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Die Telekom-Spotify Kooperation: Ein Angriff auf die Netzneutralität?

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“Netzneutralität bezeichnet die wertneutrale Datenübertragung im Internet. Netzneutrale Internetdienstanbieter senden alle Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden, unabhängig davon, woher diese stammen, zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen, was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat.”

Artikel-Einleitung der Wikipedia zum Stichwort Netzneutralität bringt uns zu Jens Best.

Best setzt sich mit der zur IFA angekündigten Partnerschaft zwischen dem Bonner Mobilfunker und dem Musik-Streaming-Anbieter Spotify auseinander und kritisiert den Marketing-Deal scharf. Die Tatsache, dass die Telekom den durch Spotify verursachten Netz-Traffic nicht gegen das Datenvolumen der zahlenden Nutzer rechnet, könnte langfristig zu einem Zwei-Klassen-Internet führen, in dem Besuche auf Spotify, Facebook und Spiegel Online kostenlos, den Abstecher zu Rdio, der TAZ und Twitter aber kostenpflichtig werden könnten.

Momentan sei der Deal vielleicht noch zu vernachlässigen. Angebote wie das Beschriebene ebenen jedoch den Weg für weitere Synergien, die, je größer die Auswahl der aktiven Telekom-Partner wird, einzelne Dienst irgendwann nicht mehr bevorzugen werden, sondern effektiv dafür sorgen, die Alternativen zu benachteiligen.

Welche Daten über das Web transportiert werden, geht den Provider nichts an. Netzneutralität bedeutet, dass es deine Sache ist, ob du Texte, Musik, Video etc. mit einer Plattform oder mit Freunden austauschst. Die diskriminierungsfreie Übertragung aller Datenpakete unabhängig von Herkunft oder Ziel, Form oder Inhalt. Dies ist eine der wesentlichen Grundlagen für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationskraft des Webs. [...]

Der Konsument ist beim Mobilbereich bereits so konditioniert, dass er/sie sich extrem beschränkte Datenqualität ab 300MB bzw. 2 GB (je nach Vertrag) als “Daten-Flatrate” verkaufen lässt. Es muss diesen so veräppelten Menschen als eine Befreiung vorkommen, nun “Unlimited Musikgenuss jenseits von Flatrate-Grenzen geniessen zu können” – so hoffen es zumindest die Marketing-Einseifer.

Diskussion 62 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. An sich ist das schon richtig, nur es ist ja eigentlich dafür gedacht, dass dem Verbraucher keine Nachteile entstehen. In diesem Fall würde es sich aber eher negativ auswirken. Alternativ müsste man die Volumenregelung aufheben, nur das wird wohl niemals geschehen.

    — kidding
  2. Spotify ist kein freier Dienst wie Gesichtsbuch, YouTube und Twitter, sondern ein Premium Dienst. Daher kann ich dem Gedankengang nicht wirklich folgen.

    Das Angebot der Telekom schließt einfach die Kosten für Spotify mit ein. Jedenfalls ist das mein Kenntnisstand. Wäre das nicht so, würde könnte ich die Befürchtung teilen.

    — Sebastian
    • Ich freue mich im Kern auch über den Deal Spotify Premium/Telekom. Das sage ich auch deutlich in meinem Blogpost.

      Dennoch ist das Handeln der Telekom verräterisch. Es geht konkret um das Element, dass die “gedrosselte Fake-Flatrates” gewöhnte Öffentlichkeit das Beheben eines künstlich-erzeugten Nachteils als Vorteil empfindet (logisch) – auf diese Freude setzt die Telekom auf. Das ist ja das Perfide.

      Denn es wird übersehen, dass damit die grundlegende Gleichbehandlung von Daten (ob Text-Byte, Musik-Byte, Video-Byte) aufgehoben wird. Dies ist ein klarer Verstoss gegen das grundlegende offene Innovationensprinzip des Webs. Der erste Riss in der Mauer, die es zu schützen gilt – trotz aller Freude, dass es mit Spotify nach oben geht.

