iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 30 814 Artikel

Download-Tipps mit "Geschmäckle"

9 Euro pro Woche: Apple bewirbt wieder Abzock-Apps

44 Kommentare 44

Die Empörung des für den Code-Editor Codea verantwortlichen Entwicklers Simeon Saëns ist nachvollziehbar. Dieser macht hier auf eine der sogenannten App Store Stories aufmerksam, die täglich von anonymen Apple-Redakteuren geschrieben und anschließend auf der Startseite des Software-Kaufhauses veröffentlicht werden.

Schleim Apps

Apples „Redaktion“ empfiehlt Schleim-Apps im Abo

Täglich neue App Store Stories

Apples redaktionelle Inhalte sollen Anwender zum täglichen Abstecher in den App Store animieren und im besten Fall auf interessante Anwendungen aufmerksam machen, die Nutzer im Dickicht des App Stores auf eigene Faust nicht aufspüren würden. Im besten Fall.

Viel zu oft nutzt Apple die App Store Stories jedoch um auf Inhalte umsatzstarker App Store-Schwergewichte wie Disney+ oder PUBG Mobile hinzuweisen. Sollen nicht gerade ausgewählte Partner gepuscht werden, tauchen zwischen den App Store Stories oft auch lieblos zusammengewürfelte App-Zusammenstellungen auf, die häufig wie die ersten 10 Suchtreffer zu einem Thema wirken, oder ausgewählt wurde, weil das Icon nett gestaltet war. Viel zu oft bewerben die App Store Stories dabei Abzock-Applikationen und unbrauchbaren Software-Müll.

Apple hat schon Abo-Metronome beworben

In der Vergangenheit haben Apples Redakteure hier etwa schon digitale Metronome beworben, die 8,49 pro Woche für die schlichte Ausgabe eines Takt-Signals verlangt haben.

Und eben hier setzt auch Simeons Kritik an. Eine aktuelle App Store Story in der australischen Filiale des Software-Kaufhauses hat sich unter der Überschrift „Slime Relaxation“ iPhone-Apps gewidmet, in denen die eigenen Finger in virtuellen Schleim getaucht werden können.

Schleim App

Apple empfiehlt: Virtueller Schleim für 500 Euro pro Jahr

Unter Apples Empfehlungen tauchen dabei Anwendungen wie etwa „Jelly: antistress slime spiele“ auf, die für die wöchentliche Nutzung 8,99 Euro verlangen – fast 500 Euro pro Jahr.

Dabei verdienen Apps wie „Jelly: antistress slime spiele“ ihr Geld nicht selten mit versehentlichen In-App-Käufen und von Anwender, die vergessen haben oder schlicht nicht wissen, wie sich laufende Abos kündigen lassen.

Simeon gibt zu bedenken: Das Kunden-Vertrauen, das Apple mit solchen Empfehlungen korrodiert, schadet ehrlichen Indie-Entwickler.

05. Aug 2021 um 16:46 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    44 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei
    44 Comments
    Oldest
    Newest Most Voted
    Inline Feedbacks
    View all comments
    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 30814 Artikel in den vergangenen 5160 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2021 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven