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Apple prüft Aufenthaltsort

App-Store-Freiheit mit Geosperre: Gnadenfrist im Ausland

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42 Kommentare 42

Mit der gestrigen Bereitstellung von iOS 17.4 und dem morgen in Kraft tretenden EU-Gesetz über digitale Märkte ändern sich für iPhone-Anwender in der europäischen Union genau vier Dinge.

App Store Logo Award

Vier neue Freiheiten

  • Europäische Anwender werden iPhone-Applikationen aus alternativen App Stores laden und auf ihren Geräten installieren können.
  • Europäische Anwender werden alternative Webbrowser mit eigenen Rendering-Engines installieren können.
  • Andere Webbrowser als Apples Safari lassen sich zum systemweiten Standardbrowser befördern.
  • Europäische Entwickler dürfen alternative Bezahlungsoptionen in ihren App Store-Applikationen darstellen und externe Links zur Kaufabwicklung einsetzen.

Der Zugriff auf die neuen App-Marktplätze soll, wie die anderen Freiheiten auch, ausschließlich Anwendern innerhalb der Europäischen Union zugänglich gemacht werden. Nutzer aus Asien, Amerika und Co. werden von den neuen Freiheiten nicht profitieren.

Apple prüft Aufenthaltsort

Um sicherzustellen, dass die neuen Funktionen ausschließlich Europäern angeboten werden, prüft Apple den aktuellen Aufenthaltsort eurer Mobilgeräte und versichert sich unter anderem, dass die Apple-ID eines Benutzers auf ein Land oder eine Region innerhalb der Europäischen Union eingestellt ist, damit der Zugriff auf alternative App Stores angeboten wird.

Apple setzt zudem voraus, dass sich Nutzer, die auf die alternativen App Stores zugreifen wollen, auch physisch innerhalb der Europäischen Union befinden müssen.

Wer eine Reise antritt verliert den Zugriff zwar nicht sofort, nach einer gewissen Gnadenfrist (die Apple nicht weiter spezifiziert), wird der Zugriff auf alternative App Stores jedoch deaktiviert. Vorhandene Anwendungen können weiterhin genutzt werden, die neue Installation von Applikationen aus alternativen App Stores ist außerhalb der Europäischen Union allerdings nicht mehr möglich.

Apple erklärt diesbezüglich:

Wenn du die Europäische Union kurzzeitig verlässt, hast du für eine Übergangsfrist weiterhin Zugriff auf alternative App-Marketplaces. Wenn du dich zu lange außerhalb der EU aufhältst, verlierst du den Zugriff auf einige Funktionen, einschließlich der Installation neuer alternativer App-Marketplaces. Apps, die du auf alternativen App-Marketplaces installiert hast, funktionieren weiterhin, können aber nicht von dem Marketplace aktualisiert werden, von dem du sie heruntergeladen hast.

06. Mrz 2024 um 15:27 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Gilt das für Europäer oder EU Bewohner? (Schweiz / UK…)

  • Frag mich nicht, aber irgendwie krieg ich grad Bauchschmerzen damit. Warum sollte Apple dauerhaft meinen Standort wissen müssen? Der wirtschaftliche Grund ist für mich da echt nicht ausreichend, ich hoffe mal dass da genügend Datenschützer gegen klagen werden. Ist ja echt nicht besser als Google.

    • Wer sagt das Apple den weiß? Reicht ja wenn dein iPhone lokal das checkt.

      • Solange es da keine weitere Konkretisierung gibt, muss man halt erst mal davon ausgehen dass Apple die Informationen bei sich zentral abspeichert. Das Vertrauen in amerikanische Firmen was das Thema Datenschutz angeht ist (und sollte) nicht mehr vorhanden sein. Gerade nicht mit so einer Ankündigung und Apples Einstellung zu dem gesamten Thema. Nicht vergessen, Apple ist ebenfalls eine Advertisement Firma die, wenn man Bloomberg glauben darf, aktuell rund 4 Billionen Dollar jährlich mit der Sparte einnimmt. Da würde ich die Öffnung des AppStores auch nutzen um das Geschäft noch mal mit genaueren Daten zu pushen um die einnahmenverluste auszugleichen. Nicht vergessen, anders als in Europa sind Firmen in den usa ausschließlich shareholder getrieben. Der Kunde als steakholder kommt immer nach dem Gewinn.

      • Ich glaube nicht, dass es 4 Billionen Dollar sind, sondern eher das tausendste davon. (4 billion Dollars -> 4 Milliarden Dollar.)

      • Das stimmt, sorry ich hab die Übersetzung von englisch ins Deutsche vergessen, es ist aber nicht weniger beeindruckend was Apple da generiert und mit Blick auf Meta und Alphabet ist da halt immer noch viel Luft nach oben.

      • Früher war es so, dass Apple sein Geld mit den Geräten verdient hat. Heute melken die alles für die Gewinnmaximierung.

      • Du meintest sicherlich Stakeholder aber Steakholder ist schon witzig

    • Und ums zu konkretisieren: Apple weiß über meine ländereinstellung vom Gerät bzw. AppStore Account in welcher Region ich mich aufhalte. Das sollte zur Legitimation ausreichen. Apple gehört halt echt nicht zu den Firmen, denen man seinen Aufenthalt mitteilen sollte.

      • Apple weiß über deine Ländereinstellung vom Gerät bzw. AppStore Account welche Region DU eingestellt hast. Mehr aber auch nicht.

      • Wäre echt das beste, bis dahin werde ich Apple weiterhin per DNS Blocker so gut wie es geht aus meinem Gerät raushalten. Anders geht’s halt mit nem firmengerät leider nicht.