      — Jens Best
      • Und wie kann man den Riss kitten? Wie verhindern das noch neue dazu kommen?

        Ich hoffe dass es irgendwann soweit kommt dass man auch in der mobilen Nutzung keine Datenbegrenzungen mehr hat. So wie eben zu Hause wenn man mit der Leitung surft ^^.

        — Kai
      • @Kai, es gibt auch Zuhause teilweise Drosselungen… Nicht nur im Mobilfunkbereich sondern auch bei Kabelnetzbetreibern z.B.

        — m4st3r
      • Sorry aber die Meinung kann ich definitiv nicht teilen!! Ein 2 Klassen Internet würde entstehen, wenn der Netzbetreiber für mehr Geld, die Geschwindigkeitsbeschränkung aufheben würde! Nicht, einen Dienst inkl. der Datennutzung KOSTENLOS anbietet!!!

        Manche Blogger wollen sich mit Skandal-Post’s einfach nur wichtig machen… Gleicht, ja schon der Bild Zeitung hier…

        — Selcuk
      • Zudem gibt es auch bei zb. Mobile TV keine anrechnung des Datenvolumes, dort hat sich auch keiner beschwert..

        — Teischer
  3. ich denke auch, dass dies eher zu vernachlässigen ist. wenn dann die telekom noch anteile an spotify hat (keine ahnung jetzt), dann erklärt es ja. und solange keine nachteile an den usern entstehen, ist es okay. ich hoffe nur, dass die telekom das netz entsprechend auch ausbaut. weil wenn dann alle smartphone-user damit anfangen…dann ist ja irgendwann mal eplus-besser ;)

    krzysiekbln
    • Es entstehen aber Nachteile.
      Will man entspannt Musik hören,muss man eben Spotify nutzen,und kann nicht z.b einen Radio stream hören.
      Denn der Radio Stream wird ab der Drossel unbrauchbar.

      — Stefan
      • Den Zusatzdienst wie den Dienst an sich von Spotify musst Du extra bezahlen. Webradio ist frei zugänglich und es steht Dir frei, ebenfalls gegen einen extra Beitrag ausreichend Datenvolumen zu kaufen.

        — Sebastian
      • Es ist aber keine netztneutralität mehr gegeben wenn der eine Dienst inklusive ist, für anderen (Konkurrenz) aber datenvolumen berechnet wird.

        — Gerd
      • Sehr wohl ist es “Netzneutral”.
        Bei einem habe ich 1GB zur freien Nutzung und kaufe mir weitere GB per Gebühr dazu oder ich nehme gleich den Spotify-Dienst, der mich ja auch extra Kostet und nutze nur den.
        Wo ist da der Nachteil? Weil der andere mehr (!) zusätzlich (!) GB zur Verfügung gestellt bekommt, als der freie User?

        krzysiekbln
  4. Das Problem ist ja nicht neu. Liga total geht doch auch nicht ins Volumen.
    Die Telekom schert sich offensichtlich nicht um die Netzneutralität. Und wir können wenig dagegen tun.

    — Chris
    • Da ist der Gesetzgeber gefragt.
      Netzneutralität gehört ins GG.

      Wenn die Telekom so etwas machen will,sollen sei wab oder BTX wieder ausgraben.
      Da hat es ja super funktiert.

      Das ist eben das Problem wenn man Idioten in solche Machtpositionen bringt.

      — Stefan
  5. Ich sehe es wie kidding. Nur weil ein Dienst ausgenommen ist und nicht aufs Volumen angerechnet wird, werden die anderen Dienste ja nicht anders priorisiert. Netzneutralität heisst ja dass alle Daten gleich”schnell” übertragen werden, und das ist ja hier immer noch der Fall.
    Gleiches gilt dann für das MobileTV Angebot der Telekom, auch hier wird der entstehende Traffic nicht aufs Volumen angerechnet. Verbieten?!

