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Apple-Test wirft Fragen auf

Zusätzliche Abo-Abfrage: 20% entscheiden sich um

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Ende der vergangenen Woche konnten wir über eine zusätzliche Sicherheitsabfrage berichten, die sich auf ersten Geräten bei (vornehmlich) amerikanischen Nutzer zeigten.

Abo Abfrage

Apple blendete hier einen zusätzlichen Bestätigungsschritt beim In-App-Kauf von Abos ein. Wohl um irrtümliche Vertragsabschlüsse zu vermeiden, zeigten iPhone und iPad ein weiteres Dialogfenster nach der eigentlichen Abo-Bestätigung per Face ID oder Touch ID an.

Dieses ermöglichte die soeben vorgenommene Transaktion doch noch zu stoppen und blendete dazu den folgenden Text ein:

Abonnement bestätigen – Das Abonnement wird fortgesetzt, sofern es nicht mindestens einen Tag vor Ablauf des Abonnementzeitraums in den Einstellungen gekündigt wird.

Unter dem Dialogfenster wurden die Tasten ABBRECHEN und OK angeboten – wer seine Entscheidung hier nicht erneut bestätigte, schloss auch kein Abo ab.

Wie erste Entwickler berichten, scheint sich die zusätzliche Abo-Abfrage massiv auf die Anzahl der Neu-Abonnenten auszuwirken. Erste Statistiken zeigen, dass sich 20 Prozent der Anwender nach der Einblendung des Dialogfenster wieder um und gegen ein (Probe-)Abo entscheiden.

Die folgende Frage liegt damit auf der Hand: Werden 1/5 der im App Store generierten Abo-Einnahmen nur durch Bedienungsfehler eingefahren? Stolpern 20% unwissentlich in Abos?

Auch Apple scheint von der hohen Absprungrate überrascht worden zu sein. Wie mehrere Entwickler mitteilen, ist das zusätzliche Abfrage-Fenster inzwischen wieder verschwunden. Ob Apple hier nur einen temporären A/B-Test gefahren hat oder die Zusatzabfrage zukünftig standardmäßig einblendet wird, bleibt abzuwarten.

Dienstag, 16. Apr 2019, 8:18 Uhr — Nicolas
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  • Im Prinzip war das ja eine dritte Bestätigung.

  • User Experience. Es geht halt nichts über User Experience.

  • Verwunderlich ist das Verhalten nicht: jede zusätzliche Abfrage/ Bestätigung senkt die Conversion-Rate. Das ist dasselbe wie bei Formularen: jedes zusätzliche Eingabefeld führt zu weniger Absendungen bzw. Conversions.

    Das sind weniger echte „Bedienungsfehler“, sondern viel mehr menschliche Psychologie.
    Zudem ist es leider wirklich so, dass manche Nutzer einfach nichts lesen, egal wie gut es gemacht wurde in der Nutzerführung. Hab selber im App-Support 2,5 Jahre gearbeitet. Kann ein Lied davon singen…

  • Einfach die Abo-Möglichkeit mit den In-App-Einkäufen in den Einschränkungen ausschalten. Dann kann nix mehr versehentlich passieren. Und wenn jetzt irgendein Model so verlockend sein sollte, daß ich nicht mehr widerstehen kann, dann habe ich mehr als ein zusätzliches Fenster zu klicken, bevor das Abo abgeschlossen ist. Kam bisher auch noch nie vor — bin noch immer Abo-frei …
    Man sieht also: sehr sicher :-)

  • Mein Vater hatte aus Versehen ein Abo abgeschlossen, mit einem iPhone 7 (TouchID).
    Die App frage mit einem Popoup, ob er kein Werbung in der App haben möchte. Er antwortete „Ja“, darauf hin kam der der AppStore inapp kauf dialog, bei dem man mit TouchID den kauf bestätigen sollte. Mein Vater wollte schnell aus der App raus und auf den Homescreen (quasi abbrechen), nur wenn man dann auch die Home Taste drückt, bestätigt man mit dem Fingerabdruck den Kauf.

  • Das zusätzliche Abfrage-Fenster ist inzwischen wieder verschwunden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Wieviel kassiert Apple nochmal an jedem Kauf?

  • Apple sollte in iOS nach dem „Abo-Probe“ eine neue Aktivierung verlangen ansonsten bleibt das Abo inaktiv! Das wäre Nutzerfreundlich.

  • Ich fände es besser, wenn man das Abo innerhalb einer bestimmten Zeit noch unkompliziert widerrufen kann.

  • Oh verflixt – 20% der Nutzer würden versehentlich ein Abo abschließen! Nehmen wir die zusätzliche Warnung raus und nutzen das Potential!

  • Ich hab bei mir einfach keine Zahlungsmethode hinterlegt, so kann das versehentliche abschließen gar nicht passieren, da ich dann immer aufgefordert werde eine zu hinterlegen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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