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Google bringt Chrome für Android und bezahlt für euer Surf-Verhalten – Path nicht

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Wir haben kurz überlegt ob wir zur Path-Handhabe eures Adressbuchs ein großes Fass aufmachen. Das kostenlose soziale Netzwerk (AppStore-Link) lädt nach seinem iPhone Erst-Start euer komplettes Adressbuch auf seine Server und versucht so Bekanntschaften miteinander abzugleichen und das einfache Finden von Freunden und Kollegen zu ermöglichen.

Klasse Aufreger-Überschrift, keine Frage. Aber ganz ehrlich: Auf kostenlose soziale Netzwerke Dritter zu setzen, und sich dann über den Austausch persönlicher Kontakte aufzuregen? Eine gute Analogie wären hier wohl Raucher, die nach der Krebs-Diagnose die Tabak-Konzerne verklagen.

Sicher, ein Opt-In zur Adressbuch-Weitergabe hätte der Applikation wahrscheinlich gut gestanden – aber gerade im Fall eines sozialen Netzwerkes, setzen wir das Opt-In bereits mit der Installation voraus. Spiele die zu solchen Methoden greifen, wären (und waren) ein ganz anderes Thema.

Ein Vorschlag zur Güte: Apple könnte zukünftige iOS-Versionen mit einem systemweiten Adressbuch-Schutz ausstatten und die Freigabe noch vor dem Start der Applikation fordern. Eine Handhabe die wir von GEO-Positionen und Push-Benachrichtigungen kennen.

Und selbst die Nachfrage „Darf Path ihr Adressbuch benutzen“ würde die Nutzer-Registrierungen des schicken Facebook-Konkurrenten wohl nicht merklich beeinflussen.

Google demonstriert dies aktuell mit seinem „Screenwisepanel„. Das Programm ist Online-Nutzern ab 13 Jahren zur Registrierung geöffnet und zahlt quartalsweise mit $5-Amazon-Gutscheinen für die Echtzeit-Kopien eures kompletten Surf-Verhaltens.

As a panelist, you’ll add a browser extension that will share with Google the sites you visit and how you use them. What we learn from you, and others like you, will help us improve Google products and services and make a better online experience for everyone.

Die Chancen, dass Android-Nutzer hier demnächst auch für ihre mobilen Surf-Daten entlohnt werden stehen übrigens gut. Chrome steht seit gestern auch für Android-Handys zum Download bereit. Einziges Manko des mobilen Browsers: Zur Installation wird Android 4.0 vorausgesetzt. Die aktuelle Betriebssystem-Version ist jedoch nur auf 1% aller iPhone-Konkurrenten mit dem Google OS installiert.


(Direkt-Link)

Mittwoch, 08. Feb 2012, 11:04 Uhr — Nicolas
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  • Macht Viper schon seit den Anfängen. Ist kein gutes Gefühl.
    Schade.

  • Wie heisst es doch so schön: „Ist ein Produkt kostenlos, bist Du das Produkt.“

  • Bitte bedenkt:
    Mit den Adressbüchern der User, die das möglicherweise bereitwillig akzeptieren, werden eben nicht nur deren Daten an Google geschickt, sondern auch alle Informationen über ihre Kontaktpersonen. Die fragt keiner! Ohne jede Paranoia können wir wohl davon ausgehen, dass Google bereits einen sehr umfangreichen Datensatz über JEDEN von uns besitzt. Und da geht es nicht nur um Mailadresse, Telefonnummer, Anschrift. Auch Geburtsdaten, Beziehungen zu anderen Menschen, Gruppenzugehörigkeiten etc. sind recherchierbar. In Verbindung mit dem eigenen Surfverhalten / Suchanfragen noch viel mehr.

    • Du hast schon verstanden, das Path nichts mit Google zu tun hat, oder?
      Im Beispiel Path zeigt sich übrigens ein Vorteil von Android: Ich sehe das eine App Zugriff auf mein Adressbuch haben will und kann dann immer noch entscheiden ob ich die App installiere (und damit mein Adressbuch sonstwo landet) oder eben nicht. Bei iOS erfährt man erst durch solche Meldungen davon.

      • Und wie wurde das rausgefunden? mit einem Jailbreak
        und wie kann man das unterbinden? mit einem Jailbreak

        Die Variante von Android finde ich allerdings auch so besser, aber irgendwann kopieren sich die beiden Systeme nur noch und wir alle können von den hoffentlich kopierten Vorteile und nicht den Nachteilen profitieren xD

  • WhatsApp läd auch das Adressbuch hoch übrigens… sicherlicher verbreiteter als Viber & Co..

  • Wann wacht diese Welt aus ihrem digitalen Koma endlich auf. Im Rahmen des Datenschutzes sollte man auch Behörden und öffentlichen Einrichtungen verbieten, über Facebook und Co zu kommunizieren, die eine Registrierung voraussetzen.

    Vielen Jugendlichen wird erst viel später schmerzlich bewusst werden, dass sie kein Privatleben mehr haben. Denn nach den Worten von Mark Zuckerberg ist das heute „nicht mehr zeitgemäß“. Na schönen Dank.

  • [..] Die Chancen, dass Android-Nutzer hier demnächst auch für ihre mobilen Surf-Daten entlohnt werden stehen übrigens gut. [..]
    Aktuell bietet Chrome für Android allerdings keine Schnittstelle für Erweiterungen. Und ich wage auch zu bezweifeln das Screenwisepanel ein fester Bestandteil von Chrome für Android wird. Aber lassen wir uns überraschen.

  • Gute Idee
    >> Adressbuch-Schutz ausstatten und
    >> die Freigabe noch vor dem Start der
    >> Applikation fordern
    Namhafte Organisatoren, viele (digitale) Unterschriften an Apple und es könnte Gehöht finden. Ganz in meinem Sinne.

  • warum wird es kein Flash unterstützt ?

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