    Aber ich gebe euch natürlich Recht, irgendwann gibt es eine Zweiklassengesellschaft wenn jeder einen Deal aushandelt.
    Aber da sind wir wieder beim Eingangsstatement:
    Nur weil ein Dienst ausgeklammert ist verändert das ja nicht unser bisheriges Netz. Wenn ich jetzt mit z.B. Napster Musik höre wird das heute genauso angerechnet aufs Volumen wie in ein paar Jahren auch.

    Würde man den Speed für “fremde” Dienste einschränken, dann wäre das für mich ein Angriff auf die Netzneutralität. Aber nicht so.

    — ronan
    • Generell gebe ich die ja Recht, aber die Netzneutralität ist bereits seit Jahren untergraben, denn eigentlich ALLE DSL Anbieter reduzieren den Datendurchsatz von Youtube. Komisch das sich jetzt an solch einem Deal aufgehangen wird aber die eigentliche Beschneidung bekannt ist und das nichtmals erwähnt wird

      — komacrew
      • Das ist doch nichts anderen als das bei Eplus / AldiTalk kostenfrei auf FACEBOOK zugegriffen werden kann?! Ist ja auch nichts anderes..

        — m4st3r
    • Falsch.
      Wenn ich TV gucken will,oder nen Streaming dienst nutzen will,ist man nciht mehr frei in seiner Wahl.

      Denn wer nen andern Dienst nutzen will,wird Benachteiligt.
      Das ist einfach Kriminell,da der Provider hier nochmal für eine schon geleistet Zahlung abkssieren will.

      — Stefan
      • Wo will denn hier bitte der Provider für eine schon geleistete Zahlung nochmal abkassieren? Das erschließt sich mir irgendwie nicht.

        — HunterMW
    • Es geht nicht um Verbieten, sondern um die fairen und innovations-schützenden Grundlagen der Daten-Infrastruktur.
      Es geht grundsätzlich darum, dass Datenströme gleich behandelt werden.

      Dein erster Irrtum: Die Daten werden gleich schnell transportiert – Das stimmt nicht mehr, wenn du gedrosselt wirst und Nicht-Spotify-Daten abrufst.

      Dein zweiter, gewichtigerer Irrtum: Wenn ein Dienst ausgeklammert wird, ist das eine Veränderung des “bisherigen Netzes” – Es gibt jetzt zwei “Netze”, das Spotify-Netz und das “Restliche Daten-Netz” bei der Telekom.

      — Jens Best
    • Es geht nicht um Verbieten, sondern um die fairen und innovations-schützenden Grundlagen der Daten-Infrastruktur.
      Es geht grundsätzlich darum, dass Datenströme gleich behandelt werden.

      Dein erster Irrtum: Die Daten werden gleich schnell transportiert – Das stimmt nicht mehr, wenn du gedrosselt wirst und Nicht-Spotify-Daten abrufst.

      Dein zweiter, gewichtigerer Irrtum: Wenn ein Dienst ausgeklammert wird, ist das eine Veränderung des “bisherigen Netzes” – Es gibt jetzt zwei “Netze”, das Spotify-Netz und das “Restliche Daten-Netz” bei der Telekom.

      — Jens Best
  6. Ich bin auch der Meinung dass diese Kooperation völlig ok ist und auch die kostenfreie Highspeed Streaming-Möglichkeit. Wir einige Vorredner auch würde ich es verabscheuen und total ablehnen wenn bei öffentlichen Diensten und Seiten ein Unterschied gemacht würde. Aber hier ist es einfach ein Premium Dienst. Dann müsste man ja auch kritisieren, dass der Telekom Dienst “Mobile-TV” nicht auf das Volumen angerechnet wird. Sorry. Das ist kein Angriff auf die Netzneutralität.

    — Harry
    • Natürlich gilt das selbe auch für MobileTV.

