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Verhandlungen hinter geschlossenen Türen: Googles Fahrplansuche in Deutschland weiterhin nicht in Sicht

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Während die iPhone-Bordmittel in anderen europäischen Metropolen bereits einen vollständigen Zugriff auf Bus, U- und S-Bahn Fahrpläne sowie das komplette Streckennetz des öffentlichen Personennahverkehrs bieten, müssen deutsche iPhone-Nutzer nach wie vor auf zusätzliche AppStore-Downloads wie z.B. „Fahrinfo Berlin“ (AppStore-Link) und „Fahrinfo VGN“ (AppStore-Link) zugreifen um sich die geschickteste Route von A nach B ausrechnen zu lassen.

In Kopenhagen und Barcelona (um hier nur zwei Städte zu nennen) kennt Google die Busfahrpläne hingegen minutengenau und liefert in der Karten-Applikation nicht nur Wegvorschläge für KFZ und Spaziergänger, sondern gibt auch Auskunft über die beste ÖPNV-Verbindung.

Eine Einschränkung, die sich vor gut einem Jahr erstmals zu lockern schien. Damals bestätigte uns die Berliner BVG laufende Verhandlungen mit Google und ließ auf einen baldigen Start der Bus- und Bahnverbindungsabfrage hoffen. Jetzt – inzwischen sind mehr als 365 Tage ins Land gestrichen – haben wir noch mal Kontakt zum Verhandlungsführer, dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, aufgenommen.

Wie lange kann die Bereitstellung einer Schnittstelle zum Zugriff auf die Fahrplandaten schon dauern? Gerade nach dem peinlichen PR-Debakel um die Fahrplandaten der BVG müsste der VDV doch an einer schnellen Freigabe seiner Strecken-Infos interessiert sein.

Fehlanzeige. Gegenüber ifun gibt sich der Pressesprecher des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zugeknöpft:

[…] ich kann Ihnen sagen, dass es Gespräche mit Google u. a. zu diesem Sachverhalt [Anm.: der Fahrverbindungsanzeige über Google Maps] gibt. Allerdings kann ich Ihnen keine Ergebnisse oder Zwischenstände nennen, denn es ist noch nicht abschließend verhandelt worden.


Ein wenig aussagekräftiges Statement, das der VDV auch auf Nachfrage nicht konkretisieren wollte. Keine Infos zum derzeitigen Verhandlungsgegenstand, keine Prognosen zum zeitlichen Rahmen.

Mittwoch, 28. Mrz 2012, 11:10 Uhr — Nicolas
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  • Wusste garnicht das es sowas gibt. Ist auf jedenfall sehr praktisch. Würde ich wahrscheinlich auch regelmäßig nutzen.

  • Sollte der ÖPNV nicht gesteigertes Interesse an der Veröffentlichung der Daten haben? Sicherlich: Google ist ein kommerzielle Firma, aber dafür übernehmen sie auch die Verbreitung. Wären diese Daten frei, so könnten auch weniger vermögende Firmen eine App dafür anbieten und nicht nur Google, die entsprechend Geld zahlen können.

    • Die ÖPNV-Unternehmen sind schlicht öffentlicher Dienst. Da wird lieber tief geschlafen als flott verhandelt…

      • So direkt kann man das nicht sagen, das Problem in solchen Fällen ist einfach, dass es durch zig Stellen geht und überall abgewunken werden muss und wenn einer „Nein“ sagt, dann dauert das dementsprechend lange….

        Allerdings hätten Sie durch die extreme Verbreitung der Google Karten den Vorteil, dass sich viele Benutzer dann doch für Bus- und Bahn entscheiden würden -> Mehr Umsatz
        Das scheint allerdings noch nicht so ganz angekommen zu sein..

  • Vielleicht ist es in anderen Ländern einfacher, weil es nicht in jeder Stadt bzw. Kommune einen eigenen Nahverkehrbetrieb gibt?
    Sieht man ja schon im App.-Store: Verschiedene Apps für verschiedene Städte.

