apple Pay, Apple doesn’t know what you bought, where you bought it, or how much you paid for it.”

Der Hinweis, dass die Händler-Daten aufgrund des aktuellen Aufenthaltsortes „geraten“ wurden, wäre jedoch hilfreich.

Mit Dank an Martin!

Freitag, 22. Feb 2019, 15:51 Uhr — Nicolas
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  • Für berufliche Anwender, die ihre Belege abrechnen müssen, ein klares NoGo.

  • Letztlich eine sinnfreie Information.
    Ich nutze ApplePay wenn, dann mit der watch, da scheint dann auch diese Location Info nicht aufgezeichnet zu werden.
    Leider aber auch sonst nichts, dh auch nicht Betrag und Datum, zumindest zeigt bei mir Wallet nichts an, außer zwei Transaktionen bei denen ich ApplePay für einen online Kauf genutzt habe

    • Den Apple-Pay Verlauf mit der Watch sieht man nur in der Watch-App. Warum die Daten nicht einfach in Wallet zusammengeführt werden, weiß wohl auch nur Apple

      • Weil die Wallets von iPhone und Watch getrennt sind. Man muss ja auch die Kreditkarte bei beiden separat hinzufügen.

        Das muss wahrscheinlich so, weil man sonst die Watch nicht auch ohne iPhone zum Bezahlen nehmen könnte.

      • Weil Apple das nicht zuordnen kann. Es kennt deine KK Nummer nicht, sondern nur die Geräteaccountnummer, die von der Bank bei der Einrichtung übermittelt wird. Und diese unterscheidet sich bei jedem Gerät.

  • Kaufe mehrmals in der Woche mit ApplePay…auch mitten in Markstraßen von Städten und habe damit bisher noch nie Probleme gehabt?!

    • prettymofonamedjakob

      Ich kann mir das auch irgendwie nicht vorstellen. Apple Pay funktioniert ja auch im Flugmodus und da werden m. W. n. korrekte Informationen angezeigt.

  • Dafür steht es auf der Kartenabrechnung oder im Kontoumsatz korrekt, den macht ja auch die Bank, über deren Kartentransaktion der Name Apple Pay geschrieben wird.

  • […]beispielsweise mal flugs ins Rotlichtviertel irrlichtert[…] – Naja, ist bestimmt lustig, wenn auf der Quittung dann statt O-Saft für 0,89€ dann die Liebeshöhle gegenüber angezeigt würde xD

  • Ist doch praktisch, ins Rotlichtviertel gehen und ne Rechnung vom Fischmarkt gegenüber bekommen. ;-))

  • Hatte mich auch schon mehrfach gewundert, im Rewe eingekauft und bei der Transaktionsbestätigung wurde dann eine Bäckerei von nebenan angezeigt!

  • Tja, nun isses soweit. Ich hab’s euch doch gesagt, aber nein, niemand hört mir zu. Das habt ihr jetzt von eurem Apple Pay . Und das schlimme, es ist erst der Anfang! Nutzt jetzt noch die Chance, diesem teuflischen Bezahldienst den Rücken zu kehren und wieder konventionelle Möglichkeiten zu nutzen.
    Herrjeh…

  • Da soll nochmals ein Nutzer von Apple Pay Bedenken zu Alexa anmelden!

  • Und da sind sie alle zusammen und reden sich das Bezahlen mit Apple Pay schön! Alles nicht schlimm, da steht es ja richtig, wer schickt schon sein iPhone ein….. blablabla!!!!

  • Schon interessant hier. Apple nutzt die Daten nicht, die bei einer Transaktion anfallen und alle regen sich drüber auf. Google Pay wird da sicher besser sein, wenn die alles speichern.

  • Mit der Befürchtung der Abgreifung von Standort-Daten hat Herr Bender Recht, und der Beitragsautor Nicolas räumt dies, trotz gegenteiliger Aussage, offensichtlich, wenn auch indirekt ein, ich zitiere: „… lä ß t Apple die Zuordnung der getätigten Umsätze … lokal erfolgen und verlä ß t sich … … dafür auf die POI-Informationen seiner Karten-Applikation.“

    POI = Point Of Interest; POI-Informationen sind damit Standortdaten, welche durch Apple ausgelesen werden – der Umfang dieser TATSACHE sei einmal dahingestellt. Daß die Zuordnung der Standorte mehr oder weniger unzuverlässig geschieht, entschärft das Problem nicht nur nicht, sondern macht die Geschichte sogar noch schlimmer – sogar der Beitragsautor Nicolas erkennt hier immerhin, daß die Kritik von Herrn Bender „valide“, sprich: angebracht ist – bravo!