      >Das ist kein Angriff auf die Netzneutralität.
      Naja,stimmt die Tat ist ja schon durchgeführt,die Telekom verletzt ja bereits aktiv die Netzneutralität.

      — Stefan
  7. Nachtrag: bei einigen Eplus Tarifen ist das ansurfen von Facebook kostenlos. Und nur Facebook und nicht xing, studivz, wer-kennt-wen etc. Das finde ich schon kritischer. Weiß zwar nicht ob das immer noch so ist, aber meine Schwester hatte so einen Tarif.

    — Harry
    • Das gibt es immernoch. Ebenso ist der Aufruf von Pro7.de oder N24.de mit den eigenen Surfsticks umsonst

      — komacrew
    • Im Gegenteil.
      Das ist voll ok.
      Facebook bezahlt in dem Moment die Gebühren(wie bei einem R Gespräch).

      Bei einer Flatrate hat der Kunde diese Kosten aber bezahlt,dann nochmal die Hand aufzuhalten,ist Kriminell.

      Stell dir mal vor du warst essen,der Kellner hat Abkassiert,aber an der Tür steht jemand der noch mal Geld will.

      — Stefan
      • Bezahlt da wirklich Facebook? Dachte immer das sei ein Lockangebot für Facebookjunkies..
        Interessant.

        — ihache
  8. “Netzneutralität bezeichnet die wertneutrale Datenübertragung im Internet. Netzneutrale Internetdienstanbieter senden alle Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden, unabhängig davon, woher diese stammen, zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen, was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat.”

    Und genau das macht die Telekom doch bei diesem Angebot. Die Daten werden weder verändert noch anders Priorisiert (es wird lediglich der Traffic nicht angerechnet), wenn die genutzte Funkzelle an ihre max. Nutzeranzahl gerät wird der Up/Downstream an allen Geräten gleich runter geregelt.
    Das Problem was Herr Best beschreibt hat meiner Meinung weniger mit der Netzneutralität zu tun, sondern viel mehr mit einem kleinem bis mittel schwerem in den Markt der Musik Streaming Dienste.

    Was ich aber auch so noch sehr interessant finde, ist die Tatsache das durch diesen Dienst nicht nur Napster oder Simfy ein Stückweit ausgebremst werden, sondern auch der Telekom eigene Dienst (Musicload Radio) übergangen wird.

    — MikeInB
    • Die Telekom Missbraucht hier ihre Position.
      denn sei guckt bei jedem erst mal nach welchen er benutzt.

      Die Telekom kontrolliert ob du ne Pornoseite nutzt,oder ob du Spotify nutzt.
      Ohne diese Kontrolle könnte der Provider gar nciht entscheiden was er anrechnet.

      — Stefan
      • Sorry Stefan. Wirst du irgendwie von jmd für deine Anti Telekom Haltung gesponsert? Macht hier für mich so den Eindruck.
        Welche Machtposition hat die Telekom? Im Mobilfunksektor ist sie nicht mehr Marktführer. Im Festnetz hat sie nur noch im Bereich der einfachen Telefonanschlüsse eine Führerschaft. Im DSL und IPTV Sektor ist sie ebenfalls kein Marktführer mehr.
        Also gib bitte nicht so viele Unwissenheiten von dir. Klingt ja nach Akte X was du so erzählst – Verschwörung und Verdunkelung über all auf der Welt der Großkonzerne und Weltmächte!