      • @KaroX und genau das sollte Apple auch vollkommen ausreichen.

      • Sicherlich „sollte“ … reicht es aber nicht. Das ist ein ähnliches Spiel wie Streamingangebote über sozialschwächere Länder zu beziehen. Als Europäer wolltest du diese Funktion haben, also stelle sicher, dass du in Europa bist. Was du hinterfragst ist ja grundlegend nicht verkehrt – ist aber vorerst eine Unterstellung deinerseits. So lange: Entweder nicht nutzen, oder abwarten bis Apple mit „Datenschutz ist uns wichtig“ erneut in der Kritik steht.

      • da wird es doch bestimmt ein GPS-Spoofing-App in einem AAS geben.
        Aber die wichtigere Frage: Muss ich meinen Standort auch freigeben, wenn ich die AAS nicht nutzen möchte?
        Außer das der AS sowieso gerade auf den Standort zugreift um Apps nach der Umgebung aufzulisten.

      • Apple steht ja oft genug damit wieder in der Kritik und dein Beispiel ist schon thematisch daneben, da es beim Streaming um lizenzgründe geht, hier gibt es diesen Grund nicht (selbst wenn du die Technology fee von Apple als Lizenz ansiehst, Apple verdient da egal wo gleich dran. Da ist es egal ob man 2 Millionen Apps in der Türkei oder in Brüssel lädt).

      • Leider ist das nicht richtig was du behauptest, jeder Entwickler kann die Preise je Land anpassen und selbst Apples Dienste sind nicht in allen Ländern gleich teuer / günstig.
        Und ja, Lizenzkosten, aber wieso ist ein Rechtliches Thema nicht genau so wichtig wie Lizenzen?

      • Bei den Alternativen AppStores geht es um das downloadvolumen und nicht um den erwirtschafteten Umsatz pro App. Da spielt es keine Rolle ob eine App gratis oder für 20.000€ verkauft wird. Da Apple es ja mit den Alternativen AppStores begründet ist der Preis pro App im eigenen Apple AppStore auch egal.

      • Absolut. Die meisten nehmen hier ja auch immer den tollen Datenschutz von Apple als Begründung für deren Geräte. Den abverkauf dessen sollte da wohl jeder mal kritisch hinterfragen.

      • Da wirfst du jetzt aber einfach alles mögliche zusammen und stellst es als gleichwertig dar.

    • Was machst Du hier für eine Welle mit halbgewalkten Behauptungen? Damit das funktioniert, muss Apple Deinen Aufenthaltsort überhaupt nicht wissen, es sei denn Du betrachtest das von dir genutzte Apple-Gerät auch schon als Apple. Für diesen Fall solltest Du schnellst möglich zu einem deutlich vertrauenswürdigeren Anbieter wie Xiaomi oder Huawei wechseln.
      Es reicht völlig aus, wenn das Operating System des von Dir verwendete Apple Gerät die Regeln kennt. Die Apple ID war schon immer an Länder gekoppelt. Die current location kann Dein iPhone selbst prüfen und übermittelt dann lediglich ob eine Info darüber, ob diese zu den AppStore Rules passt … Apple kann also sehr wohl seine Rules überprüfen ohne Deinen exakten Aufenthaltsort zu kennen … und btw. : Ganz ohne GPS Daten kann man schon ziemlich exakt Deinen Ort an Hand der verwendeten IP-Adresse ermitteln. Das kann man unter Verwendung der aktuellen SSID weiter verfeinern – viele Grüße von Google Street View und Apple Maps

      • warum ich Apple (die sonst ja auch sehr gerne aufzeigen wie deren Systeme Datenschutzkonform aufgebaut sind) in dem Fall nicht vertraue habe ich oben schon geschrieben. Mit dem Rest hast du natürlich recht. Gänzliche Sicherheit gibt es leider nicht mehr

    • Erinnert ihr euch an 2012? Damals gab es einen Patentstreit zwischen Apple und irgendwen, durch den es nicht möglich war innerhalb Europas Emails gepusht zu bekommen. Außerhalb Europas, ich war zu der Zeit im Urlaub in Ägypten, funktionierte es nach kurzer Zeit wieder. Damals krähte da auch niemand nach Datenschutz.
      Außerdem gibt’s auch Geoblocking – auch da wird der „Standort“ per IP Adressen kontrolliert.
      Will heißen: Jemand der ein „Always online“ Gerät besitzt sollte hier auch die Kirche im Dorf lassen.

      Antworten moderated
      • Damals war Apple auch noch nicht im advertisement aktiv und hat sich tatsächlich noch glaubhaft für Datenschutz eingesetzt. Klar muss man sich, gerade als Konsument, heute mehr damit beschäftigen als damals. Aber ja, Leute die sich hier (nicht) aufregen, sollten sich auch (nicht) bei anderen über fehlenden Datenschutz beschweren.

    • Apple weiß das eh, wenn du nicht einiges im iPhone abschaltest.

  • Frage: Wenn ein europäischer Entwickler (Spotify) im AppStore einen Link zu günstigeren Konditionen auf der Spotify-Website schaltet, ist der dann auch für User außerhalb der EU sichtbar?

  • Das hiesse dann ja auch, dass ich bei einem längeren Aufenthalt außerhalb der EU keine sicherheitsrelevanten Updates für Apps bekomme, die außerhalb des AppStores erworben wurden.

  • Ist Geoblocking nicht verboten innerhalb der EU, wieso darf Apple das dann Prüfen?

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