    • Ich denke auch dass es in Deutschland etwas komplizierter ist als in einigen anderen Ländern. Gerade die unzähligen Privatunternehmen.

      • Die Bahn (Stichwort: DB Navigator App) hat auch alle Daten. Daran wird es nicht liegen.

        Vielmehr an der übertriebenen Bürokratie, welche die Deutschen meinen betreiben zu müssen …

      • Beispiel hier in Dänemark. Ähnlich kleinteilige Aufteilung in regionale Verkehrsunternehmen. Aber überall kann man das Smartphone zücken und schauen wann und wo die nächste Verbindung von A nach B nach C geht. Oder dies auch für individuell einstellbare Zeiten abfragen. Jetzt sage ich auch noch, dass es in den meisten Linien kostenfreies WLAN gibt. Auch digitale Tickets kann man in immer mehr werdenden Regionen (spontan) kaufen.

        Und DE? Schnarch …

  • Ist in Österreich leider auch so. Es funktionierte einige Zeit mit GoogleMaps neben Auto und Fußgehermodus die öffentl. Verkehrsmittel einzubeziehen, leider ist diese Funktion seit ca. 2 Jahren nicht mehr vrrfügbar, angeblich legen sich die ÖBB quer. War so eine praktische Funktion, speziell in der Stadt, wie komme ich am Besten von A nach B auch mit Öffis

  • In Deutschland funktioniert hervorragend die DeutschBahn App.
    Damit kann man super auch Bus, Tram, Sbahn usw sehen…

    • Richtig…auch wenn es vielleicht ein wenig länger als mit Google Maps dauert.

      • Dafür steigt man aber dann auch ins richtige Verkehrsmittel. In München findet man in Google Maps immer noch Haltestellen mit Angaben zu Trambahnlinien, die es seit Dezember 2011 nicht mehr gibt.

  • Wieder mal typischer deutscher Bürokraten Unsinn !

    • Ich wäre vorsichtig, ich würde erst einmal gerne wissen, was Google verlangt und was die Verkehrsunternehmen anbieten können. Ich arbeite selber in der IT und es kann gut sein, daß z.B. Google bestimmte Anforderungen an die Daten hat, die die Unternehmen nicht ohne großen Mehraufwand erfüllen können. Wer weiß, vielleicht importiert die deutsche Bahn die Daten im Batch und integriert sie täglich ins System und Google erwartet einen online Webservice?

  • SEHT ZU!!!
    Sonst fahr ich halt mit’n Auto!!! :D

  • Google soll mal lieber die Satellitenfotos von Berlin updaten, dazu müssen Sie mit niemandem verhandeln.

  • Stuttgart21-Befürworter

    Also die in der GoogleMaps-App vorhandene ÖPNV-Navigation habe ich schon öfters mal im Ausland verwendet, finde sie aber nicht sehr praktisch – die FahrInfo-Apps für Stuttgart, Hamburg, Berlin, München, Dresden, Nürnberg, Salzburg und Konstanz oder den DB-Navigator sind da viel besser.
    Zu mal -zumindest in Stuttgart in die FahrInfo-App und die VVS-Mobil-App- diesen Monat das Handyticket integriert wird, und ende des Jahres auch Zeitkarten sprich die Abo-Tickets auf’s iPhone bzw. Handy kommen, sind mir diese Lösungen für die ÖPNV-Nnutzung lieber :-)

  • Ich finde die beste App ist von der Deutschen Bahn. Neben der Suche, kann man auch direkt das Ticket bestellen, ist schon recht praktisch. Das iPhone ist zugleich die Fahrkarte.