        — McClain
      • Das überprüfen der Seiten wird so auch nicht gemacht wie du dir das vorstellst.
        Die IP von Spotifiy wird einfach unter “kein Volumen abziehen” in den Systemen gespeichert und jedes mal wenn diese in genutzt wird fällt kein Volumen an.
        Da braucht man nicht jede Seite überwachen.
        Das was du meinst ist die vorratsdatenspeicherung und diese wurde von der Regierung entschieden.
        Dort haben sich alle Anbieter gegen gestreunt, da man für sowas riesige Serverfarmen braucht, welche nicht von der Regierung bezahlt werden.

        froody
      • Das ist so nicht Richtig.
        Es ist technisch sehr einfach die Daten von Spotify zu Identifizieren. Viel einfacher als deine ganzen Daten dafür zu durchforsten. Beispielsweise ein eigenes Gateway oder technisches Equivalent und die Sache ist erledigt.
        Und wenn es dir noch nicht aufgefallen ist: Googel mal nach Vorratsdatenspeicherung. Da darfst du dich dann drüber Aufregen.

        — Lamda
      • >Und wenn es dir noch nicht aufgefallen ist: Googel mal nach Vorratsdatenspeicherung. Da darfst du dich dann drüber Aufregen.

        Natürlich reg ich mich auch darüber auf.
        Weil der Staat(bzw aktuell Provider wie Vodafone),ganz klar gegen Gesetze verstoßen.

        Wenn der Telekom Netzneutralität egal ist,haftet sie genauso wie der Nutzer zuhaue mit seinem offenen w-lan(bzw,nur die Telekom haftet als Störer,damit ist der Endkunde raus).
        Das das aktuell nicht der fall ist,lässt sich einzig damit legitimieren,das der Provider vollständig neutral ist,und keinen dienst bevorzugt oder benachteiligt.

        Was die Telekom hier aber tut.

        — Stefan
  9. Meines Erachtens ist das kein Deal der an der Netzneutralität etwas ändern wird.
    Man kooperiert: Spotify bekommt einen weiteren Vermarktungszugang (es wurde ja bereits ein seperater “Spotify-Tarif” angekündigt für Oktober und Bestandskunden haben die Möglichkeit den Premiumaccount für 10€ zu bekommen. Damit bezahlt der Nutzer entsprechend an Spotify die Nutzung des Dienstes. Einzig beinhaltet der Deal nach meinem Empfinden das Feature, dass die Telekom keinen Traffic berechnen wird/will/darf/muss. Und das hat doch für den Nutzer nur Vorteile. Da wird niemand bevorzugt, denn zahlen tut man für den Dienst selbst schon. Und die Telekom nutzt die Innovation eines bereits bestehenden Unternehmens – warum das Rad auch neu erfinden, wenn es bereits fleißig dreht?!
    Von solchen Synergien kann der Verbraucher meines Erachtens nur profitieren!

    — gtc-michel89
  10. >Und das hat doch für den Nutzer nur Vorteile. Da wird niemand bevorzugt, denn zahlen tut man für den Dienst selbst schon.

    Es geht um die Konkurrenz,die hier durch illegalen eingriff in die Grundrechte des Bürgers ausgebremst wird.
    Weder die Telekom noch ein andere hat das Recht zu überwachen,was ich im Internet tue.

    — Stefan
    • Du hast immer noch das Recht und die Möglichkeit den Spotify Dienst separat bezahlen und einen ausreichend hohen Datentarif bei einem Provider Deiner Wahl zu buchen. Ich erkenne ausser einer reißerischen Behauptung keine Einschränkung.

      — Sebastian
  11. Ich verstehe die Aufregung nicht. Im Endeffekt ist es so: Jeder Anbieter hat eine Kooperation mit einer / mehreren Firma / Firmen : E-Plus – Facebook, ProSieben Media gg – Eigene Webseiten, usw. Die Telekom (Zusatz-)Dienste wie Mobile Tv oder jetzt Spotify kosten extra, dafür wird das Datenvolumen nicht angefasst. Wäre das anders, würde doch kein Mensch diese Zusatzdienste nutzen (ich persönlich nutze Liga total! der Telekom). Ab Oktober wird mein Premium Account bei Spotify durch die Zubuchoption der Telekom ersetzt. Für alle, die das nicht nutzen möchten, wird sich nichts ändern. Für alle anderen ist es eine sehr gute (Zubuch-)Option.