    Insofern Apple hier das Gegenteil behauptet, wirkt (mir) wenig bis gar nicht plausibel. So heißt es in dem von Nicolas zitierten Apple-Artikel ebenfalls u. a.:

    „Wenn Sie eine Kredit-, Debit-, Prepaid- oder ÖPNV-Karte (wo verfügbar) zu Apple Pay hinzufügen, werden die Daten, die Sie auf Ihrem Gerät eingeben, verschlüsselt und an die Server von Apple gesendet.“:

    Wer behauptet, als Sys-Admin das (letztlich eigene) Verschlüsselungssystem nicht auch zum Entschlüsseln betroffener Daten verwenden zu können/zu wollen, macht sich (meines Erachtens) bestenfalls lächerlich, schlimmstenfalls nimmt er sein(e) Gegenüber nicht ernst (feine Umschreibung von Vera…..).

    Kurzfassung: Die Überschrift sagt bereits alles, Transaktionen mit falschen Namen und Geschäften durch das Bezahlsystem ApplePay stellen, von allen Seiten betrachtet, gleich mehrfach ein für den Anwender ärgerliches Problem.

    Macht Euch nur ruhig weiter selber froh, ihr Apple-Fanboys & -girls – es geht letztlich um Eure Mittel, und um Eure (Standort-) Daten, ich gönn´s Euch von Herzen.

    Aus eben diesen Gründen ist und bleibt ApplePay für mich ein absolutes NO GO. …

    • es ist schon widerwärtig wie du dich hier aufgeilst!

      • Ach vergiss ihn. Den Artikel hat er nicht verstanden. Das hält ihn aber leider nicht davon ab, wie unter jedem Apple Pay Artikel, sein paranoides Geschwätz zu verbreiten.

      • @glaDOS 22.02.2019, 20:15 Uhr: glaDOS, Du hast hier nichts verstanden, insbesonders nicht, daß (die Anwendung von) ApplePay gerade öffentlichkeitswirksam versagt hat. So toppst Du vorliegend Kasper noch hinsichtlich fehlender Wahrheitsliebe und Benimm mit Demonstration klassischer Schizophrenie. Auch, wenn es gerade deshalb aussichtslos erscheint, glaDOS, gebe ich Dir als mitleidiger Mensch den guten Rat, Deine Glaubwürdigkeit und Ansehen nicht noch weiter zu unterminieren.

      • Kasper, widerwärtig hier ist lediglich Deine Unterstellung zu meinen Lasten. Ich prangere an, was mit Geil überhaupt nichts zu tun hat – ganz im Gegenteil. Zur werten Beachtung, Kasper!

      • @glaDOS 22.02.2019, 20:50 Uhr: Du, glaDOS, wirfst mir vorliegend Dein eigenes Nichtverstehen vor, weil Du, ganz offensichtlich, nicht in der Lage dazu bist, selber Artikel UND die daran angelehnte Kritik in meinem Kommentar zu verstehen. Dein Geschwätz ist mithin schizophren,

    • Dann schalte für die Wallet einfach die Ortungsdienst aus und schwupps finde keine Zuordnung mehr statt.

      So viele Tischplatten kann ich mir gar nicht leisten, wie ich beim Lesen einiger Kommentare hier durch Aufschlagen des Kopfes zerbrechen könnte.

      • KarstenS, meine Ortungsdienste sind systemweit deaktiviert. Du solltest also Verantwortung für das Zerbrechen irgendwelcher Tischplatten einzig und alleine bei Dir suchen.

    • Der ahnungslose Haustroll hat gesprochen… bitte behalte deine Daten endlich bei DIR!

      • Manfred Drescher

        @ momotaro

        Mit Kritik können die Appel Fanboys nicht umgehen – Ihr Leben wird zerstört ! Bitte geh nicht so grob mit Ihnen um sonst weinen sie. Absolut Beratungsresistent ist diese kleine Spezies.

    • Beim Einrichten von Apple Pay werden viele Daten, auch die Position, an Apple übermittelt. Irgendwie muss Apple die Identität der Anmeldung sicherstellen. Danach, also bei Benutzung von Apple Pay, wird keine Position an Apple übertragen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Hatte mich im ersten Moment auch verwirrt und Du bist wohl auch darauf reingefallen. Es bleibt aber Jedem überlassen weiterhin Bargeld zu verwenden, denn jede Zahlung mit Karte oder einem mobilen Zahlungssystem hinterlässt Spuren. Ich hoffe Du verwendest keine Kartenzahlung oder PayPal oder PayBack. Das alles sind Systeme die wirklich Daten sammeln und auswerten und sogar an andere Firmen weiter geben/verkaufen!

  • Was passiert eigentlich wenn GPS/BT/WLAN wie bei mir aus ist?
    Wird dann der Standort gar nicht angezeigt oder einfach pi mal Auge Bayern genommen?

  • Ich hatte jetzt schon ca. 100 mal damit bezahlt, und es wurde immer das richtige Geschäft angezeigt. Ich finde es top

    • Für dich gilt das gleiche wie für „momotaro“

    • Solange wie der Joe den Durchblick hat ist doch alles i.O.
      Danke für deine Weitsicht, endlich jemand der uns aufklärt.

    • Wer nur mit „Fanboy“ argumentieren kann hat eindeutig ein Problem mit sich selber denn eine sachliche Diskussion übersteigt offensichtlich deinen Erfahrungshorizont.

    • Sachliche Diskussion? Wie soll das mit Fanboys hier funktionieren? Jedwede Kritik an Apple und jedes vernünftige Argument wird doch ignoriert, schöngeredet und letztlich mit „kauf dir doch ein Android“ abgewürgt. Bei der hier weit verbreiteten Verblendung gibt es nur kein Heilmittel außer Apple verschwindet irgendwann vom Markt, was schneller passieren kann als hier viele denken.

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    • Bei mir genauso und auch in etwa diese Anzahl der Zahlungen. Einfach ein tolles System. Einfach, schnell und so Daten sparsam wie es nur geht. Find ich gut. Anonymer ist nur Bargeld.

  • Alle denen es passiert einfach den Ort in ApplePay nachtragen ;)

  • Eine ganz neue Erfahrung zum Thema Datenschutz.

    • Ja wirklich klasse wie Apple das Thema Datensparsamkeit angeht. Die (Orts-)Daten werden nur lokal auf dem Smartphone ausgewertet und an keinen Server übertragen. Ein wertvoller Beitrag zum Datenschutz.

      • Manfred Drescher

        aktuell: Osterhase

      • Es scheint hier wirklich Leute zu geben, die so naiv sind zu glauben, dass Apple nicht in der Lage wäre, die korrekten Daten zu bekommen, wenn Apple diese selbst auswerten wollen würde.

      • Es ist gut wenn ein System sogar von der Hatdware so ausgelegt ist das ein Zugriff auf die privaten Daten mit keiner Software möglich ist.

  • Ich bin kein Schönredner. Vieles läuft nicht rund bei Apple. Hier sehe ich aber wirklich kein Problem. Apple sammelt so wenig Daten wie möglich. Auf dem Gerät wird deshalb nur ein ungefährer Standort gespeichert. Für mich ist das ein Vorteil. Ich würde Apple Pay deshalb , im Gegesatz zu Googles Pendant,nutzen, wenn meine Bank das anbieten würde.

  • Es freut mich zu hören wie sorgsam und sparsam Apple mit meinen privaten Daten umgeht. Immerhin habe ich ja Kontoauszug und eventuell den Quittungsbeleg auf dem alles richtig ist und das reicht mir. Ich zahle immer mit der Apple Warch und bisher stimmten die Namen der Geschäfte in dem Wallet der Watch App auf dem iPhone und selbst wenn sie dort nicht stimmen würden, das hat keine Relevant, da schaue ich nie rein, sondern immer nur auf mein Konto, das ist das Einzige was zählt.

  • Die Schlechtreder Fraktion anscheinend auch. Aber schön PayBack oder PayPal und andere Systeme nutzen, oder WhatsApp….
    Oder?

  • So What? sollte ich das beruflich benötigen, z.b. Bewirtungsbeleg, brauch ich eh einen Ausdruck.
    Solang es bei am Ende des Montats in meiner KK Abrechnung richtig drinsteht isses mir doch egal.

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