  • Hatte neulichndie Gelegenheit Google Maps im öv von Kopenhagen zu testen und war begeistert.
    Das gute dadran ist, man bekommt sofort eine sehr einfache Beschreibung auch zur Station und von der Zielstation ans eigentliche Ziel. Gerade wenn man sich in einer Stadt nicht gut auskennt, ein echter Mehrwert gegenüber lokalen Apps von Verkehrsbetrieben.
    Einzig mir aufgefallener Nachteil : der Fahrplan hilft gar nichts wenn dann der letzte Bus einfach fünf Minuten eher abfährt und sich nicht drum schert, dass später kein Bus mehr fährt…

  • Ich war letztes Jahr in Barcelona, und war verblüfft wie genau das dort funktioniert. Du kommst in eine fremde Stadt zuckst dein Smartphone und brauchst dir keine Sorgen machen das du nicht am richtigem Zielpunkt ankommst. Das war echt krass. Auch 3G in der U-bahn ist zu loben. Unterwegs zu nächsten Sehenswürdigkeit mal schnell gucken wo und was und überhaupt. Barcelona ist in dieser Sache TOP! Hier dagegen wird scheinbar alles geblockt. Und Fahrinfo-Berlin kann man sich in die Haare schmieren. Ist unzuverlässig, und oft sogar schlicht falsch.

  • Die wollen keine Fahrgäste, deswegen geben sie die Fahrpläne nicht raus.

    Ich als Transportunternehmen würde die Pläne möglichst vielen an die Hand geben, damit entsprechend mehr Fahrgäste meine Transportmittel in Anspruch nehmen.

    Wenn sie schlau wären, würden sie einfach eine EDV Schnittstelle für den Lesezugriff auf die Daten für jeden kostenlos freigeben.

  • Beim hl. Bürokratius: Wo kämen wir denn da hin, wenn man so einfach an die Fahrplandaten käme. Ausserdem könnte man da auch feststellen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel schneller als ein Auto sind! Da hätten wir dann hoffnungslos überfüllte S-Bahnen, U-Bahnen, Trambahnen uns Buse und öffentliche Verkehrsmittel werden auch von Nerds benutzt!
    Also weiterhin gilt: Es lebe die deutsche Kleinstaaterei!

  • Hi,
    einige Kommentare sind hier ziemlich daneben.
    Wer einmal mit Google Vertragsverhandlungen geführt hat der weiß
    das die alle umsonst haben wollen. Selbst aber ordentlich Einnahmen
    über Werbung von jedem Nutzer kassieren. Die sind auch nicht besser als
    Facebook…

    • Du musst auf der anderen Seite aber sehen das man online jegliche Daten eh kostenlos Abfragen kann. Also warum sollte Google das nicht auch kostenlos Anfragen? Profitieren würden die ÖPNVs doch eher durch die höheren Nutzerzahlen und somit höheren Umsätze. Ich würde JEDEM der anfragt kostenlos die Daten zur Verfügung stellen um mehr Leutedazu zu bringen mir Geld zu geben… Sogar eine bestimmte Formatierung würde ich per Script leicht änderbar mit einen Klick in Kauf nehmen. Von daher kann ich fast alle Kommentare verstehen die sich vorallem um das Unverständnis drehen, das sowas in Deutschland nicht funktioniert

  • Vermutlich wollen die in der tat kein mehr an Gästen haben, wenn man die Desaströse Lage bedenkt. Wenn da jetzt noch mehr Gäste wären, bricht doch alles zusammen.

  • Warum. Gibt doch Abfahrtsmonitor. Besser Ehre doch nicht

  • Google muss nicht alle Daten haben …. Hier in München hat der MVV / MVG richtig gute Apps und der dB-Navigator geht auch für die öffentlichen….

  • Nicht nur in Kopenhagen und Barcelona. Die ganze Schweiz ist flächendeckend in der Maps-Fahrplansuche integriert. Die Fahrt von der Grossstadt in das hinterste Bergtal lässt sich innert weniger Sekunden planen. Perfekter Service.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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