    — JonnyVegas
    • “Liga Total” ist auch bereits ein Bruch der Netzneutralität.

      Man kann generell für Schwierigkeiten beim Netz-Ausbau und den damit einhergehenden vorübergehenden Nachteilen Verständnis haben.
      Daraus leitet sich aber nicht ab, dass die grundlegenden Prinzipien eines offenen und gleichen Datentransfers (das was u.a. das Web zu dem gemacht hat, was es schon ist) aufgegeben werden. Wenn hier die Wirtschaft unverantwortlich agiert, um kurzfristige Vorteile zu schaffen, die langfristig verbraucher-unfreundliche Umgebungen schaffen, muss Netzneutralität – wie das bereits in einigen Ländern der Fall ist – gesetzlich geschützt werden.

      — Jens Best
  12. Keinem Unternehmen wird es je gelingen, etwas zu vertreiben, das niemand haben möchte. Jeder Einzelne hat schließlich die Möglichkeit, seine Marktmacht zu benutzen. Da braucht es meiner Meinung nach keine Weltverbesserer, nur ein wenig mehr Eigenverantwortung.

    — Korinther
  13. In Österreich gibt es eine Kooperation zwischen T-Mobile und Deezer. Die bieten zusammen auch einen bestimmten (überteuerten) Tarif an.

    — Ekin
  14. …vermutlich bin ich zu eingefahren oder zu unflexibel mit ü40, um den Faktor der Aufregung gänzlich zu verinnerlichen?!

    Klar, aus Nutzer-Sicht hätte es natürlich nur Vorteile, gäbe es von jetzt auf gleich die absolute Netzneutralität!

    …leider entspringe ich noch aus einer Zeit, in der es nur zu verständlich war, wenn sich Unternehmen A mit Unternehmen B koppelt/arrangiert, um die Gunst der Nutzer zu erzielen, egal ob finanzielle oder optionsmäßige Gründe eine Rolle spielten!

    Hab ich das Ganze jetzt falsch verstanden oder verbucht man das nicht unter marktwirtschaftlichem Wettbewerb bzw. dem Buhlen um die Gunst der Kunden???

    Ich lasse mich gern eines besseren belehren oder aufklären!!!

    — iHorstK
    • heutzutage hat sich das blatt etwas gewandt. große konzerne bedeuten untergang der welt. startups (neu gegründete unternehmen wie es apple einmal war) werden gefeiert. der sinn des ganzen erschliesst sich mir nicht ganz. auf der einen seite verstehe ich die aufregung auf der anderen verstehe ich die argumente nicht! wenn der dienst nur gegen ein entgelt zu bekommen ist dann ist die aufregung eigentlich sinnlos ABER es wird ein monopol geschaffen und da stimme ich jens vollkommen zu. eventuell ist es etwas undankbar formuliert oder dargelegt. mit netzneutralität würd ich da gar nicht erst anfangen. einem unternehmen wird ganz gezielt ein wettbewerbsvorteil geschaffen. bezieht sich aber nicht auf die gesamtheit der nutzer sondern nur auf den telekom kunden. auf der anderen seite ist es für die telekom ein wettbewerbsvorteil da webradio heutzutage gang und gebe ist und unterwegs das ganze zuhören ohne einschränkung ist ein grund für den kunden von einem anderen anbieter zur telekom zu gehen.

      das problem ist zwar da aber ob es die so angepriesene netzneutralität beeinflusst ist eher unwahrscheinlich. für mich verschafft es nur einen wettbewebsvorteil für telekom und für spotify.

      jedoch müsste man hier so einiges aufzählen und nicht nur auf diesen punkt eingehen. jeder hat etwas dem kunden zu bieten damit man auf dem markt nicht untergeht. ich fang jetzt nicht an auf die dinge einzugehen sonst sprengt das den rahmen :)

      — keKs
      • Mit der Marktverzerrung gebe ich dir ja noch recht.
        Auch das die Netzneutralität etwas hoch gegrffen ist stimmt so.
        Aber ein Monopol? Ich bitte dich. Dafür sind jetzt schon zu viele Anbieter auf dem Markt. Das wird so nicht passieren.

