"Gesetzeswidrige Verkaufs- und Vertriebspraktiken"
Wettbewerbsverstoß: Apple muss in Frankreich mit Rekordstrafe rechnen
Apple erwarten in der kommenden Woche unerfreuliche Nachrichten aus Frankreich. Es wird erwartet, dass der iPhone-Hersteller dort erneut mit einer hohen Millionenstrafe belegt wird. Bereits im Februar machte die Nachricht die Runde, dass Apple aus einem Vergleich mit der dortigen Wettbewerbsaufsicht basierend 25 Millionen Euro aufgrund der sogenannten „iPhone-Bremse“ zahlen muss. Jetzt soll Apple erneut umfassend zur Kasse gebeten werden.
Übereinstimmenden Berichten der Nachrichtenagentur Reuters und des Magazins Politico zufolge, werden zu Wochenbeginn weitere Details erwartet. Offenbar wird Apple mit Blick auf eine Jahre zurückliegende Angelegenheit zur Kasse gebeten. Apple wird vorgeworfen, Absprachen zum Nachteil von Vertragshändlern getroffen zu haben. In diesem Zusammenhang wurden bereits im Jahr 2013 Räumlichkeiten bei Apple durchsucht. Der iPhone-Hersteller hat das Verfahren in der Folge mit einer Klage gegen diese Durchsuchung verzögert, war im Jahr 2018 dann allerdings damit final gescheitert. Nun gehen Insider davon aus, dass Apple eine der bislang größten, wenn nicht die größte jemals von den französischen Wettbewerbshütern verhängte Strafe erwartet. Den Rekord hält aktuell der Telekommunikationskonzern Orange mit 350 Millionen Euro.
Apple hat in seinem Abschlussbericht für das Wirtschaftsjahr 2019 bereits vor einer solchen Entwicklung gewarnt. Dort weist das Unternehmen bereits darauf hin, dass die französischen Behörden der Ansicht sind, dass die Verkaufs- und Vertriebspraktiken Apples gegen das französische Wettbewerbsrecht verstoßen und dies möglicherweise ein Geldstrafe zur Folge hat.