        — MikeInB
      • gibt es denn ein vergleichbares angebot? falls ja warum regen sich denn alle nur über telekom auf und nicht über das angebot was anscheinend nur dir bekannt ist.

        ich fasse zusammen:
        radio über internet ohne datenbegrenzung. ab oktober NUR von telekom und spotify. wir könnten das ganze auf ein “quasi-monopol” ausgrenzen. gibt ka genug anderer anbieter die webradio zur verfügung stellen. jedoch hat keiner die möglichkeiten wie spotify mit der telekom. ich gebe zu die anzahl der konsumenten beschränkt sich in dem fall sozusagen nur auf telekom kunden aber es gibt die möglichkeit den anbieter zu wechseln. sollte dies der grund für einen wechsel sein wird die these ja nir untermauert :)

        — keKs
  15. Das ist mal wieder einscheißen auf hohem Niveau. Vielleicht führt das ja früher oder später zu dem, was ohnehin schon längst überfällig ist – auch mobil InternetFLATRATES.

    — Kraine
  16. Wenn es mein Netz ist – wir reden über Mobilfunk – dann kann ich dem einen Vorteil geben wem ich will. Wenn es einen stört kann man zu VF oder O2 bzw. E-Plus.

    Im Festnetz ist es was ganz anderes. Nicht Äpfel und Birnen vergleichen Amigos.

    — Manuel
  17. Also ich sehe in der Kooperation der Telekom mit Spotify langfristig sehr wohl einen Nachteil. Angenommen ich habe einen sehr kleinen Datentarif, so ist mir natürlich in diesem Falle diese Kooperation Willkommen, da der dieser Die St nicht auf mein Datenvolumen angerechnet wird.
    Jetzt stelle man sich mal vor, diese Kooperation würde mit verschiedenen anderen Diensten fortgesetzt (zb. Bild, GMX, Myvideo, Amazon etc.) Damit würden diese Anbieter wahrscheinlich deutlich mehr Zulauf haben. Der Nachteil entsteht für Anbieter, die keine Kooperation abschließen konnten oder wollten. Langfristig könnte es also passieren, dass einige Unternehmen aufgeben müßen, weil sich zB eine Kooperation nicht leisten können. Dadurch verschwindet die Vielfalt im Netz und der Markteinfritt für neue Unternehmen wird deutlich erschwert. Parallel findet eine Konzentration statt da ohne finanziell starken Partner keine Möglichkeit besteht in den Kreis der Unternehmen zu gelangen, für die der Verbraucher keinen Datenrate benötigt. Bei der aktuellen Geiz-ist-geil-Mentalität halte ich diese Entwicklung für durchaus wahrscheinlich. Letztendlich hätte die Telekom direkt daran mitgeholfen, weil Sie einigen Unternehmen dieses Feature ermöglicht hat und nicht neutral alle Dienste gleich behandelt hat. Das ist kein Prozess innerhalb eines Jahres sondern ein kontinuierlicher dem mit Spotify ein weiterer Stein hinzugefügt wurde.

    — Dembi
    • na das ist aber ja nichts neues. Die freie Marktwirtschaft tendiert ja naturgemäß zu einer Konzentration. Das ist ja nun kein neues Phänomen und kannst du in vielen Bereichen beobachten. Aus diesem Grund wurden ja Behörden wie das Kartellamt usw geschaffen um solche Konzentrationen zu verhindern. Sonst würden auf lange Sicht 1-2 Monopolisten übrigbleiben.

      — Hansi
  18. Frage mich ernsthaft wo euer Problem ist. Früher oder später hat das für uns Nutzer nur Vorteile, denn dann wird diese bescheuerte Drosselung endlich aufgehoben. Zuhause am Rechner könnte ich mir monatlich tausende Gigabyte an Daten problemlos herunterladen. Am Handy ist nach 1/1000 davon schluss…

    — Kraine
  19. In Deutschland muss alles zerredet und reguliert werden. Für jeden Furz gibts eine Bestimmung über Lautstärke und Geruch.

    Gab es nicht auch einen Mobilfunkanbieter über dem man auf Facebook kostenlos Surfen konnte?

    Kennt jemand den jens best? Woher kommt der ?

    — Drigger
  20. hm… Was hat die Partnerschaft Telekom Spotify mit Netzneutralität zu tun?? Nix. Es werden weder Daten anderer Anbieter blockiert oder gedrosselt noch sonstige Inet Dienste durch die Telekom in irgendeiner Weise eingeschränkt. Wenn man der Argumentation im Text folgt, dann ist selbst die Kooperation Navigon Telekom ein Verstoß gg die Neutralität. Was natürlich Blödsinn ist.
    Solange kein Dienst/Anbieter priorisierrt wird, findet auch kein Verstoß gg die Netzneutralität statt.

    — Hansi
  21. Ach du meine Güte, es gibt anscheinend Leute die haben nix besseres zu tun als so ein Scheiß zu recherchieren! Ich find das Angebot und die Kooperation prima und hoffe nur dass das so bestehen bleibt! Das wäre das BESTe Denk ich ;)

    — Rerun van Pelt
  22. Schwachsinn! Bei Mobile TV werden die genutzten Daten auch nicht vom Budget abgezogen, und keine Sau interessiert das.

    — Marc
  23. Wow, ich bin überrascht, wie viele User sich auf Grundlage der so genannten Netzneutralität hier äußern! Leider scheinbar überwiegend, da es um spürbares Volumen bei Spotify geht. Das Problem wurde aber schon Jahre nicht so hitzig diskutiert im Falle von facebook, die ihren Traffic schon viel länger zB. bei Aldi-Talk frei geben! Dieses Datenvolumen ist natürlich nicht so groß, das es die Flat sprengt & so viel es natürlich nicht so negativ auf. Sehr sehr viele Kids ohne Flat mit Prepaid-Handys profitieren von dieser seit Jahren herrschenden Aufhebung der Netzneutralität durch Facebook!!

    — Gsuz1
  24. mal ganz ehrlich: die meisten kommentar verfasser haben null plan von der welt. wenn ich schon lese dass es keinen vorteil bringt und dass es keine sau interessiert oder dass in .de alles zeredet wird. dann kann ich nur den kopf schütteln.

    googled mal bitte monopol, wettbewerbsverzerrung.

    — keKs
  25. Ich fände es ja wirklich toll wenn die Telekom es mache. Würde, dass App-Downloads nicht vom Traffic abgezogen werden. Aber das wird wohl nie der fall sein.

    — Elias
  26. Interessant – oder vielmehr kritisch – sehe ich vor allem, dass man für die Preisinformation auf Dritte angewiesen ist. Weder Spotify noch Simfy nennen auf ihrer Website irgendwo die Preise, die durch die Nutzung der “Premium Accounts” oder nach Ablauf der “30-tägigen Testversion” entstehen. Ich muss mich also zwingend anmelden/registrieren, um etwas über die Preise zu erfahren. Das finde ich datenschutzrechtlich und auch für den Bereich UWG mindestens bedenklich.
    In der Vergangenheit bin ich eigentlich sehr gut damit gefahren, um Angebote, die nicht bereit sind, ihre Preise zu nennen und statt dessen mit pseudo-kostenlosen Diensten werben, einen weiten Bogen zu machen. Und dass die Telekom vermutlich ihren “Vergleich” geschickt so gestrickt hat, dass ihr Angebot am Besten abschneidet, davon dürfen wir ja wohl auch ausgehen…

    Axel Riemann

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